Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Theater im Gespräch – Theaterstadt Zürich im Umbruch
    Am Schauspielhaus Zürich und am Theater Neumarkt übernehmen im Herbst neue Leitungsteams. Beide haben gerade ihre Pläne bekanntgegeben. Was ändert sich? Was erwartet das Publikum? Weg vom klassischen Stadttheater: Das neue Leitungsduo des Schauspielhaus Zürich, Nicolas Stemann und Benjamin von Blomberg, hat sieben internationale KünstlerInnen eingeladen, in den nächsten drei Jahren gemeinsam Theater für Zürich zu machen. Wird nach der zehnjährigen Ära von Barbara Frey nun alles anders? Welche Rolle will das neue Team in der Zürcher Theaterlandschaft spielen?
    Gleichzeitig mit dem Schauspielhaus bekommt auch das Theater Neumarkt eine neue Leitung. Auch hier tritt mit Hayat Erdogan, Tine Milz und Julia Reichert ein Kollektiv an und auch hier wird das Neue gross geschrieben. Das «Neumarkt» will diverser, diskursiver und offener werden. Was verspricht ihr «Unbedingtes Theater»?
    Die TheaterkritikerInnenrunde von SRF2Kultur schaut auf die Theaterstadt Zürich: Wo schliessen die neuen Teams an? Welche ästhetischen und strukturellen Änderungen nehmen sie (weshalb) vor und welche Auswirkungen werden diese für andere Kulturinstitutionen der Stadt, die freie Szene und das Publikum haben? Steht Zürich ein Aufbruch bevor? Weitere Themen: Das Stadttheater der Zukunft - Im Direktkontakt mit der Stadt
    53 min
  • Helle Köpfe: Mehr Förderung für Begabte?
    Jedes fünfte Kind ist in der Schule unterfordert, der Leidensdruck dieser Kinder kann gross sein. Tut die Schule genug für die besonders Begabten? Bei Kindern mit «Förderbedarf» denkt man zuerst an schulisch schwächere Kinder. Aber auch bei sehr begabten Kindern besteht laut ExpertInnen Förderbedarf. In der Schweiz fehlen aber verbindliche Regeln und Strukturen, wie den Bedürfnissen solcher Kinder und Jugendlichen entsprochen werden kann. Das sei ein Manko, hält der Lehrerverband in einem kürzlich erschienen Positionspapier fest.
    Wo steht die Schweiz punkto Begabtenförderung? Welche normativen Vorstellungen stecken hinter diesem Begriff? Wie effektiv sind die Fördermassnamen, die in Schweizer Schulen angeboten werden und wem kommt die Förderung überhaupt zugute? Weitere Themen: Die Schnellen - Grosse Fülle - wenig Struktur - Nicht nur sportlich oder musikalisch Begabte fördern
    53 min
  • Stimmen der Welt im Archiv
    Akustisches Kulturerbe oder tönende Altlast? Das Lautarchiv der Humboldt-Universität zu Berlin hat seinen Fundus an historischem Original-Ton digitalisiert und macht ihn für Forschungs- und Kunstprojekte zugänglich. Ein grosser Fundus an Liedern und menschlichen Stimmen in 250 Sprachen und Mundarten aus der ganzen Welt - ein akustisches Erbe, das Verse, Anekdoten und Erzählungen, aber auch Berichte von Kriegsgefangenen umfasst: Diese disparate Tönen, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf Schelllackplatten aufgezeichnet wurden, finden sich im Lautarchiv der Humboldt-Universität zu Berlin. Dieser Bestand ist seit Kurzem digitalisiert.
    «Kontext» geht der Frage nach, ob es sich dabei um wertvolles Kulturgut oder um eine Altlast handelt und was sich in Wissenschaft und Kunst daraus machen lässt. Weitere Themen: Kulturerbe auf der Schellackplatte - Weltgeschichte hören im historischen Originalton - Ethnografische Tondokumente künstlerisch neu gedacht
    57 min
  • Vom Wachstumszwang
    Die Wirtschaft ist auf Wachstum getrimmt, ja unterliegt einem Wachstumszwang, sagt der Schweizer Ökonom Mathias Binswanger. Ohne Wachstum gibt es keinen Fortschritt und keinen Wohlstand, entgegnen seine Kritiker. Wir haben alles, was wir brauchen. Und doch wird in hochentwickelten Industrienationen laufend noch mehr produziert. Damit der Absatz stimmt, müssen laufend neue Bedürfnisse geweckt werden. Dies obwohl Umfragen zeigen, dass die Zufriedenheit der Menschen mit mehr Wohlstand und Besitz nicht mehr zunimmt.
