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Pflegerische Aufgabenfelder bei Drainagen
Der Klinisch Relevant Podcast liefert Ärztinnen und Ärzten, sowie Angehörigen der Pflegeberufe kostenlose und unabhängige medizinische Fortbildungsinhalte, die Du jederzeit und überall anhören kannst und die für Dich von ärztlichen und pflegerischen Kollegen konzipiert werden.
Im heutigen Beitrag geht es rund um das Thema Drainagen, die Indikation, Arten von Drainagen, Fehlerquellen und die Patientenschulung.
**Artikel: Indikation der Saug-Spüldrainage und Hygienesicherheit bei Drainagen **
Drainagen stellen als Fremdkörper einen Risikofaktor für postoperative Wundinfektionen dar. Sofern sie nicht geschlossen sind und nicht komplett aseptisch gelegt werden können, erhöht sich das Infektionsrisiko. Im Ergebnis einer klinischen Analyse postoperativer Wundinfektionen nach orthopädisch-traumatologischen sowie Weichteil-chirurgischen Eingriffen betrug der Anteil Drainage-bedingter Infektionen 31%. Daher dürfen Drainagen nicht routinemäßig, sondern nur bei klarer Indikation gelegt werden. Sie sind so kurz wie nötig zu belassen und mit geschlossenen Saugsystemen durchzuführen. Für die Wundheilung sind Unterdruck regulierbare Systeme Hochvakuumsystemen überlegen.
Prävention postoperativer Wundinfektionen - Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) beim Robert Koch-Institut
Drainagen leiten Sekret ab und sollen damit zur Infektionsprophylaxe beitragen. Das wird primäre nur für geschlossene Drainagensysteme gezeigt. Offene Drainagen sind wegen des Infektionsrisikos nicht zu verwenden. Sofern Drainagen indiziert sind, sollen sie über eine separate Inzision ausgeleitet werden.
S3-Leitlinie: Diagnostik und Therapie von Spontanpneumothorax und postinterventionellem Pneumothorax
Retrospektive Untersuchungen zeigen keinen Unterschied in der Effektivität zwischen kleinlumigen (bis 14 Ch.) und großlumigen Thoraxdrainagen. Es wurde gezeigt, dass kleinlumige Thoraxdrainagen weniger schmerzhaft sind, zu weniger entzündlichen Komplikationen und Blutungen sowie zu kürzerer Verweildauer führten. Vorsicht ist geboten bei hohem Fistelvolumen und kleinen Drainagen.
Leitlinie verfügbar unter: https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/010-007l_S3_Spontanpneumothorax-postinterventioneller-Pneumothorax-Diagnostik-Therapie_2018-03_01.pdf
Präklinischen Schlaganfall-Management für Nicht-Neurologen
Im heutigen Klinisch Relevant Podcast geht es darum, in einem präklinischen Setting die Symptome eines Schlaganfalls richtig zu erkennen.
Wir möchten mit unserem Beitrag von Dr. Dietrich Sturm, Facharzt für Neurologie, vor allem "Nicht-Neurologen" bzw. Pflegekräfte ansprechen, da gemäß dem Motto „time is brain“ ein frühzeitiges Erkennen für die weitere Behandlung und Prognose des Patienten essentiell ist.
Wie kann sich ein Stroke initial bemerkbar machen?
Häufig wird man mit der Anmerkung zum Patienten gerufen, dass dieser heute „komisch“ sei und sich untypisch äußere oder verhalten würde. Diese scheinbare Wesensveränderung sollte eine Untersuchung zur Objektivierung fokal neurologischer Defizite nach sich ziehen.
Mögliche Scoresysteme zur Beurteilung eines akuten Schlaganfalls
Vigilanz, Orientierung, Befolgung von Aufforderungen
FAST (Face, Arms, Speech, Time):
Wird meist vom Rettungsdienst genutzt. Wenn eines der drei klinischen Zeichen pathologisch ist, besteht der dringende Verdacht auf einen Schlaganfall.
Arms: Den Patienten die Arme nach oben heben lassen. Die Handflächen zeigen dabei nach oben. Pathologisch wäre das Absinken der Arme und/oder das Eindrehen der Handinnenflächen nach innen.
Speech: Den Patienten einen Satz sprechen bzw. nachsprechen lassen. Wenn der Patient die Sätze nicht klar formulieren kann oder eine verwaschene Sprache hat, ist das Zeichen als positiv zu werten.
Time: Bei positiven Zeichen im FAST-Schema ist eine zügige Einweisung des Patienten erforderlich!
