Passage

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Passage episodes

  • Lebendige Vielfalt statt Grabesstille: Friedhöfe im Wandel
    Asche braucht viel weniger Platz als ein Sarg. Deshalb gibt es auf den Friedhöfen grosse, freie Flächen. Was soll mit den wertvollen Grünflächen in den weitläufigen Stadtfriedhöfen geschehen?
    Tod und Leben gehören untrennbar zusammen. Beides soll auf den grossen Stadtfriedhöfen Platz finden. In Städten, die immer dichter bebaut sind, werden Friedhöfe zu grünen Oasen der Erholung. Friedhöfe sollen Kunst und Kultur Platz bieten, in Bern entsteht gar das erste Restaurant auf Friedhofsgelände.
    Die Verantwortlichen sehen den Friedhof der Zukunft als Ort des Gedenkens, der den Tod thematisiert, und gleichzeitig als vielfältig genutztes «Naherholungsgebiet».
    55 min
  • Adam Smith – Kapitalist mit sozialer Ader (W)
    Der Einfluss von Adam Smith auf die ökonomische Theorie ist immens. Für den schottischen Aufklärer war der Mensch jedoch ein geselliges und zur Empathie fähiges Wesen – und der Markt keineswegs die alleinseligmachende und alles regelnde Instanz.
    Adam Smith gilt vielen als der Vordenker des (Neo-)Liberalismus, einer ökonomischen Denkrichtung, die den Einfluss des Staates auf das Wirtschaftsgeschehen möglichst geringhalten will. Die starke Rolle des Marktes, die von Neoliberalen so oft propagiert wird, hat der schottische Ökonom allerdings niemals in Reinform eingefordert. Eine Gesellschaft ohne starken Staat kann ihm zufolge genauso wenig funktionieren wie eine Gesellschaft ohne freien Markt. Aufs Ganze gesehen war Adam Smith weitaus sozialer eingestellt, als seine Apologeten gerne behaupten. Eine Neubewertung.
    Erstsendung: 13.10.2023
    56 min
  • Tara C. Meister und Michael Bucher: Begegnung von Lyrik und Klang
    Dichterische und instrumentale Musikalität verbinden sich: Die österreichische Poetin Tara C. Meister performt Werke aus ihrem Gedichtband «Geschafft, Sonne». Der Zürcher Klangkünstler Michael Bucher reagiert mit Kreationen auf seinen Musikinstrumenten. Die beiden sind zu Gast bei Felix Münger.
    Die Kärntnerin Tara C. Meister beschwört in ihren Texten Erinnerungen an die eigene Familie. Oder sie verdichtet Dialoge zwischen Liebenden. Oder sie drückt Sehnsüchte aus. Oder auch politische Forderungen wie die Gleichstellung – bildreich und voller Poesie.
    Die dichterische Performance begleitet der Musiker Michael Bucher mit Klängen aus seinen verschiedenen Instrumenten – mal harmonisch, mal kontrastreich und Spannung aufbauend. Bucher beherrscht das Markante genauso, wie das schwebend-suggestive.
    Buchhinweis: Tara C. Meister: Geschafft, Sonne, Der gesunde Menschenversand 2023.
    1 hr
  • Das Kulturhaus SRG (W)
    Ob zu emotionalen Höhenflügen, zur geistigen Landesverteidigung, zum inneren Zusammenhalt, zur Bildung oder zur Unterhaltung: Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft leistet seit fast 100 Jahren einen gewichtigen Beitrag zur Schweizer Musikgeschichte.
    Ab den 1930er Jahren übernahm die SRG die Musikunterhaltung in den Schweizer Stuben: Aus der Ferne erklang Musik über Radiogeräte. Jeder Landesteil hatte dafür ein eigenes Radio-Orchester und eigene Konzertsäle. Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft unterhielt sie jahrzehntelang und war damit eine bedeutende Arbeitgeberin im Kultursektor. Ihre Auftragskompositionen – vornehmlich an Schweizer Komponisten – sowie Mitschnitte von unzähligen Konzerten und Uraufführungen dokumentieren fast ein Jahrhundert Schweizer Musikgeschichte. Sie bilden ein wertvolles Archiv sowie ein Stück Schweizer Identität.
    Die Musik- und Medienwissenschaftler Stefan Sandmeier und Tatiana Eichenberger forschen zum Kompositionsauftragswesen des grössten Medienhauses der Schweiz und geben Einblicke in die Kulturproduktion der SRG. Norbert Graf, einer der Musikproduzenten von SRF, erzählt von der heutigen, hauseigenen Musikproduktion mit Schwerpunkt Klassik vor dem Hintergrund des tiefgreifenden Medienwandels. Und die SRF-Kulturchefin und designierte Generaldirektorin der SRG, Susanne Wille, spricht über die Bedeutung der Kulturförderung für das öffentlich-rechtliche Medienhaus der Schweiz, jetzt und in Zukunft.
    Erstsendung: 1.9.2024
    57 min
  • Wie schwarze Frauen die Klassikszene Chicagos prägten
    In den 1920ern und 30ern hatte Chicago eine blühende schwarze Klassikszene. Deren Schlüsselfiguren waren weiblich: Komponistinnen und Musikerinnen, Veranstalterinnen und Musikjournalistinnen. Musik war für sie auch ein Mittel zu feministischem und schwarzem Empowerment.
    Nora Holt, Estella Bonds, Maude Roberts George, Florence Price: Sie drückten der schwarzen Klassikszene Chicagos ihren Stempel auf. In einer Stadt, in der immer wieder Rassenunruhen tobten, musizierten und komponierten sie, gründeten Vereinigungen wie die «National Association of Negro Musicians» und vergaben Stipendien.
