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Michael Strasser, Jahrgang 1983, Unternehmer und Abenteurer aus der Nähe von Wien. Nach einer erfolgreichen Zeit im Triathlon und verschiedenen Einzelsportarten hat er sich auf große, selbstunterstützte Projekte spezialisiert. Als Red Bull Athlet kombiniert er sportliche Höchstleistungen mit packenden Geschichten und gibt sein Wissen in Kursen, Vorträgen und kostenlosen Trainings im Park weiter.
Michael erzählt von seinem spektakulären Projekt aus 2024: In siebeneinhalb Tagen bestieg er die höchsten Berge aller sieben Alpenländer – von Mont Blanc bis Triglav. 1400 Kilometer mit dem Rad und 34.000 Höhenmeter, davon 17.000 zu Fuß. Das Besondere: Er machte alles alleine, self-supported als FKT (Fastest Known Time). Die größte Herausforderung lag nicht nur in der körperlichen Belastung, sondern auch in der Logistik und den alpinen Risiken, besonders auf der technisch anspruchsvollen Südseite des Mont Blanc.
Der Weg von klassischen Triathlon-Wettkämpfen hin zu selbstkreierten Abenteuern war ein bewusster Prozess. Michael erklärt, wie er seine Stärken im bergigen Gelände erkannte und lernte, Projekte zu entwickeln, die diese Stärken ausspielen. Statt immer denselben Rennkalender abzuarbeiten, kreiert er nun Geschichten, die über den reinen Sport hinausgehen.
Als Ein-Personen-Unternehmer muss Michael seine Projekte selbst entwickeln, finanzieren und vermarkten. Er beschreibt die Parallelen zwischen Architekturstudium und Sportsponsoring – in beiden Bereichen geht es um Konzeptentwicklung, Pitching und Überzeugungsarbeit. Langfristige Partnerschaften wie mit Wiesbauer (seit 2015) und Red Bull bilden das Fundament für seine Projekte.
Die Vorbereitung auf extreme Projekte erfordert jahrelange Basis und spezifische Anpassungen. Michael trainierte für die sieben Gipfel intensiv am Traunstein und fuhr mit dem Kinderanhänger, um sich an schwere Räder zu gewöhnen. Er betont die Wichtigkeit von Erfahrung mit seinem Material und bei schlechten Bedingungen.
Zweimal wöchentlich leitet Michael kostenlose Workouts im Park, die von hunderten Teilnehmern besucht werden. Diese Projekte zeigen seine Philosophie: Sport soll verbinden und jedem zugänglich sein. Trotz des hohen Aufwands macht er das gerne – als Beitrag zur Gesellschaft und fürs “Karma”.
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Der Beitrag LEP#353 – Ein Wiedersehen mit Michael Strasser erschien zuerst auf Laufend Entdecken.
Peter war beim sechsten Night of the Trails Event des Trail Magazins in Garmisch-Partenkirchen. Bei der Award Show wurden die besten Produkte und Athleten des Jahres gekürt. Laufschuh des Jahres wurde der Lasportiva Prodigio Pro, Produkt des Jahres die Advanced Skin 12 Liter von Salomon. Bei den deutschen Trailrunnern gewann Hannes Namberger (@hannes_namberger) erneut, bei den Frauen siegte Katharina Hartmut (@katharina_hartmuth) knapp vor der Doppel-Weltmeisterin Nina Engelhardt (@nina_engelhardt). Highlight des Abends war der Film “Katharina” über Katharina Hartmut.
Die diesjährigen Barkley Marathons starteten so früh wie noch nie am 14. Februar, endeten aber bereits nach 38 Stunden mit nur einem Fun Run Finisher. Sebastian Rajon schaffte als Einziger die dritte Runde, während hochkarätige Athleten wie Mathieu Blanchard, Max King und John Kelly aufgrund extremer Wetterbedingungen mit Dauerregen, Kälte und Schlamm aufgeben mussten.
