Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Kultour de Suisse nach Ennenda: Museum für eine Magd (W)
    Das Anna Göldi Museum im Hänggiturm im glarnerischen Ennenda ist – einzigartig – einer Magd gewidmet. Nicht irgendeiner Magd, sondern jener Frau, die 1782 wegen teuflischen Machenschaften zum Tod verurteilt und mit dem Schwert enthauptet wurde. Die Geschichte der angeblich «letzten Hexe Europas» wird fassbar im Anna Göldi Museum im glarnerischen Ennenda in einer kleinen, aber prägnant inszenierten Ausstellung im Hänggiturm: ein Beispiel für modernes helvetisches Kulturschaffen abseits der städtischen Zentren mit einer Ausstrahlung über den Ort und auch über die Schweiz hinaus. Das war eine Station der «Kontext»-Sommerserie «Kultour de Suisse»: Sie rückt kulturelle Einrichtungen ins Scheinwerferlicht, die innovativ, experimentell und überraschend sind und zum reichhaltigen Kulturerbe der Schweiz beitragen.
    (Erstsendung Kontext am 13.07.2018) Weitere Themen: Ein Rundgang durch den historischen Hänggiturm - Opfer eines Justizmords - Späte Rehabilitierung - Anna Göldi: eine Frau mit vielen Gesichtern
    52 min
  • Künste im Gespräch – Portraits einer Generation
    Ein Roman über spezifische Frauenbiographien aus Ostdeutschland. Ein Film über die Passion der 68er Generation. Und die Frage: Weshalb sollte man sich im Museum mit Yoga entspannen? In ihrem zweiten Roman untersucht Daniela Krien das Beziehungsverhalten ihrer Generation. Also von Frauen um die vierzig, deren gemeinsame Erfahrung der Fall der Mauer und das Ende der DDR-Diktatur ist.
     
    Nach der Ablehnung seines Dokumentarfilms «Passion – Zwischen Revolte und Resignation» bei den Solothurner Filmtagen vermutete Regisseur Christian Labhart, «politische Gründe». Nun kommt der Film ins Kino. Wie ist er wirklich?
     
    Asanas üben im Museum? Reiten die Kulturinstitutionen einfach auf einer Erfolgswelle mit oder ermöglichen Körper- und Meditiationsübungen tatsächlich einen neuen Zugang zu den Künsten? Weitere Themen: Daniela Kriens «Die Liebe im Ernstfall» - «Zwischen Revolte und Resignation» - Yoga und die Künste
    1 hr 1 min
  • Dem Schlachten ein Ende: Tierrechtsaktivismus im Fokus
    71 Millionen Tiere werden in der Schweiz jährlich geschlachtet. Das soll ein Ende haben, fordern die Tierrechtsaktivistinnen- und aktivisten. Und sie treten zunehmend lauter auf. Sie halten Mahnwachen vor Schlachthöfen, leisten Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit oder beraten Bauern, Bäuerinnen, wie ein Ausstieg aus der Nutztierhaltung möglich wird. Einige schrecken aber auch vor Straftaten nicht zurück und schlagen beispielsweise Scheiben von Metzgereien ein.
    Tierrechtsaktivismus kommt in vielen Facetten daher – von friedlich bis militant.
    Gemeinsam ist ihnen die Forderung nach einem Ende der Nutztierhaltung.
    Was sind ihre Gründe? Wie realisitisch sind die Forderungen und was sagen ihre Kritiker?
    Studiogäste:
    Markus Wild, Tierphilosoph
    Meinrad Pfister, Präsident Schweizerischer Schweinezucht- und Schweineproduzentenverband Weitere Themen: In Signalwesten vor dem Schlachthof - Adieu Nutztierhaltung - Ein Bauer steigt aus
    54 min
  • Christian Ernst Weissgerber: Warum ich Neonazi werden wollte
    Christian Ernst Weissgerber war vierzehn Jahre alt, als er in die Neonazi-Szene Thüringens einstieg. Bewusst und überzeugt. Nach einigen Jahren als Ideologe verschiedenster Neonazi-Gruppierungen stieg er aus. Heute engagiert sich der 29-Jährige für Aufklärung und Prävention. Seiner Faszination für die Nazis war sicher auch seine schwierige Kindheit zuträglich. Das schmeckt nach Klischee. Doch das Ganze nur darauf zu reduzieren, greift zu kurz. Christian Ernst Weissgerber, ein hervorragender Redner, wurde bald einmal Chef-Ideologe verschiedener Nazi-Gruppierungen in Thüringen.
    Durch sein Studium der Philosophie hat er erstmals begriffen, welch fatalen Ideologien er aufsass. Genau so wortgewandt wie über seine Faszination für Rassismus und der Freude am Hass berichtet der heute 29-Jährige im Gespräch mit Noëmi Gradwohl von seinem Ausstieg aus der Szene und seinen fortwährenden Kampf für Aufklärung und Prävention - kritisch, unbeschönigend und direkt.
    Buchhinweis:
    Christian Ernst Weissgerber: «Mein Vaterland! Warum ich ein Neonazi war». Orell Füssli Verlag 2019.
