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In dieser Folge von Economic Challenges diskutieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, ob es sinnvoll wäre, die 2011 ausgesetzte Wehrpflicht für jüngere Männer in Form einer allgemeinen Dienstpflicht, also auch einer die Frauen betreffenden Dienstpflicht, zu revitalisieren.
Abgesehen von der militärischen Notwendigkeit einer solchen Maßnahme, deren Bewertung Rürup und Hüther lieber anderen überlassen wollen, habe die Thematik eine klare ökonomische Komponente. In der vergangenen Folge haben Rürup und Hüther schon über den Rückgang der Zahl der Erwerbstätigen gesprochen. „Wenn man jetzt noch zwei Jahrgänge zusätzlich herausnehmen würde, das würde dieses Problem noch deutlich verschärfen“, sagt Rürup.
Fraglich sei auch, welche Konsequenz eine allgemeine Wehrpflicht auf die gesetzliche Rentenversicherung hätte. Sinnvoller mit Blick auf die Erwerbspersonen sei da schon eine europäische Armee. Oder eine Konzentration auf Berufssoldaten. Das sei dann zwar ein anderer großer Kostenblock, sagt Hüther: „Berufssoldaten sind teurer, aber im Hinblick auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wieder deutlich positiver.“
Was ökonomisch noch für und gegen eine allgemeine Wehrpflicht spricht, hören Sie in dieser Folge Economic Challenges.
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In dieser Folge von Economic Challenges diskutieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, ein größer werdendes Problem, das mit der Überalterung der Gesellschaft in Zusammenhang steht: das Produktivitätswachstum in Deutschland droht mehr und mehr abzunehmen.
Und das, obwohl die Bevölkerung in Deutschland stetig wächst, sinkender Geburtenraten zum Trotz: Das Institut der deutschen Wirtschaft prognostiziert, dass die Zahl der Menschen, die in Deutschland leben, von heute 83,5 Millionen bis 2035 auf 85 Millionen anwachsen soll. Gleichzeitig allerdings soll die Zahl der Erwerbstätigen um mehr als vier Prozent, in absoluten Zahlen um gut drei Millionen zurückgehen. „Der Anteil der Erwerbstätigen läge dann auf einem Rekordtief nämlich unter 59 Prozent. Das wäre ein historischer Tiefstand“, sagt Bert Rürup.
Das bedeutet: Die deutsche Wirtschaft müsste sich sehr anstrengen, um das auszugleichen. In den letzten 30 Jahren lag das Produktivitätswachstum in Deutschland bei etwa 1,2 Prozent. Und allein um die Folge des Rückgangs der Erwerbstätigen zu kompensieren, müsste das Produktivitätswachstum auf 1,8 Prozent wachsen.
Hinzu komme: Hinter jedem Wirtschaftsaufschwung in der Geschichte der Bundesrepublik stand der Faktor Zuwanderung. Die Rahmenbedingungen seien mit dem Fachkräftezuwanderungsgesetz auch jetzt geschaffen. Doch diese Karte werde aufgrund der derzeitigen innenpolitischen Verhältnisse kaum mehr gezogen. Denn die Diskussion in der Politik sei eben diese: „Erfolge bei der Migrationspolitik werden aktuell nur als Beschränkung der Migration vorgetragen“, sagt Hüther. Das und mehr hören Sie in dieser Folge Economic Challenges.
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In dieser Folge von Economic Challenges vergleichen Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, die Finanzpolitik der USA und Deutschlands.
Während die Staatsverschuldung beider Länder in den nächsten Jahren weiter steigen dürfte, unterscheiden sich die Ansätze zur Bewältigung dieser Herausforderung erheblich. Während die USA unter Trump eine Politik der Umverteilung und Steuerkürzungen verfolgen, setzt Deutschland auf Investitionen und militärische Aufrüstung, um die Phase des Nullwachstums zu überwinden – allerdings ohne klare Wachstumsstrategie und Richtung in der Verteilung, argumentieren die beiden. Reichen die aktuellen Maßnahmen aus, um das exportorientierte Wachstumsmodell Deutschlands zu revitalisieren - insbesondere unter den aktuellen Herausforderungen im Zollstreit mit Trump?
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Schrumpfender Industriesektor, demografischer Wandel, wachsende Arbeitslosigkeit: Die deutsche Wirtschaft steht strukturell wie geopolitisch vor großen Herausforderungen. In der 300. Podcast-Folge von Economic Challenges blicken Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Sebastian Matthes, Chefredakteur des Handelsblatts, auf die bisherigen Folgen zurück und diskutieren über die aktuelle wirtschaftliche Situation.
