Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Künste im Gespräch – Lösungen für haarige Probleme
    Tolle Tollen: Anka Schmids Kulturgeschichte der Haare. Kreative Lösungen gegen die Krise: Kleinverlage kämpfen ums Überleben. Und: 200 Jahre Jacques Offenbach: Mehr als leichte Unterhaltung und fliegende Röcke. In ihrem Buch «Haarig. Revolte, Magie, Erotik» beschäftigt sich Anka Schmid mit den Frisuren, die sie Zeit ihres Lebens trug, und entwirft eine Kulturgeschichte der Haare.
    Dann: Es ist nichts Neues: Die Zeiten sind hart für Kleinverlage. Trotz Frankenstärke jammern aber nicht alle, manche finden kreative Lösungen.
    Und: Jacques Offenbach gilt als König der Operette. Nun wird sein 200. Geburtstag gefeiert. Höchste Zeit, ihn wiederzuentdecken! Weitere Themen: Missverstandener Operetten-König - Kleinverlage: kreativ gegen die Krise - Haarpracht und Lebensgefühl
    55 min
  • Die Mondlandung – wie sie unseren Blick veränderte
    Vor 50 Jahren haben die ersten Menschen den Mond betreten. Mehr als eine halbe Milliarde Menschen sassen damals vor dem Fernseher. Die Bilder haben sich eingeprägt ins kollektive Bewusstsein. Wie wurde der Mond erobert und erforscht – und warum ist er heute wieder interessant? Als Präsident John F. Kennedy 1962 verkündete, Amerika werde in den nächsten 10 Jahren zum Mond fliegen, glaubten sogar viele Wissenschaftler nicht, dass das möglich sei. Doch schon 7 Jahre später war es soweit. Mit einem ungeheuren technologischen und finanziellen Kraftakt hatte Amerika das Rennen zum Mond, im Wettstreit mit Russland, gewonnen. Es war kalter Krieg und es ging zur Hauptsache um die Vorherrschaft im Weltraum. Wissenschaftliche Fragen standen dabei nicht im Vordergrund.
    Trotzdem erstaunt es im Rückblick, dass das erste wissenschaftliche Experiment, das die Astronauten auf dem Mond installierten, aus der Schweiz kam. Weltweit bekam die Erforschung des Sonnensystems einen grossen Impuls durch die Mondlandung. Die Gesteinsproben, welche die Astronauten vom Mond brachten, fanden die Wissenschaftler zuerst zwar sehr enttäuschend, weil sie so ähnlich wären, wie das Gestein auf der Erde. Doch im Nachhinein stellte sich heraus, dass gerade diese Ähnlichkeit das eigentlich Interessante ist. Denn man fand heraus, dass der Mond einmal ein Teil der Erde war, der vor 4,5 Milliarden Jahren durch die Kollision mit einem weiteren Objekt aus unserem Planeten hinauskatapultiert wurde. Somit hat die Mondlandung nicht nur den Blick auf den Mond, sondern auch auf unsere Erde stark verändert.
    Nach den extrem teuren Apollo-Missionen der Amerikaner gab es lange keinen Grund mehr, dorthin zu fliegen. Doch in den letzten Jahren hat sich das geändert. Die Raumfahrt ist vielfältiger und zum Teil günstiger geworden. Erneut beteiligen sich zahlreiche Nationen an einem neuen Rennen zum Mond, diesmal zum Teil gemeinsam mit privaten Unternehmen. Der Mond gilt nun als Übungsplatz und als Zwischenstation auf der Reise zum Mars. Die Astronauten sollen sich länger dort oben aufhalten als je zuvor. Doch während sich die Liste der angekündigten Mondmissionen ständig verlängert, zweifeln Experten, wie viele der versprochenen Innovationen wirklich realistisch sind. Weitere Themen: Schweizer Sonnensegel toppt amerikanische Flagge - Mondmission reloaded - Leben auf dem Mond
    53 min
  • Kreativer Umgang mit Islamophobie
    Islamophobie ist in London virulent: selbst britische Musliminnen sind mit Misstrauen und Vorurteilen konfrontiert. Zwei Künstlerinnen mit pakistanischen Wurzeln, Schriftstellerin Kamila Shamsie und Dramatikerin Rabiah Hussain, setzen dieses Thema kreativ um. Der Roman «Homefire» - auf deutsch «Hausbrand» - von Kamila Shamsie gehörte zu den meistdiskutierten Büchern in Grossbritannien und gewann 2018 den renommierten «Womans Prize for Fiction». Im Mittelpunkt steht da ein britischer Muslim, der sich vom IS anheuern lässt und später reumütig nach England zurückkehren möchte. Vergeblich, denn die Regierung kennt keine Gnade für fanatische Extremisten.
