
Sign up to save your podcasts
Or


Anja Messner, 31 Jahre alt, stammt aus Südtirol und wuchs auf einem steilen Bergbauernhof auf. Nach einer erfolgreichen Bürokarriere in Bozen kehrte sie 2020 zu ihren Wurzeln in die Berge zurück. Sie ist heute staatlich geprüfte Bergwanderführerin und spezialisiert sich als Mental- und Trainingscoach für Bergläufer. Den Berglauf begann sie erst 2018 mit einem Firmenlauf und wagte sich bereits wenige Monate später an ihren ersten Bergmarathon – den Südtirol Ultra Sky Race.
Anja erzählt von ihrem Wandel vom gut bezahlten Bürojob zurück in die Berge. Während der Arbeit in Bozen blickte sie täglich auf den Schlern und spürte, dass die Bürotätigkeit nicht das Richtige für sie war. Diese Erkenntnis führte sie dazu, ihr Leben komplett umzukrempeln und 2020 zur Bergwanderführerin zu werden.
Als Coach arbeitet Anja mit erfahrenen “Gipfeljägern”, die bereits Bergerfahrung haben, aber Probleme mit Stagnation, Ausgebranntsein oder mentalen Blockaden haben. Ihr Ansatz liegt nicht in maximaler Leistung um jeden Preis, sondern in effizienterem Training mit mehr Regeneration und weniger Verbissenheit. Sie verfolgt die 1%-Methode – täglich ein Prozent besser werden durch Konstanz statt durch extreme Belastung.
Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der mentalen Betreuung von Läufern, die körperlich fit sind, aber im Wettkampf aufgeben oder blockieren. Durch Hypnose-Techniken dringt sie ins Unterbewusstsein vor, um alte Glaubenssätze und Kindheitserfahrungen aufzuspüren, die Läufer am Erfolg hindern. Diese Methode hilft dabei, das eigentliche “Warum” hinter den Zielen zu entdecken.
Ihre Erfahrungen auf dem Te Araroa Trail in Neuseeland prägten Anjas Verständnis von Luxus und Notwendigkeit. Drei Monate nur mit Reis, Nudeln und kalten Duschen zeigten ihr, wie wenig man wirklich braucht. Diese Erkenntnisse fließen in ihr Coaching ein, wo sie vermittelt, dass man sich auf die eigenen Ressourcen verlassen können muss – unabhängig von der besten Ausrüstung.
Anja arbeitet mit sechs verschiedenen Modulen und identifiziert zu Beginn die drei größten “Schmerzpunkte” ihrer Kunden. Oft stellt sich heraus, dass die ursprünglich genannten Ziele andere Motivationen verbergen – etwa den Wunsch, dem Vater etwas zu beweisen oder in der Firma besser dazustehen. Durch gezielte Arbeit an diesen tieferliegenden Themen können auch andere Lebensbereiche profitieren.
Hört rein auf: laufendentdecken.at
Und natürlich auf: Spotify, iTunes, Google Podcast und in allen Podcatchern über das RSS Feed
Unterstütze uns auf Patreon oder SteadyHq und hol dir den werbefreien Feed
Bewertet uns auf Apple Podcasts und auf Spotify.
Folge uns auf:
Instagram @laufendentdeckenpodcast
Facebook laufendentdeckenpodcast
Der Beitrag LEP#346 – Ein Gespräch mit Anja Messner erschien zuerst auf Laufend Entdecken.
Die ersten Kadererweiterung für das österreichische Nationalteam steht fest: Wendelin Mörtendorfer (Episode 290), Felix Bleier, Raphael Miks (Episode 297), Philipp Brugger sowie Katharina Hutter und Iris Unger sind nun Teil des Teams.
Um in den Kader zu kommen gilt:
Männer benötigen einen ITRA-Score von 820+, 10km unter 35 Minuten oder Halbmarathon unter 1:15. Frauen brauchen einen ITRA-Score über 660, 10km unter 40 Minuten oder Halbmarathon in 1:30.
Die Nominierungskriterien für die EM in Slowenien (5.-7. Juni 2026) sind klar definiert:
1. Platzierung beim EM Sichtungsrennen (Ötzi Trail Naturns)
• Sunny Mountain Trail 32km: Sichtungsrennen Trail
• Skyrace 15km: Sichtungsrennen Up&down
2. ITRA General Score (Die letzten ITRA Rennen müssen die Länge der EM Strecke widerspiegeln)
3. HM Bestzeit im Betrachtungszeitraum
4. 10km Bestzeit im Betrachtungszeitraum
Alle Regelungen gibt es hier: https://www.oelv.at/de/sport/berglauf-trailrunning
Wir haben direkt vom ÖLV Trailrunning Referenten Michael Geisler Einblicke in Saisonhighlights, den Trail Youngsters Cup und die diesjährigen Meisterschaften in Österreich erhalten. Die Links findet ihr untenstehend und auf der ÖLV Webseite im Bereich Berglauf-Trailrunning.
Einige der nationalen Wettkämpfe hier:
Die Golden Trail World Series führt eine Teamwertung ein, bei der die zwei besten Männer und Frauen eines Teams pro Rennen gewertet werden. Zusätzlich gibt es Bonuspunkte für Segment-Wertungen wie Bergauf- oder Sprint-Abschnitte. Die World Trail Majors reduzieren sich auf 10 Rennen bei erhöhtem Preisgeld, während die Skyrunning World Series mit 18 Rennen und Red-Star-Events (1,5-fache Punktzahl) aufwartet. Der neue VK Open World Cup fokussiert sich ausschließlich auf Vertical-Kilometer-Rennen.
Sergio Mayayo von Trailrunning Spain prognostiziert elf Entwicklungen bis 2035: kontinuierliches Wachstum um 12% jährlich, diverseres Publikum, globale Elite-Verteilung, geringerer Geschlechter-Leistungsabstand, Weltmeisterschaften als wichtigstes Event, olympische Aufnahme, stabile Rennformate, mehr technisch einfachere Strecken, digitale Dominanz, steigende Dopingfälle und das Aufkommen von Sportwetten.
Den Originalartikel gibt es hier: Trailrunning Spain und die deutsche Version auf Trailrunningworld.net .
Nach Corona-bedingten Pausen steht für Florian sanfte Wiedereinstieg im Fokus. Das aktuelle Training bei Peter umfasst Grundlagenausdauer, Bergintervalle, Krafttraining und erste harte Intervalle in der Halle.
Spikes werden für eisige Bedingungen beim Vienna Wintertrail in Betracht gezogen.
Die 3D Thermo Gloves von Compressport eignen sich für Temperaturen von +10° bis runter zu ca. +5° bis -3 Grad bei trockenen Bedingungen. Wenn es noch kühler wird, würden wir schon zu noch dickeren Handschuhen tendieren oder einer zweiten Schicht.
Wichtige Erkenntnisse: sehr enge Passform beim Anziehen, gute Thermoregulation, aber aufgeraute Innenfläche am Daumen (Obacht beim Nasenputzen/Nase abwischen). Positiv fällt die Herstellung in Europa (Türkei) auf. Mit 45 Euro sind die Handschuhe auch in einem guten Preissegment.
Hier geht es zum Produkt: 3D Thermo Gloves
Hört rein auf: laufendentdecken.at
Und natürlich auf: Spotify, iTunes, Google Podcast und in allen Podcatchern über das RSS Feed
Unterstütze uns auf Patreon oder SteadyHq und hol dir den werbefreien Feed
Bewertet uns auf Apple Podcasts und auf Spotify.
Folge uns auf:
Instagram @laufendentdeckenpodcast
Facebook laufendentdeckenpodcast
Der Beitrag LEP#345 – Das Orakel von Trailphi erschien zuerst auf Laufend Entdecken.
Florian Reus, 24-Stunden-Lauf-Weltmeister von 2015 und frischgebackener Buchautor. Der Frischvierziger aus Franken ist nicht nur erfolgreicher Ultraläufer, sondern auch Laufcoach und Winzer. Seine Spezialdisziplin sind kontrollierte Straßen-Ultraläufe, besonders 24-Stunden-Rennen, wo er 2015 mit 263,9 Kilometern Weltmeister wurde.
