Er wurde mitten hineingeboren in das 20. Jahrhundert: am 31. Mai 1926. Und erlebte doch zunächst einmal eine ganz beschauliche Kindheit auf der Insel Helgoland: James Krüss. Mitten in der stürmischen Nordsee, entdeckt e seine Liebe fürs Schreiben und Erzählen.
"Mein Urgroßvater und ich", "Timm Thaler", "Henriette Bimmelbahn" – das sind nur drei von etwa 300 Büchern, Liedern, Theaterstücken, Hörspielen, Filmen und Satiren, die in rund 40 Sprachen übersetzt und in ebenso vielen Ländern publiziert wurden. Mit diesem Werk hat sich Krüss sein Publikum erobert.
Ende der 40er-Jahre ging er nach München, arbeitete als Redakteur und machte nebenbei Kindergedichte und Hörspiele. Sein Mentor, Erich Kästner, ermunterte ihn, Kinder- und Jugendbücher zu schreiben. Seinen ersten großen Erfolg hatte Krüss dann 1965 mit dem "Leuchtturm auf den Hummerklippen".
Jetzt, zum 100. Geburtstag, haben Paula Peretti und Dorthe Voss eine James-Krüss-Biografie für junge Leserinnen und Leser geschrieben: "Ein Leben zwischen Inselwind und Wörtermeer". Maja Bohn hat den Band illustriert. Und im Gespräch mit Paula Peretti ist unter anderem zu erfahren, was James Krüss mit Sachsen und Thüringen zu tun hatte. Was ihn mit Peter Hacks verband. Und wie er auf seiner Trauminsel Gran Canaria lebte.
Die Werkstatt von Katrin Wenzel ist bis 26. Mai 2027 verfügbar.