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Krankenhaus oder Praxis?
Früher oder später kommen wir Ärzte an den Punkt, an dem wir entscheiden müssen, ob wir weiter im Krankenhaus arbeiten möchten, oder ob das Arbeiten im ambulanten Versorgungsbereich -vielleicht sogar die Gründung einer eigenen Praxis- eine gute Alternative darstellen könnte.
Überstunden, Nacht- und Wochenenddienst, Schichtsystem- all das sind Gründe, die einen über eine Niederlassung nachdenken lassen können.
Aber welche Hürden warten in der Praxis auf uns? Was ist mit dem Abrechnungssystem? Der Auseinandersetzung mit der KV? Welche finanziellen Risiken muss ich eingehen?
Businessdoc-Podcast
Oliver Neumann ist Wirtschaftsberater und spezialisiert auf die Beratung von Ärzten, die im ambulanten Sektor arbeiten möchten.
Zudem ist er aber auch der Host des Businessdoc-Podcasts, in der Persönlichkeiten aus dem Umfeld der Medizin zu den Themen Digitalisierung, Praxisgründung, Business und Mindfulness interviewt.
In diesem Podcast sprechen wir mit Oliver über folgende Themen:
Wenn Euch die Schnittstelle von Medizin und Business, sowie die Themen Digitalisierung und Digital Health interessieren, dann können wir Euch den Podcast von Oliver nur allerwärmstens empfehlen!!
Hier kannst Du mit Oliver in Kontakt treten:
www.businessdoc.online
https://www.instagram.com/businessdoc.online/
https://www.facebook.com/businessdoc.online/?ref=settings
https://www.linkedin.com/in/oliver-neumann-74b6641b/?lipi=urn%3Ali%3Apage%3Ad_flagship3_feed%3BbZu5q7F9RUiqtMCEFvlW6w%3D%3D
**Viel Spaß beim Hören und Lernen! **
Katheterismus
Der Klinisch Relevant Podcast liefert Ärztinnen und Ärzten, sowie Angehörigen der Pflegeberufe kostenlose und unabhängige medizinische Fortbildungsinhalte, die Du jederzeit und überall anhören kannst und die für Dich von ärztlichen und pflegerischen Kollegen konzipiert werden.
Im heutigen Beitrag geht es um das Thema Katheterismus, insbesondere die Indikationen, Risikofaktoren, Alternativen und Verwendungshinweise.
Katheterassoziierte Harnwegsinfektionen
Bei nosokominalen Infektionen spielt die Nutzung transurethraler Katheter eine wichtige Rolle. Um diese zu Vermeiden muss unbedingt eine gezielte und medizinisch in jedem Einzelfall zu begründende Indikationsstellung erfolgen, welche auch die Berücksichtigung alternativer Möglichkeiten, wie der intermittierenden Selbst- oder Fremdkatheterisierung, sowie die Begrenzung der Liegedauer beeinhaltet. Die Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) stellt ihre Empfehlungen gesammelt in der Publikation: Prävention und Kontrolle Katheter-assoziierter Harnwegsinfektionen dar.
Indikationen zur Anlage eines transurethralen Katheters
Unnötige Anwendungen eines Katheters
Deutsche Gesellschaft für Urologie
Neurogene Dysfunktion des unteren Harntraktes
Der Intermittierende Katheterismus stellt seit den 60iger Jahren die Methode der Wahl zur Blasenentleerung bei neurogener Dysfunktion des unteren Harntraktes dar. Es gilt festzuhalten, dass der aseptische Katheterismus auch in der Langzeitanwendung eine komplikationsarme Methode zur druck- und restharnfreien Entleerung der Harnblase für Betroffene darstellt. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie und die Deutschsprachige Medizinische Gesellschaft für Paraplegiologie publizieren ihre Empfehlungen in der Leitlinie Management und Durchführung des Intermittierenden Katheterismus (IK) bei neurogener Dysfunktion des unteren Harntraktes. (www.awmf.de)
**Herzlichen Dank, daß Du dabei bist!! Viel Spaß beim Hören und Lernen! **
Kardiologie als neuer Fachbereich im Klinisch Relevant Podcast
Neben den Fächern Neurologie, Psychiatrie, Gastroenterologie, Radiologie, Rheumatologie, Chirurgie und Pflegewissenschaft, sowie unseren Querschnittsthemen bieten wir Euch ab sofort auch Fortbildung-Podcasts aus dem Bereich Kardiologie.
