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Anatomie und Erleuchtung. Das klingt erst mal nach zwei Themen, die nichts miteinander zu tun haben.
Trotzdem erreicht mich kaum eine Frage so häufig wie diese: „Können wir nicht mal mehr Anatomie machen?" Yogalehrende wünschen sich Workshops dazu, und viele haben den Eindruck, sie müssten einfach mehr wissen, um besser zu unterrichten. Auch Schüler:innen glauben oft, dass sie ihre Praxis besser verstehen würden, wenn sie nur genauer wüssten, was im Körper passiert.
Ich verstehe die Frage. Und gleichzeitig macht sie mich jedes Mal ein wenig ratlos, weil ich gar nicht genau weiß, was damit eigentlich gemeint ist. Denn Anatomie im medizinischen Sinn, also Knochen benennen und wissen, wo sie liegen, danach fragt eigentlich niemand. Gemeint ist meistens etwas anderes: Wie mache ich es so, dass sich niemand verletzt. Was tue ich, wenn jemand mit Knieschmerzen vor mir steht.
In dieser Folge räume ich auch mit einem Irrglauben auf. Viele denken, dass ich Asana besser unterrichte, weil ich Medizin studiert habe. Ehrlich gesagt benutze ich dieses Wissen fast nie. Und ich erzähle, warum ich glaube, dass hinter dem Wunsch nach mehr Anatomie oft etwas ganz anderes steckt, nämlich Unsicherheit. Der Gedanke dahinter ist verständlich: Mit genug Wissen kann ich diese Sorge endlich loslassen. Nur stimmt das vielleicht nur zum Teil, weil mit mehr Wissen über Verletzungen und Therapie manchmal auch die Sorge größer wird. Und diese Sorge geben wir dann weiter, an genau die Menschen, die zu uns in die Klasse kommen.
Es geht außerdem um drei sehr einfache Dinge, die tatsächlich vor Verletzungen schützen und für die du kein anatomisches Wissen brauchst. Um die Frage, in welcher Rolle wir eigentlich stehen, wenn wir unterrichten. Und um das Iliosakralgelenk, wo zwei Lager sich sicher sind, dass die jeweils andere Seite gefährlich ist. Was mich daran hauptsächlich interessiert: Was sagt es uns eigentlich, wenn beide Seiten dieselbe Erfahrung machen?
Erwähnte Folgen:
Wie ist das bei dir? Wünschst du dir mehr anatomisches Wissen, und was genau erhoffst du dir davon? Schreib mir gern, ich bin wirklich neugierig.
Hier findest du mich:
Kapitel:
00:00 Warum diese Folge mit einem Geständnis anfängt
00:50 Anatomie in einem Podcast über Erleuchtung?
01:11 Die Frage, die mir ständig gestellt wird
02:14 Warum sie mich jedes Mal ratlos macht
02:43 Was Anatomie eigentlich ist, und wo sie aufhört
03:59 Was Menschen wirklich meinen, wenn sie mehr Anatomie wollen
05:12 Der Irrglaube: Medizinstudium gleich besserer Unterricht
06:26 Fachbegriffe im Yogaunterricht, und was sie bringen
07:25 In welcher Rolle stehen wir beim Unterrichten?
08:26 Kommt Anatomie in den Yoga-Schriften überhaupt vor?
09:30 Wissen als Sicherheitsgefühl, und wie daraus neue Angst wird
10:35 Drei Basics: Gegendruck, Langsamkeit, Atem
11:56 Die Richtig-und-falsch-Falle
13:00 Wie wir Anatomie in der 300-Stunden-Ausbildung umgestellt haben
14:21 Das Iliosakralgelenk und die zwei Lager
16:02 Suchen, finden, loslassen
Welches Yoga Teacher Training ist das richtige? Wie lange sollte es dauern? Und braucht es dieses Zertifikat wirklich?
Diese Fragen erreichen mich immer wieder. Deshalb teile ich in dieser Folge meinen Leitfaden mit dir. Keine Empfehlungsliste, sondern die Fragen, die du dir selbst und den Anbietenden stellen kannst, damit du am Ende deine eigene Antwort findest.
Mein wichtigster Filter hat übrigens nichts damit zu tun, was in einer Ausbildung unterrichtet wird. Sondern damit, wer sie unterrichtet. Warum das so ist, erzähle ich dir gleich am Anfang anhand einer Begegnung, die mich damals ziemlich irritiert hat.