Ein Nachteil des FAST-Scores ist die fehlende Abbildung der vertebrobasilären Strombahn. Daher wurde der Score um zwei weitere klinische Komponenten ergänzt.
Eyes: Liegen Sehstörungen vor? z.B. einseitiger Visusverlust, Gesichtsfeldstörung
Wie kann das weitere Vorgehen optimiert werden?
Für den behandelnden Arzt ist es eine große Hilfe, wenn feststeht, wann die Symptome erstmals aufgetreten sind.
Was noch wichtig ist:
Welche Maßnahmen können bzw. sollten durchgeführt werden?
Blutdrücke bis 200 mmHg sind zu tolerieren. Hier liegt kein Korrekturbedarf vor.
Kontrollfragen
Welcher Score sollte initial von einem Laien bzw. Nicht-Neurologen genutzt werden, um einen Schlaganfall festzustellen?
Wofür stehen die Buchstaben „BE“ im BE FAST Score?
Wofür steht das T im BE FAST Score? Wieso ist das T wichtig?
Welche Aussagen sind richtig?
Welche Informationen hinsichtlich der Zeit sind für den Arzt wichtig?
Warum bist Du Arzt geworden?
Diese und weitere Fragen besprechen wir in Teil 2 des Interviews mit Dr. Günther Jonitz, dem langjährigen Präsidenten der Berliner Ärztekammer.
Bitte hör Dir zunächst den 1 Teil an, falls Du es noch nicht getan hast:
In den dortigen Shownotes findest Du auch interessante Links und Literatur-Tips Rund um die Themen evidence-based medicine und value-based medicine.
Günther Jonitz würde sich sehr über Kommentare und Anmerkungen freuen:
Nehmt gerne Kontakt mit ihm auf:
Und denkt an unseren neuen Telegramm-Kanal:
Shownotes: Pflegediagnosen
Der Klinisch Relevant Podcast liefert Ärztinnen und Ärzten, sowie Angehörigen der Pflegeberufe kostenlose und unabhängige medizinische Fortbildungsinhalte, die Du jederzeit und überall anhören kannst und die für Dich von ärztlichen und pflegerischen Kollegen konzipiert werden.
Im heutigen Beitrag geht es rund um das Thema Pflegediagnosen, die Bedeutung für den Pflegeberuf, die Ziele, Funktionsweise und Arten von Pflegediagnosen.
NANDA International
Buchempfehlung: Pflegediagnosen und Pflegemaßnahmen
Günther Jonitz ist bereits seit 1999 Präsident der Berliner Ärztekammer und ein Querdenker, wie er selber sagt.
Er ist zudem im Vorstand der Bundesärztekammer und des Marburger Bundes tätig und hat bereits das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen bekommen.
Im Zentrum seiner politischen Arbeit stehen die Themen "Evidenz-basierte Medizin" und "Value-based Healthcare"
Im Interview mit Ihm sprechen wir genau über diese Themen und warum Günther Jonitz denkt, dass unser aktuelles Gesundheitssystem tot ist und dringend verändert werden muss.
Entstanden ist ein wahnsinnig spannendes und inspirierendes Interview, das mich sehr zum Nachdenken gebracht hat. Offensichtlich nehmen viele Kolleginnen und Kollegen das System in sie arbeiten als gegeben und unveränderbar hin.
Aufgrund der Dauer des Gesprächs haben wir das Podcast-Interview in zwei Teile geteilt. Hier hörst Du heute den ersten Teil!
Hier noch ein paar Links zum Nachlesen:
1. Rückkehr zum Kern ärztlichen Handels- ist Value-Based Healthcare ein Weg?
2. Shifting to triple value healthcare: Reflections from England
3. Wert und Nutzen für den Patienten im Fokus
Zum Schluss noch eine Buchempfehlung:
Bessere Ärzte, bessere Patienten, bessere Medizin; herausgegeben von Gerd Gigerenzer und J.A. Muir Gray
Zufällige Nebennierenraumforderungen
In ca. 1-4% der Abdomen-CTs findet sich eine kleine Nebennierenläsion. Grund genug sich einmal mit den radiologischen Differenzierungs-möglichkeiten auseinanderzusetzen.
Stephan Schwarz ist Facharzt für Radiologie und arbeitet als Oberarzt im Klinikum Dortmund und führt Dich durch diesen Fortbildungsbeitrag.
Zufällige Nebennierenraumforderungen oder Inzidentalome sind Raumforderungen der Nebenniere, deren Ätiologie wir nicht kennen und daher weiter abgeklärt werden müssen.