Florian Reus begann erst mit 18 Jahren ernsthaft zu laufen und kam bereits nach wenigen Wochen durch einen Zeitungsartikel über Ultraläufe zu seiner Passion. Anders als viele andere übersprang er die kürzeren Distanzen komplett und spezialisierte sich früh auf die langen Strecken.
Die Faszination der 24-Stunden-Läufe liegt für ihn in der absoluten Vergleichbarkeit – egal ob in Japan, Italien oder Österreich, jeder hat exakt 1440 Minuten Zeit. Ein ganzer Tag bildet eine geschlossene Einheit, während längere Formate für ihn willkürlich wirken.
Nach seinem ersten deutschen Meistertitel 2006 mit nur 22 Jahren setzte sich Florian das langfristige Ziel Weltmeister. 2011 änderte er seine Lebensplanung, studierte Sportmanagement und konnte sich voll auf das Training konzentrieren. 2015 erfüllte sich der Traum – trotz einer schweren Krise nach 9 Stunden kämpfte er sich zurück und gewann mit 263,9 Kilometern. Er trat zurück, kam nochmal zurück zur WM, ist aber nun aus dem 24h „Game“ draussen. Dennoch war da noch was offen.
Nach einer längeren Wettkampfpause wagte Florian 2025 ein völlig anderes Projekt: etwa 2300 Kilometer von Flensburg nach San Marino in 41 Tagen. Dieser Etappenlauf war ein Kindheitstraum seit 2003 und schloss für ihn einen wichtigen Lebenskreis.
Seit 2018 betreibt Florian Reus sein eigenes Weinprojekt in Franken. Beide Leidenschaften verbindet die Langfristigkeit – sowohl beim Training als auch bei Weinen, die als “Langstreckenläufer” über Jahre reifen sollen.
In seinem Buch “Ein Jahr aus meinem Leben” reflektiert Florian über sein erfolgreiches Jahr 2015, aber auch über langfristige Zielverfolgung, Mentalität und den Umgang mit Rückschlägen. Es soll anderen Ultraläufern als Inspiration dienen.
Hört rein auf: laufendentdecken.at
Und natürlich auf: Spotify, iTunes, Google Podcast und in allen Podcatchern über das RSS Feed
Unterstütze uns auf Patreon oder SteadyHq und hol dir den werbefreien Feed
Bewertet uns auf Apple Podcasts und auf Spotify.
Folge uns auf:
Instagram @laufendentdeckenpodcast
Facebook laufendentdeckenpodcast
Der Beitrag LEP#344 – Ein Gespräch mit Florian Reus erschien zuerst auf Laufend Entdecken.
Wir haben vier verschiedene Silva-Modelle ausführlich besprochen: von der 70 Gramm leichten Seek 450 Recharge (45 Euro) bis zur 244 Gramm schweren Free 900S (165 Euro). Dabei haben wir besonders auf Handhabung mit Handschuhen, Gewichtsverteilung und Leuchtdauer geachtet.
Seek 450 Recharge (ca. 45 Euro, 70g): Ultraleichte Einstiegslampe mit 450 Lumen und integriertem USB-C Akku. Ideal für kurze Läufe und Camping mit 3h Laufzeit im Max-Modus. Silva Intelligent Light kombiniert Spot- und Flutlicht. Schwäche: Kopfneigung schwierig mit Handschuhen bedienbar.
Discover Hybrid (ca. 70 Euro, 91g): Flexible Allrounder mit 500 Lumen und Hybrid-System (wiederaufladbarer Akku oder AAA-Batterien). COB-LED für breites Nahbereichslicht, Rotlicht-Modus für Nachtsicht. IP65-zertifiziert, 2h Laufzeit bei Maximaler Stufe. Es ist zusätzlich eine Helmbefestigung inkludiert.
Trail Runner Free 2 Ultra (ca. 100 Euro, 145g mit Akku): Kabelfreies Design mit 550 Lumen für ambitionierte Läufer. Free Technology integriert Kabel vollständig ins Stirnband. Wer den Akku nicht am Kopf tragen will, kann ihn allerdings mit einem Verlängerungskabel zum Beispiel in den Rucksack legen. Ultraleichter 60g Lampenkopf, Hybrid-Akkufach (4,0 Ah oder 3x AAA). Intelligent Light System mit integriertem roten Rücklicht.