    49 min
  • 1000 Jahre Basler Münster heisst auch 1000 Jahre Musik
    Das Basler Münster ist seit jeher nicht nur ein religiöser Ort, sondern auch ein Ort der Musik. Das zeigen schon die musizierenden Engel an der Pforte. Welche Musiken sind in den 1000 Jahren im Basler Münster erklungen? Und wie wurde das Münster zu einem wichtigen Konzertort im Basler Kulturleben? Auch das Musikleben hat sich in den vergangenen 1000 Jahren am Basler Münster deutlich verändert. Wir drehen die Zeit zurück und sprechen über Choräle aus dem Mittelalter, über Himmelsmusik und irdische Instrumente, über musikalische Symbole im Innen und Aussen.
    Und wir hören den Turmbläsern zu und fragen nach, weshalb ein Sinfonieorchester so gut ins Münster passt. Weitere Themen: Das Chorgestühl ist die Musikbox des Mittelalters - Ist das Münster der wichtigste Konzertsaal Basels? - Vom Tuten und Blasen
    54 min
  • Kultour de Suisse (4/8) – La Chaux-de-Fonds (W)
    Warum gibt es hoch im gebirgigen Neuenburger Jura eine weltläufige Planquadrat-Stadt mit einer reichen Industriegeschichte und einer lebendigen, ziemlich freien Kultur-Szene? La Chaux-de-Fonds ist geprägt vom Auf- und Abstieg der Uhrenindustrie. Aber auch von seinen Ein- und Auswanderern. Der Kanton Neuenburg hat zwei städtische Zentren: Neuchâtel am See. Und La Chaux-de-Fonds in den Bergen. Und auch wenn die ungleichen Schwestern längst durch einen Tunnel verbunden sind, ist La Chaux-de-Fonds noch immer die eher unbekannte Halbschönheit hinter den Hügeln.
    Dabei ist die nach einem Brand im 18. Jahrhundert orthogonal neukonzipierte Stadt dank ihrer Geschichte im Zentrum des Uhrenbooms ein erstaunlicher Ort geblieben. Reich an Verbindungen in alle Welt, mit Museen und Institutionen, Art-Déco-Häusern und seltsamen Monumenten.
    «Kontext» trifft die Stadtpräsidentin von La Chaux-de-Fonds und spricht mit ihr über die drei berühmten «C» der Stadt: Chevrolet, Cendrars und Le Corbusier. Spaziergänge durch Pärke, Museen und Institutionen, und Begegnungen mit Musikerinnen und Kuratoren wecken die Lust, so bald wie möglich in den Zug zu steigen und in den Jura zu fahren.
    (Erstsendung Kontext am 03.08.2018) Weitere Themen: La Chaux-de-Fonds: Boomtown mit Ein- und Auswanderern - Kunsträume, mal lässig, mal extravagant - Freiräume und Freigeister
    54 min
  • Künste im Gespräch – Blick hinter die Kulissen
    Wie die Bilder der Künstlerin Miriam Cahn entstehen. Gottfried Keller-Stiftung: Kunstschätze und finanzielle Ungereimtheiten. Und: Nichts zu verstecken! Verwundbarkeit als künstlerische Kraft an den Basler Dokumentartagen. Diesen Sommer wird sie 70 und arbeitet wie besessen. Gleich mehrere grosse Ausstellungen zeigt die Schweizer Künstlerin Miriam Cahn dieses Jahr. Ihre herausragende Position in der Kunstszene ist in den letzten Jahren deutlich geworden. Im Gespräch erzählt sie u.a. vom Preis, den sie für ihre heute vielgerühmte Kompromisslosigkeit bezahlte.
    Die Gottfried Keller-Stiftung birgt Kunstschätze von nationaler Bedeutung. Die von Lydia Welti Escher einst grosszügig bedachte Stiftung geriet durch Misswirtschaft in eine beträchtliche Schieflage. Jetzt betreibt die Stiftung Imagepflege und zeigt Schätze aus ihrer Sammlung. Ein guter Anlass, ein wenig in der Geschichte der Stiftung zu stöbern.
    Was ist Realität? Diese Frage stellen die Basler Dokumentartage «Its the real thing». Die diesjährige Ausgabe interessiert sich für die Konstruktion von Geschichte und Geschichten. Wer entscheidet, wie sie erzählt wird? Was wird versteckt? Und wie kann Verwundbarkeit zur Stärke werden? Weitere Themen: Werkstattgespräch mit Miriam Cahn - Geschichte voller Ungereimtheiten – Gottfried Keller-Stiftung - Kunst der Verwundbarkeit
    55 min
  • Sie hat Bock. Über die Lust (W)
    Während Jahrhunderten wurde Frauen* die Lust streitig gemacht. Auch heute müssen sie ihre Lust nach wie vor einfordern: Zwar ist die sexuell selbstbestimmte Frau* ein Ideal, gleichzeitig aber wird sie immer wieder abgewertet. Zeit also, über die Lust an der Lust zu sprechen. «Du muesch chönne Nei sage», dieser Satz ist häufig etwas vom ersten, was junge Frauen* über Sex lernen. Der Satz begleitet sie ein Leben lang. Klar, «Nein!» sagen und Grenzen setzen ist wichtig. Aber für eine selbstbestimmte, lustvolle Sexualität muss man auch «Ja» sagen können: Ja zur Lust, ja zum Körper, ja zu den eigenen Bedürfnissen.