Der amerikanische 100K-Klassiker brillierte wieder mit Streckenrekorden: Hans Troyer gewann bei den Herren in 7:20, die ersten drei Männer kamen innerhalb von sechs Minuten ins Ziel. Bei den Frauen siegte Jennifer Lichter in 7:57. Auch die 50K-Distanzen wurden in Rekordzeiten absolviert, was die Qualität dieses World Trail Major Race unterstreicht.
Geordi befindet sich in einem ausgeprägten Motivationstief und war seit Mitte Dezember praktisch nicht mehr laufen. Trotz Anmeldung zum Lindkogel-Trail in weniger als einem Monat kämpft er mit dem inneren Schweinehund. Peter entwickelt verschiedene Strategien, um ihn wieder auf die Trails zu bringen – notfalls mit “Überfallkommando und Paddel”.
Peter testete einen neuen aufladbaren Pulsgurt von Coros für 50 Euro als Alternative zu teureren Modellen. Geordi fand seinen verschollenen Stride-Sensor beim Umzug wieder – ausgerechnet in der Küchenschublade. Beide diskutieren die Vor- und Nachteile verschiedener Messgeräte für Trail-Läufer.
Die Anmeldungen für den Alpin Team Trail in Werfenweng öffnen am Wochenende nach dieser Folge. Neu im Programm ist eine 10K-Distanz als Teil des Trail Youngsters Cup, zusätzlich zu den bewährten 23K und 50K Strecken.
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Der Beitrag LEP#352 – Laufen wäre super erschien zuerst auf Laufend Entdecken.
Hannes Christiansen und Michael Pohl, Mitgründer von Runalyze. Beide haben einen Hintergrund in Mathematik und Informatik und haben bereits 2009 mit der Entwicklung ihrer Datenanalyseplattform begonnen. Die erste öffentliche Version von Runalyze ging am 26. Januar 2012 online.
Die Plattform entstand aus Hannes’ Unzufriedenheit mit damaligen Lösungen für Lauftagebücher. Was als persönliches Excel-Projekt begann, entwickelte sich zu einer umfangreichen Plattform. Michael stieß später dazu und übernahm hauptsächlich die Infrastruktur und API-Entwicklung. Heute nutzen über 200.000 registrierte User die Plattform.
Die größten technischen Sprünge waren die Einführung von Multi-User-Funktionalität und automatischer Synchronisation mit Sportuhren. Alle Daten werden verschlüsselt innerhalb der EU gespeichert, mit verschiedenen Sicherheitsmaßnahmen wie Web-Application-Firewall und optionaler Zwei-Faktor-Authentifizierung.
Runalyze bietet deutlich tiefere Analysemöglichkeiten als andere Plattformen. Die meisten Metriken basieren auf wissenschaftlichen Veröffentlichungen, nur die Marathonform ist eine eigenentwickelte Kennzahl. Bei Trail-Läufen stoßen die Analysemöglichkeiten an Grenzen, da zu viele unbekannte Störfaktoren wie Untergrund und Wetter eine Rolle spielen.
Die Plattform richtet sich an zahlenaffine Sportler aller Leistungsklassen – von Hobbyläufern bis zu Spitzensportlern. Der Ansatz ist bewusst nicht oberflächlich: Nutzer sollen verstehen, wie Berechnungen zustande kommen und diese bei Bedarf anpassen können, anstatt nur fertige Ergebnisse präsentiert zu bekommen.
Das kostenlose Grundangebot bleibt bestehen, ein Premium-Abo für wenige Euro monatlich finanziert die Infrastruktur. In Entwicklung sind eine mobile App, ein komplettes Redesign der Webversion und möglicherweise Features wie Nutrition-Tracking. Ein KI-basierter Coach ist denkbar, aber nur mit vollständiger Datenkontrolle.
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Der Beitrag LEP#351 – Lass uns über Runalyze reden erschien zuerst auf Laufend Entdecken.
Distance Plus hat einen korrigierten Performance-Index entwickelt, der Athletinnen und Athleten geschlechtsübergreifend vergleichbar macht. Nach dieser Berechnung liegt Courtney Dauwalter mit einem korrigierten ITRA-Score von 967 Punkten vor großen Namen wie Jim Walmsley (960 Punkte) und Kilian Jornet (945 Punkte). Diese Methode zeigt auf, dass die Leistungsfähigkeit im Trailrunning bei entsprechender statistischer Korrektur durchaus vergleichbar ist.