    Der Schweizer Ökonom Mathias Binswanger spricht vom Wachstumszwang und schlägt alternative Modelle vor. Wachstum sei die Bedingung für Wohlstand, für Innovation und Entwicklung, erklären hingegen seine Kritiker.
    Wie würde eine Gesellschaft ohne Wirtschaftswachstum aussehen? Gibt es Firmen, die nicht auf Wachstum setzen und gleichwohl erfolgreich sind?
    Über den Wachstumszwang debattieren der Ökonom Mathias Binswanger, die Ökonomin Irmi Seidl und Rudolf Minsch, Chefökonom des Dachverbandes der Schweizer Wirtschaft Economiesuisse.
    Buchhinweis:
    Mathias Binswanger: Der Wachstumszwang. Warum die Volkswirtschaft immer weiterwachsen muss, selbst wenn wir genug haben. Wiley- VCH Verlag GmbH, Berlin 2019.
    45 min
  • Debatte: Die Zukunft, die Angst davor – und darüber schreiben
    Klimawandel, Roboter an der Macht, das Leben nach dem Weltuntergang – derzeit boomen Romane, welche die Zukunft in düsteren Farben ausmalen. Was steckt dahinter? Die Kontext-Debatte live von den Solothurner Literaturtagen. Die Französin Marie Darrieussecq, der Brite John Lanchester oder die deutschsprachigen Julia von Lucadou und Heinz Helle – sie alle entwerfen in ihren Romanen düstere Zukunftsszenarien. Diese so genannt dystopischen Romane greifen Ängste auf, die in der Gegenwart verbreitet sind und treiben sie auf die Spitze.
    Ob Digitalisierung, Populismus oder Klimawandel – Dystopien zeigen, wohin die Entwicklung führen könnte. Sie schildern Welten, in denen niemand leben möchte.
    Doch weshalb boomen negative Utopien gerade heute? Steckt mehr dahinter als das faszinierende Gruseln, das Weltuntergangsszenarien seit jeher auslösen?
    Die Gäste von Felix Münger im mobilen SRF-Studio in der «Cantina del Vino» in Solothurn sind:
    - Heinz Helle (Autor)
    - Julia von Lucadou (Autorin)
    - Ursula Ganz-Blättler (Soziologin)
    - Andreas M. Walker (Zukunftsexperte)
    Buchhinweise:
    Julia von Lucadou: Die Hochhausspringerin. Hanser Berlin 2018.
    Heinz Helle: Eigentlich müssten wir tanzen. Suhrkamp-Verlag 2015.
    1 hr
  • Tandem mit Anita Fetz und Rahel Tschopp
    Anita Fetz ist seit 35 in der Politik höchst aktiv, doch diesen Herbst tritt die Basler Ständerätin nicht mehr zur Wahl an. Sie trifft auf Rahel Tschopp, die an der Pädagogischen Hochschule Zürich zuständig ist für die Weiterbildung von Lehrpersonen in Sachen Medienbildung und Informatik. Zwei Frauen – beide an vorderster Front dabei, wenn es darum geht, die Zukunft unserer Gesellschaft zu gestalten: Anita Fetz tut dies seit vielen Jahren als Politikerin, zuerst in der Linkspartei Progressive Organisation Schweiz, dann in der SP, für die sie seit 2003 als Ständerätin auch die Interessen Basels vertritt.
    Rahel Tschopp ist Pädagogin, spezialisiert auf Medienbildung und Informatik und leitet an der Pädagogischen Hochschule Zürich die Weiterbildung von Lehrpersonen rund um diese Themen. Welche Auswirkungen wird das haben auf unsere zukünftigen Schulen? Wie ordnet die Politikerin das ein und überhaupt: wie sieht die Welt der beiden Damen aus, wenn sie nicht gerade unter der Leitung von Maya Brändli Kontext-Tandem fahren?
    51 min
  • Wiederentdeckt: ein packender feministischer Klassiker aus Kanada
    Eine Ehefrau in mittleren Jahren folgt ihrem geheimnisvollen Geliebten quer durch die Kontinente: sie treffen sich in Tanger, Hongkong, Rom Doch reist die stets proper gekleidete Frau – schwarzes Kleid mit Perlen – nicht eher im Kopf? Und was änderte das an ihren messerscharfen Analysen der Welt? Helen Weinzweig, geboren 1915 in Warschau, gestorben 2010 in Toronto, gilt als eine der wichtigsten feministischen Autorinnen Kanadas. Sie kam erst spät zum Schreiben. Ihren berühmtesten Roman «Schwarzes Kleid mit Perlen» veröffentlichte sie 1980 im Alter von 65 Jahren.
