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Musiktherapie: Ein Podcast-Interview mit Birgit von Beuningen
Was ist Musiktherapie? Das habe ich mich schon oft gefragt. Ich bin ein musikalischer Mensch und weiß, was Musik alles bewirken kann und so habe ich mich sehr gefreut die Musiktherapeutin Birgit van Beuningen aus Mettmann kennenzulernen.
Dieses Podcast-Interview ist bei dem Besuch in Ihrer Praxis entstanden, bei dem mir Birgit auch Ihre Instrumente und Methoden zeigen konnte. So durfte ich auch auf Ihrer Klangliege liegen und spüren, wie die Musik durch meinen gesamten Körper strömte.
Birgit arbeitet mit vielen Patienten, bei denen die klassischen medizinischen Therapieverfahren keine Wirkung zeigen, bzw. mit Patienten, die als austherapiert gelten: Menschen mit Demenz, die Ihre Sprache verloren haben, Menschen mit Autismus, denen konventionelle Kommunikation schwerfällt, Patienten mit schweren Schädelhirnschädigungen und hypoxischen Enzephalopathien und Patienten, die an einer unheilbaren Erkrankung leiden und auf einer Palliativstation behandelt werden.
Birgit erzählt, wie man Musiktherapeut werden kann und welche Erfahrungen Sie in den vielen Jahren in Ihrem Beruf gesammelt hat.
Den Link zu Birgits Praxis findest Du hier:
https://www.musiktherapie-bvb.de
Hier der Link zu unserer Parkinson-Fortbildung:
https://fortbildung.klinisch-relevant.de/s/klinischrelevant/morbus-parkinson-was-ist-klinisch-relevant
Neue Pflegeausbildung
Der Klinisch Relevant Podcast liefert Ärztinnen und Ärzten, sowie Angehörigen der Pflege- und Therapieberufe kostenlose und unabhängige medizinische Fortbildungsinhalte, die Du jederzeit und überall anhören kannst und die für Dich von ärztlichen und pflegerischen Kollegen konzipiert werden. Im heutigen Beitrag geht es um das Thema der neuen Pflegeausbildung, die Ausbildungsstruktur, Änderungen und Fragen zur Fragen zur Professionalisierung.
Informationen des Gesundheitsministeriums zur Reform der Pflegeberufe:
Link:
Praxisanleitung nach der neuen Pflegeausbildung:
Link zum Buch:
Pflegeberufegesetz
Verordnung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und des Bundesministeriums für Gesundheit
Link: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/Gesetze_und_Verordnungen/GuV/A/Ausbildungs-_und_Pruefungs_Verordnung_Pflegeberufe_final.pdf
Mindful Communication
Willkommen zu unserer neuesten Podcastfolge von Klinisch Relevant mit Carina Schmid. Es dreht sich heute alles um Tipps und Techniken für eine gelungene Kommunikation. Carina Schmid erklärt uns, wieso die Selbst-Empathie ein wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Kommunikation ist, wie ein empathisch geführtes Gespräch mit einem Patienten aussehen könnte und wie man die Patienten in den verschiedenen Phasen der Verhaltensänderung unterstützen kann. Gerade im Gesundheitswesen haben wir tagtäglich belastende bzw. schwierige Situationen für Patienten und Angehörige. Daher hoffen wir, euch mit dem Podcast neue Erkenntnisse zu liefern und dadurch den Arbeitsalltag etwas zu erleichtern.
Tipps um ein Gespräch (z.B mit Patienten) zu beginnen
Wie kann man Patienten überzeugen negative Verhältnisweisen zu ändern?
Das Wissen um eine negative Verhaltensweise wird niemals ausreichen, um das Verhalten zu ändern.
Genauso wird es nicht helfen, Angst dazu zu nutzen, um das Verhalten zu ändern.
Transtheoretical model of change:
5 Phasen der Verhaltensänderung
1. Phase: Absichtslosigkeit. Der Patient hat nicht die Absicht, sein Verhalten zu ändern. Entweder, weil er nicht weiß, dass das Verhalten schlecht ist oder weil er beispielsweise schon einige Male erfolglos war bei der gewünschten Verhaltensänderung. Als Therapeut sollte man nicht nur die Dringlichkeit der Verhaltensänderung aufzeigen, sondern dem Patienten zuhören und erfahren, ob das Wissen fehlt oder ob fehlgeschlagene Versuche demotivieren. Es hilft, nicht nur die negativen Folgen der aktuellen Verhaltensweisen zu beleuchten, sondern auch die positiven Seiten der Verhaltensänderung zu betonen.
