MDR KULTUR Diskurs

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MDR KULTUR Diskurs episodes

  • Neue Studie: Mit der AfD ginge es wirtschaftlich bergab
    Aus den Landtagswahlen am 6. September in Sachsen-Anhalt könnte die AFD als stärkste politische Kraft hervorgehen. Doch was würde passieren, wenn die rechtsradikale Partei künftig die Regierung in dem teils strukturschwachen Bundesland stellt? Für den Bereich der Wirtschaft liefert darüber eine neue Studie des in Berlin ansässigen Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung  (DIW) mögliche Antworten.

    Antworten mit einer klaren Tendenz: "Gerade die AfD-Hochburgen würden am stärksten unter der Politik dieser Partei leiden". Was sind die Gründe und wie ist dies "AfD-Paradox" zu erklären? Darüber spricht MDR KULTUR-Redakteur Stefan Nölke mit dem Direktor des DIW, Marcel Fratzscher.

    Das Gespräch ist bis zum 8. August 2027 verfügbar.
    27 min
  • Stachel, Schmerz und Faszinosum: Das Wesen der Wespe
    Die Wespe, unsere Sommerplage und für schmerzhafte Erinnerungen zuständig, sie ist auch ein Insekt, dass es zu bewundern gilt. Das lässt sich lesend lernen in dem Buch der Naturkunden-Reihe im Verlag Matthes & Seitz, ein knallgelber Band, geschrieben von Prof. Michael Ohl. Er ist Leiter der Wespen-Bienen-Ameisen- und Netzflüglersammlung im Berliner Naturkundemuseum und war schon als Kind von Insekten äußerst fasziniert.

    Die Wespe, so weiß er, hat mehr zu bieten als den schmerzhaften Stich. Sie baut Kunstwerke an Waben, leistet unverzichtbare Dienste im Ökosystem und ist ein hochsoziales Wesen. In seinem Buch nimmt er mit in den peruanischen Regenwald, in die Wissenschaftsgeschichte und in die Geschlechterstruktur des Wespenverbunds. Er erzählt von der zahmen Wespe Jester, von der Verkennung der Biene Maja als Wespe Maja und erklärt ganz praktisch, wie er Menschen in seiner Umgebung die Angst vor Wespen nimmt.

    Wiederholung aus dem Jahr 2023. Das Gespräch, geführt von Katrin Schumacher, ist verfügbar bis 1. August 2027.
    20 min
  • Formgestaltung und Lebensgefühl – Zur Renaissance des DDR-Designs
    Nach dem Mauerfall bespöttelt oder entsorgt, wird DDR-Design in den letzten Jahren immer populärer bei alt und jung. In deutschen Museen wird mittlerweile eine große Vielfalt gesammelt und erforscht.

    Was sind die Gründe für diese Retrowelle? Wie hat sich DDR-Design im Zeichen von Mangelwirtschaft und politischer Lenkung von der Staatsgründung bis zum Mauerfall entwickelt? Welche Impulse können davon womöglich für die Formgestaltung der Gegenwart ausgehen?

    Thomas Geisler, Direktor des Kunstgewerbemuseums der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, hat sich 2021 mit seinem Team und dem Vitra Design Museum als Partner in der maßstabsetzenden Ausstellung "Deutsches Design 1949-1989. Zwei Länder, eine Geschichte" mit diesen Fragen beschäftigt.

    MDR KULTUR Kunstredakteur Andreas Höll hat Thomas Geisler getroffen.
    Das Gespräch ist bis 25. Juli 2027 verfügbar.
    23 min
  • Was tun gegen die Hitze in unseren Städten
    Der Anlass für diesen Diskurs könnte aktueller nicht sein, denn dieser Sommer hat sich bisher genauso gezeigt, wie wir es wohl auch in Zukunft zu erwarten haben: Hitzetage um die 40 Grad und dann wieder gewaltige Gewitter.

    Katja Richter ist Landschaftsarchitektin und Gartenplanerin. Welche Rolle die Landschaftsarchitektur für Klimaschutz und Klimaanpassung spielen, beschreibt sie in ihrem Buch "Klimaresiliente Städte planen". Anhand vieler Beispiele zeigt sie darin, wie man Wasser und Grün in die Städte bringen kann, um Hitze und Überschwemmungen aktiv zu begegnen.