    Nun erscheint «Basic Black with Pearls» erstmals auf deutsch. In welchem Kontext steht dieses Kultbuch, was macht es aus, und was hat es uns heute noch zu sagen? Weitere Themen: Eine heimatlose Kindheit als Basis fürs Schreiben - Wo ist der Ort der Frau? - Feministische Gegenwartsliteratur in den USA
    57 min
  • Allein in der Fremde - Minderjährige Migranten
    Nicht nur Erwachsene kommen aus Afghanistan, Syrien oder Afrika nach Europa. Auch Kinder und Jugendliche stehen eine beschwerliche, gefährliche Reise durch. Wie werden sie aufgenommen? Wie stellen die Behörden sicher, dass diese Minderjährigen kindgerecht betreut werden? Kinder und Jugendliche sind besonders verletzlich. Wer in Europa angekommen ist, ist nicht am Ziel. In Paris prüft die Rot-Kreuz-Stelle «Dispositif dévaluation des mineurs isolés étrangers», ob jemand minderjährig ist und somit besonderen Schutz erfahren kann. Sehr viele werden abgewiesen.
    In der Schweiz führt das Staatssekretariat für Migration das Asylverfahren. Neu soll dieses höchstens 140 Tage dauern. Kinder und Jugendliche werden gesondert behandelt. Weitere Themen: Die Clearingstelle in Paris - Minderjährige im neuen Asylverfahren
    55 min
  • Das 72. Filmfestival von Cannes
    Das Filmfestival von Cannes nennt sich weiterhin mit jedem Recht «le festival. Der Riesenanlass an der Côte dAzur zehrt nach wie vor von seinem Ruf als Glamour-Maschine mit Weltausstrahlung. Aber die Filmwelt verändert sich rapide und Kurskorrekturen am Supertanker Cannes brauchen Zeit. Das grösste Filmfestival der Welt lebt nicht nur von seiner eigenen Vergangenheit, sondern auch vom Zelebrieren der Cinéphilie. Aber das erweist sich als zunehmend schwierig. Die Kinolandschaft wird von Streaming Diensten umgepflügt, die klassischen Filmstudios sind zu Content-Schleudern im Dienste grosser Medienkonglomerate geworden und seit ein paar Jahren werden auch zunehmend die Eigenmarken des Festivals bröckelig, die genialen männlichen Autorenfilmer sind alt geworden.
    Immer häufiger muss sich Festival-Direktor Thierry Fremaux mit Fragen auseinandersetzen, die über die hehre Filmkunst hinaus deuten: Wie relevant sind Festivalfilme noch, wenn die Streaming Dienste zu permanenten Festivals in der guten Stube geworden sind? Warum sind immer noch weniger Filme von Frauen als von Männern zu sehen? Warum bekommt ein Alain Delon einen Ehrenpreis in Cannes?
    Solche Fragen diskutiert Michael Sennhauser mit seinen deutschen Kolleginnen Anke Leweke und Katja Nicodemus zum Abschluss des 72. Filmfestivals von Cannes natürlich auch. Aber wie immer gilt das Hauptaugenmerk jenen Filmen, die tatsächlich ein Ereignis darstellen und ihrem Platz in der Welt, die sie spiegeln.
    57 min
  • Literatur im Gespräch über Monster der Erinnerung
    Das Elend der Flüchtlinge auf den Booten im Mittelmeer. Die schrecklichen Geschehnisse in den Vernichtungslagern der Nazis. Wie gehen wir damit um? Wie erinnern wir daran. Literatur im Gespräch stellt drei Neuerscheinungen vor, die mit «Monstern der Erinnerung» zu tun haben.  Monster – das sind Ungeheuer, die wir aus Filmen oder Albträumen kennen. Der Roman mit dem Titel «Monster» des israelischen Autors Yishai Sarid handelt aber nicht von solchen Ungeheuern, sondern von den Monstern der Erinnerung. Diese überfallen einen Historiker, der Touristen und Schüler durch ehemalige Vernichtungslager der Nazis führt. Er reagiert an den Erinnerungsstätten des Holocaust zunehmend aggressiv.
    Mit monströsen Erinnerungen kämpfen auch Bewohner und Rettungskräfte auf der Insel Lampedusa. Das Elend der Flüchtlinge, die tot oder lebendig an die Küste ihrer Insel geschwemmt werden, macht sie sprachlos. Im reportageartigen Roman «Schiffbruch vor Lampedusa» von Davide Enia erhalten sie eine Stimme.
    «Monster», «Schiffbruch vor Lampedusa» und der Erinnerungsroman der französischen Autorin Annie Ernaux mit dem Titel «Der Platz» werden diskutiert in der Sendung Kontext mit Literatur im Gespräch auf SRF2 Kultur. Weitere Themen: «Monster» von Yishai Sarid - «Schiffbruch vor Lampedusa» von Davide Enia - «Der Platz» von Annie Ernaux
    53 min

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