Kontext

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Kontext episodes

  • Bonusepisode: Chopins Männer Teil 1 & 2
    Ein Teil der Korrespondenz von Frédéric Chopin ist verschollen. Trotzdem sind hunderte Briefseiten aus der Feder des polnischen Komponisten überliefert. Viele sind voller Liebeserklärungen, insbesondere seine zahlreichen Briefe an Tytus Woyciechowski.
    Bisher wurde vor allem Chopins Beziehung zur emanzipierten und freigeistigen Schriftstellerin George Sand beschrieben - und verklärt. Nur schon die berühmte Winterreise ins damals exotische Mallorca liest sich in den Schriften von Chopin und Sand ganz anders: Sand schreibt, sie sei für sie eine Qual gewesen, für ihn eine Pein.
    Die homoerotischen Beziehungen, die Frédéric Chopin zu Männern pflegte, sind hingegen bis heute wenig bekannt. Selbst in den jüngsten Biographien finden sie kaum Erwähnung oder werden umgedeutet. Und auch neuere Übersetzungen seiner polnischen Briefe weisen just an den einschlägigen Stellen Übersetzungsfehler auf.
    Eine grosse Reise durch das Privatleben von Frédéric Chopin in zwei Teilen.
    Diese SRF-«Passage»-Sendungen haben wir am 13. und 15 November publiziert. Da sie rund um den Globus für Aufsehen und Aufregung sorgte, bieten wir diese grosse Recherche von Moritz Weber auch hier an.
    Artikel zum Thema: https://www.srf.ch/kultur/musik/spaetes-outing-chopin-war-schwul-und-niemand-sollte-davon-erfahren
    1 hr 56 min
  • Literatur im Gespräch mit Klassikern
    «Ich bin nicht Stiller.» Dieser erste Satz aus Max Frischs Roman «Stiller» ist in die Literaturgeschichte eingegangen. Erzählt wird die Geschichte eines Mannes, der seine Identität verweigert. «Stiller» ist einer von drei Klassikern in der Weihnachtsausgabe von Literatur im Gespräch.
    Was interessiert den Literaturprofessor und Science-Fiction Kenner Philipp Theisohn am Kinderbuchklassiker «Heidi» von Johanna Spyri. Warum liest die Autorin und Kritikerin Andrea Köhler immer wieder «Stiller» von Max Frisch und in welchen Momenten nimmt Esther Schneider von der SRF Literaturredaktion die Liebeskomödie «Stolz und Vorurteil» von Jane Austen aus dem Regal? Antworten dazu gibt es in Kontext mit Literatur im Gespräch.
    Die Nächte sind lang, draussen ist es neblig und kalt. Ausgehen ist in Zeiten von Corona auch keine Option. Das ist die Gelegenheit wieder einmal im eigenen Bücherregal zu stöbern und einen Klassiker zu lesen, der einen über die Jahre begleitet und einen prominenten Platz in der Hausbibliothek hat. Weitere Themen: Johanna Spyri: Heidi - Max Frisch: Stiller - Jane Austen: Stolz und Vorurteil
    51 min
  • Tandem-Gespräch mit Rita Famos und Monika Rühl
    Rita Famos ist ab 1.1.2021 Präsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz, und Monika Rühl ist seit sechs Jahren Direktorin des Wirtschaftsdachverbandes Economiesuisse. Beide sind die ersten Frauen auf diesen Chefposten. Was treibt sie an, wofür stehen sie ein, wo unterscheiden sie sich?
    Nach den Querelen rund um Gottfried Locher übernimmt nun Rita Famos als erste Frau das Präsidium der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz. Als Gast für das Tandem-Gespräch hat sie sich Monika Rühl gewünscht, die Direktorin von Economiesuisse. Kirche und Wirtschaft: Das klingt nach Gegensatz. Doch das Gespräch zeigt, dass es durchaus auch Gemeinsamkeiten gibt.
