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Delir und Delirmanagement
Der Klinisch Relevant Podcast liefert Ärztinnen und Ärzten, sowie Angehörigen der Pflegeberufe kostenlose und unabhängige medizinische Fortbildungsinhalte, die Du jederzeit und überall anhören kannst und die für Dich von ärztlichen und pflegerischen Kollegen konzipiert werden. Im heutigen Beitrag geht es um das Thema Delir und Delirmanagement.
Folgende links führen zu den Leitlinien und weiterführender Literatur:
Leitlinie Analgesie, Sedierung und Delirmanagement in der Intensivmedizin (z Zt in Überarbeitung): Die 2010 publizierte S3-Leitlinie „Analgesie, Sedierung und Delirmanagement in der Intensivmedizin“ wurde interdisziplinär von Mandatsträgern aus 12 Fachgesellschaftenkonsentiert. Die S3-Leitlinie soll als Leitfaden zur symptomorientierten Prävention, Diagnostik und Therapie von Delir, Angst, Stress und der protokollbasierten Analgesie, Sedierung und dem Schlafmanagement in der Intensivmedizin für Erwachsene und Kinder dienen.
Link:
The 2018 Clinical Practice Guidelines for the Prevention and Management of Pain, Agitation/Sedation, Delirium, Immobility, and Sleep Disruption in Adult Patients in the ICU [Die PADIS-Richtlinien 2018 enthalten neue Empfehlungen in Bezug auf Rehabilitation, Mobilität und Schlaf.]
Link:
UK 2010/2019 Guideline Delirium: prevention, diagnosis and management. [Diese Leitlinie befasst sich mit der Diagnose und Behandlung des Delirs bei Patienten im Krankenhaus und in der Langzeitpflege. Sie befasst sich auch mit der Risikoidentifizierung und der Delirprävention.]
Link:
Hüft-Totalendoprothese (Hüft-TEP)
Herzlich Willkommen zu einer neuen Podcastfolge von Klinisch Relevant. Heute sprechen wir mit PD. Dr. med. Mustafa Citak über die typischen Symptome einer Coxarthrose und der daraus möglicherweise resultierenden Hüft-TEP. Es wird dabei unter anderem um die verschiedenen Prothesenarten, Zugangswege und möglichen postoperativen Komplikationen gehen.
Symptome einer Coxarthrose
Diagnostik
- Anamnese
Klinische Untersuchung
Radiologische Untersuchung: Röntgen als Beckenübersichtsaufnahme und als axiale Aufnahme. Im Röntgen wird auf die typischen Arthrosezeichen und weiteren Zeichen geachtet:
Schnittbildgebung: Vor allem wenn die Coxarthose als Ursache der Beschwerden unwahrscheinlich ist, z.B. bei jungen Patienten, wird eine MRT durchgeführt.
Kriterien für eine OP:
Kriterien für eine konservative Therapie:
Hüft-Totalendoprothese (Hüft-TEP)
Zugangswege und Dauer einer OP
Postoperatives Management
Häufige Fehler
Kontrollfragen
Welche Aussagen sind richtig?
Welches sind typische Arthrosezeichen im Röntgen (Mehrfachauswahl):
Welche drei Kriterien spielen für die OP-Entscheidung eine Rolle?
Postoperatives Management: Welche Aussage/n ist/sind richtig?
Zu den Frühzeichen bzw. Spätzeichen einer Coxarthose gehören:
Der Klinisch Relevant Podcast liefert Ärztinnen und Ärzten, Angehörigen der Pflegeberufe sowie Heilmittelerbringern
Im heutigen Beitrag geht es um die Vorstellung unseres neuen Teammitglieds für den Bereich Ergotherapie. Andre Eckerkunst ist seit 2007 Ergotherapeut, in leitender Position seit 2010 und in eigener Praxis tätig seit 2014. In seiner Praxis in Erkrath bei Düsseldorf behandelt er mit neurologischen und pädiatrischen Schwerpunkt die unterschiedlichsten Störungsbilder. Im Gespräch mit Kai Gruhn gibt er einen kurzen Überblick über den Begriff und die Geschichte der Ergotherapie, den Eintritt in die Behandlung sowie die Verordnungsmöglichkeiten für verschreibende Ärzte.