Free 900S (ca. 165 Euro, 244g mit Akku): Premium-Modell mit 900 Lumen und modularem System. Lampenköpfe, Akkus und Stirnbänder frei kombinierbar. Air Flow-Technologie für optimale Kühlung, 95g Lampenkopf mit 24,1 Wh Akku in Tasche/Weste verstaubar. Natürliches gelbliches Licht. ISPO Award 2023 Gewinner. Die Free 900S überzeugte durch ihr modulares System mit wechselbaren Akkus und vertikaler LED-Anordnung.
Der 255 Gramm leichte Trailschuh mit 6mm Sprengung und 4mm Profiltiefe hat sich als echter Allrounder erwiesen. Das Powerwire-Obermaterial bietet hervorragenden Halt, die Gas-injected Zwischensohle ohne Carbon liefert gute Dämpfung bei gleichzeitig sportlicher Charakteristik. Der Schuh funktioniert zuverlässig auf verschiedensten Untergründen und eignet sich sowohl für Wettkämpfe als auch längere Distanzen.
Die Hochkönig Krone wird 2026 nicht stattfinden. Nach dem Ende der Zusammenarbeit zwischen dem ursprünglichen Hochkönigman-Team und dem Tourismusverband entstanden Konflikte um zwei parallel geplante Veranstaltungen. Grundbesitzer verweigerten die Genehmigung für zwei Events jährlich. Österreich hat dadurch keinen Skyrunner World Series Lauf mehr.
Die neue 200-Meter-Bahn mit Steilkurven eignet sich gut für Intervalltraining. Wichtig: Bei langsameren Geschwindigkeiten (über 4:30 min/km) sollte man die Aufwärmbahn nutzen, da die Steilkurve sonst problematisch sein kann. Die Jahresgebühr beträgt etwa 200 Euro und bietet Zugang zu professioneller Leichtathletik-Infrastruktur.
Hört rein auf: laufendentdecken.at
Und natürlich auf: Spotify, iTunes, Google Podcast und in allen Podcatchern über das RSS Feed
Unterstütze uns auf Patreon oder SteadyHq und hol dir den werbefreien Feed
Bewertet uns auf Apple Podcasts und auf Spotify.
Folge uns auf:
Instagram @laufendentdeckenpodcast
Facebook laufendentdeckenpodcast
Der Beitrag LEP#343 – Stille Nacht, Helle Nacht erschien zuerst auf Laufend Entdecken.
Jannis Bonek, 26 Jahre, aktuell Österreichs erfolgreichster Orientierungsläufer. Der Athlet gewann 2024 sowohl die Militärweltmeisterschaft im Einzel als auch Team- und Staffelmedaillen, holte die erste OL-WM Medaille für Österreich und läuft im Weltcup ganz vorne mit. Bonek kam durch seine Familie zum Sport und absolvierte auch ein halbes Jahr in einem Orientierungslaufgymnasium in Uppsala, Schweden.
Orientierungsläufer müssen einen Parcours mit etwa 20 Kontrollpunkten in vorgegebener Reihenfolge ablaufen, wobei die Routenwahl zwischen den Posten frei ist. Am Start erhalten sie eine detaillierte Karte mit der eingezeichneten Bahn (Gebiet mit den Positionen der Posten). Die Wettkämpfe werden nach Siegerzeiten geplant: Langdistanz etwa 90 Minuten, Mitteldistanz 35 Minuten, Sprint 15 Minuten.
Die verwendeten Karten sind deutlich detaillierter als Wanderkarten (Maßstab 1:10.000 bis 1:15.000). Jeder markante Stein, Wurzelstock und jede Geländeformation ist eingezeichnet. Es gibt internationale Normen, aber Kartenzeichner interpretieren diese individuell je nach Gelände und Region.