Herzinsuffizienz als häufige kardiologische Erkrankung
Für den ersten Podcast aus dem Fachbereich der Kardiologie haben wir uns das Thema Herzinsuffizienz ausgesucht, da Dir dieses Krankheitsbild in Deinem klinischen Alltag sicherlich bei Deinen Patienten begegnen wird. Mit Dr. Andreas Barsuhn, Oberarzt der Kardiologie im Bethesda Krankenhaus Wuppertal haben diesbezüglich einen ausgewiesenen Experten im Interview.
Die chronische Herzinsuffizienz ist eine Erkrankung mit wesentlicher sozioökonomischer Bedeutung.
Die dekompensierte chronische Herzinsuffizienz ist einer der häufigsten Gründe für eine stationäre Aufnahme!
Die Erkrankung hat vielfältige Ursachen:
Wichtige Kernsymptome:
Wichtige Diagnostik:
Brandaktuell:
Die nationale Versorgungsleitlinie „Chronische Herzinsuffizienz“, 3. Auflage, 2019.
Wichtige neue Einteilung:
Die Therapie umfasst medikamentöse und nicht-medikamentöse Ansätze
Wichtige medikamentöse Prinzipien:
Wichtige nicht-medikamentöse Prinzipien:
Viel Spaß beim Hören und Lernen!
Please check out Jon’s Website on neurosymptoms.org for more information on FND.
Also note, that on fndsociety.org there are free webinars on FND at the Moment
If you have any questions or comments about the interview or our podcast project, please feel free to contact us on
Funktionelle Neurologische Störungen
Jeder von uns weiß, wie häufig im klinischen Alltag funktionelle, bzw. dissoziative Störungen sind.
Neurologen mit Schlüsselrolle bei der Behandlung von FNS-Patienten
Im Interview mit Prof. Jon Stone, Neurologe aus Edinburgh mit jahrzehntelanger klinischer und wissenschaftlicher Erfahrung auf diesem Gebiet versuchen wir uns dem komplexen Gebiet der funktionellen Störungen zu nähern:
FNS umfassen ein umfangreiches Spektrum an Symptomem
Lähmungserscheinungen, Sensibilitätsstörungen, Sehstörungen, Sprachstörungen, Tremorformen, Gangstörungen, Anfälle: die klinische Symptomatik kann dabei mannigfaltig sein.
"Positive" Diagnose anstatt Ausschluss-Diagnosen
Jon plädiert in diesem Interview dafür, dass Neurologen wieder mehr tun müssen, als nur "organische" Ursachen der Krankheitssymptome auszuschließen und Ihre Patienten dann zum Psychiater zu schicken.
Auch kritisiert er, dass in vielen Fällen bei Patienten mit funktionellen Störungen im Gespräch anders verfahren wird, als bei organischen Erkrankungen. So sollte auf die Erkrankung fokussiert werden, die vorliegt und nicht umschrieben werden, welche Erkrankungen alle ausgeschlossen wurden.
Therapieansätze bei FNS
Häufig kann eine physiktherapeutische Behandlung bei einem entsprechend geschulten Therapeuten schon hilfreich sein.
Jon hat in diesem Interview folgende Literatur-Empfehlungen abgegeben:
Should neurologists diagnose and manage FND? It is complicated
Ten myths about FND
Sehr bemerkenswert ist auch die Website www.neurosymptoms.org , die von Jon für Ärzte und Patienten entworfen wurde und die auch auf deutsch übersetzt werden kann.
Unter www.fndsociety.org gibt es aktuell immer wieder kostenlose Webinare zum Thema FND.
Viel Spaß bei Hören und Lernen!!
Der Klinisch Relevant Podcast liefert Ärztinnen und Ärzten, sowie Angehörigen der Pflegeberufe kostenlose und unabhängige medizinische Fortbildungsinhalte, die Du jederzeit und überall anhören kannst und die für Dich von ärztlichen und pflegerischen Kollegen konzipiert werden.