Eine neue Weltrangliste für Trailrunning-Teams wurde etabliert, eingeteilt in drei Divisionen. Die World Trail Teams umfassen Top-Marken wie Hoka, Salomon, Adidas Terrex, On, Asics und Nike. Die Berechnung erfolgt über die jeweils vier besten männlichen und weiblichen Athleten eines Teams, wobei auch hier die Leistungswerte der Frauen angepasst werden, um Vergleichbarkeit zu schaffen.
Der lange erwartete Kalender der Golden Trail World Series ist erschienen und umfasst acht Rennen von Spanien über Japan bis Korea. Auffällig ist das Fehlen von US-amerikanischen Veranstaltungen, was möglicherweise auf politische Unsicherheiten zurückzuführen ist. Österreich ist mit dem Pitz Alpine Glacier Trail vertreten.
Kilian Jornet hat eine ausführliche Analyse zur Zukunft des Trailrunnings veröffentlicht. Er thematisiert die mögliche olympische Zukunft des Sports, sieht aber die Gefahr des Verschwindens technischer Rennen zugunsten zuschauertauglicherer Formate. Die Professionalisierung bringt sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich, insbesondere die “Triathlonisierung” mit steigenden Kosten und elitäreren Teilnehmerfeldern.
Der Sport wird zunehmend professioneller, was Athleten unter Druck setzt, konstant zu performen und sich selbst zu vermarkten. Gleichzeitig entstehen neue Strukturen wie Team-Rankings, die den Sport weiterentwickeln könnten. Die Balance zwischen Tradition und Kommerzialisierung bleibt eine zentrale Herausforderung für die Zukunft des Trailrunnings.
Wir haben zwei Nitecore Stirnlampen im Praxistest unter die Lupe genommen:
Nitecore HC60 UHE (74,95 €)
Nitecore UT27 MCT (69,90 €)
Wir berichten über unser aktuelles Training und wie wir OpenClaw in unseren Trainingsalltag integriert haben.
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Der Beitrag LEP#350 – Study hard und Blattsalat erschien zuerst auf Laufend Entdecken.
Roger Milenk: Sporternährungsexperte mit 33 Jahren Erfahrung im Ausdauersport, Entwickler verschiedener Kohlenhydratmischungen und Gels für Athleten aller Leistungsklassen.
Harald Fritz: Ausdauertrainer und Sportwissenschaftler, der eine Pilotstudie zur Echtzeit-Blutzuckermessung beim Wien-Marathon durchgeführt hat. Betreut zahlreiche Athleten und forscht an der praktischen Anwendung von Ernährungsstrategien.
Harald erläutert seine Untersuchung mit 20 Marathonläufern, bei der eine Gruppe mittels Echtzeit-Blutzuckermessung ihre Ernährung optimierte, während die Kontrollgruppe Standardempfehlungen befolgte. Die Interventionsgruppe zeigte deutlich bessere Ergebnisse – 40% konnten die letzten 12 Kilometer schneller laufen als die ersten 30 Kilometer.
Die Experten betonen die enormen individuellen Unterschiede bei der Kohlenhydrataufnahme. Während ein Athlet 150 Gramm pro Stunde benötigte, reagierte die Hälfte der Testpersonen mit Rebound-Hypoglykämie auf standardisierte Gels. Diese Unterschiede basieren auf der individuellen Anzahl der Carrier-Proteine Glut5 (für Fruktose) und SGLT1 (für Glukose).
Roger erklärt, dass 30-40% der Menschen eine Fruktose-Malabsorption haben, unter Belastung sogar bis zu 50%. Selbst medizinische H2-Atemtests können diese belastungsinduzierte Unverträglichkeit nicht zuverlässig vorhersagen. Daher entwickelt Squeezy verschiedene Kohlenhydratmischungen, von fruktosefreien bis hin zu komplexeren Zusammensetzungen.
