
Sign up to save your podcasts
Or


Wer heute Zeitung liest, Radio hört oder die Fernsehnachrichten einschaltet, hat nicht viel zu lachen: Kriege, Krisen und Katastrophen prägen die journalistischen Medien. Und das, nachdem wir drei Jahre ganz im Bann einer Pandemie verbracht haben. Kein Wunder wird der Anteil der so genannten News-Deprivierten grösser, also jener Menschen, die den Nachrichten den Rücken zukehren und keine journalistischen Medien mehr konsumieren. In der Schweiz machen sie bereits zwei Fünftel aller Menschen aus. Aber warum kommt Humor in unseren Medien kaum vor? Warum haben Mediennutzer:innen auch in guten Tagen so wenig zu lachen? Warum nimmt kein Medium das Bedürfnis ihrer Nutzer nach einem Lächeln im Alltag ernst? Ich vermute: Weil schwere Texte leichter zu schreiben sind und die optimierten Produktionsprozesse moderner Medien kaum Platz für Humor bieten. Mein Wochenkommentar darüber, warum mehr Humor den Medien und ihren Nutzern gleichermassen gut tun würde.
https://www.matthiaszehnder.ch/
Matthias Zehnder ist Autor und Medienwissenschaftler in Basel. Er ist bekannt für inspirierende Texte, Vorträge und Seminare über Medien, die Digitalisierung und KI.
Website: https://www.matthiaszehnder.ch/
Newsletter abonnieren: https://www.matthiaszehnder.ch/abo/
Unterstützen: https://www.matthiaszehnder.ch/unterstuetzen/
Biografie und Publikationen: https://www.matthiaszehnder.ch/about/
Der Bundesrat will die Radio- und Fernsehabgabe für Haushalte von 335 auf 300 Franken senken und einen grossen Teil der Unternehmen in der Schweiz von der Abgabe befreien. Er übernimmt damit die Perspektive der Initianten der «Halbierungsinitiative» und betrachtet den medialen Service Public in der Schweiz lediglich aus der Sicht der einzelnen Konsumenten und der Gebühren, die für sie anfallen. Sinn der Medienabgabe ist es aber, jenseits vom individuellen Konsum eine mediale Grundversorgung für alle Landesteile sicherzustellen. Im Vordergrund sollten deshalb die Interessen des Landes und der Sprachregionen stehen. Wir müssen also über den Bedarf des Landes und die dafür anfallenden Kosten reden, bevor wir uns über die Finanzierung und die Höhe der Gebühren unterhalten können. In meinem Wochenkommentar zeige ich Ihnen mit handfesten Zahlen, warum es wichtig ist, beim medialen Service public zuerst die Sicht des Landes anzunehmen und erst dann zu fragen, ob und wie die Medienkonsumenten zur Kasse gebeten werden.
Matthias Zehnder ist Autor und Medienwissenschaftler in Basel. Er ist bekannt für inspirierende Texte, Vorträge und Seminare über Medien, die Digitalisierung und KI.
Website: https://www.matthiaszehnder.ch/
Newsletter abonnieren: https://www.matthiaszehnder.ch/abo/
Unterstützen: https://www.matthiaszehnder.ch/unterstuetzen/
Biografie und Publikationen: https://www.matthiaszehnder.ch/about/
Politik und Wissenschaft sind sich einig: Ein Missbrauch der Atomkraft oder gar ein Atomkrieg wären verheerend für die Menschheit. Deshalb haben die Vereinten Nationen schon 1957 die Internationale Atomenergie-Organisation IAEA gegründet. Die Behörde soll dafür sorgen, dass die Atomkraft weltweit friedlich genutzt wird und kriegerischen Missbrauch verhindern. Nach diesen Vorbild möchte der britische Premierminister Rishi Sunak die Künstliche Intelligenz weltweit überwachen und einen Missbrauch der KI möglichst unterbinden. Sunak hat deshalb diese Woche Regierungen und Wirtschaftsvertreter aus den USA, China, der EU und der Schweiz zu einem KI-Sicherheitsgipfel nach England eingeladen. Dieser «AI Summit» hat im Bletchley Park stattgefunden. Sunak wollte damit wohl an die Geschichte des Ortes anknüpfen: Im Bletchley Park haben englische Mathematiker rund um Alan Turing im Zweiten Weltkrieg die Rechenmaschine erfunden, mit deren Hilfe sie die deutsche Verschlüsselungstechnik Enigma knacken konnten. Auf den ersten Blick klingt das alles sinnvoll, ja sympathisch. Und doch hätte Rishi Sunak für seinen Gipfel keinen schlechteren Ort wählen können. Denn dieser Bletchley Park steht auch für drei kapitale Fehler in der Computergeschichte. Es sieht ganz so aus, als hätte die Politik daraus nichts gelernt. Mein Wochenkommentar über die drei grossen Fehler der Politik im Umgang mit der Künstlichen Intelligenz.
Matthias Zehnder ist Autor und Medienwissenschaftler in Basel. Er ist bekannt für inspirierende Texte, Vorträge und Seminare über Medien, die Digitalisierung und KI.
Website: https://www.matthiaszehnder.ch/
Newsletter abonnieren: https://www.matthiaszehnder.ch/abo/
Unterstützen: https://www.matthiaszehnder.ch/unterstuetzen/
Biografie und Publikationen: https://www.matthiaszehnder.ch/about/
«Was soll ich hier über Kunst schreiben, wenn in Israel und Palästina grauenhafte Verbrechen an der Menschlichkeit verübt werden?» Das fragt Felix Schenker, Chefredaktor der Schweizer Kulturplattform «arttv.ch». Es ist eine Frage, die ich dieser Tage häufiger gehört habe und die auch im Gespräch mit Freunden und am Familientisch zu reden gegeben hat. In Israel herrscht Krieg. Die Terrororganisation Hamas hat 200 Geiseln in ihre Gewalt gebracht. Auf Gaza fallen Bomben. Auch in der Ukraine herrscht weiterhin Krieg. Russische und ukrainische Soldaten sterben in Schützengräben wie im Ersten Weltkrieg. Und wir beschäftigen uns hier mit Kunst und Kultur? Darf man Ausstellungen besuchen, ins Kino gehen, ein Konzert geniessen, tanzen und feiern, wenn in Israel und der Ukraine Krieg herrscht? Anders gefragt: Dürfen wir hier lachen, wenn im Nahen Osten und in der Ukraine Menschen sterben? Mein Wochenkommentar zur Frage, ob Kultur Platz haben darf, wenn Krieg herrscht.
Matthias Zehnder ist Autor und Medienwissenschaftler in Basel. Er ist bekannt für inspirierende Texte, Vorträge und Seminare über Medien, die Digitalisierung und KI.
Website: https://www.matthiaszehnder.ch/
Newsletter abonnieren: https://www.matthiaszehnder.ch/abo/
Unterstützen: https://www.matthiaszehnder.ch/unterstuetzen/
Biografie und Publikationen: https://www.matthiaszehnder.ch/about/
«Im Krieg ist die Wahrheit das erste Opfer.» Es ist zwar nicht sicher, wer das als erster gesagt oder geschrieben hat, das ändert aber nichts daran, dass der Satz wahr ist: Krieg und Wahrheit vertragen sich schlecht. Das erleben wir seit dem russischen Überfall auf die Ukraine und wir erleben es jetzt wieder im Zusammenhang mit dem Krieg im Nahen Osten. Man könnte meinen, das Lügen sei schwieriger geworden, weil die sozialen Medien dafür sorgen, dass Beteiligte und Betroffene live aus Kriegsgebieten berichten können. Das Gegenteil ist wahr: Die vielen Bilder und Videos erschweren den Durchblick – und Aufregung, Wut und Angst trüben die Sicht. Dazu kommt jetzt auch noch die KI, die es viel einfacher macht, Bilder und Videos zu fälschen. Was tun? Mein Wochenkommentar über den fatalen Zusammenhang von Krieg, Wut, Angst und Medien – mit konkreten Tipps, wie Sie aus der Erregungsspirale herauskommen.
Matthias Zehnder ist Autor und Medienwissenschaftler in Basel. Er ist bekannt für inspirierende Texte, Vorträge und Seminare über Medien, die Digitalisierung und KI.