    Rita Famos und Monika Rühl sprechen über die Herausforderungen, die ihre Ämter mit sich bringen, über den Umgang mit Macht und was es braucht, damit Frauen in Spitzenpositionen kommen. Sie erzählen, was Networking konkret heisst, sie debattieren über die Konzernverantwortungsinitiative, und sie suchen nach Rezepten gegen den Mitgliederschwund in ihren Institutionen. Und: Sie erzählen, was Corona beruflich und privat für sie heisst.
    52 min
  • Berühren, anfassen, schützen: Die Hand
    Greife und du begreifst. Fühle und spüre. Der Hand kommen viele Aufgaben zu. Was bedeutet uns die Berührung, welche Aufgabe hat die Hand und wie wird diese in der Religion, in der Kunst dargestellt?
    Die Hand ist ein komplexes Körperteil: Mit ihren vielen Knöchelchen greifen wir, berühren und schützen wir uns. Mit Gesten kommunizieren wir. Doch was, wenn die Hand, wie jetzt während einer Pandemie, als Virenträgerin in Verruf gerät?
    Die Hand steckt voller Symbolik: Sie wehrt in der islamischen und jüdischen Kultur böse Blicke ab. Michelangelos Deckenfresko der Hände in der Sixtinischen Kapelle ist längst in der Popkultur angekommen. Der Handschlag hat entscheidend an der Geschichte der Menschheit mitgeschrieben.
    In «Kontext» erzählen Menschen von wichtigen Berührungen. Wir untersuchen, welche biochemischen Reaktionen eine Berührung im Körper auslöst, und der Literatur- und Kulturwissenschaftler Jochen Hörisch gibt Einblick, wie die Hand unsere Kultur und Gesellschaft im Griff hat.
    Buchtipps:
    Rebecca Böhme: Human Touch. Warum körperliche Nähe so wichtig ist. CH Beck Verlag (2019).
    Homo Hapticus: Warum wir ohne Tastsinn nicht leben können. Droemer Verlag (2017)
    Jochen Hörisch: Hände. Eine Kulturgeschichte. Hanser Verlag. Erscheint am 25.1.2021. Weitere Themen: Berührendes - Kuscheln, Streicheln: Warum uns körperliche Nähe guttut - Hand in Hand – Kulturgeschichte eines Symbols
    49 min
  • Der Zoo als Trendsetter: ein Tandem-Gespräch
    Was hat ein Zoo mit Zukunftsforschung zu tun? Mehr, als man auf den ersten Blick denken würde: Das zeigt sich im Gespräch der Trendforscherin Karin Frick mit dem neuen Zürcher Zoodirektor Severin Dressen.
    Karin Frick ist Ökonomin und leitet seit vielen Jahren den Forschungsbereich am Gottlieb Duttweiler Institut, ein Think Tank in Rüschlikon. Als sie kürzlich den Zoo Zürich besuchte, fiel ihr auf, dass es Parallelen gibt zwischen neuen Anlagen im Zürcher Zoo und Ideen für zukünftige Wohnformen. Darüber unterhält sie sich im Tandem-Gespräch mit dem neuen Direktor des Zürcher Zoos: Severin Dressen ist promovierter Zoologe und hatte seinen Einstand in Zürich im Sommer, mitten in der Corona-Krise. Die beiden denken darüber nach, wieviel Digitalisierung ein Zoo in Zukunft braucht, weshalb die Sehnsucht nach Tieren während der Pandemie gestiegen ist und wie sich das Verhältnis von Mensch und Natur in einer zunehmend technisierten Welt verändert.
    49 min
  • Kinderrechte - Wo steht die Schweiz?
    Kein anderer Menschenrechtsvertrag erhält weltweit so viel Zustimmung wie die Kinderrechtskonvention. Doch bei der Umsetzung sieht es anders aus. Auch die Schweiz könnte mehr tun.