Die oft propagierten “optimalen” Glukose-Fruktose-Verhältnisse von 2:1 oder aktuell 1:0,8 sind wissenschaftlich problematisch. Diese Empfehlungen basieren auf Studien mit selektierten, gesunden Probanden und schließen Menschen mit Fruktose-Malabsorption systematisch aus. Für 30-40% der Athleten führen diese Verhältnisse zu Verdauungsproblemen statt zu besserer Performance. Harald ergänzt: “Statt universeller Ratios brauchen wir individuelle Toleranzzonen – was für einen Elite-Athleten funktioniert, kann bei einem Hobbyläufer zum Wettkampfabbruch führen.”
Die individuelle Kapazität der Kohlenhydrat-Transporter GLUT5 (Fruktose) und SGLT1 (Glukose) variiert zwischen Menschen um den Faktor 5. Diese genetischen und epigenetischen Unterschiede erklären, warum ein Athlet 150g Kohlenhydrate pro Stunde verträgt, während andere bereits bei 60g Probleme bekommen. Roger betont: “Es gibt nicht den einen optimalen Weg – jeder Körper reagiert anders auf Kohlenhydratmischungen.”
Ein entscheidender Faktor für die Verträglichkeit ist die Osmolarität – die Anzahl gelöster Teilchen in einem Gel. Viele als “verträglich” beworbene Gels haben über 1000 mOsm/L und sind damit hyperosmolar, was zu verlangsamter Magenentleerung und GI-Problemen führt. Je niedriger die Osmolarität, desto schneller kann der Körper die Energie aufnehmen. Maltodextrin hat beispielsweise eine deutlich geringere Osmolarität als Einfachzucker. Die Verträglichkeit hängt auch vom Hydratationsstatus ab – ausreichend Flüssigkeit verdünnt das Gel und reduziert die Osmolarität.
Bei heißen Bedingungen muss das Verhältnis zwischen Kohlenhydraten und Wasser angepasst werden. Bei kaltem Wetter kann unzureichende Kleidung die Durchblutung der Verdauungsorgane reduzieren und somit die Aufnahmefähigkeit verringern.
Die Wirkung von Koffein variiert extrem zwischen Individuen. Während manche nach einem mittäglichen Espresso nicht schlafen können, vertragen andere große Mengen problemlos. Ein Beispiel zeigt die Problematik: Ein Athlet nahm unwissentlich zwölf koffeinhaltige Gels und konnte die ganze Nacht nicht schlafen.
Krämpfe lassen sich meist durch die richtige Balance von Wasser und Salz verhindern. Schweißanalysen zeigen individuelle Unterschiede im Salzgehalt, wobei Magnesium nur ein Hundertstel der Salzmenge ausmacht. Magnesium während des Sports ist meist unnötig und kann sogar Verdauungsprobleme verursachen.
Montmorenci-Kirschkonzentrat, reich an Antioxidantien wie Phenolen und Anthocyanen, wird im Profisport zur Bekämpfung von Entzündungsherden nach intensiven Belastungen eingesetzt. Diese rote Flüssigkeit sieht man häufig bei Tour de France-Fahrern direkt nach Etappenzielen.
Die Kapazität der Kohlenhydrat-Transporter ist trainierbar. Durch regelmäßige, progressive Kohlenhydratzufuhr kann GLUT5 (Fruktose-Transporter) um bis zu 200% hochreguliert werden, SGLT1 (Glukose-Transporter) ebenfalls deutlich gesteigert werden. Harald erklärt das Prinzip: “Untrainierte Athleten vertragen oft nur 40-60g KH pro Stunde, gut trainierte schaffen 100-120g. Das ist nicht nur Gewöhnung, sondern biochemische Adaptation.” Das Training sollte über mehrere Wochen erfolgen und je nach Saisonplanung periodisiert werden. Wichtig: Auch bei optimalem Training bleiben individuelle Grenzen bestehen, besonders bei Fruktose-Malabsorption.