2. Phase: Absichtsbildung. Die Patienten haben vor, dass Verhalten in unbestimmter Zeit zu ändern. Man sollte dem Patienten zuhören und analysieren, wie, wo und in welchem Rahmen man kleine Schritte in Richtung der Verhaltensänderung einbauen könnte. Gibt es Personen, die den Patienten unterstützen könnten? Versuchen diese mit ins Boot zu holen. In dieser Phase ist es wichtig, dass der Patient merkt, dass er es schaffen kann seine Verhaltensweise zu ändern. Außerdem ist es wichtig, die Auslöser der negativen Verhaltensweisen zu erkennen und an Alternativen zu arbeiten.
3. Phase: Vorbereitung. Die Patienten planen ganz konkret, die negativen Verhaltensweisen abzulegen.
4. Phase: Aktion. Die Patienten vollziehen in diesem Stadium die Verhaltensänderung. Als Therapeut sollte man hier auf die Motivation des Patienten achten und schauen, was dem Patienten hilft und was nicht. Rückfälle oder Pausen sind in dieser Phase normal. In solchen Fällen ist eine offene Kommunikation ganz wichtig. Die Rückfälle sollten nicht verurteilt, sondern analysiert werden. Was war der Auslöser? Mit dem Patienten das Problem besprechen und gemeinsam lösen.
5. Phase: Aufrechterhaltungsstadium. Die negativen Verhaltensweisen wurden für längere Zeit abgelegt.
Weitere praktische Tipps findest Du im Change Guide von Carina auf Ihrer Website:
Kinder, die die Sprache nicht entdecken
Behandlung von Sprachentwicklungsstörungen nach dem entwicklungspsychologischen Ansatz von Barbara Zollinger
Herzlich Willkommen zu einer neuen Podcastfolge von Klinisch Relevant.
Ungefähr 10% der 2 bis 2,5 jährigen Kinder beginnen nicht zu sprechen. Einige von ihnen holen den Entwicklungsrückstand auf. Die anderen werden häufig mit 4 oder 5 mit Auffälligkeiten in der Entwicklung von Aussprache, Wortschatz, Sprachverständnis und Grammatik in der logopädischen Praxis vorgestellt.
In diesem Alter ist es oft aufwändig und langwierig, zu dem Entwicklungsstand der Gleichaltrigen wieder aufzuschließen.
Mit der Vorstellung löst sich das Kind vom Handeln im Hier und Jetzt und bezieht sein Denken auf
Individuation heißt sich als Individuum mit eigenen Bedürfnissen, Gefühlen und Fähigkeiten zu erleben.
Beides sind Grundvoraussetzungen um Sprache „zu entdecken“.
Hat ein Kind die Sprache entdeckt, dann kann es Worte als Symbol für etwas nicht anwesendes verwenden mit dem Wissen darüber, dass sie von dem anderen verstanden werden.
Als wichtige Basis für sprachliche Kommunikation gilt der Blickkontakt und die Fähigkeit des Kindes, hiermit eine Verbindung zwischen sich, einer Bezugsperson und einem Gegenstand von Interesse herzustellen. Diese Verbindung nennt man Triangulierung.
Im Behandlungsraum sind für das Kind verschiedene Spielsachen frei zugänglich, aus denen es etwas auswählen darf, was es interessiert. Dieses Interesse an dem Spiel und das Vertrauen zu der Therapeutin sind notwendig, damit das Kind hier etwas entdecken kann und die von der Therapeutin angebotenen Wörter für das Entdeckte annehmen kann.
Die Therapeutin setzt Sprache so ein, dass für das Kind immer eine Verbindung zu einem Gegenstand oder einer Handlung erkennbar ist. Ein „Überschütten“ mit Sprache soll unbedingt vermieden werden. Um die Aufmerksamkeit auf die Sprache zu lenken wird die Stimme bewusst angehoben und eine etwas übertriebene Intonation angenommen.
Bei einigen Kindern steht das Hinleiten zu frühen Entwicklungsschritten wie Blickkontakt oder die Loslösung von der Bezugsperson und die damit verbundene Individuationsentwicklung im Vordergrund.