Website: https://www.matthiaszehnder.ch/
Newsletter abonnieren: https://www.matthiaszehnder.ch/abo/
Unterstützen: https://www.matthiaszehnder.ch/unterstuetzen/
Biografie und Publikationen: https://www.matthiaszehnder.ch/about/
Der äusserst brutale Anschlag der radikal-islamischen Hamas auf Menschen in Israel hat diese Woche die Welt erschüttert und war, natürlich, ein grosses Thema in allen Medien. Selbst der zurückhaltende Schweizer Bundesrat ist nun der Ansicht, dass die Schweiz die Hamas als terroristische Organisation einstufen sollte. Das war sie nämlich bisher nicht. Das hat mir zu denken gegeben. Ich habe mich deshalb diese Woche mit drei Fragen rund um Terrorismus beschäftigt. 1) Was ist eigentlich Terrorismus? 2) Welche Rolle spielen die Medien dabei? 3) Warum lohnt sich Terror bis heute? Zum Schluss formuliere ich drei Wünsche an die Medien. Nicht dass es realistisch wäre, dass die Medien auf mich hören. Aber vielleicht hilft es Ihnen dabei, die Berichterstattung etwas besser einzuordnen. Mein Wochenkommentar über Terrorismus und die Rolle der Medien.
Matthias Zehnder ist Autor und Medienwissenschaftler in Basel. Er ist bekannt für inspirierende Texte, Vorträge und Seminare über Medien, die Digitalisierung und KI.
Website: https://www.matthiaszehnder.ch/
Newsletter abonnieren: https://www.matthiaszehnder.ch/abo/
Unterstützen: https://www.matthiaszehnder.ch/unterstuetzen/
Biografie und Publikationen: https://www.matthiaszehnder.ch/about/
Sie treibt uns an, sie bringt uns voran und ist zugleich unser Verhängnis: die Neugier. Während Jahrhunderten galt sie als Sünde, als Ablenkung vom tugendhaften Weg des strebsamen Studierens. Erst das wissenschaftliche Denken, wie es Galileo Galilei und Isaac Newton im 17. Jahrhundert entwickelten, machte die Neugier allmählich zur Tugend. Heute zeigt die Forschung, dass Neugier mit einem guten Gedächtnis und einer besseren Lernfähigkeit zusammenhängt. Mit anderen Worten: Neugierige Menschen sind klüger. Zumindest war das bisher so. Denn heute führt Neugier schnell zur Übersättigung: Für neugierige Menschen ist Surfen im Internet der Versuch, aus einem Feuerwehrschlauch zu trinken. Die Folge der krassen Überforderung und Überreizung im Internet ist paradoxerweise lähmende Langeweile. Was tun? Fünf konkrete Tipps, wie Sie ein neugieriger Mensch bleiben können.
Matthias Zehnder ist Autor und Medienwissenschaftler in Basel. Er ist bekannt für inspirierende Texte, Vorträge und Seminare über Medien, die Digitalisierung und KI.
Website: https://www.matthiaszehnder.ch/
Newsletter abonnieren: https://www.matthiaszehnder.ch/abo/
Unterstützen: https://www.matthiaszehnder.ch/unterstuetzen/
Biografie und Publikationen: https://www.matthiaszehnder.ch/about/
Der Schweizer Medienkonzern Tamedia will landesweit sechs Millionen Franken einsparen und baut deshalb fast 50 Stellen ab. In der Deutschschweiz sind es rund 20 Stellen. In der Romandie streicht der Konzern bis zu 28 Stellen, also mehr als jede zehnte Stelle. Alle 48 Stellen sollen in den Redaktionen abgebaut werden. Tamedia begründet den Stellenabbau mit dem Umsatzrückgang im Printbereich, der sich bisher nicht durch Umsatzwachstum mit digitalen Produkten habe kompensieren lassen. Mir scheint, da bleiben wichtig Fragen offen. Zum Beispiel: Warum hat sich der Konzern so organisiert, dass die Medien rote Zahlen schreiben? Wie will der Konzern mit weniger Journalisten online mehr Umsatz machen? Und an uns alle gerichtet: Welche Strategie braucht die Schweiz, damit langfristig eine vielfältige Medienlandschaft überleben kann? Mein Wochenkommentar zum Excel-Management bei Tamedia, der Strategie dahinter und den Folgen für den Schweizer Medienmarkt.