Basierend auf der individuellen Transporter-Ausstattung ergeben sich verschiedene Strategien:
Fruktose-Malabsorption/sehr empfindlich:
Moderate Verträglichkeit:
Gut verträglich/Elite-Level:
Roger betont: “Es gibt keine Universallösung. Jeder muss seine individuelle Verträglichkeitsgrenze durch systematisches Testen im Training finden.”
Für Einsteiger ist langsames Laufen essentiell, um den Fettstoffwechsel zu trainieren. Allerdings sollte die Laufgeschwindigkeit nicht unter 7:30 min/km fallen, da sich sonst die Biomechanik verschlechtert. Bei völligen Anfängern kann Walking eine bessere Alternative sein.
Roger Milenk:
Harald Fritz:
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Der Beitrag LEP#349 – Pour some sugar on me erschien zuerst auf Laufend Entdecken.
Diana Dzaviza, 38 Jahre alt, geboren in Lettland und heute in Wien lebend. Sie startet für das Ultralaufteam Heustadlwasser und zählt zu den konstantesten Ultra-Athletinnen im europäischen Langstreckenlauf. Ihre Erfolge umfassen zwei Spartathlon-Siege, über 231 Kilometer bei einer 24-Stunden-Weltmeisterschaft und zahlreiche Erfolge sowohl auf der Straße als auch im Trailrunning. Heute arbeitet sie als Personal Coach und Speakerin.
Wir sprechen über Dianas Werdegang vom klassischen Laufen hin zum Ultralauf. Sie erzählt, was sie am Ultralauf fasziniert hat und welche frühen Erlebnisse richtungsweisend für ihre Karriere waren. Besonders interessant ist ihre Entwicklung, da sie nicht als klassische Nachwuchsläuferin groß geworden ist.
Der Spartathlon über 246 Kilometer von Athen nach Sparta steht im Mittelpunkt des Gesprächs. Diana erklärt, was dieses Rennen für sie persönlich bedeutet und wie sich die Vorbereitung von anderen Ultra-Formaten unterscheidet. Sie teilt ihre Erfahrungen mit Hitze, Cut-offs und Crew-Management sowie die Unterschiede zwischen ihren beiden Siegen 2021 und 2022.
Wir diskutieren die Besonderheiten des 24-Stunden-Laufs im Vergleich zu Distanzrennen. Diana erklärt, wie sich das Pacing verändert, wenn die Zeit und nicht die Strecke der limitierende Faktor ist, und wie sie mit unvermeidlichen Tiefpunkten umgeht. Auch ihre Erfahrungen im Nationalteam und bei Meisterschaftsrennen kommen zur Sprache.
Diana beleuchtet die Unterschiede zwischen Straßenläufen und Trailrunning. Sie erklärt, was ihr der Trail geben kann, was die Straße nicht bietet, und umgekehrt. Dabei geht es um technische und muskuläre Aspekte, die gezielt trainiert werden müssen, sowie die Frage, ob sich beide Welten annähern.
Als Trainerin teilt Diana ihre Beobachtungen über häufige Fehler bei ambitionierten Hobby-Ultraläufern. Sie erklärt ihre Trainingsphilosophie bezüglich Umfang, Konstanz und Regeneration sowie die Bedeutung mentaler Vorbereitung. Praktische Prinzipien für lange Distanzen runden diesen Teil ab.
Wir sprechen über Dianas Entwicklung zur Personal Coach und Speakerin. Sie erzählt, wie sich ihr Leben und Training durch die Selbstständigkeit verändert haben und welche Erfahrungen ihre Zuhörer in Firmen am ehesten mitnehmen, da sich viele Nicht-Ultraläufer 24-Stunden-Läufe oder 200-Kilometer-Distanzen schwer vorstellen können.
Diana gibt Einblicke in ihre sportlichen Pläne für die kommenden Jahre. Mit 38 Jahren stellt sich die Frage, ob sie weiterhin auf 24-Stunden-WM-Niveau laufen, mehr ins Trail-Segment wechseln oder ganz neue Wege einschlagen möchte.