    Sabine Frank hat für den DISKURS bei MDR KULTUR mit Katja Richter gesprochen.
    Das Gespräch ist bis 18. Juli 2027 verfügbar.
    25 min
  • Ilko-Sascha Kowalczuk: Faschismus ist keine Meinung
    Ilko-Sascha Kowalczuk ist zweifellos einer der erfolgreichsten und gefragtesten ostdeutschen Autoren, bekannt für seine deutlichen Worte. "Faschismus ist keine Meinung: Stabil bleiben in autoritären Zeiten", lautet der Titel seines neusten Buches, erschienen (bei C.H. Beck) im Vorfeld wichtiger Landtagswahlen. Weniger ein Sachbuch, als vielmehr eine Streitschrift. Seine Gegner dürften wieder mal schäumen, seine Fans werden sich freuen, denn Kowalczuk ist einfach sehr gut im Austeilen. Vor allem wenn es gegen AfD und BSW geht.

    Mit Ilko-Sacha Kowalzuk sprach MDR KULTUR-Redakteur Stefan Nölke.
    Das Gespräch ist bis zum 9. Juli 2027 verfügbar.
    36 min
  • Diskurs: Wenn der Opa SS-Mann war
    "Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ – das war eine der Lebensweisheiten von Karl Baumgart, die er an seinen Enkel Marc Baumgart weitergab. Was sich konkret hinter diesem Spruch verbarg, stellte sich erst nach dem Tod der aus Sachsen stammenden Großeltern heraus, als Marc Baumgart in deren Nachlass eine Reihe Fotos fand. Aufgenommen in ihrem zeitweiligen Zuhause, einer SS-Siedlung gleich neben dem Konzentrationslager Mauthausen. Tatsächlich gehörte der Großvater zum SS-Personal mehrerer Konzentrationslager, darunter das nahe Linz gelegene Mauthausen. Der Enkel erforschte nun immer akribischer die Lebenswege der Familienangehörigen und musste feststellen, dass der Urgroßvater ebendort im März 1945 als politischer Gefangener durch die Haftbedingungen ums Leben kam. 800 Meter entfernt vom Wohnort seiner Tochter, wie ihr Mann ebenfalls eine fanatische Hitler-Anhängerin. Über all das wurde in der Familie nie gesprochen. Ließe sich das verallgemeinern? Was Marc Baungart als private Recherche begann, mündete in ein umfassendes Forschungsvorhaben zu Familienbiografien im Nationalsozialismus. 2024 gründete er eine Stiftung, die die wissenschaftliche Aufarbeitung der Geschichte des Personals in den NS-Konzentrationslagern, der Waffen-SS und der Polizei unterstützt. Wurde in Deutschland viel zulange über das Treiben der NS-Täter geschwiegen? Wenn ja, was hat das bewirkt? Und was können die Nachkommen von NS-Tätern heute tun, um mehr über die dunkle Familiengeschichte zu erfahren? Darüber spricht Marc Baumgart mit Geschichtsredakteur Stefan Nölke.

    Podcast-Tipp "NS-Cliquen":
    https://1.ard.de/ns-cliquen-S3?web=diskurs
    26 min
  • Erik Neutsch: Der letzte Jakobiner
    Der in Schönebeck geborene Schriftsteller Erik Neutsch (1931 bis 2013) bewegte sich zwischen Bitterfelder Weg und Parteistrafe, zwischen linientreuer Propagandaliteratur und DDR-kritischer Alltagsschilderung.

    Als junger Mann aus eigentlich sozialdemokratisch orientiertem Arbeiterhaushalt, begeistert sich Neutsch für die Heldenbilder der Nationalsozialisten, erlebt dann nach Kriegsende Denunziation und Willkür auch der neuen Machthaber. Erik Neutsch wird mit "Spur der Steine", "Zwei leere Stühle", "Auf der Suche nach Gatt" und "Der Friede im Osten" zu einem der wichtigsten Schriftsteller der DDR und bewegt sich ein Leben lang zwischen Anpassung und Widerspruch. Die Stadt Halle wird zum Austragungsort vieler seiner biografischen Konflikte.