Sobald das Kind den Schritt in die nächste Entwicklungsphase geschafft hat, wird die Behandlung pausiert und die weitere eigenständige Entwicklung beobachtet. So entstehen Intervalle von jeweils 3 Monaten Therapie und Therapie freien Phasen nach denen überprüft wird, ob eine weitere Behandlungsphase notwendig ist.
Häufig reichen wenige Behandlungsintervalle aus. Das Kind hat dann die Sprache für sich entdeckt und entwickelt Sprachverständnis, Wortschatz und Grammatik selbst weiter. Auch Verhaltensauffälligkeiten, die mit der stagnierenden Sprachentwicklung im Zusammenhang stehen, verändern sich dann meist zu einem altersgemäßen Verhalten.
Die Vorsorgeuntersuchung U7 bietet die Möglichkeit, Kinder mit verzögertem Sprechbeginn frühzeitig zu erkennen und durch frühe Intervention spätere Folgen für die Sprachentwicklung zu reduzieren.
Hereditäre Tumorerkrankungen
Herzlich Willkommen zu einer weiteren Podcastfolge von Klinisch Relevant. Wir melden uns nach den Osterfeiertagen zurück und sprechen mit Frau Prof. Dr. med. Möslein, Viszeralchirurgin am Bethesda-Krankenhaus in Duisburg, über hereditäre Tumorerkrankungen. Diese treten vor allem bei jüngeren Patienten auf und werden in bestimmten Fällen, je nach Mutation, unterschiedlich therapiert. Wir haben für euch in Erfahrung gebracht, wie eine genetische Testung abläuft, wieso die genetischen Testungen zunehmend an Bedeutung gewinnen werden und bei welchen Patienten man hellhörig werden sollte.
Viel Spaß beim Zuhören!
Warum sind spezialisierte Abteilungen wichtig?
Wie gelangen die Patienten zu Ihnen?
Wie sicher ist die Familienanamnese zur Feststellung einer hereditären Tumorerkrankung?
Welche Tumore sehen Sie häufig?
Wie erfolgt die Durchführung der genetischen Untersuchung? Übernimmt die Krankenkasse die Kosten? Wie kommunizieren Sie die Notwendigkeit der Untersuchung?
Worin liegt der Vorteil der genetischen Diagnostik in der Behandlung von Tumorerkrankungen?
Kann sich das Ergebnis der genetischen Testung auf die nicht-chirurgische Therapie auswirken? Welche Bedeutung hat die genetische Testung für die Therapie?
Was wird die Zukunft bringen?
Kontakt:
Periprothetische Infektionen
In unserem heutigen Klinisch Relevant Podcast widmen wir uns wieder einem orthopädischen Thema und sprechen mit Herrn PD Dr. med. Mustafa Citak über die periprothetischen Infektionen (PPI). Er erklärt uns unter anderem, wie periprothethische Infektionen definiert sind, wie sie sich klinisch präsentieren und wie man sie behandeln kann. Wir wünschen euch reichlich neue Erkenntnisse und natürlich viel Spaß beim Zuhören.
Was sind periprothetische Infektionen (PPI)?
Definition PPI anhand von Major- und Minor-Kriterien nach International Consensus Meeting (ICM)
Eine Infektion liegt vor bei:
• 1 von 2 Major-Kriterien:
Welch Symptome haben die Patienten?
Welche weiteren diagnostischen Schritte sind möglich?
• Es werden Kulturen angelegt, die 14 Tage inkubieren müssen.
Prävention von PPIs
Gibt es intraoperative Strategien zur Riskoreduktion?
Therapie des PPI
Chronische Infektion:
• Austauschoperation
CORE-Myoclonus-Syndrom als Frühmanifestation bei COVID-19
Sars-CoV-2 und COVID-19 sind leider ein Jahr nach dem ersten Fall in Deutschland immer noch hochaktuell. Im Zusammenhang mit der Infektion wurden mittlerweile verschiedene Begleitsymptome beschrieben und beispielsweise ein erhöhtes Risiko für Schlaganfälle festgestellt.
In diesem Podcast sprechen PD Dr. med. Lars Wojtecki und Dr. med. Dietrich Sturm über das neu beschriebene CORE-Syndrom, welches parainfektiös im Rahmen einer Infektion mit Sars-CoV-2 auftreten kann und sich neurologisch manifestiert. PD Dr. med Lars Wojtecki erklärt, wofür das Akronym steht, welche Symptome zum Syndrom gehören und wie es von anderen neurologischen Erkrankungen abgegrenzt werden kann.
