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In dieser Folge ist Elisabeth Joris zu Gast. Schweizer Historikerin, Geschlechterforscherin und eine echte Pionierin. Aufgewachsen im Wallis, ist sie ohne Frauenstimmrecht erwachsen geworden. Als sie 25 war, durften Frauen in der Schweiz erstmals abstimmen. Und selbst nach ihrer Heirat 1977 durfte sie nicht mehr frei über ihr eigenes Lohnkonto verfügen. Bis 1988 brauchte es die Unterschrift des Ehemannes.
Ihre akademische Laufbahn verlief über Umwege, geprägt von strukturellen Hürden, die viele Frauen ihrer Generation überwinden mussten. Gleichzeitig steht ihr Weg exemplarisch für die Anfänge der Geschlechterforschung in der Schweiz. Eine Disziplin, die sich ihren Platz erst erkämpfen musste.
Elisabeth Joris versteht ihr politisches Engagement als Teil ihrer historischen Arbeit: Forschung als Beitrag zur politischen Bildung. Schon in den 1968er-Jahren setzte sie sich in der Schweiz für die Pille ein. Ein Thema, das damals heftig umkämpft war. Aus der Freude, etwas zu bewegen, schöpft sie bis heute Kraft.
Eine kluge, eindrückliche und inspirierende Folge über Geschichte, Widerstand und die Kraft feministischer Verbundenheit.
📗 Ein Leben in Geschichte(n) über Elisabeth Joris von Denise Schmid
📗 Frauen und Revolution von Shila Behjat
Der Live-Podcast im Kaufleuten wird noch lange nachhallen. Der Saal war voll, die Energie spürbar und die Gespräche tief, ehrlich und unglaublich verbindend. Mit auf der Bühne waren vier beeindruckende Frauen, die auf ganz unterschiedliche Weise für Mut stehen:
Gemeinsam haben sie darüber gesprochen, was Mut wirklich bedeutet:
Es wurde gelacht, reflektiert, innegehalten. Es waren diese seltenen Momente, in denen man merkt: Wir sind mit unseren Unsicherheiten nicht allein.
Ein ganz besonderes Highlight war die musikalische Überraschung von Folia, die mit ihrem Kontrabass und ihrer Stimme zwei unglaublich stimmungsvolle Songs in den Raum gezaubert hat.
Danke an alle, die diesen Abend so besonders gemacht haben und vor allem an
In dieser Folge ist Franziska Schutzbach zu Gast. Sie ist Autorin, promovierte Geschlechterforscherin, Soziologin, feministische Aktivistin und Mutter von zwei Kindern. In ihrer Arbeit setzt sie sich mit Misogynie und Sexismus auseinander.
Gemeinsam sprechen sie über Care-Arbeit und darüber, wie stark sie in unserer Gesellschaft abgewertet wird. Über die Erwartung, dass Frauen jederzeit verfügbar sind. Über das Bild der perfekten Mutter und darüber, dass die Schuld fast immer bei ihr gesucht wird.
Es geht um strukturelle Bedingungen, die Frauen gegeneinander ausspielen und voneinander entfernen. Und um die zentrale Frage, wie wir trotz allem verbunden bleiben können.
Eine kluge, ehrliche und politisch relevante Folge über Mutterschaft und darüber, warum feministische Verbundenheit heute wichtiger ist denn je.
📗Revolution der Verbundenheit von Franziska Schutzbach
In dieser Folge ist Morena Diaz zu Gast: Autorin, Podcasterin, Lehrerin und eine der bekanntesten Stimmen der Schweiz, wenn es um Body Positivity, Selbstbestimmung und Sichtbarkeit geht. Vielen wurde sie durch die Schlagzeilen «Die Lehrerin im Bikini» bekannt. Was folgte, war eine Welle aus Hate, Grenzüberschreitungen und öffentlicher Bewertung.
Die drei sprechen über Resilienz, Selbstzweifel und den Moment, an dem klar wurde: «Bis hierhin und nicht weiter.» Ein Prozess, kein Schalter.
