Jazz Collection

Jazz Collection

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Music
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Jazz Collection episodes

  • Züri West - E Maschine wo louft u louft
    Kult waren sie ja schon lange, Züri West - und zurecht, dank brillanter Texte von Kuno Lauener und knackiger Songs, seit 40 Jahren immer zeitgemäss aber nie zeitgeistig. Mit Veröffentlichung des letzten Albums erlebt die Band eine Verehrung, die bisher Polo National und Mani Matter vorbehalten war.
    Die Bekanntgabe, dass dieses neue Album nie live zu hören sein wird, weil Frontmann Lauener an MS erkrankt ist, sorgte für landesweite Anteilnahme. Was ist das Geheimnis von Züri West, deren neuestes Album sich als Tonträger (!) verkaufte wie warme Weggli? Was macht die Songs so gut, einzelne zu Genie-Streichen? Gibt es schlecht gealterte Songs? SRF3-Musikredaktorin Gisela Feuz, selbstverständlich aus Bern, kennt Züri West seit Kindsbeinen und bringt ihre Lieblings-Songs mit in die Jazz Collection zu Jodok Hess.
    Die gespielten Titel - alle von/mit Züri West (Albumtitel/Label/Jahr):
    Ich schänke dir mis Härz (Züriwest / Sound Service / 1994)
    Hansdampf (Sport und Musik / Black Cat / 1987)
    Züri West (Demoversion) (Züri West Demo / Red Mountain Studio / 1984)
    Edgar (Elvis / Black Cat / 1990)
    Blues (Züriwest / Sound Service / 1994)
    Ritigampfi (Hoover Jam / Sound Service / 1996)
    Mojito (Super 8 / Sound Service / 1998)
    Paris (Super 8 / Sound Service / 1998)
    Radio zum Glück (Radio zum Glück / Sound Service / 2001)
    Obsi nidsi (Radio zum Glück / Sound Service / 2001)
    Mir wei nid grüble (Bob Dylan/Kuno Lauener) (Love / Weltrekords / 2007)
    Göteborg (Göteborg / Weltrekords / 2012)
    Loch dür Zyt (Loch dür Zyt / Weltrekords 2023)
    1 hr 1 min
  • Alice Coltrane, mit Esther Sévérac und Philipp Eden
    Alice McLeod war eine brillante Pianistin und mitten in der Jazzwelt lange bevor sie John Coltrane heiratete. Aber natürlich war die gemeinsame Zeit mit dem Jazz-Giganten Coltrane intensiv, als Alice Coltrane entwickelte sie sich stilistisch rasant, vier Jahre lang sind Musik und Familie eins.
    Der frühe Tod von John Coltrane muss deshalb ein schwerer Schlag gewesen sein. Trotzdem schafft es Alice Coltrane innerhalb eines Jahres, als Pianistin und Harfenistin eine Karriere unter eigenem Namen zu lancieren. Wie sie das macht, was sie für die Harfe im Jazz bedeutet, und warum sie nach einem Vierteljahrhundert als spirituelle Leaderin nochmals ins Studio zurückkehrt, das alles diskutieren die Harfenistin Esther Sévérac und der Pianist Philipp Eden in der Jazz Collection mit Jodok Hess.
    Die gespielten Titel (Album | Label):
    Terry Gibbs: John Henry (Hootenanny My Way | Time Records)
    John Coltrane: Manifestation (Cosmic Music | Impulse)
    Alice Coltrane: Lord Help Me to Be (A Monastic Trio | Impulse)
    Alice Coltrane: Oceanic Beloved (A Monastic Trio | Impulse)
    Alice Coltrane: Blue Nile (Ptha the El Dahoud | Impulse)
    Alice Coltrane: Oh, Allah (Universal Consciousness | Verve)
    Alice Coltrane: My Favorite Things (World Galaxy | Impulse)
    Alice Coltrane, Charlie Haden: For Turiya (Closeness: Duets | Jazz Heritage)
    1 hr 1 min
  • Der Vater des Ethio Jazz: Mulatu Astatke
    Mit dem Film «Broken Flowers» von Jim Jarmusch hat seine Musik 2005 ein breites Publikum erreicht. Erfunden hat der Vibraphonist und Perkussionist Mulatu Astatke den Ethio Jazz aber bereits Ende der 1960er Jahre, indem er die Musik seiner Heimat Äthiopien mit westlichen Stilen fusioniert hat.