Definition Sturz
Ein Sturz ist ein Ereignis, bei dem der Betroffene unbeabsichtigt auf dem Boden oder auf einer ande-ren tieferen Ebene aufkommt. (Quelle: Expertenstandard - Sturzprophylaxe in der Pflege unter: www.dnqp.de )
Expertenstandards in der Pflege
Instrumente die zur Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität in der Pflege beitragen. Sie be-rücksichtigen pflegewissenschaftliche Erkenntnisse als auch pflegepraktische Erfahrungen gleicher-maßen und definieren Ziele und Maßnahmen bei relevanten Themenbereichen der ambulanten und stationären pflegerischen Versorgung z. B. Dekubitusentstehung, Mangelernährung). (Quelle: MDS unter www.mds-ev.de)
Priscus-Liste
Die Priscus-Liste ist eine praxistaugliche Liste von Wirkstoffen und Wirkstoffgruppen, die als potenzi-ell inadäquat für ältere Menschen beurteilt werden. Die Liste informiert auch über Therapie-Alternativen. www.priscus.net
Ermitteln der Funktions- und Bewegungsfähigkeit
Sammlung verschiedener Assessmentinstrumente auf der Webseite des Kompetenzzentrums für Geriatrie. Assessmentinstrumente helfen bei der standardisierten Beurteilung des Funktions- und Bewegungsfähigkeit und ermöglichen den gezielten Vergleich zwischen verschiedenen Klienten. Eine Sammlung ist unter www.kc-geriatrie.de verfügbar.
Altersgerechte Bewegungsprogramme
Regelmäßige Bewegung stärkt die Gesundheit und die Selbstständigkeit älterer, pflegebedürftiger Menschen. Sie hilft, die Bewegungsfähigkeit – die Mobilität – und geistige Fähigkeiten zu erhalten und zu verbessern. Außerdem sinkt das Sturzrisiko bei regelmäßiger Bewegung und weiteren Ge-sundheitsproblemen kann vorgebeugt werden. Bewegungsförderung ist somit ein zentraler Aspekt von gesundheitlicher Prävention bei pflegebedürftigen Menschen. (Quelle: https://www.zqp.de/bewegungsfoerderung-pflege/ )
Herzlichen Dank, daß Du dabei bist!! Viel Spaß beim Hören und Lernen!
Mindful Doctor als Plattform für Veränderungen in der Medizin
Alvar Mollik ist ein junger Arzt, der Mindful Doctor als Plattform für Menschen gegründet hat, die die Zukunft der Medizin gestalten wollen und die alternative Modelle in den Bereichen Arzt-Gesundheit, Aufrechterhaltung der Gesundheit unserer Patienten, Kommunikation mit Patienten und Klinikstrukturen aufbauen wollen.
Mindful Doctor Konferenz
Als Ort der Begegnung und des Austausches für selche Querdenker findet die Mindful Doctor Konferenz jedes Jahr in Berlin statt. 2020 findet diese Konferenz (vorbehaltlich der geltenden Corona-Einschränkungen) vom 04.-06.September statt. Informationen und Tickets zu diesem Event findest Du hier.
Inspirierende Speaker und Workshops
Dieses Jahr sind als Keynote-Speaker
vor Ort.
Warum Mindful Doctor?
In diesem Podcast Interview spricht Alvar mit uns nicht nur über die anstehende Konferenz, sondern auch über die Beweggründe, die ihn zum Aufbau von Mindful Doctor gebracht haben. Zudem erklärt er die 4 Säulen der Arbeit von MD, nämlich
Dieses Interview ist für alle besonders interessant, die sich in Ihrem Arbeitsalltag in Klinik oder ambulanten Sektor häufig fragen, ob das alles so richtig ist, was wir da jeden Tag tun. Oder ob es nicht an der Zeit wäre, Veränderungen in unseren Klinikstrukturen und unserer Denkweise, was die Behandlung von Krankheiten betrifft, auf den Weg zu bringen.
Viel Spaß beim Hören!