    Mit der Kinderrechtskonvention der UNO von 1989 wurde das Kind erstmals nicht mehr nur als Objekt der Fürsorge, sondern als Subjekt mit eigenen Rechten betrachtet. Dabei wurde festgehalten, dass Kinder und Jugendliche neben dem Recht auf Schutz auch das Recht auf Mitwirkung in allen Angelegenheiten haben, die sie betreffen. Dieser Perspektivenwechsel hatte weitreichende Folgen. So mussten viele Staaten ihre Kinderschutzgesetze überarbeiten. Und in der Praxis geht es seither vermehrt darum, Kinder und Jugendliche einzubeziehen. So sollen sie etwa angehört werden, wenn sich ihre Eltern scheiden lassen, und mitbestimmen können, bei welchem Elternteil sie künftig leben wollen.
    Die Kinderrechtskonvention ist ein Menschenrechtsvertrag, der grosse Akzeptanz hat. Doch bei der Umsetzung hapert es. Die Staaten können die Konvention zuweilen aushebeln, indem sie sich darauf berufen, «unter Ausschöpfung ihrer verfügbaren Mittel» Massnahmen ergriffen zu haben. Über die zur Verfügung stehenden Mittel entscheidet jedoch die Politik. Bekanntlich fehlt es an manchen Orten an Mitteln für den Kinderschutz.
    Die Schweiz tat sich mit der Kinderrechtskonvention lange schwer. Sie schloss sich als letztes europäisches Land überhaupt der Kinderrechtskonvention an. Diese trat hierzulande erst 1997 in Kraft. Die Schweiz ist von der UNO beauftragt worden, einen Bericht über die Umsetzung der Kinderrechtskonvention zu erarbeiten. Diese Bestandesaufnahme wird im Mittelpunkt des nächsten Staatenberichts stehen, zu dem die Schweiz im Frühjahr 2021 befragt werden soll. "Kontext" nimmt dies zum Anlass, nachzufragen, was in der Schweiz bisher erreicht worden ist, was das in der Praxis heisst, wo die grössten Defizite liegen und wo Verbesserungen zu erwarten sind. Weitere Themen: Praxistest: Kinderrecht im Unterricht - Wie steht es um die Kinderrechte in der Schweiz? - Praxistest: Recht auf Herkunft und Identität
    55 min
  • Künste im Gespräch – Beethovens Ruhm, «Club 111»
    Wie der Beethoven-Kult in bürgerlichen Salons und bei den Peanuts Einzug hielt. Und 30 Jahre Theater «Club 111» in Bern.
    Weshalb muss Beethoven als Büste im bürgerlichen Salon immer so finster blicken? Was und wer hat den Genie-Kult rund um LvB im 19. Jahrhundert losgetreten und befördert? Ein Rückblick in Streiflichtern auf Beethoven-Kultiges, von den Peanuts der 1960er bis zu E.T.A. Hoffmanns Beethoven-Rezensionen.
    Mit «Submarie 8. Chronik einer geheimen Mission» feiert die Berner Theatergruppe «Club 111» um die Regisseurin Meret Matter und die Schauspielerin Grazia Pergoletti ihr 30jähriges Bestehen. In ihren Produktionen verbinden sie politischen Aktivismus und experimentelles Volkstheater auf eigenwillige Art. Weitere Themen: Genie Beethoven. Nachruhm, Kult und Kitsch - Der Berner «Club 111»: Theater als Utopie
    51 min
  • Sprechen wir über Sex!
    Ein dreiviertel Jahrhundert nach Erscheinen des Kinsey-Reports scheinen Liebe, Sex und Erotik immer noch vor allem eins zu sein: ein Problem. Die Philosophin Bettina Stangneth bricht in einem aktuellen Buch eine Lanze für lustvoll gelebte Erotik.