    Auch Rabiah Hussain zeigt in ihrem Theaterstück muslimische Britinnen unter Druck: In «Spun» droht die Freundschaft von zwei Teenagern am Glauben zu zerbrechen: Aisha trägt stolz das Kopftuch und bekennt sich offen zu ihrer Religion, während Safa sogar Alkohol konsumiert, nur um an ihrem Arbeitsplatz ja nicht ausgegrenzt zu werden.
    Im Gespräch mit Kamila Shamsie und Rabiah Hussain spürt Luzia Stettler den persönlichen Geschichten und Erfahrungen hinter «Homefire» und «Spun» nach. Ebenfalls zu Wort kommt SRF-Englandkorrespondent Martin Alioth: er gibt einen Einblick dazu, wie britische Antiterror-Gesetze die britischen Muslime zusätzlich belasten. Weitere Themen: Geschichte eines Extremisten - Das Verhalten der britischen Behörden - «Sie hat mir eine Stimme gegeben»
    56 min
  • Die weisse Hausfrau und der Bergsteiger
    Die Schweiz war ein Land ohne Kolonien - und doch hat der Kolonialismus seine Spuren hinterlassen. In den 1930er Jahren erfindet die Warenhauskette Globus eine ganz besondere, neue Figur. Diese comicartige Figur hat zwar afrikanische Züge, ist aber im Gesicht weiss. Und diese Figur trauert darüber, dass seine Frau irgendwo in Afrika sitzt und nicht im Globus einkaufen darf.
    Von solchen Bildern ausgehend entwickelt die Philosophin und Geschlechterforscherin Patricia Purtschert in ihrem neuesten Buch «Kolonialität und Geschlecht in 20. Jahrhundert, eine Geschichte der weissen Schweiz» eine Kolonialgeschichte der Schweiz, die am Herd der Hausfrau beginnt und auf dem Mount Everest endet.
    46 min
  • Arbeiterinnen organisieren
    So genannte «Frauenarbeit» ist schwächer durch Gewerkschaften geschützt als «Männerarbeit». Und das obwohl Frauen eher unter prekären Bedingungen arbeiten als Männer. Wie muss sich Gewerkschaftsarbeit wandeln, um auch die weibliche Arbeitswelt zu durchdringen? Am Frauenstreik hören wir die Frauen laut und deutlich. Oft aber bleiben genau jene Frauen, die am meisten Grund zur Empörung hätten, ruhig. In Risiko-Branchen wie etwa der Reinigung, dem Detailhandel oder der Privatpflege ist die gewerkschaftliche Organisation relativ schwach – besonders im Vergleich mit traditionellen Männerbranchen wie dem Bau oder der Industrie.
    Kontext wirft zum Frauenstreik ein Licht auf typische Frauenarbeit unter prekären Bedingungen. Und auf den Versuch der Gewerkschaften, in diese Arbeitswelten vorzudringen. Merkmale solcher Frauenarbeit, wie etwa Teilzeit-Arbeit, erschweren den Erfolg der Gewerkschaftsbewegung ebenso wie ihre männlich-geprägte Geschichte. Und Kontext widmet sich ausserdem der Frage, wie sich hart-arbeitende Frauen zum Frauenstreik formieren, wo Gewerkschaften kaum eine Rolle spielen: in der Landwirtschaft.
