Literatur mit Brotjob. Über Geld redet niemand gern
Das ist im Literaturbetrieb genauso wie überall sonst. Da werden Nebenjobs als Nachtwächterin, Kellner oder Bauarbeiterin erst erwähnt, wenn sie als Geschichte in ein Werk eingeflossen sind. Aber wir müssen reden. Nur knapp zwei Prozent aller in Deutschland lebenden schreibenden Personen, die sich auf die reine Literatur, also nicht etwa Drehbücher konzentriert haben, können vom Schreiben leben. Die Leipziger Autorin Bettina Wilpert hat jetzt ganz bewusst öffentlich gemacht, dass sie sich zusätzlich zum Schreiben einen Job gesucht hat. Über die Gründe hat sie mit Tino Dallmann gesprochen.
Eva Reisinger und Mareike Fallwickl: "Das Pen!smuseum"
Was passiert, wenn Frauen wütend werden? Dann wird's unbequem, aber dann wird's auch kreativ und im Zweifel wird richtig gute Literatur daraus. Das beweisen gerade Mareike Fallwickl und Eva Reisinger in ihrem neuen, zusammen verfassten Buch. Eva Reisinger und Mareike Fallwickl sind gerade in Leipzig und Dresden mit Lesungen aus ihrem Buch zu Gast – und Eva Reisinger ist im Gespräch bei Unter Büchern.
Das "Literaturnetz Dresden"
Bücher sind um uns herum – Literatur begegnet uns überall, wo wir Menschen uns aufhalten: in der Schule, im Job, zuhause (meistens jedenfalls), an den Orten, wo wir einkaufen, in Buchhandlungen und in den Geschenkkisten auf der Straße. Aber Literatur ist natürlich auch dort, wo wir uns virtuell hinbegeben: im Internet. Da gibts Podcasts, da gibts diverse Konsummöglichkeiten, aber es gibt auch die Seiten, die uns Literatur nahe bringen auf ganz vielfältige Weise. Eine sehr besondere und engagierte stellen wir im Gespräch mit der Redakteurin Josefine Gottwald vor.
Weiter geht’s?!
Das Dorf Mühlbeck-Friedersdorf in Sachsen-Anhalt war mal ein Mekka für gebrauchte Bücher – Deutschlands erstes Buchdorf. Heute ist der Onlinehandel längst Konkurrenz. Aber vor Ort tut sich wieder etwas: Ein neuer Verein, frische Ideen und der Wille, die Kultur in der Region zu festigen. Lukas Stöckel hat sich umgeschaut…
Nora Gomringer: "Am Meerschwein übt das Kind den Tod"
Seit 15 Jahren leitet sie das Internationale Künstlerhaus Villa Concordia in Bamberg. Sie ist eine außergewöhnliche Lyrikerin und Performerin, gewann vor zehn Jahren den Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb, wurde für ihre vielseitige Kunst mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor. Jetzt hat sie ihren ersten Roman vorgelegt, den sie selbst aber als "Nachrough" bezeichnet. Ein Nachruf auf ihre 2020 verstorbene Mutter? Oder womöglich viel mehr, eine ganze Lebensgeschichte gar? Michael Ernst stellt das Buch vor.
Von hier für da – Gedichte für die Gegenwart
Das Gedicht kommt von der in Stollberg im Erzgebirge geborenen Diana Feuerbach. Sie ist als Autorin und Nachdichterin tätig; veröffentlichte den Roman "Die Reise des Guy Nicholas Green" beim Osburg Verlag und übertrug mehrere Gedichtbände der ukrainischen Autorin Svetlana Lavochkina ins Deutsche. Wir hören ein aktuelles Gedicht von Diana Feuerbach – vorgetragen von Diana Schade.