Die Idiopathische Intrakranielle Hypertension, früher auch als Pseudotumor cerebri bezeichnet, ist eine seltene Ursache von Kopfschmerzen und Visusstörungen. Insgesamt handelt es sich aber um eine wichtige Differentialdiagnose, insbesondere bei adipösen Patientinnen im gebärfähigen Alter, die man kennen sollte.
In dieser Podcast-Episode des Klinisch Relevant Mediziner Podcasts lernst Du alles über Definition, die möglichen Ursachen, die typische Klinik, die erforderliche Diagnostik und die Therapieoptionen bei diesem Krankheitsbild.
IIH: Was ist das?
Eine Idiopathische intracranielle Hypertension liegt dann vor, wenn eine pathologische Erhöhung des Liqourdruckes ohne intracranieller Raumforderung oder eine akute Sinusvenenthrambose besteht.
Sekundäre Ursachen einer intracraniellen Hypertension
Was sind die typischen Symptome einer IIH?
Welche Untersuchungen sind erfoderlich, um die Diagnose einer IIH zu untermauern?
Bei welchen Patienten tritt dieses Krankheitsbild typischerweise auf?
Was sind die typischen radiologischen Veränderungen der IIH?
Welche therapeutischen Optionen gibt es?
Das therapeutische Vorgehen ist stufenförmig:
Die Therapiestufen findest Du hier noch einmal in einer sehr guten Grafik auf der Seite der DGN.
Wenn Du Fragen oder Anregungen hast, oder wenn Du auch gerne einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant veröffentlichen möchtest, dann wende Dich doch bitte an [email protected]
In unserer zweiten Folge zum Thema Pflegewissenschaften geht Prof. Markus Wübbeler auf das Thema Sturz ein. Stürze sind in der Alten- und Krankenpflege etwas Alltägliches und damit auch normales, möchte man meinen. Leider ist dem nicht so.
Tabuthema Sturz
Denn: viele Angehörige der Pflegeberufe versuchen Stürze zu nicht zu thematisieren. Die Gründe dafür sind vielfältig und systemimmanent:
Letztlich sind es weniger die medizinischen als die juristischen und zwischenmenschlichen Aspekte, die das Thema sehr schwierig gestalten.
Prof. Wübbeler zeigt hier allerdings interessante Lösungswege auf, wie sich das Thema sowohl aus gesundheitlicher Sicht für den Patienten als auch aus arbeitstechnischer Sicht für das Pflegepersonal elegant und positiv gestalten lassen.
Gut gemeint, muss nicht gut gemacht sein
Im Arbeitsalltag wird der Rollstuhl weiterhin sehr häufig eingesetzt, was aus medizinischer Sicht nicht immer einzusehen ist. Vielmehr ist der Rollstuhl eine Art Versicherung für den Pfleger und den Träger des Heims oder Krankenhauses. So kann möglichen Verletzungen durch Stürze effektiv vorgebeugt werden. Darüber hinaus spielt das Thema Fürsorge einen entscheidenden Punkt: Patienten oder Bewohner mit starken Schmerzen will man nicht unnötig leiden lassen, indem man sie laufen lässt.
Sturzrisiko vs. Prävention
Im Sinne des Patienten ist allerdings eine gute körperliche Fitness, die es ihm erlaubt möglichst lang unabhängig zu sein und so gleichzeitig den komplexen Anforderungen des Alltags Stand zu halten. Muskulatur bleibt erhalten und das Gehirn wird vielfältig beansprucht. Dies bedeutet allerdings, dass man das Risiko des Sturzes einkalkulieren und akzeptieren muss. Hier gilt es im Pflegeteam gemeinsam zu erarbeiten, wie dies mit den einzelnen Patienten oder Bewohnern zu bewerkstelligen ist. So muss auch von vornherein das Gespräch mit der Patienten und Angehörigen gesucht werden, um so für Verständnis mit Mithilfe zu werben und auch neue Ziele für Patienten zu setzen.
Sturzrisiken verringern
Eine wichtige Sache kann sein im Team in der Einrichtung genau zu besprechen, wo mögliche Gefahrenherde für einen Sturz sind. So kann es sein, dass die Nachttoilette bei einigen Patienten ein schwieriges Unterfangen ist, bei anderen sind es Transportwege (gerade in der ambulanten Pflege). Diese können im Team identifiziert werden und so besprochen werden. Letztlich ist es aber auch wichtig, dass die Heimleitung das Thema aktiv stützt.