Link zur Primärliteratur:
https://movementdisorders.onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1002/
Was versteht man unter dem CORE-Syndrom?
Welche Symptome sind beim CORE-Syndrom feststellbar?
Ist eine Abgrenzung zu den durch Corona ausgelösten Enzephalopathien möglich?
Kann man ausschließen, dass es sich um epileptische Anfälle handelt?
Wie könnten sich die autonomen Störungen äußern?
Wie häufig wurde das CORE-Syndrom bereits beschrieben und wie sollte man diagnostisch vorgehen?
Das Spektrum der Nuklearmedizin
Wir sprechen heute im Klinisch Relevant Podcast mit Dr. Ellen Kozianka, Oberärztin im Marienhospital Herne, über die Nuklearmedizin.
Je nach Fachbereich der Medizin ist die Nuklearmedizin mal mehr, mal weniger präsent. Daher möchten wir euch heute die grundlegenden Prinzipien dieser spannenden Facharztrichtung näherbringen und aufzeigen, welche Erkrankungen bzw. Indikationen häufig den Gang zum Nuklearmediziner nötig machen. Außerdem haben wir für euch nachgefragt, welche verschiedenen Techniken genutzt werden und worin sie sich unterscheiden.
Viel Spaß wünscht euch euer Klinisch Relevant Team!
Welche Untersuchungen werden in der Nuklearmedizin durchgeführt?
Welches Grundprinzip liegt der Nuklearmedizin zugrunde?
Wie läuft eine Untersuchung ab?
Beispiel Schilddrüsenuntersuchung: Technitium wird venös appliziert. Nach 15 Minuten kann mit der ca. fünfminütigen Messung begonnen werden.
Knochen: Technitium ist an Phosphonat gekoppelt.
3-Phasen-Szintigraphien: Es werden Aufnahmen zu unterschiedlichen Zeitpunkten gemacht. 1.Phase: Direkt nach der intravenösen Gabe der Radiopharmaka. 2. Phase: Aufnahme nach 5 Minuten zeigt die Verteilung im Blut. Bei TEP-Lockerungen würde sich beispielsweise eine erhöhte Durchblutung um die Prothese zeigen. 3. Phase: Nach 2,5 Stunden erfolgt die Aufnahme des Skelettsystems. Dies dauert ca. 40 Minuten. Ist die Untersuchung gefährlich?
Da bekanntermaßen hohe Dosen an Radioaktivität schädlich sind, wird auch von den sehr geringen Dosen, die im Rahmen der Diagnostik genutzt werden, angenommen, dass sie schädlich sein können. Daher gilt das Prinzip: Patienten sollen der Radioaktivität so viel wie nötig und so wenig wie möglich ausgesetzt sein.
In der Diagnostik werden deshalb sehr geringe Dosen genutzt. Eine Schilddrüsendiagnostik führt beispielsweise zu einer Strahlungsbelastung von 0,9 mSv. In Deutschland liegt die natürlich vorkommende Strahlenbelastung bei 2,1 mSV jährlich.
CT Thorax-Abdomen: ca. 11 mSv
Traumaspiralen: ca. 15 - 20 mSv
Nieren-Szintigraphie: 0,7 mSv
Knochen-Untersuchungen: 2 - 4 mSv
Myokard-Szintigraphie: 7 - 8 mSv
Was ist ein PET-CT bzw. DaTSCAN?
PET (Positronenemissionstomographie): Schnittbilduntersuchung, die die Stoffwechselaktivität von Geweben darstellt. Häufig kommt hierfür das Radionuklid Fluordesoxyglucose (FDG) zur Anwendung. Dies beruht auf der Annahme, dass z.B. Tumorzellen einen erhöhten Stoffwechsel aufweisen und die Radionuklide sich dort anreichern. Häufige Indikation ist das Bronchialkarzinom.
DaTSCAN (Dopamin-Transporter-Szintigraphie): Dopamin-Rezeptor-Dichte lässt sich darstellen. Somit können Aussagen darüber getroffen werden, ob die dopaminergen Nervenzellen degeneriert sind oder nicht. Indikation: Basalganglienerkrankungen wie Parkinson. Es kann allerdings nicht zwischen Parkinson und Parkinson-Syndromen unterschieden werden.
Rotiert die Gammakamera um den Patienten?