Ergotherapie
Ergotherapie (griechisch: ergon, deutsch: Werk, Arbeit) ist ein Heilmittel, die sich mit der Ausführung bedeutungsvoller, konkreter Betätigung und dessen Auswirkung auf den Menschen und dessen Umwelt und somit seiner Partizipation befasst.
Der deutsche Verband der Ergotherapeuten (DVE) findet hier folgende Definition:
In den kommenden Ausgaben werden die einzelnen Therapiemethoden sowie Arbeitsbereiche der behandelnden Ergotherapeuten einzeln beleuchtet. Für den verschreibenden Arzt wird dieses Heilmittel so greifbarer. Die gezielte Verordnung von spezifischen Maßnahmen sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit wird so erleichtert.
TAVI: eine elegante Form des Aortenklappenersatzes
TAVI steht für "Transcatheter Aortic Valve Implantation" und ist mittlerweile ein Art Modewort geworden.
Dr. Christian Giebels ist Kardiochirurg an der Universitätsklinik des Saarlandes in Homburg und kennt sich bestens mit diesem Verfahren aus. In diesem Podcast-Interview erklärt er alles, was Du zu diesem Thema wissen musst: Indikation, geeignete Patienten, Durchführung, prä- und postoperatives Management, typische Komplikationen und alternative Therapieverfahren.
Das TAVI-Verfahren ist insbesondere für Patienten mit hochgradiger Aortenklappenstenose geeignet, die älter als 75 Jahre sind und ein höheres intraoperatives Risiko haben, z.B. aufgrund von Multimorbidität.
Bei älteren und gesünderen Patienten wird weiterhin prinzipiell der "offene" Aortenklappen-Ersatz angestrebt, bei dem das Sternum durchtrennt und der Brustkorb eröffnet wird.
Bei dem Eingriff, der bei unkompliziertem Verlauf 30-45 Minuten dauert, wird meistens im Bereich der Femoralis-Arterie über ein Schleusen-System eine biologische Klappenkonstruktion (Schweine- oder Kälber-Perikard, dass auf ein Gerüst aus unterschiedlichen Materialien aufgezogen und zusammengeklappt auf ein Kathetersystem aufgebracht wird) in Aorten-Position vorgeschoben und dann ausgebreitet. Dabei wird die neue Klappe mit Druck in den verkalkten Aortenring gepresst.
Voraussetzung dafür ist, dass die Becken-Bein-Strombahn frei ist. Bei Patienten mit schwerer Arteriosklerose in den Leistenarterien ist allerdings auch ein Zugang über die Arteria axillaris oder die Arteria subclavia möglich.
Präoperativ wird das Ausmaß der Stenose mittels tranthorakaler Echokardiografie bestimmt. Die Größe des benötigten Aortenklappen-Ersatzes kann am besten mit Hilfe des Cardio-CTs bestimmt werden.
Postoperativ werden die Patienten in der Regel mit einer dualen Thrombozytenaggregations-Hemmung behandelt; nach ca. 1 Woche kann die Klinik in Richtung stationäre Rehabilitation verlassen werden.
Typische Komplikationen, die beim TAVI-Verfahren auftreten können, sind die üblichen Katheter-Komplikationen (Hämatom, Dissektion), aber auch lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen. Da die neue Klappe in den Aortenring gepresst wird, kann auch Kalkmaterial in den Bereich des AV-Knotens gedrückt werden und einen AV-Block auslösen. Teilweise ist dann die Implantation eines Schrittmachers erforderlich.
Umfangreiche Langzeit-Ergebnisse zur "Lebensdauer" von Herklappen im TAVI-Verfahren existieren noch nicht. Man geht hier von 7-10 Jahren aus.
Viel Spaß beim Hören!
Disclaimer:
Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht.
Umgang mit Konflikten
Der Klinisch Relevant Podcast liefert Ärztinnen und Ärzten sowie Angehörigen der Pflegeberufe
Im heutigen Beitrag geht es um den Umgang mit Konflikten und darüber, wo sie im Gesundheitswesen auftreten,
Die so genannten „Big Five“-Persönlichkeitsfaktoren wurden von verschiedenen unabhängigen
Link:
Konflikteskalation: Die 9 Stufen nach Friedrich Glasl
Konflikte zu analysieren, von denen man selber betroffen ist, ist nicht immer einfach, da vieles
Erklärvideo unter:
Das Eisbergmodell – Die unterschätzte Macht der nicht-sichtbaren Kommunikationsanteile
Erklärvideo unter:
Dermatome
In unserem heutigen Klinisch Relevant Podcast sprechen wir mit **Prof. Dr. Omid Nikoubashman **über die Dermatome. Dabei erfährst Du, wie die bekannten Dermatom-Karten zu Stande gekommen sind und warum wir nicht aufhören sollten, Dinge kritisch zu hinterfragen.