    Eben das, diese für DDR-Intellektuelle typische Zerrissenheit, untersucht der Publizist Gunnar Decker in seiner Neutsch-Biografie "Der letzte Jakobiner" und gibt dazu Auskunft im Gespräch mit Jörg Schieke.
    Das Gespräch ist bis zum 20. Juni 2027 verfügbar.
    25 min
  • Eigentlich friedlich – Harald Meller über die Evolution der Gewalt
    Kriege – so hat man den Eindruck – muss es schon immer gegeben haben. Die aktuellen Nachrichten oder der kurze Blick ins Geschichtsbuch scheinen das zu bestätigen. Doch stimmt das überhaupt? Tatsächlich haben Anthropologen und Archäologen in den letzten Jahrzehnten eine ganz andere Sicht ans Tageslicht gebracht. "Der Mensch ist von Natur aus freundlich", erklärt der Landesarchäologe von Sachsen-Anhalt, Harald Meller. In den hunderttausenden von Jahren der Altsteinzeit, als die Menschen in kleinen Gruppen als Jäger und Sammler durch die Graslandschaften streiften, lebten sie friedlich miteinander. Sie freuten sich, wenn sie auf andere Gruppen trafen und dabei Geschichten und Geschenke austauschen konnten.

    Doch seit wann und warum ist unsere Spezies dann derart gewalttätig geworden? Darum geht es in dem spannend zu lesenden Buch von Harald Meller, dass er zusammen mit dem niederländischen Evolutionsbiologen und Verhaltensforscher, Carel von Schaik und dem Wissenschaftsjournalisten Kai Michel geschrieben hat. "Die Evolution der Gewalt. Warum wir Frieden wollen, aber Kriege führen", so der Titel, erschienen bei DTV. Und anders als man vermuten könnte, hat das Buch eine durchaus positive Botschaft. Wenn nämlich Kriege nichts Naturgegebenes sind, sondern ein Ergebnis einer späteren, kulturellen Entwicklung, dann könnte es uns auch eines Tages gelingen, sie abzuschaffen, so Harald Meller im Gespräch mit MDR-Redakteur Stefan Nölke. Ein bisschen Balsam in diesen kriegerischen Zeiten!

    Verfügbar bis 13. Juni 2027
    25 min
  • Hinter Meinem Rücken - Das Mixtape im Juni
    Von diversen Jazzpreisen bis nach Coachella - Tapeshifter Demian Kappenstein sammelt neue Musik und lässt uns daran teilhaben. Brutalismus 3000, GRETA, Johanna Summer, Moneygirl u.v.a.

    Titelliste:
    Caroline Rose – LONER
    Aki Takase; Daniel Erdmann; DJ Illvibe; Dag Magnus Narvesen; Johannes Fink - Aki Takase Japanic: Thema Prima
    Zouj - Sabah Al Kheir Men
    SALOMEA – sandcastle
    Evi Filippou; Robert Lucaciu - Love at Last Sight
    Radio Citizen; Masajjaa; Bajka; Lehto - Found & Remixed
    Subtronics; Inéz - Eyes Cut Deeper (feat. Inéz)
    Donovan - The Essential Donovan
    Loma Reqs – Qemirn
    NVCHT; ONI – ANTIAGGRESSIVA
    FREDRIK - Verlernt zu fühlen
    Moneygirl – Original
    shitshow – Struggles
    GRETA - Sonne und Schmerz
    CARRTOONS; Rae Khalil – Homegrown
    Johanna Summer; Jakob Manz – Cameo
    Ghia - This Is
    Brutalismus 3000 – ULTRAKUNST
    Jumo – memory
    Delta Rae - The Dark
    Bizarre Inc - Global Basics - Dance Music For The Millennium
    Max Andrzejewski; Ensemble Resonanz – Summen
    Cesco;Hamdi - Swing King
    saüd; Swizz Beatz - High Octane
    1 hr 58 min
  • Das große Arten-Sterben und was wir dagegen tun können
    Die Menschheit muss sich derzeit mit allerhand Krisen herumschlagen – Kriege, Inflation und eine wackelnde Wirtschaft bestimmen die Nachrichten. Eine Krise findet allerdings noch weniger Beachtung als der Klimawandel, obwohl sie unser gesamtes menschliches Dasein bedroht: Die Biodiversitätskrise, also das globale Artensterben.

    Warum und in welchem Maße hängt vom Überleben möglichst viele Arten das Schicksal der Menschheit ab? Das erläutert Biologin Katrin Böhning-Gaese von der Uni Leipzig im Gespräch mit MDR-Autor Florian Zinner. Eine Horrorszenario zu entwerfen, würde allerdings nicht weiterhelfen, so die Geschäftsführerin des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung, die darauf Wert legt, immer auch Lösungswege aufzuzeigen.

    Das Gespräch ist bis 6. Juni 2027 verfügbar.
    25 min

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Woche für Woche nimmt sich der DISKURS Zeit, über Fragen aus ganz unterschiedlichen Bereichen zu nachzudenken. Mit Experten ihres jeweiligen Fachs spricht MDR KULTUR über die aktuellen Tendenzen in…

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