Auch schwere Themen bekommen Raum: Gewalt gegen Frauen, sexualisierte Gewalt, die Gewaltpyramide und die Scham, die oft damit verbunden ist.
🤳 Morena Diaz
Zu Gast ist Susanne Kunz. Authentisch, klug und vielen bekannt als ehemalige SRF-Moderatorin aus dem Quizformat «1 gegen 100». Nach dem Fernsehen hat sie ihren Weg auf die Schweizer Bühnen gefunden und arbeitet heute vielseitig als Moderatorin und Schauspielerin. Sie ist Mutter von zwei Kindern und war zuletzt in der SRF-Serie «Unsere kleine Botschaft» zu sehen.
Sara und Marah sprechen mit Susanne darüber, was sie glücklich macht und wie sie sich in den letzten Jahren verändert hat. Warum sie so gerne auf der Bühne steht, was sie dort sucht und findet.
Es geht ums Hinhören auf das eigene Herz, um Schattenthemen, um Therapieformen und darum, dass Hilfe einfordern auch Übungssache ist. Sie sprechen über therapeutische Gespräche mit Freundinnen, über untherapierte Männer und über Susannes Wunsch nach einem Schulfach «Selbstliebe».
Auch Verlust bekommt Raum. Was es bedeutet, jemanden zu verlieren, der einem sehr nahe steht. Und warum Dankbarkeit und Glück oft eine bewusste Entscheidung sind. Jeden Tag aufs Neue.
Eine spannende Folge über das Leben, die Bühne und die Kunst, das Schöne zu sehen.
🔗 Susanne Kunz
In eigener Sache
In dieser Folge sprechen Sara und Marah mit Seraina Eisele über einen Bildungsweg, der oft unsichtbar bleibt. Seraina ist Care-Leaverin. Sie ist als Kind in einem Heim und in Pflegeverhältnissen aufgewachsen und gehört zu einer Personengruppe, von der nur rund ein Prozent eine höhere Ausbildung erreicht.
Der Begriff Care-Leaver stammt aus dem Englischen und beschreibt Menschen, die einen Teil ihres Lebens in Pflegefamilien oder Einrichtungen der Jugendhilfe verbracht haben und beim Übergang ins selbstständige Leben viele Strukturen plötzlich verlieren. Care-Leaver:innen begegnen dabei nicht nur praktischen Hürden, sondern auch gesellschaftlicher Stigmatisierung und bleiben im System häufig unbeachtet.
Seraina erzählt offen von ihrem Bildungsweg: wie steinig er war, wie viel Kraft er sie bis heute kostet und warum unsere Bildungsstrukturen nicht neutral sind. Besonders spürbar wird das für sie im universitären Alltag und in ihrem Engagement für die Rechte von Studierenden mit Behinderungen.
Gemeinsam sprechen sie über Barrieren im Bildungssystem, über Resilienz als schwierigen Begriff und über die Frage, welche Chancen und welche Hürden Bildungswege in der Schweiz tatsächlich bieten.
🤳 Seraina Eisele
🎟️ Live-Podcast im Kaufleuten Zürich. Sichere dir jetzt dein Ticket für den 17. März 2026!
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Mit dieser Folge starten Sara und Marah ins neue Jahr. Sie sprechen mit Angélique Beldner, die als Journalistin, Moderatorin, Schauspielerin und Autorin für den SRF arbeitet, über Themen, die wach halten. Im Kopf, im Körper und in der Gesellschaft.
Ein zentrales Thema dieser Folge ist Rassismus. Angélique spricht darüber, wie schnell man in Gesprächen darauf kommt, warum es ermüdend ist, immer diejenige zu sein, die etwas sagt. Und warum Sätze wie «Ich sehe keine Hautfarben» gut gemeint, aber realitätsfern sind.
Gemeinsam sprechen sie über Offenheit und Abgrenzung. Darüber, was sie aus ihrem Privatleben teilen und warum klare Grenzen Nähe erst möglich machen.
Diese Folge lädt ein zum Innehalten, zum Hinterfragen von Mustern und dazu, sich mit dem eigenen Rassismus auseinanderzusetzen. Auch wenn es weh tut. Vielleicht gerade deshalb.