Das Training kombiniert klassisches Ausdauertraining mit Technikeinheiten zur Orientierung. Besondere Herausforderung: Wettkampfgebiete sind oft lange vor dem Wettkampf gesperrt, Training findet in verschiedenen Umgebungen und Wäldern statt (für Grossereignisse in möglichst ähnlichen Gebieten). Bonek trainiert beim Heeressport-Leistungszentrum und bei seinem Trainer Vincent Vermeulen in der Ramsau.
Umknicken ist die häufigste Verletzung – über 50% der Läufer hatten bereits Bänderverletzungen. Spezielle Orientierungslaufschuhe mit kurzen Spikes sorgen für Grip auf verschiedenen Untergründen. Bei längeren Distanzen werden Gels mitgeführt, die Einnahme während des Wettkampfs ist aber schwierig.
Neue Formate wie der Knockout-Sprint sollen den Sport fernsehtauglicher machen, sind aber umstritten. Etwa 10 Weltcup-Rennen pro Jahr, Karrieren bis etwa 35 Jahre möglich. In Österreich starten bei nationalen Meisterschaften etwa 600 Teilnehmer aller Altersklassen.
Hört rein auf: laufendentdecken.at
Und natürlich auf: Spotify, iTunes, Google Podcast und in allen Podcatchern über das RSS Feed
Unterstütze uns auf Patreon oder SteadyHq und hol dir den werbefreien Feed
Bewertet uns auf Apple Podcasts und auf Spotify.
Folge uns auf:
Instagram @laufendentdeckenpodcast
Facebook laufendentdeckenpodcast
Der Beitrag LEP#342 – Ein Gespräch mit Jannis Bonek erschien zuerst auf Laufend Entdecken.
Rainer Predl, 34-jähriger Ultra-Läufer aus Lassee (Niederösterreich), der mittlerweile in Frankfurt lebt. Predl ist österreichischer Rekordhalter über 6 und 12 Stunden und bekannt für außergewöhnliche Lauf-Projekte auf allen Kontinenten.
Rainer erzählt von seinem ungewöhnlichen Einstieg in den Ultrasport nach einem traumatischen Zugunfall 2007, der ihn zum ersten Gedenklauf über 6 Stunden motivierte. Die starke Leistung brachte ihm bereits die Aufmerksamkeit des österreichischen Nationalteams ein. Nach anfänglichen Erfolgen bei 100-Kilometer- und 24-Stunden-Weltmeisterschaften kam 2015 der Wendepunkt: Ein Kniescheibenbruch verhinderte seinen geplanten Wechsel zum Marathon-Sport und führte ihn endgültig zurück zum Ultralaufen.
Seine “Crazy Projects” entstanden aus der Corona-Zeit heraus, als der Lasseer Benefizlauf für den Kinderhospiz Sterntalerhof abgesagt werden musste. Der 70-Kilometer-Lauf um den Küchentisch wurde zum viralen Hit, gefolgt von Marathons im Kreisverkehr, am Windrad und auf Muldenkippern. Predl erklärt, wie diese medienwirksamen Aktionen zwar Kritik ernten, aber erfolgreich Aufmerksamkeit und Spenden generieren.
Seine Laufband-Weltrekorde führten zu 30 Tagen am Laufband im Sportgeschäft, komplett mit Livestream und Betreuung. Predl berichtet von den psychischen Herausforderungen der ständigen Öffentlichkeit und wie Shitstorms ihn zeitweise am Sport zweifeln ließen. Nach gescheiterten Nordpol-Versuchen aufgrund geopolitischer Probleme und gebrochener Eisschollen fand er sein Ziel schließlich am Südpol.
Bei der 100-Kilometer-Antarktis-Challenge siegte Predl in 9:55 Stunden mit neuem Streckenrekord, kämpfte dabei aber mit extremer Kälte bis minus 25 Grad und Verpflegungsproblemen durch eingefrorene Getränke. Eine Erfrierung kostete ihn das Gefühl im Daumen, was er als akzeptable Konsequenz seines Traums bezeichnet.
Hört rein auf: laufendentdecken.at
Und natürlich auf: Spotify, iTunes, Google Podcast und in allen Podcatchern über das RSS Feed
Unterstütze uns auf Patreon oder SteadyHq und hol dir den werbefreien Feed
Bewertet uns auf Apple Podcasts und auf Spotify.
Folge uns auf:
Instagram @laufendentdeckenpodcast
Facebook laufendentdeckenpodcast
Der Beitrag LEP#341 – Ein Gespräch mit Rainer Predl erschien zuerst auf Laufend Entdecken.
Wir diskutieren die massiven Preissteigerungen bei UTMB-Rennen: Der Mozart 100 kostet jetzt fast 400 Euro – eine Steigerung von 200% in nur drei Jahren. Zum Vergleich: Der Grossglockner Ultra bleibt bei fairen 195 Euro für 110 Kilometer. Der Grossglockner wechselt vom Hubert Resch zum Tourismusverband Zell am See-Kaprun als Organisator, mit Salty Trail Running als Co-Veranstalter.
Der VCM verlangt jetzt 3 Euro extra für die Garderobenaufbewahrung im Ziel. Der Transport vom Start ins Ziel wird komplett gestrichen – Läufer müssen ihre Wechselkleidung bereits vor dem Lauf im Zielbereich abgeben. Diese Änderung muss einen Monat vor dem Rennen gebucht werden.
2026 kommt das “Trailhunt” als neuer Elite-Bewerb dazu: Teilnahmeberechtigung ab 750 ITRA-Punkten (Männer) bzw. 650 Punkten (Frauen). Das zweitägige Format besteht aus Vertical am ersten Tag und Jagdrennen am zweiten. Preisgeld von 30.000 Euro wird ausgeschüttet, mit jeweils 7.000 Euro für die Sieger. Doping-Tests sind fest eingeplant.
Der VCM organisiert am 27. September 2026 einen neuen Marathon um den Wörthersee mit 623 Höhenmetern – deutlich mehr als erwartet für einen Straßenmarathon. Kombi-Angebote mit dem Wien-Marathon sind verfügbar.
Das Festival findet wieder vom 23. bis 25. Oktober 2026 in Salzburg statt, nachdem die Stadt zuvor alle Rennen ausgeschlossen hatte.
Bis zum 21. Dezember um 12 Uhr können sich Hörer für Startplätze beim Weißensee-Ungetüm oder Karnischen Ungetüm bewerben. Die Auslosung findet live auf Instagram um 19:30 Uhr statt.
Hört rein auf: laufendentdecken.at
Und natürlich auf: Spotify, iTunes, Google Podcast und in allen Podcatchern über das RSS Feed
Unterstütze uns auf Patreon oder SteadyHq und hol dir den werbefreien Feed
Bewertet uns auf Apple Podcasts und auf Spotify.
Folge uns auf:
Instagram @laufendentdeckenpodcast
Facebook laufendentdeckenpodcast
Der Beitrag LEP#340 – Two fast two furious erschien zuerst auf Laufend Entdecken.
Michael Buchleitner, dreifacher Olympiateilnehmer, ehemaliger österreichischer Rekordhalter im Halbmarathon und Unternehmer. Der Spätsechziger-Geborene aus dem Wiener Umland war zwischen den 1990ern und 2005 aktiv, mit olympischen Teilnahmen sowohl auf der Mitteldistanz als auch später im Marathon.
Michael begann mit zwölf Jahren im örtlichen Turnverein mit der Leichtathletik, nachdem sein Vater sein Talent beim Geländelauf erkannt hatte. Der Schlüssel zu seinem Erfolg lag in der Konstanz und Disziplin – während viele Talente in der Jugend aufhörten, blieb er dabei und lief sich durch kontinuierliches Training nach vorne. Mit 22 stand er bereits im WM-Finale, mit 23 gewann er die Militärweltmeisterschaften.
Es gab in den 1990ern und 2000ern durchaus Möglichkeiten, als Läufer Geld zu verdienen. Michael finanzierte sich über eine Mischung aus Startgeldern, Preisgeldern bei internationalen Rennen, Sponsorenverträgen und der Österreichischen Sporthilfe. Parallel gründete er 1999 seine erste Firma und konnte so einen fließenden Übergang vom Sport ins Berufsleben schaffen.