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Der Beitrag LEP#348 – Ein Wiedersehen mit Diana Dzaviza erschien zuerst auf Laufend Entdecken.
Aaron Grün lief beim Houston Halbmarathon eine neue österreichische Bestzeit von 1:01:14 und verbesserte seine bisherige Bestzeit um über drei Minuten. Damit ist er nach Günther Weidlinger erst der zweite Österreicher, der einen Halbmarathon unter 1:02 gelaufen ist.
Neue Studien relativieren die weitverbreitete Annahme, dass intensives Training das Immunsystem schwächt. Statt einer generellen Immunschwäche nach harten Einheiten zeigt sich: Regelmäßiges Training in kontrolliertem Rahmen stärkt das Immunsystem sogar. Problematisch wird es erst bei dauerhaftem Ungleichgewicht zwischen Belastung und Erholung.
Der UTMB führt einen verpflichtenden “Umweltbonus” von 25 Euro pro Tonne CO2-Äquivalent ein. Je nach Anreiseart und Entfernung zahlen Teilnehmer zwischen wenigen Euro bis zu 170 Euro zusätzlich zum Startgeld. Das Geld fließt in Kompensationsprogramme. Teilnehmer mit nachhaltiger Anreise erhalten 30% höhere Chancen bei der Lotterie.
Diskussion über unterschiedliche Preisgelder zwischen Männern und Frauen bei Sportveranstaltungen. Während bei manchen Events wie dem Skibergsteigen Frauen nur die Hälfte des Preisgelds der Männer erhalten, setzen andere Sportarten wie Tennis bereits auf Gleichberechtigung. Verschiedene Stimmen von Veranstaltern und Athleten beleuchten die Problematik.
Trailrunning Szene Artikel: Gleichberechtigung bei Preisgeldern – Fairness quo vadis?
200 Gramm leichte, eng anliegende Regenjacke mit 20.000 Wassersäule. Besonders leise, mit guter Passform und praktischer Brusttasche. UVP: 255 Euro. Ideal für Pflichtausrüstung bei Trailrunning-Events.
Eng anliegende Regenhose unter 100 Gramm mit 10.000 Wassersäule. Versiegelte Nähte mit Entlüftungslöchern im Schritt. Langer Reißverschluss an den Beinen, aber kein Kordelzug am Bund. UVP: 165 Euro.
Paarlauf über 24 Kilometer von der Marswiese bis zum Hermannskogel und retour bei eisigen Bedingungen. Trotz guter Leistung mit Spike-Schuhen wieder nur Platz 2 in 2:14 Stunden, zwei Minuten vor dem dritten Platz.
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Der Beitrag LEP#347 – Ist euch fame nicht genug? erschien zuerst auf Laufend Entdecken.
Anja Messner, 31 Jahre alt, stammt aus Südtirol und wuchs auf einem steilen Bergbauernhof auf. Nach einer erfolgreichen Bürokarriere in Bozen kehrte sie 2020 zu ihren Wurzeln in die Berge zurück. Sie ist heute staatlich geprüfte Bergwanderführerin und spezialisiert sich als Mental- und Trainingscoach für Bergläufer. Den Berglauf begann sie erst 2018 mit einem Firmenlauf und wagte sich bereits wenige Monate später an ihren ersten Bergmarathon – den Südtirol Ultra Sky Race.
Anja erzählt von ihrem Wandel vom gut bezahlten Bürojob zurück in die Berge. Während der Arbeit in Bozen blickte sie täglich auf den Schlern und spürte, dass die Bürotätigkeit nicht das Richtige für sie war. Diese Erkenntnis führte sie dazu, ihr Leben komplett umzukrempeln und 2020 zur Bergwanderführerin zu werden.
Als Coach arbeitet Anja mit erfahrenen “Gipfeljägern”, die bereits Bergerfahrung haben, aber Probleme mit Stagnation, Ausgebranntsein oder mentalen Blockaden haben. Ihr Ansatz liegt nicht in maximaler Leistung um jeden Preis, sondern in effizienterem Training mit mehr Regeneration und weniger Verbissenheit. Sie verfolgt die 1%-Methode – täglich ein Prozent besser werden durch Konstanz statt durch extreme Belastung.
Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der mentalen Betreuung von Läufern, die körperlich fit sind, aber im Wettkampf aufgeben oder blockieren. Durch Hypnose-Techniken dringt sie ins Unterbewusstsein vor, um alte Glaubenssätze und Kindheitserfahrungen aufzuspüren, die Läufer am Erfolg hindern. Diese Methode hilft dabei, das eigentliche “Warum” hinter den Zielen zu entdecken.
Ihre Erfahrungen auf dem Te Araroa Trail in Neuseeland prägten Anjas Verständnis von Luxus und Notwendigkeit. Drei Monate nur mit Reis, Nudeln und kalten Duschen zeigten ihr, wie wenig man wirklich braucht. Diese Erkenntnisse fließen in ihr Coaching ein, wo sie vermittelt, dass man sich auf die eigenen Ressourcen verlassen können muss – unabhängig von der besten Ausrüstung.
Anja arbeitet mit sechs verschiedenen Modulen und identifiziert zu Beginn die drei größten “Schmerzpunkte” ihrer Kunden. Oft stellt sich heraus, dass die ursprünglich genannten Ziele andere Motivationen verbergen – etwa den Wunsch, dem Vater etwas zu beweisen oder in der Firma besser dazustehen. Durch gezielte Arbeit an diesen tieferliegenden Themen können auch andere Lebensbereiche profitieren.
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Der Beitrag LEP#346 – Ein Gespräch mit Anja Messner erschien zuerst auf Laufend Entdecken.
Die ersten Kadererweiterung für das österreichische Nationalteam steht fest: Wendelin Mörtendorfer (Episode 290), Felix Bleier, Raphael Miks (Episode 297), Philipp Brugger sowie Katharina Hutter und Iris Unger sind nun Teil des Teams.
Um in den Kader zu kommen gilt:
Männer benötigen einen ITRA-Score von 820+, 10km unter 35 Minuten oder Halbmarathon unter 1:15. Frauen brauchen einen ITRA-Score über 660, 10km unter 40 Minuten oder Halbmarathon in 1:30.
Die Nominierungskriterien für die EM in Slowenien (5.-7. Juni 2026) sind klar definiert:
1. Platzierung beim EM Sichtungsrennen (Ötzi Trail Naturns)
• Sunny Mountain Trail 32km: Sichtungsrennen Trail
• Skyrace 15km: Sichtungsrennen Up&down
2. ITRA General Score (Die letzten ITRA Rennen müssen die Länge der EM Strecke widerspiegeln)
3. HM Bestzeit im Betrachtungszeitraum
4. 10km Bestzeit im Betrachtungszeitraum
Alle Regelungen gibt es hier: https://www.oelv.at/de/sport/berglauf-trailrunning
Wir haben direkt vom ÖLV Trailrunning Referenten Michael Geisler Einblicke in Saisonhighlights, den Trail Youngsters Cup und die diesjährigen Meisterschaften in Österreich erhalten. Die Links findet ihr untenstehend und auf der ÖLV Webseite im Bereich Berglauf-Trailrunning.
Einige der nationalen Wettkämpfe hier:
Die Golden Trail World Series führt eine Teamwertung ein, bei der die zwei besten Männer und Frauen eines Teams pro Rennen gewertet werden. Zusätzlich gibt es Bonuspunkte für Segment-Wertungen wie Bergauf- oder Sprint-Abschnitte. Die World Trail Majors reduzieren sich auf 10 Rennen bei erhöhtem Preisgeld, während die Skyrunning World Series mit 18 Rennen und Red-Star-Events (1,5-fache Punktzahl) aufwartet. Der neue VK Open World Cup fokussiert sich ausschließlich auf Vertical-Kilometer-Rennen.
