Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Rassismus im Fussball-Publikum
    Affenlaute, Nazi-Parolen und rassistische Sprüche – keine Seltenheit in Fussballstadien. In Sachen Rassismus wird viel Prävention betrieben – auch in der Schweiz. Sind die Fussballfans ein Spiegel der Gesellschaft und nimmt die Schweiz dabei eine Sonderrolle ein? In Fussballstadien stehen verschiedene Personen nebeneinander und haben ein Ziel: ihre Fussballmannschaft anzufeuern. Dabei beleidigen manche die gegnerische Mannschaft, um sie mental zu schwächen. Insbesondere Spielerinnen und Spieler mit dunkler Hautfarbe sind wüsten Beschimpfungen ausgesetzt.
    Im Ausland ereignen sich solche Vorfälle immer wieder, in der Schweiz sind sie zur Zeit seltener. Rassismus hier – Gemeinschaftsgefühl dort. Wie paradox der Fussball sein kann und wo sich die Fankultur historisch entwickelt hat, darüber spricht Studiogast Michael Jucker, Sporthistoriker an der Universität Luzern und Projektleiter des Online-Portals Swiss Sports History. Weitere Themen: Ein Gefühl der Ausgrenzung - «Rassismus wird nie ganz aus den Stadien verschwinden» - «Alle Länder haben dieses Problem»
    54 min
  • Die Rechte und die Klimafrage
    Wenn die Rechtsaussenparteien wie erwartet die Europawahl gewinnen, gibt es Rückschläge - auch fürs Klima. Sie leugnen die Klimaerwärmung, oder sie stellen zumindest in Abrede, dass sie menschengemacht ist, sie diffamieren Klimaaktivisten, und sie torpdieren Massnahmen zum Schutz des Klimas.
    Rechtsaussenparteien setzen alles daran, um den Status Quo zu bewahren, und der ist, wie wir wissen, katastrophal. Doch die Motivationen, das zu tun, sind durchaus unterschiedlich. Weitere Themen: Die SVP und ihr Klima - Nostalgie nach früher - Der Trumpf der Rechten
    55 min
  • Bauhaus-Architektur und ihre globale Auswirkung
    Wohnungen für alle: Die Bauhaus-Ideen in Deutschland haben das Verständnis von Architektur vor 100 Jahren verändert. Nach der Machtergreifung der Nazis bauten ihre Protagonisten im Exil weiter. Eindrücklich ist die «Weisse Stadt» von Tel Aviv mit 4000 Gebäuden. Wie geht die Stadt mit diesem Erbe um? Wohnungen, die Licht, Luft und Sonne reinliessen, erschwinglich und ohne unnötigen Schnickschnack. Das waren die Grundsätze des Bauhauses, das vor hundert Jahren gegründet wurde. Inmitten der Wirtschaftskrise entwarf man die «Wohnung für das Existenzminimum».
    Das Bauhaus brachte aber ebenso eine internationale Avantgarde junger Architekten und Architektinnen hervor. Als die Nationalsozialisten das Bauhaus schliessen liessen, emigrierten viele von ihnen in andere Teile der Welt und wirkten dort im Bauhaus-Sinne weiter. Besonders einprägsam ist die «Weisse Stadt» Tel Aviv in Israel: 4000 Gebäude, errichtet von mehrheitlich jüdischen Architekten aus Deutschland.
    2003 hat die UNESCO die Weisse Stadt zum Welterbe erklärt. Die Häuser verändern sich, denn Wohnraum ist knapp in Tel Aviv, die Stadt kann nur nach oben wachsen. Was heisst das für das Erbe? Ein Augenschein vor Ort. Weitere Themen: Das Bauhaus und der soziale Wohnungsbau - «White City» Tel Aviv: Wie lebt es sich im Bauhaus-Erbe?
    57 min
  • Spezialseelsorge – alter Zopf oder Dienst an der Gesellschaft?
    Seelsorge ist nach wie vor gefragt, wenn Menschen in Not sind. Wer soll dafür bezahlen? Seelsorge mutet altmodisch an und doch rufen gerade in Zeiten von Not und Trauer erstaunlich viele Menschen nach einem Pfarrer, nach einer Pfarrerin - auch dann, wenn ein psychologischer Dienst zur Verfügung steht. Gerade in Spitälern, Gefängnissen und andern sozialen «Hotspots» entlasten die SpezialseelsorgerInnen nicht nur die Seelen der Betroffenen und deren Angehörigen, sondern auch die Budgets der Institutionen, denn Ärzte und Pflegefachleute haben selten Zeit für lange Gespräche, sie sind auch inhaltlich nicht dazu ausgebildet.
    Nun sind einige dieser Spezialseelsorgestellen auch von den Kantonen oder Gemeinden mitfinanziert: das geht nicht, monieren die Freidenker, denn damit bezahlen Menschen, die mit der Kirche nichts am Hut haben wollen, kirchliche Leistungen indirekt mit. Spezialseelsorge - alter Zopf oder wertvoller Dienst an der Gesellschaft?