Seit 2014 ist Michael als Veranstalter für den Wings for Life World Run Österreich verantwortlich. Er kümmert sich um alle Genehmigungen, die Logistik, Verpflegungsstationen und die Zusammenarbeit mit Behörden und Blaulichtorganisationen. 2026 wird der Start von der Wiener Innenstadt nach Schönbrunn verlegt. Das Format hat bewusst Teilnehmerlimits, weil mehr Starter das Konzept sprengen würden.
Der Wachau Marathon ist logistisch eine der größten Herausforderungen im österreichischen Laufsport. Die einzige Straße im UNESCO-Weltkulturerbe wird zur Hauptlesezeit der Winzer blockiert, was anfangs nicht nur Freunde machte. Mit 40 Bussen, zwei Sonderzügen und einem Schiff werden die Teilnehmer zum Start transportiert. 2024 musste der Lauf wegen Hochwasser abgesagt werden – eine Erfahrung, die zur Wiedereinführung einer Ausfallversicherung führte.
Seit März 2016 betreibt Michael ein Laufsportgeschäft im ersten Wiener Bezirk. Der Fokus liegt auf fachkundiger Beratung durch Mitarbeiter, die selbst laufen – von der Mittelstrecke über den Marathon bis zu Ultraläufen. Eine Besonderheit ist die Laufanalyse über eine Druckmessplatte im Boden statt klassischer Videoanalyse auf dem Laufband. Das Geschäft profitiert von der aktuellen Entwicklung, dass sich Laufschuhe durch neue Technologien ständig verändern und Online-Kauf schwieriger wird.
Hört rein auf: laufendentdecken.at
Und natürlich auf: Spotify, iTunes, Google Podcast und in allen Podcatchern über das RSS Feed
Unterstütze uns auf Patreon oder SteadyHq und hol dir den werbefreien Feed
Bewertet uns auf Apple Podcasts und auf Spotify.
Folge uns auf:
Instagram @laufendentdeckenpodcast
Facebook laufendentdeckenpodcast
Der Beitrag LEP#339 – Ein Gespräch mit Michael Buchleitner erschien zuerst auf Laufend Entdecken.
Der Wings for Life World Run Wien startet 2026 vor dem Schloss Schönbrunn statt vor dem Rathaus. Grund ist der Eurovision Song Contest, der das Rathausareal belegt. Die neue Route führt von Schönbrunn auswärts, dann mit Kehrtwende in die Innenstadt. Ab Karlsplatz entspricht sie der gewohnten Strecke. Das Rennen war nach nur fünf Tagen ausverkauft – ein Zeichen für die wachsende Beliebtheit.
IIn Vienna, Illinois fielen gleich zwei Weltrekorde: Anne Flower lief die 50 Meilen in 5:18:57 und stellte damit einen neuen Weltrekord über diese Distanz auf. Caitriona Jennings aus Irland stellte mit 12:37:04 einen neuen 100-Meilen-Weltrekord auf. Beide Rekorde entstanden auf dem relativ flachen Tunnel Hill Kurs, was für Trail-Distanzen ungewöhnlich ist.
Plan B Events verkaufte den ZUT (Zugspitz Ultratrail) und TAR an die UTMB Group. Nach anfänglichen Zusagen, alles bleibe gleich, stiegen die Preise teilweise um 30-40% gegenüber dem Vorjahr. Die Anmeldung verlief problematisch mit technischen Schwierigkeiten und Preisstaffelungen nach Kontingenten.
Die Slowakei führte eine 6 km/h Geschwindigkeitsbegrenzung auf Gehsteigen ein, ruderte aber nach Kritik zurück. Die Regelung sollte eigentlich nur für Fahrzeuge wie E-Scooter gelten, hätte aber theoretisch auch Läufer betroffen.
Im Burgenland startete mit acht Schülerinnen die erste HTL mit Laufsport-Schwerpunkt. Die fünfjährige Ausbildung kombiniert Matura mit berufsbildenden Inhalten und ermöglicht strukturiertes Training von Jugend an. Das Burgenland bietet klimatisch gute Bedingungen mit vielen schneefreien Tagen.