Abhängig von der Größe der Raumforderung kann man Aussagen zu der Wahrscheinlichkeit der Malignität machen:
Läsionen unter 4 cm Größe sind überwiegend gutartige Nebennierenadenome, davon sind ca. 70% fettreich.
Im CT sind 3 Methoden zur Abschätzung, ob es sich um eine Adenom-typische Veränderung handelt verfügbar:
In der MRT kann man das sog. **Chemical Shift Imaging **benutzen.
Falls es sich um einen Adenom-untypsichen Befund handelt kommen folgende Differential-Diagnosen in Betracht:
Viel Spaß beim Hören!
Empfohlen seien Dir auch 2 weitere Podcasts, die Stephan bereits mitgestaltet hat und die im Klinisch Relevant Podcast veröffentlicht worden sind:
2. Podcast #52: Idiomatische intracranielle Hypertension: seltene Kopfschmerzursache
Berufsständische Vertretung – Die Pflegekammer
Der Klinisch Relevant Podcast liefert Ärztinnen und Ärzten, sowie Angehörigen der Pflegeberufe kostenlose und unabhängige medizinische Fortbildungsinhalte, die Du jederzeit und überall anhören kannst und die für Dich von ärztlichen und pflegerischen Kollegen konzipiert werden.
Im heutigen Beitrag geht es rund um das Thema der Pflegekammer, die Aufgaben einer Pflegekammer, Kritikpunkte, internationale Vergleiche und die wichtigsten Fragen an die berufsständische Vertretung der Pflege.
Zum Wohle der Gesellschaft?
Ein internationaler Vergleich von Ausgestaltung und Wirkung der berufsständischen Selbstverwaltung von Pflegekräften
Doktorarbeit zum Thema:
Stimmen zur Pflegekammer: Was kann eine Pflegekammer für den Pflegeberuf erreichen?
Was kann eine Pflegekammer für Pflegende erreichen, was ohne eine Kammer nicht möglich wäre? Die Vizepräsidentin der rheinland-pfälzischen Pflegekammer, Sandra Postel, hat auf der 40. Fortbildung für Pflegende die Antworten dazu.
Erste Pflegekammer in Deutschland: Die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz
Die Landespflegekammer Rheinland-Pfalz ist die erste berufsständische Vertretung für Pflegende in Deutschland. In unseren Gremien arbeiten beruflich Pflegende aus der Praxis, aus der Wissenschaft und aus der Pädagogik zusammen daran, den Pflegeberuf weiterzuentwickeln.
Streit um Pflegekammern: Bericht des NDR
Niedersachsens Pflegekräfte diskutieren: Was bringt die Pflegekammer? Stärkt sie ihre Interessen oder handelt es sich um ein teures, "bürokratisches Monster"? Ein Bericht der NDR Sendung Panorama 3.
Healthy Docs
Dr. Christina Petersen arbeitet als Allgemeinmedizinerin in einer hausärztlichen Praxis, praktiziert auch nach traditionell chinesischen Aspekten und coacht Ärzte.
Im Interview mit Tina sprechen wir darüber, warum Ärztinnen und Ärzte sich häufig selbst "vernachlässigen" und sich für Ihre Patienten aufopfern, ohne auf die Folgen für sich selbst zu achten.
Sie erzählt von Ihren eigenen Erfahrungen mit dem Medizinstudium und dem Beruf als Ärztin, der Ihr oft alles abverlangt hat. Nach einer Auszeit von mehreren Monaten, begann Tina sich selbst und Ihre Bedürfnisse besser kennen zu lernen und damit änderte sich auch Ihr Berufsleben.
Heute ist es Ihre Mission auf das Thema Arztgesundheit aufmerksam zu machen und Ihre Erfahrungen und Tips an betroffene Kollegen weiterzugeben.
Alle weiteren Informationen zu Tina findest Du auf Ihrer Internet-Seite
www.intuitiv-gesund.de
Viel Spaß beim Hören!
Viantro: eine Job-Vermittlungs-Plattform, die sich dem "well beeing" von Ärzten verschrieben hat
Im heutigen Interview sprechen wir mit Kim Kernbichler, dem Gründer von Viantro, einer Karriereplattform für Ärzte.
Job-Vermittlungsplattformen gibt es viele - Viantro möchte sich daher von anderen Mitbewerbern abheben, in dem besonders großen Wert auf gute Arbeitsverhältnisse und das "well beeing" der Kunden gelegt wird.