Sergio Mayayo von Trailrunning Spain prognostiziert elf Entwicklungen bis 2035: kontinuierliches Wachstum um 12% jährlich, diverseres Publikum, globale Elite-Verteilung, geringerer Geschlechter-Leistungsabstand, Weltmeisterschaften als wichtigstes Event, olympische Aufnahme, stabile Rennformate, mehr technisch einfachere Strecken, digitale Dominanz, steigende Dopingfälle und das Aufkommen von Sportwetten.
Den Originalartikel gibt es hier: Trailrunning Spain und die deutsche Version auf Trailrunningworld.net .
Nach Corona-bedingten Pausen steht für Florian sanfte Wiedereinstieg im Fokus. Das aktuelle Training bei Peter umfasst Grundlagenausdauer, Bergintervalle, Krafttraining und erste harte Intervalle in der Halle.
Spikes werden für eisige Bedingungen beim Vienna Wintertrail in Betracht gezogen.
Die 3D Thermo Gloves von Compressport eignen sich für Temperaturen von +10° bis runter zu ca. +5° bis -3 Grad bei trockenen Bedingungen. Wenn es noch kühler wird, würden wir schon zu noch dickeren Handschuhen tendieren oder einer zweiten Schicht.
Wichtige Erkenntnisse: sehr enge Passform beim Anziehen, gute Thermoregulation, aber aufgeraute Innenfläche am Daumen (Obacht beim Nasenputzen/Nase abwischen). Positiv fällt die Herstellung in Europa (Türkei) auf. Mit 45 Euro sind die Handschuhe auch in einem guten Preissegment.
Hier geht es zum Produkt: 3D Thermo Gloves
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Der Beitrag LEP#345 – Das Orakel von Trailphi erschien zuerst auf Laufend Entdecken.
Florian Reus, 24-Stunden-Lauf-Weltmeister von 2015 und frischgebackener Buchautor. Der Frischvierziger aus Franken ist nicht nur erfolgreicher Ultraläufer, sondern auch Laufcoach und Winzer. Seine Spezialdisziplin sind kontrollierte Straßen-Ultraläufe, besonders 24-Stunden-Rennen, wo er 2015 mit 263,9 Kilometern Weltmeister wurde.
Florian Reus begann erst mit 18 Jahren ernsthaft zu laufen und kam bereits nach wenigen Wochen durch einen Zeitungsartikel über Ultraläufe zu seiner Passion. Anders als viele andere übersprang er die kürzeren Distanzen komplett und spezialisierte sich früh auf die langen Strecken.
Die Faszination der 24-Stunden-Läufe liegt für ihn in der absoluten Vergleichbarkeit – egal ob in Japan, Italien oder Österreich, jeder hat exakt 1440 Minuten Zeit. Ein ganzer Tag bildet eine geschlossene Einheit, während längere Formate für ihn willkürlich wirken.
Nach seinem ersten deutschen Meistertitel 2006 mit nur 22 Jahren setzte sich Florian das langfristige Ziel Weltmeister. 2011 änderte er seine Lebensplanung, studierte Sportmanagement und konnte sich voll auf das Training konzentrieren. 2015 erfüllte sich der Traum – trotz einer schweren Krise nach 9 Stunden kämpfte er sich zurück und gewann mit 263,9 Kilometern. Er trat zurück, kam nochmal zurück zur WM, ist aber nun aus dem 24h „Game“ draussen. Dennoch war da noch was offen.
Nach einer längeren Wettkampfpause wagte Florian 2025 ein völlig anderes Projekt: etwa 2300 Kilometer von Flensburg nach San Marino in 41 Tagen. Dieser Etappenlauf war ein Kindheitstraum seit 2003 und schloss für ihn einen wichtigen Lebenskreis.
Seit 2018 betreibt Florian Reus sein eigenes Weinprojekt in Franken. Beide Leidenschaften verbindet die Langfristigkeit – sowohl beim Training als auch bei Weinen, die als “Langstreckenläufer” über Jahre reifen sollen.
In seinem Buch “Ein Jahr aus meinem Leben” reflektiert Florian über sein erfolgreiches Jahr 2015, aber auch über langfristige Zielverfolgung, Mentalität und den Umgang mit Rückschlägen. Es soll anderen Ultraläufern als Inspiration dienen.
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