Dies ist die 50. Folge des Klinisch Relevant Mediziner-Podcast!
Herzlichen Dank, daß Du dabei bist!!
Synkopen und andere Ohnmachtsanfälle
Prof. Rolf Diehl ist Neuropsychologe am Alfried-Krupp-Krankenhaus in Essen-Rüttenscheid, wo er unter anderem das „autonome Labor“ leitet. Rolf Diehl ist federführender Autor der aktuellen Leitlinie zum Thema Synkopen
Definition von Synkopen
Synkopen werden als Ohnmachtsanfälle definiert, die aus einer globalen Minderung der zerebralen Durchblutung resultieren. Im Gegensatz dazu steht z.B. eine Ohnmacht durch eine Hypoglykämie. Synkopen werden grob in kardiogene und neurogene Synkopen unterteilt.
Kardiogene Synkopen
Eine häufige Ursache für kardiogene Synkopen ist z.B. ein AV-Block oder andere Herzrhythmusstörungen. Kardiogene Synkopen treten häufig ohne Prodromi - "wie aus dem Nichts" auf.
POTS
Eine Sonderform der Synkopen ist das sog. posturale Tachykardiesyndrom (POTS). Ursache ist eine Überaktivierung des Sympathikus.
Neurogene Synkopen
Neurogene Synkopen, also Synkopen, die aus einer Funktionsstörung des peripheren oder zentralen Nervensystems resultieren, werden noch einmal unterteilt in vasovagale Synkopen ("Reflexsynkope") und die orthostatische Hypotension. Synkopen im Rahmen eines vasovagalen Reflexes (Hemmung des Sympathikus) treten typischerweise nach längerem Stehen, beim Anblick von Blut oder einem Schmerzreiz auf. Synkopen bei orthostatischer Hypotension führen zu einer Synkope kurz nach dem Aufstehen aus dem Sitzen oder Liegen. Klassischerweise gehen beiden Synkopen-Formen mit Prodromi wie Unwohlsein, "Schwarz- werden" vor den Augen, Schwindel und Kaltschweißigkeit einher.
Ursachen von neurogenen Synkopen
Beim Vorliegen von neurogenen Synkopen muss nach einer neurologischen Grunderkrankung geforscht werden. Häufigste Ursache für diese Form der Ohnmachtsanfälle sind periphere Neuropathien wie die diabetische Polyneuropathie. Differentialdiagnostisch müssen aber auch Systemerkrankungen wie ein M. Parkinson oder eine Multisystematrophie abgeklärt werden.
Diagnostik im "autonomen Labor"
Prof. Diehl empfiehlt im Hinblick auf die sinnvolle Diagnostik bei Ohnmachtsanfällen folgende 4 Säulen:
Dabei können bereits durch eine intensive Eigen- und Fremdanamnese wichtige Hinweise für die Ätiologie der Ohnmacht gesammelt werden. Mit Hilfe des EKGs können kurzfristig relevante Herzrhythmusstörungen herausgefiltert werden, die das weitere diagnostische Vorgehen maßgeblich beeinflussen. Der sog. aktive Stehtest dauert im Vergleich zum Schellong-Test nur noch 3 Minuten und umfasst die Blutdruck- und Puls-Messung nach dem Aufstehen.
Konvulsive Synkopen
Häufig kommt es im Rahmen von Synkopen zu kurzen motorischen Entäußerungen (typischerweise arrhythmisch) der Extremitäten, die Beobachter dazu verleiten können von einem epileptischen Anfall zu sprechen. Diese unwillkürlichen Bewegungen werden im Rahmen der zerebralen Minderperfusion aus Arealen im Hirnstamm und in den Basalganglien generiert und sind nicht epileptogenen Ursprungs.
Differenzialdiagnosen zu Synkopen
Die Abgrenzung zum epileptischen Anfall ist nicht immer einfach. Wer sich daher auch zum Thema „Pharmakotherapie der Epilepsie“ fortbilden möchten, sollte unbedingt bei unserem Podcast mit Volker Sepeur reinhören.
Viel Spaß beim Hören und Lernen!
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