Kim ist schon seit seiner Jugend unternehmerisch tätig und hat mehrere Start Ups gegründet. Er hat aber auch selbst als Arzt klinisch gearbeitet und kennt das "System" also von innen. Wir sprechen im Interview nicht nur über das Gründen von Unternehmen und das Schauen über den Tellerrand der klassischen Mediziner-Karriere, sondern auch über die typischen Probleme im Arbeits-Alltag eines Arztes: Überstunden, zu wenig Zeit für Patienten, zu wenig Zeit für die Familie, Nacht- und Wochenenddienst, Bürokratie und so weiter... Wir sprechen vor allem aber auch über mögliche Lösungen.
Das Wohl unserer Patienten ist untrennbar mit dem Wohl der Behandler verknüpft, so Kims Meinung.
Wer Kim sprechen hört, der spürt, dass er etwas verändern möchte und dass sein Unternehmen für eine Verbesserung der Arbeitsverhältnisse von Ärzten sorgen soll.
Alles weitere zu Viantro findet Ihr auf der Website.
Gute Dienstplangestaltung
Der Klinisch Relevant Podcast liefert Ärztinnen und Ärzten, sowie Angehörigen der Pflegeberufe kostenlose und unabhängige medizinische Fortbildungsinhalte, die Du jederzeit und überall anhören kannst und die für Dich von ärztlichen und pflegerischen Kollegen konzipiert werden.
Im heutigen Beitrag geht es um das Thema Dienstplangestaltung in Pflege, die grundlegenden rechtlichen Aspekte, Erkennung eines potenziellen Handlungsbedarfes und Methoden der guten Dienstplangestaltung.
**Ausgewogene Arbeitszeit und Dienstplangestaltung – Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben fördern **
Die Hinweise und Empfehlungen sind für alle Pflegesettings geeignet!
Die Broschüre „Ausgewogene Arbeitszeit und Dienstplangestaltung in der Altenpflege – Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben fördern“ möchte für die Umsetzung einer guten Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben werben und auf die Notwendigkeit einer gesundheitsfördernden Arbeitszeitplanung aufmerksam machen. In den Kapiteln 2 bis 3 wird zunächst auf die Argumente eingegangen, die dringend eine ausgewogene oder balanceorientierte Dienstplanung (Kapitel 2) empfehlen. Dabei legen sowohl gesetzliche Vorgaben als auch arbeitsmedizinische Belange (Kapitel 3) das Fundament. Dass eine ausgewogene Dienstplanung nicht ohne eine entsprechende Arbeitsorganisation zu erreichen ist, zeigt Kapitel 4 auf. Kapitel 5 und 6 schließen mit Beispielen zu Schichtmodellen an und gehen auf die konkrete Erstellung eines Dienstplans ein. In Kapitel 7 wird für ein systematisches Management von Fehlzeiten geworben und entsprechende Anregungen gegeben. In Kapitel 8 werden mögliche Verfahrens- und Vorgehensweisen beschrieben, wie betriebliche Innovationen im Betrieb partizipativ vorangebracht werden können.
Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Pflege fördern
Das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf gewinnt mehr und mehr an Bedeutung: Deutschland befindet sich in einem demografischen Wandel, der den Arbeitsmarkt und die betriebliche Personalpolitik, aber auch die Sozial- und Gesellschaftspolitik in den nächsten Jahren massiv beeinflussen wird. Die Broschüre der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zeigt Möglichkeiten auf, Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der Pflege im Betrieb zu verankern. Sie will Betriebe im Gesundheitswesen dazu anregen, rechtzeitig geeignete Maßnahmen in die Wege zu leiten.
Link: https://d-nb.info/992714508/34
**Abläufe optimieren – Beschäftigte stärken: BGW Arbeitsorganisation Pflege für Einrichtungen der Altenpflege **
In einigen Einrichtungen wird die Vision einer qualitativ hochwertigen und menschlichen Pflege Wirklichkeit. Der Arbeitsalltag in vielen Einrichtungen der stationären Altenpflege sieht dagegen anders aus: Steigende Anforderungen an die Pflegekräfte hinsichtlich der Versorgung der Bewohner und Bewohnerinnen und knappe personelle Ressourcen haben die Situation in der Altenpflege erheblich verschärft. Die Belastungen der Pflegekräfte nehmen zu und gleichzeitig steigt die Zahl der Erkrankungen und Berufsausstiege. Die Broschüre der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) zeigt Wege auf wie eine mitarbeiterzentrierte Arbeitsorganisation umgesetzt werden kann und vermittelt Ansprechpartner für Einrichtungen die ihre Arbeitsorganisation verbessern möchten.
Link: https://www.bgw-online.de/DE/Medien-Service/Medien-Center/Medientypen/BGW-Broschueren/BGW04-06-110_Ablaeufe-optimieren-Beschaeftigte-staerken.html
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