Definitionen
Dermatom: Hautareal, welches zu einem bestimmten spinalen Segment korrespondiert
Relevanz
Dermatome haben eine hohe klinische Relevanz bei der Beurteilung von:
Übersichtsarbeit zum Thema Dermatome
Lee, M.W.; McPhee, R.W.; Stringer, M.D. An evidence-based approach to human dermatomes. Clin Anat 2008, 21, 363-373, doi:10.1002/ca.20636
Die drei Primärquellen, auf die sich die Dermatom-Karten stützen
Interpretation und anatomische Gegebenheiten, die es erschweren Dermatome zu identifizieren
Erkenntnisse aus der Arbeit von Lee et al.
Lee, M.W.; McPhee, R.W.; Stringer, M.D. An evidence-based approach to human dermatomes. Clin Anat 2008, 21, 363-373, doi:10.1002/ca.20636
Lee Silverman Voice Treatment (LSVT) : logopädische Therapie von Parkinson-Patienten
Parkinson Patienten leiden im Verlauf ihrer Erkrankung an einer Reihe von logopädischen Auffälligkeiten bzw. Einschränkungen, die möglichst frühzeitig therapiert werden sollten. Wir sprechen daher heute in unserem Klinisch Relevant Podcast mit Petra Hamacher über die Herkunft, den Aufbau und den Nutzen der logopädischen LSVT-Behandlung für Parkinson-Patienten.
Welche logopädischen Auffälligkeiten sind bei Parkinson-Patienten festzustellen?
Besonders die jüngeren Patienten merken früh den Beginn der Einschränkungen, noch bevor ihr Umfeld diese akustisch wahrnehmen kann. Das Sprechen wird für die Patienten zunehmend ein Kraftakt. Daraus resultiert häufig eine abnehmende Teilhabe an sozialen Interaktionen, welche die Patienten zusätzlich belasten könnten (z.B. größere Gruppentreffen, bei denen es mal lauter zugeht).
**Woher kommt die LSVT-Therapie? Wofür steht das Akronym?
Wie ist die LSVT-Therapie aufgebaut?
Wie können die Patienten zu Hause üben?
**Können niedergelassen Kollegen die logopädische LSVT-Behandlung verordnen?
Welche Unterschiede gibt es zur ergotherapeutischen LSVT-Behandlung?
Wie wird die Dysphagie behandelt?
Kontrollfragen
Wofür steht LSVT?
Welche logopädischen Symptome treten bei Parkinson-Patienten auf?
Welche LSVT-Varianten gibt es?
Wie ist die Therapie im besten Fall aufgebaut?
Welche Aussagen sind richtig?
Kommunikation mit Menschen mit Demenz
Der Klinisch Relevant Podcast liefert Ärztinnen und Ärzten, sowie Angehörigen der Pflegeberufe kostenlose und unabhängige medizinische Fortbildungsinhalte, die Du jederzeit und überall anhören kannst und die für Dich von ärztlichen und pflegerischen Kollegen konzipiert werden.
Im heutigen Beitrag geht es rund um das Thema Kommunikation mit Menschen mit Demenz, die Hintergründe der Erkrankung, die Versorgungsziele und Empfehlungen zur Kommunikation in frühen und späten Phasen der Krankheitsentwicklung.
Expertenstandard Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz
Die mit einer Demenz einhergehenden Veränderungen haben für Betroffene und ihre Angehörigen tiefgreifende und umfassende Folgen. Diese zeigen sich, bedingt durch Veränderungen in der Interaktion und Kommunikation, insbesondere in der Beziehungsgestaltung. Sie beeinträchtigen die Fähigkeit von Menschen mit Demenz sich orientieren, etwas verstehen oder beurteilen zu können und wirken sich auf emotionales und soziales Verhalten aus. Zielgruppe dieses Expertenstandards sind alle Menschen mit einer diagnostizierten Demenzerkrankung sowie Menschen, bei denen sich mit Beginn des pflegerischen Auftrages bzw. im Verlauf der Pflege Anzeichen von Demenz zeigen, ohne dass jedoch eine Demenzdiagnose vorliegt.