    «Wir müssen lernen, Sex nicht mit Angst zu begegnen, sondern mit Ehrfurcht.» So bringt die Hamburger Philosophin Bettina Stangneth in einem 280-Seiten-Essay eine ihrer zentralen Forderungen auf den Punkt. In dem Band «Sexkultur» stellt die Kant-Expertin eine Reihe gewichtiger Fragen: Warum gelingt es uns auch Jahrzehnte nach Proklamation der «Sexuellen Revolution» noch immer nicht, ein unbefangenes Verhältnis zum Sexuellen zu entwickeln? Warum reden wir immer von Misslichkeiten und Problemen, wenn wir von Erotik reden? Und was haben Plato und das frühe Christentum mit der Körperverachtung der westlichen Kultur zu tun? Im Gespräch mit Günter Kaindlstorfer demonstriert Bettina Stangneth, dass auch das Nachdenken über Sex eine lustvolle Sache sein kann.
    54 min
  • Freiraum im Glarnerland
    Der Architekt Lando Rossmaier zog von Zürich nach Ennenda ins Glarnerland. Im Nachbardorf Netstal hat sich der Bildhauer Flurin Bisig niedergelassen. Die beiden verbindet die Liebe zum Handwerk und die Überzeugung, dass die Ruhe im Glarnerland hilft, sich aufs Wesentliche zu konzentrieren.
    Architektonische Massenware interessiert den Architekten Lando Rossmaier nicht. Ihn begeistert das Urtümliche, das baukulturell und landschaftlich Wertvolle, das Handwerk. In Ennenda im Kanton Glarus hat er abseits des Architekturrummels sein Wirkungsfeld gefunden. Im Beruf des Künstlers liege eine archaische Schönheit, sagt der 38jährige Bildhauer Flurin Bisig. Zwar befinde er sich ungewollt am Rande der Gesellschaft, geniesse aber einen Freiraum, den nur noch wenige haben. In der ländlichen Peripherie entdecken die beiden einige Gemeinsamkeiten und diskutieren über ihre Arbeit.
    54 min
  • «Game on» – wie Videospiele unsere Zeit prägen
    Videogames sind allgegenwärtig in unserer Gesellschaft. Und bestimmen nicht nur, wie wir spielen. Sondern auch wie wir digitale Räume besiedeln. Oder Kultur konsumieren. Überhaupt standen Videogames am Anfang unserer digitalen Kultur: Wir ordnen ein.
    Videogames prägen unser Leben: Drei Milliarden Menschen sollen regelmässig ihre Zeit mit ihnen verbringen. Dabei gibt es eine enorme Vielfalt von Games: Man kann Monster bodigen, aber auch einen Bauernhof betreiben oder die Welt durch die Brille eines Flüchtlings sehen. Was steckt hinter dieser Kultur? Wir reden mit Florian Faller, Game-Design-Dozent an der Zürcher Hochschule der Künste sowie Jeremy Spillmann, dem Mitgründer des Schweizer Gamefirma Blindflug Studios.
    Die Ära der Digitalkultur beginnt
    Vor über 40 Jahren kam die Atari-Konsole VCS und das Game «Space Invaders»auf den Markt. Videospiele wurden zum Allgemeingut – und standen am Anfang der digitalen Kultur, die heute unser Leben prägt. Ende der Siebzigerjahre werden Videogames richtig populär. Für den Autoren und Popjournalisten Jens Balzer machten erste Videogames wie Space Invaders das Fernsehen nicht nur zu einem interaktiven Medium, sondern legten auch den Grundstein für die heute allgegenwärtige Digitalkultur.
    In-Game Concerts
    In diesem Corona-Jahr haben Musikerinnen und Musiker auf der ganzen Welt ihre Konzerte ins Netz verlagert. Aber virtuelle Konzerte gibt es nicht nur im Stream auf YouTube oder Facebook, sondern auch bekannte Games wie Fortnite, Minecraft oder Animal Crossing bieten Räume für Livemusik. Diese Konzerte heissen In-Game-Concerts. In den letzten Monaten sind sie nicht nur geboomt, sondern in ein neues Level gelangt - was die Qualität, die Kreativität und die Interaktion mit dem Publikum betrifft. Musikredaktorin Theresa Beyer über diese neue Form des virtuellen Konzerterlebnisses. Weitere Themen: Mit Games die Gegenwart gestalten - Space Invaders und die digitale Revolution - Zocken? Oder virtuell abrocken?
    51 min

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