Darum geht es in dieser Folge:
• Warum die lehrende Person der beste Filter ist (und was unsere Studio-Umfragen dazu sagen)
• Was Demut mit guter Lehre zu tun hat
• Wie viel praktisches Unterrichten dabei sein sollte
• 200, 300, 500 Stunden: Was diese Zahlen wirklich bedeuten
• Yoga Alliance und die Frage, ob du dieses Zertifikat brauchst
• Feedback, Community und was nach der Ausbildung kommt
• Ausbildung oder doch eher intensives Retreat?
• Warum der Ort die unwichtigste Frage ist
Erwähnte Folgen:
• Folge 19: So findest du die passende Yogaausbildung für dich
• Folge 27: Die Sucht nach Weiterbildungen (so wirst du sie los!)
Wenn du dir gerade eine Ausbildung anschaust und unsicher bist: Schreib mir gern. Ich freue mich, wenn du mir erzählst, wo du stehst.
Hier findest du mich:
• Mein Buch zum Yoga Sutra von Patanjali
• Unsere Ausbildungen
Kapitel:
00:00 Die Frage, auf die er keine Antwort geben wollte
02:45 Mein wichtigster Filter: Wer unterrichtet?
04:00 Was Menschen wirklich in Yogastunden zieht
05:25 Geh vorher hin. Am besten mehrmals.
06:00 Warum Widerspruch dazugehört
07:20 Credentials, Zertifikate und ihre Grenzen
08:05 Die Frage nach der Lineage
09:45 Praxis oder Theorie? Und wie viel unterrichtest du selbst?
11:50 Wie lang sollte ein Training sein?
12:55 Yoga Alliance: Brauchst du das?
13:30 Kein Training macht dich fertig (und das ist gut so)
14:50 Feedback und Austausch
15:30 Was kommt danach? Community und Anschluss
16:35 Der Ort ist zweitrangig
18:25 Am Ende musst du es selbst herausfinden
Über Geld spricht man nicht. Schon gar nicht, wenn man in der Yoga-Welt zu Hause ist.
In Ausbildungen bekomme ich die Frage trotzdem immer wieder: Lohnt sich das? Wie viel muss ich danach unterrichten? Was verdient man als Yogalehrer:in überhaupt? Und jedes Mal freue ich mich darüber, weil da jemand den Mut hat, die Scham einmal beiseite zu schieben.
In dieser Folge gehe ich ans Eingemachte. Es geht um den Glaubenssatz, dass Yoga nicht kommerziell sein darf, und darum, was Patañjali mit Aparigraha eigentlich meint und was nicht. Es geht um meine eigenen Anfänge, als ich für Privatstunden jeden Betrag zu hoch fand. Und es geht um den Teil, der mich am meisten interessiert: dass die Frage nach dem Preis fast nie eine Rechenfrage ist, sondern eine nach dem eigenen Wert.
Ich teile auch konkrete Zahlen. Was wir in unserem Studio in Berlin zahlen, wie ein Bonus-Modell aussehen kann und was mich überrascht hat, als ich mich in anderen Städten umgehört habe.
Zum Schluss eine Frage, die mir wichtig geworden ist: Wie sehr gönnst du eigentlich anderen ihr Geld? Denn wenn wir es anderen nicht gönnen, wie sollen andere es dann uns gönnen?
Schreib mir gerne, wie du das siehst — ich bin wirklich neugierig, wie es dir mit dem Thema Geld geht. Am einfachsten erreichst du mich auf Instagram unter @downdogberlin, dort kannst du mir jederzeit eine Nachricht schicken. Auch wenn du dir ein Thema für eine der nächsten Folgen wünschst.
Und wenn dir die Folge etwas gebracht hat, teile sie gerne mit anderen, die vielleicht auch gerade mit ihren Preisen ringen.
Hier findest du mich auf Instagram.
Hier findest du mein Buch über das Yoga Sutra.
Kapitel:
In dieser Folge frage ich mich, wo eigentlich die Grenze verläuft – zwischen Yoga und Therapie.
Ich spreche darüber,
Für mich ist Yoga kein Werkzeug, um etwas zu reparieren, sondern ein Weg, sich zu erinnern – daran, dass in uns schon alles da ist.
Wenn dich diese Frage auch beschäftigt – hör gern rein.
Mehr über mich:
Melde dich hier für meinen kostenlosen E-Mail-Newsletter an: https://bit.ly/moritznewsletter
Folge mir auf Instagram: https://www.instagram.com/downdogberlin/
Entdecke hier mehr über mich und mein Yogastudio in Berlin: https://peaceyoga.de
Anmeldung zum Heilworkshop hier: https://peaceyoga.de/news/events/heilworkshop-fuer-yogalehrende/
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