Der neue Straßenlaufschuh überzeugte mit etwa 258g Gewicht, 5mm Drop und Pebax-Platte statt Carbon. Die gute Dämpfung und der Meta-Rocker machen ihn vielseitig einsetzbar für Grundlage- bis Tempoläufe. Mit einem UVP unter 200 Euro positioniert er sich als günstiger Trainingsschuh mit leichtem Vortrieb.
Hört rein auf: laufendentdecken.at
Und natürlich auf: Spotify, iTunes, Google Podcast und in allen Podcatchern über das RSS Feed
Unterstütze uns auf Patreon oder SteadyHq und hol dir den werbefreien Feed
Bewertet uns auf Apple Podcasts und auf Spotify.
Folge uns auf:
Instagram @laufendentdeckenpodcast
Facebook laufendentdeckenpodcast
Der Beitrag LEP#338 – 3 Adventkerzerl erschien zuerst auf Laufend Entdecken.
Brigid Wefelnberg, geboren 1963, ist eine außergewöhnliche Extremläuferin aus Deutschland. Nach einer Karriere im Leistungsschwimmen in den USA entdeckte sie ihre Leidenschaft für lange Strecken im Schwarzwald. Seit 2006 ist sie auf den härtesten Wüstenläufen der Welt unterwegs.
Brigid erzählt, wie alles mit einer simplen SMS begann: „Komm, wir laufen durch die Wüste, 250 Kilometer nur Wasser wird gestellt.“ Diese Nachricht führte 2006 zu ihrer ersten Teilnahme am Marathon des Sables, obwohl sie vorher nur privat lange Strecken im Schwarzwald gelaufen war.
Für Brigid bedeutet Wüstenlaufen das absolute Pure Abenteuer – so weit weg von der Zivilisation wie möglich zu sein. Sie beschreibt sich als „laufende Nomadin“ und bevorzugt Läufe ohne Crew, ohne Pacer und ohne Verwöhnprogramm. Die ohrbetäubende Stille der Wüste und das Alleinsein zwischen den Checkpunkten sind für sie der wahre Reiz.
Die Wüste Gobi stellt besondere Anforderungen. Brigid erklärt die Bedeutung spezieller Gamaschen gegen Sand in den Schuhen und wie sich Blasenprobleme in unterschiedlichen Wüstenarten entwickeln.
Spektakuläre Erlebnisse gehören dazu: vom Verirren bei einem Sandsturm auf einer Militärbasis in Mauretanien bis zur nächtlichen Begegnung mit vermeintlichen Löwen, die sich als Kamele entpuppten. Brigid beschreibt, wie solche Situationen einen lehren, Ängste zu überwinden.
Bei langen Wüstenläufen läuft sie etwa 60-70 Prozent der Strecke und geht den Rest. Besonders in Dünen wird das Laufen durch den nachrutschenden Sand zur Herausforderung. Das Gewicht des Rucksacks (7-13 kg) spielt eine entscheidende Rolle für die Geschwindigkeit.
Der Ultra Gobi in China beeindruckt durch perfekte Organisation mit Ärzten an jedem Checkpunkt, aber auch durch viel Show drumherum. Brigid schätzt besonders die emotionale Seite der chinesischen Veranstalter und Betreuer, die eine ganz andere Kultur des Ultrarunnings repräsentieren.
Beim diesjährigen Ultra Gobi musste sie nach einem Sturz mit gebrochenen Daumen aufgeben. Sie erklärt, warum solche klaren körperlichen Probleme mental einfacher zu akzeptieren sind als mentale Tiefs.
Hört rein auf: laufendentdecken.at
Und natürlich auf: Spotify, iTunes, Google Podcast und in allen Podcatchern über das RSS Feed
Unterstütze uns auf Patreon oder SteadyHq und hol dir den werbefreien Feed
Bewertet uns auf Apple Podcasts und auf Spotify.
Folge uns auf:
Instagram @laufendentdeckenpodcast
Facebook laufendentdeckenpodcast
Der Beitrag LEP#337 – Ein Gespräch mit Brigid Wefelnberg erschien zuerst auf Laufend Entdecken.
From the publisher's feed

182 Listeners

3 Listeners

189 Listeners

2 Listeners

16 Listeners

0 Listeners

99 Listeners

3 Listeners

49 Listeners

1 Listeners

3 Listeners

3 Listeners

1 Listeners

1 Listeners

0 Listeners