    Manche zogen hinter den Kulissen die Strippen, manche standen im Scheinwerferlicht. So wie die Komponistin Florence Price: 1933 spielt das Chicago Symphony Orchestra ihre erste Sinfonie – das erste Werk einer Afroamerikanerin, das von einem der grossen Orchester der USA aufgeführt wird.
    57 min
  • Starke Menschen brauchen keine starken Führer
    Die afroamerikanische Bürgerrechtsaktivistin Ella Baker (1903–1986) war eine radikale Aktivistin. Sie versuchte durch ihr Beispiel aufzuzeigen, wie man sich vernetzt, führt, effektiv organisiert und dabei seine Rolle selbst bestimmt.
    Baker glaubte an die Stärke und Entschlossenheit ganz normaler Menschen und an die Kraft der Organisationen, die sie gemeinsam aufbauen. Das Student Non-Violent Coordinating Committee SNCC war eine der bedeutendsten Organisationen der schwarzen Bürgerrechtsbewegung. Der SNCC nahm Ella Baker zum Vorbild und hat wie kaum eine andere Organisation Bakers politische und soziale Ideen in den ländlichen Gebieten der Südstaaten der USA praktiziert. Radikal, erfolgreich und gemeinsam mit den Menschen vor Ort.
    55 min
  • Glück auf! Reich an armen Bergwerken – Bergbau in der Schweiz (W)
    Einst war die Schweiz ein Bergbauland. In den Alpen und im Jura wurde gegraben und geschürft, was der Berg hergab: Eisen, Mangan, Zink, Blei oder Kohle. Doch wirklich gelohnt hat es sich kaum – heute sind von dieser einst so wichtigen Industriekultur nur noch Relikte übrig.
    Wir steigen tief hinab ins Schaubergwerk Gonzen bei Sargans, wo ein Verein von Nostalgikern mit viel Liebe das letzte grosse Eisenbergwerk der Schweiz als Museum für die Öffentlichkeit erschlossen hat. Wir erkunden die vergessenen Stollen und Kavernen eines Zink- und Bleibergwerks bei Goppenstein, wo die Anlagen seit rund 60 Jahren still stehen und ein Sinnbild sind für den einst so stolzen Industriezweig. Wir werfen einen Blick in das älteste Bergwerk der Schweiz in Olten, wo die Menschen der Jungsteinzeit vor rund 5000 Jahren nach Feuerstein gruben.
    Erstsendung: 1.4.2016
    Mehr zum Thema:
    Bergwerkmusik: Beat Gysin bringt den Schiefer zum Singen
    1 hr 1 min
  • Schwarze Jeanne d’Arc – die Sklavenbefreierin Harriet Tubman
    In den USA ist sie eine Legende, in Europa kennen die 1822 geborene schwarze Freiheitskämpferin nur wenige: Harriet Tubman. Die ehemalige Sklavin wurde zur Sklavenbefreierin. Doch darf diese mutige Frau auch auf eine Dollarnote?
    Um ihr Leben ranken sich Heldengeschichten und Mythen. Schon bald soll das Porträt der Sklavenbefreierin auf einer Dollarnote verewigt werden. Doch um das Vorhaben, die erste Afroamerikanerin zu würdigen, ist ein Streit entbrannt. Bislang sind auf den amerikanischen Geldnoten ausschließlich Ex-Präsidenten und Gründerväter der USA zu sehen. Die weiße Alt-Herrenriege bekommt Konkurrenz, so zumindest hat es US-Präsident Joe Biden entschieden.
    55 min
  • Im rasenden Strom – wie die Elektrifizierung unser Leben verändert
    Erneuerbare Energien, steigende Preise, Angst vor dem Blackout – Elektrizität ist heute weniger selbstverständlich als noch vor ein paar Jahren. Zeit, in die Geschichte des Stroms einzutauchen: vor 150 Jahren revolutioniere er alles.
    Zwischen 1880 und 1920 zog die Elektrizität zunächst in die Großstädte und etwas später auch in den ländlichen Raum ein. Die Pariser Weltausstellung 1900 prunkte mit einem über und über illuminierten «Palast der Elektrizität». Elektrizität und Moderne wurden gleichgesetzt: Sie ermöglichte Kino und Varieté und die Ausweitung der Arbeit, da Fabrikanlagen nun durchgehend beleuchtet waren. Die Entwicklung der modernen Gesellschaft ist ohne Elektrizität nicht denkbar. Bis heute steigt der Bedarf immer weiter. Eine Geschichte der Elektrifizierung – vom Blitze schleudernden Gott bis zur Fotovoltaik.
    1 hr
  • Widerliches und Wertvolles vom Speichelfluss – Spuck’s aus!
    Wer in die Hände spuckt, packts an. Wer in die Suppe spuckt, versauts. Wer die großen Töne spuckt, kann gehen. Auch als Geifer oder Sabber ist das Sekret der Speicheldrüse in die Sprache eingegangen und meint viel mehr als nur die Körperflüssigkeit.
    Die Salivation, so der medizinische Begriff für den Speichelfluss, hat es in sich: wichtig zum Erhalt der Zähne, weil er hilft, Speisereste zu entfernen. Aufschlussreich für den Kriminalisten, um Täter zu überführen. Notwendig, da ohne ihn kein Schmecken, Schlucken, Sprechen gelänge. Krankheiten kann die Spucke auch übertragen, und daher mögen sich speiende Wesen bitte möglichst bedeckt halten. Kulturell wird Sabbern oft als widerwärtig eingestuft, dabei ist Spucke sehr viel mehr als einfach nur eklig.
    56 min

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Die Sendung «Passage» steht für radiophone Exzellenz auf SRF 2 Kultur. Hier verbinden sich Wort und Musik, Ton und Stille.

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