Validation n. Naomi Feil: Impressionen zur Umsetzung
Validation nach Naomi Feil ist eine spezielle, non-direktive Kommunikationsmethode mit desorientierten alten Menschen. Die Videodokumentation gibt einen Einblick in einen Workshop, den Naomi Feil im Juni 2014 in Linz gehalten hat. Produktion: Österreichische Institut für Validation (ÖIV).
S3-Leitlinie "Demenzen"
Inhalt dieser evidenz- und konsensusbasierten Leitlinie sind Aussagen zu Prävention, Diagnostik und Therapie von Demenzerkrankungen sowie zur leichten kognitiven Störung. Die Leitlinie bezieht sich auf die Alzheimer-Demenz, die vaskuläre Demenz, die gemischte Demenz, die frontotemporale Demenz, die Demenz bei Morbus Parkinson und die Lewy-Körperchen-Demenz. Seltene Formen der Demenz bei anderen Erkrankungen des Gehirns und Demenzsyndrome bei z.B. internistischen Erkrankungen sind nicht Thema dieser Leitlinie. Die Leitlinie umfasst Aussagen zu Kernsymptomen der Demenz inklusive psychischen und Verhaltenssymptomen. Ziel ist es, den mit der Behandlung und Betreuung von Demenzkranken befassten Personen eine systematisch entwickelte Hilfe zur Entscheidungsfindung in den Bereichen der Diagnostik, Therapie, Betreuung und Beratung zu bieten. Dazu gehören Ärzte, Psychologen, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Musik-, Kunst- und Tanztherapeuten, Logopäden, Pflegekräfte und Sozialarbeiter.
Demenz - Anregungen für Partnerinnen und Partner
Dieser Ratgeber bietet Anregungen, wie das Zusammenleben gelingen kann, wenn ein Partner oder eine Partnerin an Demenz erkrankt ist. Pflegende Angehörige sollen damit für den Pflegealltag gestärkt werden. Die Inhalte des Ratgebers beruhen auf aktuellem pflegerischen und medizinischen Fachwissen. Zudem wird Erfahrungswissen pflegender Angehöriger von Menschen mit Demenz dargestellt. Ein Teil der Informationen wurde dazu in Dialogform aufbereitet. Die Gespräche sind eine Zusammenfassung wesentlicher Aspekte aus Gruppendiskussionen.
Amboss: Wikipedia für Mediziner
Amboss ist zu DEM Online-Nachschlagwerk für Mediziner geworden. Mittlerweile ist das Unternehmen auf internationalem Expansions-Kurs und erobert gerade Nordamerika.
Sievert Weiss ist einer der Gründer von Amboss und hat die Entwicklung dieses Unternehmens von Anfang an begleitet und hautnah erlebt.
Wir wollten dieses Podcast-Interview aus dreierlei Gründen mit Sievert führen:
Welche Persönlichkeit steckt hinter einem so erfolgreichen Unternehmen, welchen ungewöhnlichen Weg hat er hinter sich?
Wie kann die Plattform Amboss das Leben von uns Mediziner verändern und vereinfachen?
Welche Tips kann Sievert anderen ärztlichen Kolleginnen und Kollegen geben, die eine gute Business-Idee haben und Ihr eigenes Unternehmen aufbauen wollen?
Entstanden ist ein sehr unterhaltsames Interview mit einem sehr sympathischen und inspirierenden jungen Arzt, der einen unkonventionellen beruflichen Weg eingeschlagen hat.
Die Wurzeln von Amboss liegen dabei in den eigenen Erfahrungen, die die 3 Gründer während ihres Medizinstudiums gemacht haben: Das Auswendiglernen, das "Kreuzen", die "Altfragen" haben dazu geführt, zu überlegen, wie man sich besser und gezielter auf die Examensprüfungen vorbereiten könnte.
Die Erfahrungen, die Sievert in Indien bei einem medizinischen Hilfsprojekt als Student gesammelt hat, haben dazu geführt, dass er sich auch für Themen wie öffentliche Gesundheit interessiert hat.
Die Vision von Amboss ist es heute Ärztinnen und Ärzten das medizinische Wissen zu liefern, dass sie brauchen, um die richtigen diagnostischen und therapeutischen Schritte für Ihre Patienten zu treffen. Um immer auf dem neuesten Stand zu sein, arbeiten mittlerweile mehrere hundert Mitarbeiter und ein großes Netzwerk an ärztlichen Kollegen für und mit Amboss.
