Passage

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Passage episodes

  • 100 Jahre Miles Davis: Was wir von ihm lernen können
    Miles Davis ist mehr als eine Jazz-Ikone: Über Jahrzehnte hinweg hat er als Innovator und Visionär auch seine Mitmusiker zu kreativen Höhenflügen herausgefordert und so wieder und wieder Neues kreiert. Wie hat er das gemacht?
    Über Miles’ Führungsstil, Fehlerkultur und den Mut zum Risiko reflektieren eine Kreativitätsforscherin und zwei Musiker: der Grammy-prämierte Jazzbassist Christian McBride, eine Schlüsselfigur der afroamerikanischen Jazzszene, der österreichische Trompeter Thomas Gansch mit engem Bezug zu Miles Davis, sowie die Psychologin, Neurowissenschaftlerin und Musikerin Teresa Wenhart. Mit ihnen taucht Jazzspezialistin Annina Salis ins Leben und Werk des Jahrhundertmusikers ein. Was können wir in Zeiten von KI und gesellschaftlichem Wandel von Miles Davis’ einzigartigem kreativen Mindset lernen?
    56 min
  • Die Olive – Wandlerin zw. Kulinarik, Klimawandel, Mythologie (W)
    Salzig, sauer, süss knackt sie zwischen den Zähnen. Ist mal fest, mal samtig weich. Die Olive erfreut sich grosser Beliebtheit – schon seit Jahrtausenden. Neu gedeiht sie auch in der Schweiz. Ein Audiofeature über eine grosszügige Spenderin von Licht, Kost und Trost.
    Die Kulturgeschichte der Olive ist so polyvalent wie die eigensinnige Frucht selbst: Der Gründungsmythos der Stadt Athen, Wiege der Demokratie, ist eng mit dem Olivenbaum verbunden. Das zentrale Element der christlichen Salbungstradition ist Olivenöl. Auch in unseren Breitengraden gewinnt der Olivenbaum an Bedeutung – begleitet allerdings vom bitteren Nachgeschmack des Klimawandels.
    Erstsendung: 17.10.2025
    57 min
  • Seide, Wolle und Leinen Swiss made (W)
    Flachs und Hanf haben in der Schweiz als Textilrohstoffe eine lange Tradition. Die St. Galler Leinwand war Jahrhunderte lang ein Exportschlager. Seit dem 2. Weltkrieg produziert die Schweiz kaum noch Textilrohstoffe. Innovative Projekte wollen das jetzt ändern.
    Wir wünschen uns nachhaltig und naturschonend produzierte Textilrohstoffe und Kleider, die nicht um die ganze Welt reisen, bis sie in unseren Läden landen. Dieses Anliegen teilen innovative Schweizer Denker und Bauern. Wolle, Leinen und Seide aus der Schweiz sind auf dem Markt. Drei langlebige, kostbare Textilrohstoffe aus der Natur.
    Wie stehen die Chancen für Textilien Swiss made? Kann ein Hochlohnland wie die Schweiz Textilien herstellen? Und findet sich genügend Kundschaft?
    Erstsendung: 11.11.2022
    57 min
  • Ein volles Leben – Hundertjährige erzählen
    Immer mehr Menschen in der Schweiz werden 100 Jahre alt. Wie aber leben Hundertjährige hierzulande und wie wird man so alt?
    Wer im 21. Jahrhundert geboren wurde und noch wird, hat gute Chancen, ein sehr hohes Lebensalter zu erreichen. Das ist ein Befund des Forschungsprojekts «Swiss100», das seine Erkenntnisse derzeit in einer Wanderausstellung «Welcome to your future. Hundertjährige in der Schweiz» präsentiert und Menschen in diesem hohen Lebensalter porträtiert. Elfie Bachmann in Allschwil, Walter Müller in Zürich und Elsa Tscharland in Nunningen teilen diese Erfahrung: Sie sind über 100 Jahre alt. Sie mussten in ihrem Leben Armut und Schicksalsschläge meistern, bleiben aber trotz gesundheitlichen Beschwerden zuversichtlich. In der «Passage» blicken sie auf ihr Jahrhundert zurück und schildern, wie sie heute leben.
    57 min
  • Die Frauen von Mattmark: Der Staudamm hat das Leben bestimmt (W)
    Mit dem Bau des Staudamms Mattmark wurden im Saastal in den 1960er-Jahren viele Arbeitsplätze für Männer, aber auch neue Erwerbsmöglichkeiten für Frauen geschaffen. Zugleich riss der Gletscherabbruch 1965, bei dem viele Menschen starben, Familien entzwei, was die Biografien bis heute prägt.
    Kurz vor der Fertigstellung des Staudamms Mattmark lösten sich Ende August 1965 Eismassen des Allalingletschers und verschütteten Strassen und Baracken der Baustelle mit schweren Folgen: 88 Menschen wurden getötet, darunter 56 italienische Arbeitskräfte. Viele konnten erst Monate später geborgen werden. Die Historikerin Elisabeth Joris erzählt die Geschichte des Staudamm-Baus sechzig Jahre nach dem Unglück im Buch «Mattmark 1965» neu. Gestützt auf Gespräche mit Zeitzeuginnen im Wallis und Italien lotet sie aus, wie das «Werk» Mattmark das Leben von Frauen geprägt hat.
    Literaturhinweis: Joris, Elisabeth (Hg.): Mattmark 1965. Erinnerungen, Gerichtsurteile, italienisch-schweizerische Verflechtungen. Zürich 2025. (Rotpunktverlag).
    Erstsendung: 5.9.2025
    56 min