    Es diskutieren unter der Leitung von Maya Brändli der Freidenker Valentin Abgottspon, die Winterthurer Spitalseelsorgerin Nicole de Lorenzi und der Chefarzt der Onkologie des Basler Universitätsspital, Christoph Rochlitz.
    51 min
  • Blinde Flecken punkto Rassismus
    Vermeintlich tolerante Weisse halten sich für vorbildlich: man denkt global und ist alles andere als rassistisch. Welch arrogante Selbst-Lüge, schimpft die schwarze Britin Reni Eddo-Lodge. In ihrem Buch «Warum ich nicht länger mit Weissen über Hautfarbe spreche» entlarvt sie diskriminierende Muster. Seit Jahren ist die Journalistin und Autorin Reni Eddo-Lodge im Kampf gegen Rassismus aktiv; immer wieder hatte sie sich auf Diskussionen über Ungleichheit mit Weissen eingelassen, die partout ihre privilegierte Stellung in der Welt nicht wahrhaben wollten. Aber eines Tages platzte Reni Eddo-Lodge der Kragen und sie machte ihrer Wut in einem Blog Luft: «Warum ich nicht länger mit Weissen über Hautfarbe spreche». Der Blog verbreitete sich im Netz wie ein Lauffeuer und machte die damals 25-jährige zur Kultfigur.
    Drei Jahre später hat Reni Eddo-Lodge den Blog und weitere Texte zum Thema als Buch publiziert, «um das Gespräch – paradoxerweise – fortzusetzen». Es wurde 2018 mit dem renommierten «British Book Award» ausgezeichnet und ist jetzt auf deutsch erschienen.
    Bla*Sh, das Netzwerk Schwarzer Frauen in der Deutschschweiz, lud Reni Eddo-Lodge unlängst zur Lesung nach Zürich ein und organisierte drei Rassismus-Workshops, in denen u.a. eigenes diskriminierendes Verhalten entdeckt und reflektiert werden konnte. Weitere Themen: Weisse Privilegien sichern Macht - Dem eigenen Rassismus auf der Spur
    57 min
  • Die nächste Hitzewelle kommt bestimmt - und dann?
    Die Klimaerwärmung bringt Hitzewellen - und die sind vor allem in den Städten besonders unangenehm. In Europa wappnen sich die Metropolen - auch in der Schweiz wird das Thema Hitzeprävention zunehmend ernst genommen. In Stuttgart ist das Lokalklima seit rund 90 Jahren schon ein Thema, denn die Stadt ist ein Hotspot und frische Luft gefragt. Seit die Klimaerwärmung und die vermehrten Hitzewellen auch viele andere Städte im Sommer zum glühen bringen, ist Hitzeprävention und Hitzemilderung vielerorts auf die politische Agenda gerückt.
    Es gibt viele Ideen, teilweise auch schon Strategien und Massnahmen, wie man die Hitze mildern kann. Aber das Thema ist noch frisch - von einer «Klimapolitik» kann vorderhand noch keine Rede sein. Weitere Themen: Stuttgart - in Sachen Hitzeprävention eine Nasenlänge voraus - Zürich hat die detaillierteste Klima-Analyse der Schweiz - Politik der kleinen Schritte
    49 min
  • Europa ist eine Achterbahn
    Der renommierte britische Historiker Ian Kershaw beschreibt in einem neuen Buch «Achterbahn» die Aufs und Abs der europäische Geschichte von 1950 bis zum Brexit. Besonders mit seinen Landsleuten geht Kershaw hart ins Gericht. Auf 800 Seiten spannt Kershaw einen großen Bogen von der existentiellen Unsicherheit, die die Staaten Europas im Kalten Krieg durchlebten, bis zu den Herausforderungen, vor denen sie heute, in Zeiten ökonomischer und politischer Krisen stehen.
    Trotz einer bis heute andauernden Phase des Friedens, so Kershaw, sind die Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs für Europa eine Achterbahnfahrt - voller Windungen und Wendungen, Nervenkitzel und Ängste. Und mit ungewissem Ausgang.
    Hansjörg Schultz hat Kershaw in Manchester besucht und über «Achterbahn» diskutiert.
    44 min
  • Vom Vergnügen, Gottfried Keller zu lesen
    Gottfried Keller hat die deutschsprachige Literatur geprägt wie kein anderer Schweizer Autor. Dieses Jahr jährt sich der 200. Geburtstag des Dichters. Wir erkunden, wie lesenswert und vergnüglich seine Texte immer noch sind. Würde man weltweit eine Umfrage nach dem grössten Schweizer Schriftsteller aller Zeiten machen, käme dabei wohl noch immer der Name Gottfried Keller heraus. Keller hat die deutschsprachige Literatur geprägt wie kein anderer Schweizer Autor. Sein poetischer Realismus galt als stilbildend für Generationen.