    Studiogast: Natalie Imboden, feministische Historikerin mit jahrelanger Erfahrung in der Gewerkschaftsarbeit. Weitere Themen: Unsichtbare Frauen - Höhenfeuer für den Frauenstreik: Das Signal der Bäuerinnen
    56 min
  • Künste im Gespräch – Opernereignis Stockhausen, Briefeschreiber Walser, Industriepionier Bally
    Es ist das Opernereignis des Jahres: In Amsterdam wird Karlheinz Stockhausens Opernzyklus «Licht» aufgeführt. Erstmals publizierte Robert Walser-Briefe ermöglichen neue Einblicke in Leben und Werk des Schweizer Autors. Und: Der Schuhfabrikant Carl Franz Bally war ein Schweizer Industriepionier. Es ist der umfangreichste Opernzyklus, der je geschrieben wurde: Der Zyklus «Licht - Die sieben Tage der Woche» des Avantgardisten Karlheinz Stockhausen - es sind sieben abendfüllende Opern. Stockhausens Licht-Opern wurden alle bereits einzeln aufgeführt, der Zyklus als Ganzes jedoch bisher noch nicht. Am Holland-Festival in Amsterdam wird nun immerhin rund die Hälfte an drei Tagen aufgeführt.
    «Die Lektüre von Robert Walsers Briefen ist die bestmögliche Einführung in sein Werk». Davon ist der Germanist Peter Stocker vom Robert Walser-Zentrum überzeugt. Er betreut die neue Ausgabe von Walsers Gesamtwerk im Suhrkamp-Verlag. Im Gespräch erzählt er, wie die Persönlichkeit und Schreibexistenz des grossen Autors, der sich oft klein machte, in den Briefen fassbarer sind als in den poetischen Texten.
    Er war ein Industriepionier der Schweiz wie Nestlé, Sulzer oder Brown: Carl Franz Bally gründete 1851 die Schuhfabrik Bally. Seit bald 170 Jahren gibt es die Firma. Das Museum für Gestaltung Zürich zeichnet jetzt in einer Ausstellung die Firmengeschichte und die industrielle Schuhproduktion im Wandel der Zeiten nach. Weitere Themen: Das Opernereignis 2019 - «Aus Licht» in Amsterdam - Robert Walsers, der Briefeschreiber - Ballys Firmengeschichte: Hoch zu Berg und tief im Jammertal
    56 min
  • Kein Daheim – Obdachlosigkeit in Europa (2/2)
    Immer mehr Menschen sind in Europa von Obdachlosigkeit betroffen. Kontext wirft einen Blick in drei europäische Metropolen: Paris, Wien und Budapest. Die Zahlen sind alarmierend: Seit der Finanzkrise nimmt in Europa die Obdachlosigkeit in fast allen Ländern zu. Vor allem in den Grossstädten schlafen Zehntausende unter freiem Himmel, noch viel mehr leben in prekären Wohnverhältnissen.
    Was heisst das für die Betroffenen und wie reagiert die Politik? Ganz unterschiedlich, wie ein Blick in drei europäische Städte zeigt.