  • Warum führen Menschen Kriege?
    Warum führen Menschen Kriege? Lässt sich das unermessliche Leid, das militärische Auseinandersetzungen mit sich bringen, durch politische oder wirtschaftliche Ziele rechtfertigen? Und wie könnte man bewaffnete Konflikte in Zukunft vermeiden?
    Wir leben in brisanten Zeiten: Der Nahe Osten versinkt in Krieg und Gewalt. In der Ukraine tobt ein Konflikt mit hunderttausenden Toten. Und auch im Rest Europas könnten kiegerische Auseinandersetzungen – achtzig Jahre nach dem Zusammenbruch des Dritten Reichs – wieder zur realpolitischen Option werden. Mit unabsehbaren Folgen für den Kontinent. Umso mehr stellt sich die Frage: Warum greifen Menschen immer wieder von neuem auf diese archaische Form der Konfliktbewältigung zurück?
    56 min
  • Die letzten Venezianer. Eine Stadt kämpft ums Überleben
    30 Millionen Besucher im Jahr: Venedig versinkt in den Touristenfluten. Doch die lokale Politik treibt den Ausverkauf der Stadt weiter voran. Wer profitiert davon?
    48’283 Einwohner leben heute in Venedig. Vor hundert Jahren waren es rund 160’000. Jedes Jahr verliert Venedig rund tausend Einwohner. In der vom Overtourism erstickten Stadt ist das tägliche Leben nicht mehr vorgesehen. Während die letzten Bewohner darum kämpfen, dass der Stadt der Sonderstatus als «Insel» zuerkannt und sie auf die Liste des gefährdeten Weltkulturerbes gesetzt wird, ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Bürgermeister Luigi Brugnaro wegen Bestechung und illegalen Bieterabsprachen. Wie kann es den Venezianern gelingen, ihre Stadt zu retten?
    48 min
  • Beherzte Bohemienne – das bewegte Leben der Aline Valangin
    Schön, unerschrocken und eine wunderbare Erzählerin – das war die Westschweizer Autorin Aline Valangin (1889-1986). Sie stammte aus bestem Haus, aber Ideale waren ihr wichtiger als Konventionen. Ihr Grossvater, der Schweizer Friedensnobelpreisträger Élie Ducommun, hatte sie diesbezüglich geprägt.
    Friedensaktivistin, Pianistin, Bohemienne, Schriftstellerin, Psychoanalytikerin, grosse Liebende – was immer Aline Valangin tat, sie tat es beherzt. Sie unterhielt in den 1930er Jahren in Zürich einen Salon für die internationale Kulturelite. Gleichzeitig unternahm sie mit ihrem Mann, dem russisch-jüdischen Anwalt Wladimir Rosenbaum, riskante Manöver, um Flüchtlinge zu retten. Später wurde ihr Ferienschlösschen im Onsernone-Tal zum sicheren Hafen für verfolgte Künstlerinnen und Künstler. Eine Spurensuche mit dem Historiker Peter Kamber und der Literaturvermittlerin Liliane Studer.
    53 min
  • Aus «Jasm» wird «Jazz» – warum das Wort bis heute polarisiert
    Die Fakten sind klar: Jasm war ein Slang-Wort im 19.Jh. und bedeutete «Energie», «Pep». 1915 wurde es – inzwischen verkürzt zu «Jazz» – von weissen Konzertpromotern in Chicago verwendet, um die neuartige Musik aus New Orleans anzupreisen.
    Neben den Fakten geistern viele Herkunftsgeschichten herum. Die meisten sind falsch: «Jazz» sei eine Abkürzung für «Jasmine», wird zum Beispiel behauptet, vom Parfum, das anfangs des 20.Jh von den Prostituierten in New Orleans getragen worden sei. Auch die Behauptung, «Jazz» sei von Beginn weg abwertend gemeint gewesen, ist sprachwissenschaftlich nicht haltbar. Trotzdem fühlen und fühlten sich viele Musiker:innen unwohl mit dem Begriff. Warum polarisiert «Jazz» bis heute? Was überhaupt ist alles «Jazz»? Jazzredaktor Jodok Hess macht sich in der Passage auf die Suche nach Antworten.
    1 hr 1 min
  • Transzendenz & Spiritualität bei Leonard Cohen und Nick Cave (W)
    Leonard Cohens und Nick Caves Lieder haben eine starke Wirkung. Diese hat massgeblich damit zu tun, dass beide spirituell Suchende sind. Dabei ist es vor allem der als abwesend erlebte Gott, dem das gebrochene «Halleluja» gilt.
    Nick Cave und Leonard Cohen haben einiges gemeinsam: Das Dunkle und Düstere hat einen zentralen Platz in ihrer Musik, ihrer Kunst. Doch die Bewegung in ihren Liedern ist immer wieder «In Richtung Licht», wie Nick Cave sagt. Und Leonard Cohen singt: «There’s a crack in everything – That’s how the light gets in». Die «Passage» spürt der Kraft nach, die im Werk von Leonard Cohen und Nick Cave spürbar ist. Cave bezieht sich explizit auf Cohen. Was hat diese Energie mit der Auseinandersetzung mit Dunkelheit, Zerbruch und Leid zu tun? Wie zeigen sich spirituelle Suche und religiöse Traditionen?
    Erstsendung: 20.12.2024
    52 min

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Die Sendung «Passage» steht für radiophone Exzellenz auf SRF 2 Kultur. Hier verbinden sich Wort und Musik, Ton und Stille.

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