Eine ruhige, ehrliche und sehr kraftvolle Folge zum Jahresbeginn.
🤳 Angélique Beldner
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Zum Jahresende sprechen Sara und Marah mit Elif Erisik. Eine Frau, die in 25 Jahren Medienerfahrung, als Unternehmerin und Coach vieles gesehen, gefühlt und verändert hat.
Elif erzählt von ihrer Kindheit in einem migrantischen Haushalt, ihrem frühen Erfolg und dem Moment, als ihr Körper im Muttersein und im beruflichen Dauerstress einfach stoppte. Ein Burnout wurde zum Wendepunkt und mit 40 kam, wie sie sagt, ihr persönliches Awakening: «Es gibt ein Leben vor und nach 40».
Gemeinsam sprechen sie über Erschöpfung, Intuition, Angst und darüber, warum Pause machen ein feministischer Akt ist.
Eine ehrliche, tiefe und hoffnungsvolle Folge über Loslassen, Vertrauen und die Kraft, Ja zum eigenen Leben zu sagen.
📗Verbinden statt spalten von Gilda Sahebi
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In dieser stärkenden Dezemberfolge treffen Sara und Marah auf Monika Schärer – eine Frau, die über 30 Jahre lang das SRF geprägt hat und seit 2023 selbstständig arbeitet: als Moderatorin, Coach für Auftrittskompetenz und engagierte Stimme im NGO- und NPO-Bereich. Ehrenamt hat für sie einen hohen Stellenwert. Das spürt man im gesamten Gespräch.
Gemeinsam sprechen die drei engagierten und krisenerprobten Frauen über mutige Situationen in ihren Leben – sogenannte Mutanfälle. Zum Beispiel als Monika als Austauschschülerin in den U.S.A. an einem Talentwettbewerb teil nimmt. Sara und Marah feiern das Wort «Mutanfälle» und die Energie, die darin steckt: kleine, wilde, starke Impulse, die uns weiterbringen.
Im 2007 erkrankte Monika an Brustkrebs. Wie ging sie damit um? Sie habe sich für das Annehmen entschieden, sagt sie im Gespräch und spricht offen und ehrlich mit Sara und Marah über die damalige Zeit.
Eine mutige und ermutigende Folge. Das Gespräch zeigt unter anderem, dass auch unkonventionelle Wege zu beruflichem Erfolg führen oder unvorhergesehene Schicksalsschläge zwar Angst machen, aber auch neue Perspektiven eröffnen können.
🔗 Monika Schärer
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Zum Auftakt der 16 Tage gegen Gewalt an Frauen sprechen Sara und Marah mit Saphir Ben Dakon über ein Thema, das in unserer Gesellschaft kaum Platz findet: geschlechtsspezifische Gewalt und Behinderungen.
Saphir ist Kommunikations- und Inklusionsexpertin und begleitet Unternehmen bei Inklusionsprozessen und erklärt, warum Sexismus immer auch ableistisch ist. Denn Ableismus bedeutet, Menschen mit Behinderungen zu diskriminieren, abzuwerten oder auszuschliessen. Sie sprechen darüber, wie stark Körper und Zuschreibungen zu Verkörperungen über gesellschaftliche Zugehörigkeit bestimmen, warum Sprache Macht hat und wieso Begriffe wie «Invaliditätsversicherung» so viel über unsere Haltung verraten.
Sara und Marah teilen in dieser Folge auch sehr persönliche Gedanken über Nähe, Sexualität und Scham. Sie fragen sich: Warum werden Menschen mit Behinderungen als unsexuell oder gar abstossend dargestellt? Und woher kommt die Angst, der Ekel oder die Fetischisierung, die mit Kontrolle und Gewalt verknüpft sind?
Ein tiefgehendes Gespräch über Strukturen, Sprache und Sichtbarkeit und darüber, warum Bewusstsein die Basis jeder Prävention ist.
🔗 16 Tage gegen Gewalt an Frauen
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