Im Podcast-Gespräch werfen Rürup und Matthes einen kritischen Blick auf das bisherige Geschäftsmodell des exportgetriebenen Wachstums, demografische Hürden und geopolitische Veränderungen, die Deutschlands Rolle in der Weltwirtschaft beeinflussen. Was muss passieren, damit Deutschland wieder auf ein nachhaltiges Wachstum kommt?
„Die Privatwirtschaft ist der Wachstumsmotor, alles andere ist flankierend“, sagt Rürup. Der Ökonom fordert, die Abschreibungsbedingungen noch deutlicher zu verbessern und die Unternehmensbesteuerung langfristig zu senken.
Ein weiteres Thema ist das große Infrastrukturpaket der Bundesregierung und die Aufweichung der Schuldenbremse. „Wir haben in Deutschland in den vergangenen sechs Monaten einen psychologischen Stimmungsumschwung gesehen, den einige in der Finanzindustrie in den vergangenen 30 Jahren noch nie erlebt haben“, stellt Matthes fest.
Wie jetzt ein wirtschaftlicher Aufschwung gelingen kann, hören Sie in der aktuellen Podcast-Folge.
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Der Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, Michael Hüther, diskutieren in der aktuellen Folge von Economic Challenges über die Verschiebungen der geopolitischen Strukturen und deren wirtschaftliche Auswirkungen. Die Diskussion beleuchtet, wie die BRICS-Staaten – bestehend aus Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika und weiteren – die bisher westlich geprägte Weltordnung herausfordern. „Wir sind gegenwärtig Zeugen einer Verschiebung der geopolitischen Koordinaten. Und zwar nicht zugunsten dessen, was wir als Westen bezeichnen“, glaubt Rürup.
Rürup und Hüther sind sich einig, dass die jüngsten Entwicklungen eine ernsthafte Umbruchphase darstellen. Sie heben hervor, dass die USA unter der Präsidentschaft von Donald Trump ihren unilateralen Kurs fortsetzen und sich zunehmend von der internationalen Zusammenarbeit abkoppeln werden. Dies habe zu einer „Selbstzerbröselung“ der westlichen Bündnisstrukturen geführt. Trump fördere eine Politik der De-Globalisierung und der wirtschaftlichen Autarkie, was die globalen Handelsbeziehungen nachhaltig beeinflusse.
Gleichzeitig betonen Rürup und Hüther, dass die BRICS-Staaten trotz ihrer internen Heterogenität eine beachtliche wirtschaftliche Macht darstellen und nahezu die Hälfte der Weltbevölkerung repräsentieren. China, als führende Kraft innerhalb der BRICS, zeigt jedoch ebenfalls Anzeichen wirtschaftlicher Unsicherheiten. Hüther stellt fest, dass „wir in einer Umbruch-Situation sind“, und hebt die Notwendigkeit hervor, die europäischen Werte zu schützen und die wirtschaftliche Attraktivität Europas zu steigern. Diese Entwicklungen stellen für den Westen sowohl Herausforderungen als auch Chancen dar, um seine politische und wirtschaftliche Rolle in der Welt neu zu definieren.
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Die Welthandelsorganisation WTO steht vor großen Herausforderungen. Ein Grund: US-Präsident Donald Trump setzt im internationalen Handel immer häufiger auf „America First“ und nicht auf multilaterale Abkommen. Deshalb hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eine neue Handelsorganisation ohne die USA und China vorgeschlagen. Doch die Idee wirft Fragen auf.
In dieser Folge von Economic Challenges diskutieren Bert Rürup, Chefökonom des Handelsblatts, und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, darüber, ob eine solche Organisation überhaupt zielführend wäre.
Welche wirtschaftlichen Risiken sich aus einem möglichen Ausschluss der USA und China aus einer neuen Welthandelsorganisation ergeben könnten, hören Sie in der aktuellen Folge von Economic Challenges.
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Die Nato hat ein beispielloses Aufrüstungsprogramm beschlossen: 3,5 Prozent der Wirtschaftskraft pro Jahr wollen die Partnerländer bis 2035 in ihre Streitkräfte investieren, weitere 1,5 Prozent in militärisch relevante Infrastruktur wie Brücken, Schienen und sichere Kommunikationsnetze. Die erhöhten Verteidigungsausgaben heizen die Debatte über die militärische Rolle Deutschlands und der EU an.
In der aktuellen Folge von Economic Challenges diskutieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, die Herausforderungen und Möglichkeiten der europäischen Verteidigungspolitik. Im Podcast-Gespräch stellen die Ökonomen infrage, ob die Erhöhung der Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) wirklich der richtige Schritt ist. „Wenn es eine Antwort auf die Bedrohungslage gibt, kann das eigentlich nur eine europäische Armee sein“, so Rürup.