    Der Sound des Ethio Jazz hat damals die Menschen begeistert, und nicht umsonst hat dieser Stil das sogenannt «goldene Zeitalter der äthiopischen Musik» eingeläutet.
    Was Mulatu Astatke und den Ethio Jazz so besonders macht und weshalb diese Musik zwischenzeitlich fast in Vergessenheit geraten ist, das bespricht Roman Hošek mit dem Produzenten und Musiker Jeroen Visser - der seit «Broken Flowers» tief in die äthiopischen Musikkultur eingetaucht ist.
    Die gespielten Titel (CD-Titel | Label):
    * Mulatu's Hideaway (Afro Latin Soul | Strut Records)
    * Yègellé Tezata (Single Yègellé Tezata | Buda Musique)
    * Mulatu (Mulatu of Ethiopia | Strut Records)
    * Yekermo Sew (Ethio Jazz | Amha Records)
    * Muiscawi Silt (Tche Belew | Kaifa Records)
    * Cha Cha (Inspiration Information | Strut Records)
    * Gamo (Sketches of Ethiopia | Jazz Village)
    * Mulatu (To Know Without Knowing | Agogo Records)
    1 hr 1 min
  • Earl «Fatha» Hines, mit Chris Wiesendanger
    Vaterfigur: Vor 120 Jahren kommt Earl «Fatha» Hines zur Welt.
    Als Pianist von Louis Armstrong war Earl Hines an frühen Meilensteinen der Jazzgeschichte beteiligt, am «West End Blues» zum Beispiel. Seine eigene Band diente dann vielen späteren Bebop-Helden als Sprungbrett (Dizzy Gillespie, Charlie Parker) - und mit seiner eigenen Fernseh-Show wurde er endgültig zum Star. Wie aus dem umtriebigen jungen Mann aus Pittsburgh ein «Fatha» wurde, und wie er nebenher aus dem Begleitinstrument Piano auch im Bandkontext ein solistisches Instrument machte, das diskutiert der Pianist Chris Wiesendanger in der JazzCollection mit Jodok Hess.
    Die gespielten Titel (CD-Titel | Label):
    * Weatherbird (Louis Armstrong: Hot Fives and Sevens, Vol. 3 | JSP)
    * Rosetta (Earl Hines and His Orchestra 1942-1945 | Classics Records)
    * It Had to Be You (Earl Hines and His Orchestra 1941 | Classics Records)
    * Midnight in New Orleans (Earl Hines and His Orchestra 1945-1947 | Classics Records)
    * Shoe Shine Boy (Classic Trio Sessions | Lonehill Jazz)
    * You Brought a New Kind of Love to Me (Mostly Fats | EPM)
    * Sophisticated Lady (Earl Hines Plays Duke Ellington | New World Records)
    * A Toodle-Do, Toodle-Do (Duet | MPS)
    * But Not For Me (Just You, Just Me | Black and Blue)
    1 hr 1 min
  • Vom Kirchenmädchen zum «Evil Gal»: Dinah Washington
    Sie hatte eine unglaublich kraftvolle und durchdringende Stimme. Diese Power kam nicht zuletzt daher, dass Dinah Washington während ihrer Kindheit intensiv Gospel gesungen hat.
    Der Gospel blieb immer Teil ihres Gesangs, auch als Dinah Washington in den Jazz und Blues gewechselt hat. Aber die Inhalte haben sich verändert - statt göttlichen Lobeshymnen sang sie nun Songs, in denen es sich nicht selten um Luxus, Alkohol oder Sex drehte, wie beispielsweise im «Evil Gal Blues».
    Dinah Washington war kein Kind von Traurigkeit und ihr Leben war geprägt von geschiedenen Ehen und Eskapaden. Stücke wie «What a Diff'rence a Day Makes» machten sie aber zu einer zentralen Figur der Jazzgeschichte, die mit 39 Jahren viel zu früh gestorben ist.