Wie wird die Nieren-Szintigraphie genutzt?
**Die Katheterkollegen Justus und Nadim im Klinisch Relevant Podcast"
Wenn man mal in den medizinischen deutschen Podcasts stöbert, dann stolpert man ziemlich schnell über den "Katheterkollegen-Podcast" von Nadim und Justus.
Die beiden jungen Mediziner haben sich auf einem Treffen der German Society of Residents in Urology GeSRU kennengelernt und ziemlich spontan entschlossen, einen Podcast zu machen.
Nadim ist noch Student, hat aber schon viele Kontakte mit der Urologie gehabt und plant auch in dieser Fachrichtung zu arbeiten und lebt in Lübeck.
Justus lebt und arbeitet in Bayern und ist auf dem Weg zum Facharzt für Urologie.
Da es natürlich auch in der Urologie viele Überschneidungen mit anderen medizinischen Fachgebieten gibt, laden sich Justus und Nadim regelmäßig hochkarätige Gesprächspartner ein und sprechen zum Beispiel über Themen wie Schmerztherapie, Antibiotika-Resistenzen und das Thema Impfen.
Von uns aus dem Klinisch Relevant Team eine klare Hörempfehlung! Hört unbedingt mal rein!
Orale Mucositis in der Tumortherapie
Der Klinisch Relevant Podcast liefert Ärztinnen und Ärzten, sowie Angehörigen der Pflege- und Therapieberufe kostenlose und unabhängige medizinische Fortbildungsinhalte, die Du jederzeit und überall anhören kannst und die für Dich von ärztlichen und pflegerischen Kollegen konzipiert werden. Im heutigen Beitrag geht es um das Thema der Orale Mucositis durch Tumortherapie, die Risikogruppen, die Therapie und Prophylaxemaßnahmen.
S3-Leitlinie Supportive Therapie bei onkologischen PatientInnen
Orale Mucositis (OM) ist eine Schädung der Mucosa im Mund- und Rachenbereich, die durch eine Tumortherapie hervorgerufen wird. OM ist gekennzeichnet durch eine Atrophie des Plattenepithels, Schädigung von Gefäßen und Ulzeration. Es besteht eine Interaktion zu Veränderungen im Speichelfluss und der oralen Keimbesiedlung. Besonders in der ulzerativen Phase hat die OM häufig eine Vielzahl klinischer Konsequenzen, dazu gehören: Schmerzen, eingeschränkte orale Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme, erhöhtes Infektionsrisiko und in der Folge eine deutliche Einschränkung der Lebensqualität der Patienten. Die vorliegende Leitlinie hat zum Ziel eine flächendeckende Umsetzung der multidisziplinären, qualitätsgesicherten und sektorenübergreifenden Versorgung des onkologischen Patienten in den Bereichen der Supportiven Therapie sicherzustellen.
Link: https://www.onkopedia.com/de/wissensdatenbank/wissensdatenbank/supportive-therapie/LL_Supportiv_Langversion_1.0.pdf
Schleimhautentzündungen bei Krebspatienten Mukositis vorbeugen und lindern
Krebsbehandlungen, wie Chemotherapie oder Bestrahlung, schädigen unerwünscht häufig auch die sich schnell teilenden Zellen der Schleimhaut. Eine Schleimhautentzündung (Mukositis) kann nicht nur im Mund- und Rachenraum, sondern auch im gesamten Verdauungstrakt auftreten. Sorgfältige und regelmäßige Mundpflege, häufige Mundspülungen sowie frühzeitige und umfassende Zahnkontrolle schützen die Mundschleimhaut.
Link:
Als Folge einer Krebsbehandlung mit Medikamenten oder durch eine Bestrahlung im Bereich von Kopf und Hals kann sich die empfindliche Schleimhaut von Mund und Rachen entzünden. Der Fachbegriff dafür lautet „orale Mukositis“. In leichten Fällen ist die Schleimhaut gerötet, fühlt sich pelzig an und schmerzt. Es kann aber auch zu Geschwüren kommen. Zusätzlich kann es leicht passieren, dass Krankheitserreger durch die entzündete Schleimhaut eindringen. Um dies zu verhindern, ist eine tägliche und sorgfälti-ge Mundpflege besonders wichtig. Die vorliegende Patientenleitlinie informiert ausführlich, wie sich folgende Nebenwirkungen vorbeugen und behandeln lassen:
Link:
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