    Nur - Frauen*, die «Ja!» sagen, provozieren noch immer. Warum? Gilt Lust und Sexualität immer noch als ein männliches Privileg? Und wie lassen sich alte Vorstellungen überwinden?
    Anmerkung: Mit dem Sternchen* wird Raum symbolisiert für Personen, die sich in einem zweigeschlechtlichen System nicht wiederfinden. Gemeint sind auch alle, die sich hinsichtlich ihrer Geschlechtsidentität als Frau* begreifen, unabhängig von dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht.
    Erstsendung Kontext: 11.04.2018 Weitere Themen: Lustbiografien - «Lust ist eine wunderbare Sprache. Und Sprachen muss man üben.» - Was passiert, wenn eine Frau* über ihre Lust schreibt
    57 min
  • Das Michael Jackson-Dilemma. Wie umgehen mit seinem Vermächtnis?
    Mit massiven Pädophilie-Vorwürfen gegen Michael Jackson erschüttert der Dokumentarfilm «Leaving Neverland» derzeit die Öffentlichkeit. Anlässlich der TV-Ausstrahlung fragt Kontext: Müssen wir Jacksons Werk neu bewerten? Wie begegnen wir den Widersprüchen? Und was sagt die Debatte über unsere Zeit? Der vierstündige Dokumentarfilm «Leaving Neverland» erhebt schwere Vorwürfe gegen Michael Jackson, der vor knapp 10 Jahren verstorben ist: In ausführlichen Interviews erzählen die beiden Protagonisten Wade Robson (36) und James Safechuck (40), wie sie in ihrer Kindheit jahrelang von Michael Jackson manipuliert und missbraucht worden sind.
    Seit der Premiere am Sundance-Filmfestival im Januar gibt es hitzige Diskussionen um den Film von Dan Reed: Die Familie Jackson hat die Produktionsfirma HBO verklagt, Fans bezichtigen Robson und Safechunk der Lüge, einige Radiostationen haben entschieden, sämtliche Jackson-Songs – zumindest vorübergehend - aus dem Programm zu nehmen.
    Journalistinnen, Fans, Hörerinnen und Hörer und Museumsdirektoren wie Rein Wolfs, der aktuell «Michael Jackson: On The Wall» in der Bundeskunsthalle Bonn zeigt, suchen nach einer Haltung für den angemessenen Umgang: Kann man bei einem Popstar in der Dimension von Michael Jackson Werk und Schöpfer überhaupt voneinander trennen?
    Wieviel Widersprüchlichkeit vertragen wir? Und warum wird die Debatte anhand von Michael Jackson derart heftig geführt?
    Im Gespräch ordnen die Kulturwissenschaftlerin und Amerikanistin Elisabeth Bronfen und der Popmusikjournalist Klaus Walter den umstrittenen Film und die daran entfachte Debatte ein.
    Der Film «Leaving Neverland» ist ab dem 6. April 2019 ab 21.15 Uhr online auf srf.ch, zusammen mit der Diskussionsendung «Club». Weitere Themen: Alles bleibt anders: Ausstellung «Michael Jackson: On The Wall»
    50 min
  • Privatisierte Polizeiaufgaben
    Sicherheit ist ein Geschäft. In der Schweiz setzt die Branche jährlich über eine Milliarde Franken um. In den letzten Jahren hat sich ihnen ein neues Feld eröffnet: viele Gemeinden übertragen polizeiliche Aufgaben an private Dienstleister. Eine eidg. Regelung für diese Unternehmen existiert nicht. In der Schweiz stehen heute 18'000 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz, aber auch 20'000 private Sicherheitsleute. Vor allem aus Kostengründen übertragen Gemeinden «niederschwellige» Polizeiaufgaben wie die Parkraumbewirtschaftung und das Einschreiten bei Ruhestörung oder Littering an eine der 800 Sicherheitsfirmen im Land.
    Das Parlament in Bern schafft es nicht, Vorschriften zu erlassen, wer ein solches Unternehmen gründen darf und wie das Personal ausgebildet sein muss.
    Erodiert angesichts der Privatisierung von Polizeiaufgaben das staatliche Gewaltmonopol? Was dürfen Wachleute überhaupt?
    Antworten der Allschwiler Gemeindepräsidentin Nicole Nüssli-Kaiser, des Securitas-Regionaldirektors Timo Sollberger, von Johanna Bundi Ryser, Präsidentin des Verbands Schweizerischer Polizeibeamter, und vom Rechtsanwalt Dieter von Blarer, der sich beim Verein «Humanrights» engagiert. Weitere Themen: Nach Büroschluss übernimmt eine Firma - Ein Sicherheitsunternehmen - Bedenken des Polizeibeamten-Verbandes - Das staatliche Gewaltmonopol hochhalten
    57 min

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