Bert Rürup warnt vor einer erwartbaren "substanziellen Reduzierung der in Deutschland stationierten US-amerikanischen Kräfte." Und so diskutieren Rürup und Hüther die Frage, ob Europa sich in der Verteidigung unabhängiger von den Vereinigten Staaten aufstellen sollte.
Welchen Anforderungen eine eigenständige Verteidigungsstrategie Europas gerecht werden müsste und inwieweit sie die transatlantische Partnerschaft aufs Spiel setzen könnte, hören Sie in der aktuellen Podcast-Folge.
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In der aktuellen Folge von Economic Challenges diskutieren Bert Rürup, Chefökonom des Handelsblatts, und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, die komplexe Landschaft der Vermögensverteilung in Deutschland.
Zunächst bieten die Ökonomen einen detaillierten Überblick über die aktuelle Vermögensverteilung in Deutschland. Dabei kommen sie zu dem Schluss, dass die Einkommensverteilung relativ ausgewogen erscheint. Die Vermögensungleichheit in Deutschland aber sei im Vergleich zu anderen Ländern wie den USA oder Indien durchaus auffällig. "Ein Prozent der Wohlhabenden in Deutschland besitzt mehr als ein Drittel aller Vermögensbestandteile", so Rürup.
Hüther betont in dem Zusammenhang, dass die Vermögensverteilung in Deutschland stark durch Unternehmen geprägt sei, was durch erbschaftssteuerliche Vergünstigungen für Betriebsvermögen begünstigt wird. Beide Experten sind sich einig, dass es Handlungsbedarf gibt.
Und so werfen die Ökonomen einen kritischen Blick auf das Ausbleiben der Vermögensteuer seit 1997 und diskutieren, ob sie wieder eingeführt werden sollte. "Interessant ist, dass alle Regierungen seit fast 30 Jahren das [Thema] großräumig meiden", so Rürup.
Ein weiteres Thema im Podcast-Gespräch ist die Debatte über ein bedingungsloses Grunderbe, die von Seiten der SPD vorangetrieben werde. Ein solches Grunderbe solle durch Reformen der Erbschafts- und Vermögensteuer finanziert werden. Hüther aber äußert Bedenken hinsichtlich der Umsetzbarkeit und Wirksamkeit solcher Maßnahmen.
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In dieser Folge von Economic Challenges diskutieren Bert Rürup, Chefökonom des Handelsblatts, und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, über die Zukunft des Dollars und seiner Bedeutung als Weltleitwährung. Denn Trumps Haushaltspolitik, mit der noch höhere Staatsschulden möglich sein sollen, setzt den ohnehin schon schwachen Dollar noch mehr unter Druck. Mit welchen Folgen?
Hüther konstatiert: „Die Schuldenstandsquote der USA liegt derzeit bei 120 Prozent in Relation zur gesamtwirtschaftlichen Leistung. Und das ist in relativ kurzer Zeit passiert, von 2010 bis jetzt hat sie sich verdoppelt.“ Mit dem Haushaltsgesetz „Big Beautiful Bill“ könnte die Staatsverschuldung noch kräftig ausgeweitet werden. „Meiner Einschätzung nach ist der US-Präsident Trump dabei, das bestehende internationale Vertrauen in den US-Dollar in Frage zu stellen und damit letztlich die seit etwa 100 Jahren amtierende Weltwährung zu diskreditieren“, sagt Rürup.
Welche globalen Risiken sich aus der Entwicklung des Dollars ergeben, hören Sie in dieser Folge Economic Challenges.
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In dieser Folge von Economic Challenges beleuchten Bert Rürup, Chefökonom des Handelsblatts, und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, den rasanten Aufstieg Chinas zur Wirtschaftsmacht und die Versuche der USA unter Präsident Trump, diesen zu verhindern.
China strebt danach, bis 2035 in allen wichtigen Industrietechnologien führend zu sein und bis 2049 die größte Volkswirtschaft der Welt zu werden. Diese ehrgeizigen Ziele stehen im Zentrum der chinesischen Strategie „China 2025“, die bereits 2015 gestartet wurde. In den vergangenen Jahren hat China beeindruckende Fortschritte in Schlüsselindustrien gemacht, wie etwa der elektrischen Antriebstechnik und im Maschinenbau.
„Wenn es nach Trump geht, soll dieser Aufstieg Chinas mit allen Mitteln verhindert werden“, sagt Bert Rürup. Ob China auch ohne die US-Zollpolitik das Potenzial hätte, die USA wirtschaftlich zu überholen, ob Zölle diesen Aufstieg überhaupt bremsen können und welche Parallelen sich zum wirtschaftlichen Aufstieg Japans in den 1980er-Jahren ziehen lassen – all das erfahren Sie in dieser Folge von Economic Challenges.
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