    Heute aber riecht er schwer nach Schulstoff, nach Pädagogik und Lernen. Statt nun auch noch eine Literaturgeschichtslektion zu Gottfried Kellers 200. Geburtstag zu halten, wollen wir ihn vor allem lesen und zeigen, wie vergnüglich und aktuell seine Hauptwerke nach wie vor sind.
    Die KulturkritikerInnen Sieglinde Geisel, Brigitte Häring und Julian Schütt diskutieren zusammen mit der Moderatorin Monika Schärer über ihre Lieblingstexte von Gottfried Keller, über den «Grünen Heinrich» und über das «Sinngedicht. Weitere Themen: Besser lieben mit Gottfried Keller
    54 min
  • Künste im Gespräch: Grenzgänge, Weltmusik und gewisse Momente
    Mit dem Bestsellerautor Andrea Camilleri erleben wir «Certi Momenti», so heisst sein neues Buch. Der südafrikanische Chor Ladysmith Black Mambazo hat sich längst von Paul Simon - der ihn einst berühmt machte - emanzipiert. Und das Stück «Engel in Blau» übersetzt Paul Klees Bilder in Choreographien. «Erzähle von deinem Dorf, und du erzählst die ganze Welt», das ist das Credo des italienischen Schriftstellers, Drehbuchautors und Regisseurs Andrea Camilleri. Das Dorf, von dem er erzählt, ist seine sizilianische Heimatstadt, die Welt, die er beschreibt, ist die der kleinen Leute, der Fischer, der Bauern, der Lehrer, der Mafiosi, der Priester und der Prostituierten. Ausgehend davon fragt er sich, welche Menschen und Bücher ihm im Lauf seines Lebens zu innerer Klarheit verholfen haben.
    Bei dem Männerchor Ladysmith Black Mambazo ist es nicht das Dorf, das die ganze Welt erzählt, sondern der Township der südafrikanischen Stadt Ladysmith. Aus den Gesängen der Minenarbeiter hat sich dort eine eigene Tradition entwickelt, mit denen die A-Capella-Formation weltberühmt wurde. «Weltmusik» ist heute aber nicht mehr die richtige Kategorie, um ihr Schaffen zu beschreiben.
    Weder Musik, noch Tänzer ist Paul Klee geworden, sondern Künstler. Doch überall in seinen Bildern hat er musikalische Spuren hinterlassen und seine Leidenschaft für Oper, Theater und Tanz prägte seine künstlerische Vision. In der Produktion «Engel in blau» spürt Konzert Theater Bern Paul Klees Grenzgängen nach. Weitere Themen: «Certi Momenti» – eine Begegnung mit Andrea Camilleri - Ladysmith Black Mambazo und die Erfindung der Weltmusik - Grenzgänger Paul Klee: Melodie und Rhythmus als Linie
    57 min
  • «Dare to Dream!» Der ESC als gesellschaftlicher Seismograph
    «Dare to Dream!» ist der Slogan des diesjährigen Eurovision Song Contest in Tel Aviv. Dass es bei diesem Wettbewerb längst nicht nur um Popmusik geht, wird einmal mehr klar, wenn Israel Gastgeberin ist. Auf welche Fancommunity trifft er dort? Und wie politisch ist der Eurovision Song Contest? Der Eurovision Song Contest ist heute keine europäische Angelegenheit mehr, sondern eine globale: 41 verschiedene Länder nehmen dieses Jahr teil, von Island über Georgien bis Australien. 200000 Menschen auf der ganzen Welt werden das Finale am 18. Mai live im Fernsehen oder online mit verfolgen.
    Besonders gross ist die Fangemeinde in der LGBT-Community von Schwulen, Lesben und Transgender-Menschen. Denn von jeher steht der ESC für Werte wie Diversität und Toleranz und war schon immer eine Bühne, auf der die Akzeptanz von gleichgeschlechtlich Liebenden eingefordert wurde. Zur «Gay Capital» Tel Aviv passt der ESC deswegen besonders gut.
    «Ansprachen und Gesten politischer Natur sind während des Contests untersagt», so heisst es offiziell im Reglement der Veranstalterin EBU, der European Broadcasting Union. Aber die Realität sieht anders aus: Der Eurovision Song Contest wurde immer wieder politisiert, und zwar nicht nur, wenn er in Israel stattfindet. Hier spielt nun freilich noch der Nahostkonflikt hinein, was den ESC in Tel Aviv mit prognostiziert 10'000 ausländischen Gästen zu einem auch sicherheitstechnisch herausfordernden Event macht. Weitere Themen: «ESC is coming home»: Die Gay-Capital Tel Aviv - Eine unpolitischer Gesangswettbewerb? Von wegen.
    56 min

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