    Über die Musik und das Leben von Dinah Washington spricht Roman Hošek mit der Jazzsängerin und Konzertveranstalterin Jessica Cadau.
    Die gespielten Songs (CD-Titel. Label):
    * Shoo Shoo Baby (Wise Woman Blues. Rosetta Records)
    * Evil Gal Blues (The Dinah Washington Story. Mercury)
    * Long John Blues (Stairway to the Stars. Prober Records)
    * Teach Me Tonight (The Complete on Mercury, Vol. 4. Mercury)
    * All of Me (The Dinah Washington Story. Mercury)
    * Caravan (The Swingin' Miss. Fresh Sound Records)
    * Send Me to the 'lectric Chair (Dinah Washington Sings Bessie Smith. Fresh Sound Records)
    * What a Diff'rence a Day Makes (What a Diff'rence a Day Makes! Mercury)
    * Mad About the Boy (Mad About the Boy. Mercury)
    1 hr 1 min
  • Leidenschaftliche Erneuerin: Die Fadista Mariza
    Eine Fadosängerin mit blondierten, raspelkurzen Haaren: Mariza fällt optisch aus der Reihe. Und auch musikalisch modernisiert die 50jährige den portugiesischen Schicksalsgesang, indem sie Jazz, Samba, Bossanova und Flamenco mit dem Fado zusammenbringt.
    Der frische Blick auf dieses traditionelle Volksmusikgenre gelingt Mariza vielleicht auch darum so gut, weil er von aussen kommt. Sie zieht als Mädchen aus Mosambik, einer ehemaligen Kolonie Portugals, nach Lissabon. Ihre Mutter lehrt sie bereits früh die Liebe zu afrikanischer, brasilianischer Musik, Soul und Jazz. Ihr Vater zeigt ihr den Fado. Wie diese Musik in der Diktatur Salazars aus Zensurgründen erstarrte, wie Mariza den Fado für Portugies:innen wieder zugänglich machte und schliesslich daran mitbeteiligt ist, dass er es auf die Liste des immateriellen Weltkulturerbes der UNESCO schafft: darüber diskutiert Annina Salis mit Telmo Pires – einem Fadista, der als Sohn portugiesischer Eltern in Deutschland aufwuchs und für die Musik nach Lissabon zurückgekehrt ist.
    Die gespielten Songs (CD-Titel):
    * Era uma vez (Telmo Pires: Fado em mim. 2001 World Connection)
    * Estranha forma de vida (Amália Rodrigues: The Best of Amália Rodrigues. EMI)
    * Barco negro (Mariza: Fado em mim. 2001 World Connection)
    * Transparente (Mariza: Transparente. EMI Warner)
    * Meu fado meu (Mariza: Transparente. EMI Warner)
    * Beijo de saudade (Mariza: Terra. EMI)
    * Melhor de mim (Mariza: Mundo. Warner)
    * Estranha forma de vida (Mariza: Canta Amália)
    1 hr 1 min
  • Feurig und immer geschmackvoll: Jazzschlagzeuger Philly Joe Jones
    Damit man ihn vom bereits bekannten Swing-Schlagzeuger Jo Jones unterscheiden konnte, brauchte er erst mal einen Spitznamen. Und den lieferte ihm seine Geburtsstadt Philadelphia. Danach begann «Philly» Joe Jones die Rolle eines Jazzschlagzeugers und dessen Spielart neu zu definieren.
    Nebst dem, dass er ein exzellenter Time-Keeper war und swingen konnte wie der Teufel, war Philly Joe Jones auch ein begnadeter und hochenergetischer Solist, wodurch er der Musik eine zusätzliche Intensität verlieh. Diese Fähigkeiten überzeugten schliesslich den grossen Miles Davis - der Philly Joe Jones ab 1955 als festen Schlagzeuger engagierte - und danach auch etliche weitere Jazzgrössen: John Coltrane, Bill Evans, Sonny Rollins, um nur ein paar zu nennen.