Matthias Zehnder ist Autor und Medienwissenschaftler in Basel. Er ist bekannt für inspirierende Texte, Vorträge und Seminare über Medien, die Digitalisierung und KI.
Website: https://www.matthiaszehnder.ch/
Newsletter abonnieren: https://www.matthiaszehnder.ch/abo/
Unterstützen: https://www.matthiaszehnder.ch/unterstuetzen/
Biografie und Publikationen: https://www.matthiaszehnder.ch/about/
Dieser Tage bin ich auf Netflix auf einen Dokumentarfilm über Pete Souza gestossen, den ehemaligen Cheffotografen des Weissen Hauses. Souza arbeitete zunächst von 1983 bis 1989 unter Ronald Reagan als Fotograf im Weissen Haus und dokumentierte dann die achtjährige Präsidentschaft von Barack Obama mit zum Teil atemberaubenden Bildern. Souza bezeichnet sich selbst als unpolitisch. Doch während der Präsidentschaft von Donald Trump begann er, oft ohne viele Worte, Bilder von Obama, die zum aktuellen Geschehen passten, auf Instagram zu posten. Er sah die Präsidentschaft als Institution durch Trump beschädigt. Seine Sichtweise hat mir zu denken gegeben, gerade vor dem Hintergrund, dass die Schweizer Bundesverfassung diese Woche ihr 175-jähriges Jubiläum feiert. Ich glaube, auch bei uns ist das Bewusstsein verloren gegangen, dass der Regierungsrat und der Bundesrat Institutionen sind, die immer grösser sind als die Personen, die sie ausfüllen. Mein Wochenkommentar über den Unterschied zwischen Präsident und Präsidentschaft.
Matthias Zehnder ist Autor und Medienwissenschaftler in Basel. Er ist bekannt für inspirierende Texte, Vorträge und Seminare über Medien, die Digitalisierung und KI.
Website: https://www.matthiaszehnder.ch/
Newsletter abonnieren: https://www.matthiaszehnder.ch/abo/
Unterstützen: https://www.matthiaszehnder.ch/unterstuetzen/
Biografie und Publikationen: https://www.matthiaszehnder.ch/about/
Deutschland streitet über ein Flugblatt, das ein Junge vor 36 Jahren auf einem Schulhof verteilt hat. In Frankreich macht die Abaya Schlagzeilen, das traditionelle Kleidungsstück der Frauen aus dem Nahen Osten. Österreich ärgert sich, weil ein EU-Kommissar die hohen Gasbezüge des Landes aus Russland thematisiert und Österreich vorgeworfen hat «Blutgeld» nach Russland zu schicken. Und die mediale Schweiz hängt an den Lippen von Wasiliki Goutziomitros: Die Moderatorin der SRF-Sendung «10vor10» hatte sich verschluckt und musste live auf dem Sender einen Schluck Wasser nehmen. Schon am frühen Morgen hatte der Artikel darüber auf der Website von Tamedia über 50 Leserkommentare. Ganz zu schweigen von der aufgeregten Berichterstattung über das Wetter und den Kommentaren, die sie sofort provoziert. Was ist nur mit uns los, dass wir uns dermassen aufregen? Mein Plädoyer für die Gelassenheit. Gerade im Umgang mit den Medien.
Matthias Zehnder ist Autor und Medienwissenschaftler in Basel. Er ist bekannt für inspirierende Texte, Vorträge und Seminare über Medien, die Digitalisierung und KI.
Website: https://www.matthiaszehnder.ch/
Newsletter abonnieren: https://www.matthiaszehnder.ch/abo/
Unterstützen: https://www.matthiaszehnder.ch/unterstuetzen/
Biografie und Publikationen: https://www.matthiaszehnder.ch/about/
From the publisher's feed

88 Listeners

16 Listeners

6 Listeners

9 Listeners

107 Listeners

101 Listeners

31 Listeners

12 Listeners

185 Listeners

51 Listeners

17 Listeners

35 Listeners

37 Listeners

24 Listeners

13 Listeners