    «Kontext» begleitet obdachlose Frauen in Paris, fragt, was es für die obdachlosen Menschen in Budapest bedeutet, dass Obdachlosigkeit neuerdings unter Strafe steht und wir schauen nach Wien, wo mit «Housing First» gute Erfahrungen gemacht werden. Weitere Themen: Paris: Obdachlose Frauen – unsichtbar und gefährdet - Budapest: Orbán gegen Obdachlose - Wien: Housing First – die eigenen vier Wände, bedingungslos
    53 min
  • Kein Daheim – Obdachlos in der Schweiz (1/2)
    Sie kommen bei Bekannten unter, schlafen in Notunterkünften oder auf der Strasse. In der Schweiz leben hunderte von Menschen ohne ein festes Dach über dem Kopf, tausende in prekären Wohnsituationen. Drei Betroffene erzählen. Obdachlosigkeit gilt als schwerwiegendste Form von Armut. Dennoch hat das Thema wenig Medienpräsenz und wurde in der Schweiz bisher kaum wissenschaftlich untersucht. Im April stellte die FHNW ihre Studie vor, die Obdachlosigkeit in Basel erstmals untersucht hat. Weitere, schweizweite Studien sollen folgen.
    Was aus der jüngsten Studie klar hervor geht: Obdachlosigkeit hat viele Facetten und wer einmal durch das gesellschaftliche Auffangnetz gefallen ist, Wohnung und Job verloren hat, der findet nur sehr schwer wieder in ein geregeltes Leben zurück.
    Peter Leutwyler, Liliane Senn und ein Mann, der ungenannt bleiben möchte, kennen Obdachlosigkeit aus eigener Erfahrung. Hier erzählen sie ihre Geschichte.
    Studiogast: Michel Steiner, Verein für Gassenarbeit Schwarzer Peter Weitere Themen: «Ich bin mit Drogen aufgewachsen» - Zwei Koffer, ein Rucksack – obdachlos mit 57 - «Im kapitalistischen System habe ich mich nie wohl gefühlt»
    52 min
  • Oesterreich wohin?
    Das «Ibiza-Video», in dem der FPÖ-Politiker Strache im Rausch einer vermeintlichen russischen Oligarchentochter gegen Geld das Blaue vom Himmel versprach, hat auch die Regierung Kurz zu Fall gebracht. Die Emotionen gehen hoch. Ist die österreichische Elite korrupt? Wie reagieren österreichische Intellektuelle auf diesen Skandal? Lässt sich der Scherbenhaufen kitten?
    «Kontext» blickt zurück auf frühere Politikskandale im Nachbarland, und der Schriftsteller Doron Rabinovici und die Wiener Literaturprofessorin Eva Horn diskutieren über den Zustand ihres Landes. Weitere Themen: Skandalland Oesterreich - Was ist los mit Österreich?
    50 min
  • Tandem mit Niklaus Oberholzer und Tobia Bezzola
    Seit über einem Jahr leitet Tobia Bezzola das «Museo d'arte della Svizzera italiana», kurz Masi in Lugano. Er trifft im Gespräch auf Niklaus Oberholzer, den langjährigen Kunstkritiker und Feuilletonleiter diverser Innerschweizer Zeitungen. Der eine legt als Kritiker den Fokus auf die Schwächen, der andere hegt Kunst und erforscht sie als Museumsdirektor wohlwollend. Aber vielleicht sind Niklaus Oberholzer und Tobia Bezzola doch nicht so unterschiedlich?
    Niklaus Oberholzer arbeitete seit 1974 als Kunstkritiker und Feuilletonchef fürs «Vaterland», die «Luzerner Zeitung» und die «Neue Luzerner Zeitung». Seit einigen Jahren pensioniert ist er nach wie vor regelmässig an den Presserundgängen neuer Ausstellungen anzutreffen und schreibt als freier Publizist.
    Tobia Bezzola arbeitete seit 1995 als Kurator fürs Kunsthaus Zürich, übernahm 2013 die Leitung des Museums Folkwang in Essen und wechselte 2018 als Direktor ans Masi Lugano.
    Kurz bevor sich die internationale Kunstwelt zum jährlichen Brachentreffen an der Art Basel versammelt, treffen im Gespräch zwei Nicht-Künstler aufeinander, die beide lange nachdenken müssen, wenn man sie fragt, was ausser Kunst sie sonst noch interessiere. Das Gespräch leitet Ellinor Landmann.
    52 min

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