    Philly Joe Jones war aber nicht nur ein gefragter Sideman, sondern auch ein erfolgreicher Bandleader und Pädagoge, der bis heute Generationen von Jazzschlagzeuger:innen beeinflusst.
    Gast in dieser Sendung ist der in New York lebende Schlagzeuger Michael Vitali, der sich seit Beginn seiner Laufbahn mit Philly Joe Jones auseinandergesetzt und während unzähliger Stunden zu seinen Aufnahmen geübt hat.
    1 hr 1 min
  • Joey DeFrancesco, der Orgel-Zauberer
    Laufen-Lernen und Orgel-Spielen muss bei Joey DeFrancesco ungefähr zur gleichen Zeit passiert sein: Weil schon sein Vater John DeFrancesco Pianist und Organist war, war eine Hammond-B3 immer teil des Mobiliars, und klein Joey lernte blitzschnell.
    Wie aus dem Wunderkind dann auch tatsächlich ein Musiker mit einer eigenen Message wurde, der nebenher auch noch Trompeter und Saxophon spielte und sang, und ob es ihm gelungen ist, den Mainstream-Jazz ins 21. Jahrhundert zu holen, das diskutiert der Hammondorganist Marcel Thomi in der Jazz Collection mit Jodok Hess.
    1 hr 1 min
  • In memoriam Tony Bennett - der Grand Old Crooner stirbt mit 96
    Noch als 90jähriger schien der grosse Tony Bennett von Altersmüdigkeit nicht viel zu spüren. Vielleicht war es der Jungbrunnen Lady Gaga? Kurz vor seinem 97. Geburtstag ist seine Stimme für immer verstummt. Wir wiederholen die Jazz Collection zu seinem Neunzigsten.
    Seit er vor rund siebzig Jahren zum ersten Mal vor Publikum sang, galt Tony Bennett als der eleganteste der grossen Crooner. Vielleicht ist es das italienische Blut, das in seinen Adern fliesst und das ihm diese Leichtigkeit verleiht, sicher aber sind es auch die hervorragenden Begleiter, die Bennett buchstäblich auf Händen tragen: Die Orchester von Count Basie und Percy Faith oder Pianisten wie Bill Evans, Ralph Sharon und Bill Charlap. Marianne Racine, selber eine hervorragende Jazzsängerin, taucht zusammen mit Annina Salis ins reiche Werk von Tony Bennett.
    1 hr 1 min
  • Samtener Tiefgang: Balladensänger Johnny Hartman
    Johnny Hartmans Sternstunde ist ein Album mit dem legendären Jazzsaxofonisten John Coltrane. Darin brilliert der Sänger mit Timing und Erzählkunst.
    Seinen warmen Bariton könnte Hartman in den 1950ern wohl mühelos zu Gold machen, wäre er weiss und damit ein valables Zielobjekt für die vom Markt umworbenen Teenage Girls. Als Afroamerikaner bleibt seine Mainstreamkarriere verhalten. Dem Jazz fühlt sich der 1923 geborene Chicagoer zu Beginn wenig verbunden.
    Das ändert sich, als er mit John Coltrane arbeitet. Ihr Duoalbum wird zum besonderen Karrierehoch für Johnny Hartman und gipfelt in Kritikerlob. Johnny Hartmans Gesangskunst ist aber durchs Band eine Entdeckung wert – auch weil seine opulente Stimme eine Nische besetzt, die im Jazz bis heute besteht: es gibt kaum tiefe Stimmen.
    Einen der seltenen Baritone im Schweizer Jazzgesang singt Luca Koch, auch tätig in der Musikredaktion von SRF Kultur. Warum es so wenige tiefe Stimmen im Jazz gibt und was an Johnny Hartman inspiriert, darüber diskutiert Luca Koch in der Jazz Collection mit Annina Salis.
    Hinweis/Teasing: 03.07.2023, 16.10, SRF 2 Kultur
    1 hr 1 min

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In der Jazz Collection tauchen wir ein in die Musik von Persönlichkeiten, die den Jazz und angrenzende Genres geprägt haben und prägen. Ein Host und ein versierter Gast zeigen anhand der wichtigsten…

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