Auch die Prüfungsvorbereitung für die Staatsexamina gehört weiterhin zum Kerngeschäft.
Dabei beschränkt sich das Angebot von Amboss, dass für seine Nutzer kostenpflichtig ist, nicht nur auf den deutschsprachigen Raum. Neben Firmensitzen in Köln und Berlin gibt es mittlerweile auch ein Büro in New York. Auch wenn das Medizinstudium in den USA sicherlich unterschiedlich strukturiert ist, möchte Amboss hier als "Wikipedia" für Mediziner fungieren.
Sievert hält es für wichtig, dass eine Business-Idee ein Problem löst und dass derjenige, der dieses Problem löst, bestenfalls auch aus der eigenen Zielgruppe kommt.
Viel Spaß beim Hören!
Hier findet Ihr noch einen sehr schönen Artikel über die drei Amboss-Gründer aus 2017 in der ZEIT:
https://www.zeit.de/campus/2017/01/medizinstudium-software-lern-app-buecher-miamed?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com
Im heutigen Klinisch Relevant Podcast besprechen wir die Ätiologie, Klinik, Diagnostik und Therapie des Normaldruckhydrozephalus (normal pressure hydrocephalus, NPH). Außerdem nennen wir euch wichtige Differentialdiagnosen (DD) und zeigen euch, wie ihr diese vom NPH unterscheiden könnt.
Wen betrifft der NPH? Gibt es einen Altergipfel?
Der NPH ist eine Erkrankung des höheren Lebensalters mit einem Altersgipfel in der 6. – 8. Lebensdekade. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Aktuelle Untersuchungen führen außerdem zu der Annahme, dass ca. 6% aller achtzig Jährigen von einem NPH betroffen sind.
Welche pathophysiologischen Mechanismen liegen dem NPH zu Grunde?
Grundsätzlich ist zunächst die Klassifikation des NPH nötig:
Die Ursache des idiopathischen NPH ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vollständig aufgeklärt. Eine verbreitete Theorie geht von veränderten hydrodynamischen Verhältnissen in den Liquorräumen bzw. im venösen Blutgefäßsystem aus. Durch eine Arteriosklerose ändert sich die Elastizität und der Druck in den venösen Blutgefäßen. Hierdurch kommt es zu einer gestörten Liquorresorption. Dadurch drückt der nicht resorbierte Liquor gegen die Ventrikelwände und führt zur Liquordiapedese.
Ursachen für einen sekundär auftretenden NPH sind beispielsweise subarachnoidale Blutungen (SAB) oder Schädel-Hirn-Traumata (SHT).
An welchen klinischen Zeichen ist der NPH zu erkennen?
Die wichtigsten klinischen Zeichen werden im Hakim-Trias zusammengefasst:
Für die Diagnosestellung sind zwei der drei Zeichen obligat. Das alle drei Zeichen positiv sind kommt bei ca. 50% aller Patienten vor.
Gangstörung:
Demenz:
Harninkontinenz:
Wie kann man den NPH diagnostizieren?
Die Diagnose erfolgt in Zusammenschau der Anamnese, Klinik, Bildgebung und Liquordiagnostik.
Wir haben für euch bereits einen Podcast (Nr. 6) mit Lars Kübler (Facharzt für Neurologie) aufgenommen, welcher sich ausführlich mit dem NPH aus radiologischer Sicht beschäftigt. Um mehr zur Bildgebung zu erfahren, könnt ihr sehr gerne dort reinhören.
Bildgebung
Die Bildgebung sollte, wenn möglich, mit einem MRT erfolgen.
Liquordiagnostik:
Wie kann der NPH therapiert werden?
Steht die NPH-Diagnose fest, ist die operative Shunt-Anlage indiziert. Hierbei gilt: Je früher der Shunt angelegt wird, desto besser die Prognose. Gangstörungen sprechen gut auf die Anlage eines Shuntes an. Wogegen die Harninkontinenz nur wenig und die Demenz kaum zu beeinflussen sind.
Eine medikamentöse Therapie mit Acetazolamid wurde in Studien erprobt. Leider hat die Therapie nicht die gewünschte Wirkung gezeigt.
Was sind wichtige Differentialdiagnosen (DD)?
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