Passage

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Passage episodes

  • Über die Zuversicht in dunklen Zeiten
    Angesichts aktueller Krisen macht sich der Autor auf die Suche nach mehr Zuversicht, lotet Möglichkeiten aus, aufgeklärt und informiert zu sein und trotzdem Zuversicht zu fördern. Diese sei dringend nötig, um den Problemen der Gegenwart kraftvoll begegnen zu können.
    Die Weltkrise ist nur einen Klick entfernt. Klimakatastrophe. Krieg in der Ukraine. Krieg in Gaza. Das Gefühl der eigenen Ohnmacht wird täglich größer. Die Staatsbürgerpflicht zwingt dazu, sich zu informieren. Zugleich paralysiert der starre Blick auf die Nachrichten. Woraus lässt sich in dunkler werdenden Zeiten Zuversicht schöpfen? Es brauche Mut, die Unsicherheit zu akzeptieren, sagt der Publizist Ulrich Schnabel. Für die Philosophin Natalie Knapp ist Zuversicht die Grundvoraussetzung für jeden kreativen Akt, notwendig, damit Neues entstehen kann, wenn das Alte nicht mehr funktioniert.
    56 min
  • Der süße Fluch des Bandoneons
    Das Bandoneon wurde als wehmütige Stimme des argentinischen Tangos weltberühmt. Fast unbekannt ist jedoch das frühere Leben des emblematischen Jammerkastens: Zwischen den schwieligen Händen deutscher Kumpel wurde die Bergmannsorgel in Deutschland massenhaft gespielt.
    Ein argentinischer Bandoneonist macht sich auf die Suche nach den deutschen Seelen, die in seinem singenden Blasebalg hausen. In einem Dorf im sächsischen Erzgebirge erkennt er dessen erkaltete Krippe; in Köln lernt er einen besessen sammelnden Schuhmacher kennen, in einer Knappensiedlung im Ruhrgebiet schliesslich erfährt er, warum die Deutschen keine Volksmusik mehr haben. Seine Reise führt den Musiker anschließend zurück über den Atlantik in seine Heimatstadt Buenos Aires, wo heute Volksbandoneons gebaut werden, um das Eliteninstrument wieder unter die Besitzlosen zu bringen.
    56 min
  • «Eine Dame werd ich nie» – Hildegard Knef und ihre Karrieren
    Für den «Spiegel» war sie «Deutschlands letzte Diva»: Heute genießt Hildegard Knef nicht nur unter ihren Fans Ikonenstatus. Ob als Heroine des deutschen Nachkriegskinos oder als Primadonna assoluta des anspruchsvollen Chansons – die Knef hat Maßstäbe gesetzt. Eine Hommage zum 100. Geburtstag.
    «Die ist nett» hielt Joseph Goebbels fest, nachdem er 1943 Probeaufnahmen der jungen Hildegard Knef in Augenschein genommen hatte: «Jedoch muss die Nase operiert werden». Die Schauspielerin startete ihre Karriere in der NS-Zeit. Später hat sie sich von den Nazis und ihren Verbrechen distanziert – glaubhaft, wie ihre jüdischen Freunde fanden. Während sie sich auf der Bühne als selbstbewusste Powerlady präsentierte, war sie privat ein eher schwieriger Charakter: Nervenzusammenbrüche und dramatische Beziehungen prägten wichtige Phasen ihres Lebens. Hildegard Knef – ein Leben zwischen den Extremen.
    57 min
  • Jasmin und Osama – ein israelisch-palästinensisches Künstlerpaar
    Sie kam 1980 in einem Dorf in der Nähe von Jerusalem zur Welt, er im selben Jahr in Ramallah. Jasmin Avissar hat ihre Kindheit in vorwiegend friedlicher Erinnerung, Osama Zatar kennt von Kind an die Gewalt auf den Strassen. Die beiden werden ein Paar, das viele Hürden zu überwinden hat.
    Jasmin und Osama lernen sich in einem Tierheim bei Jerusalem kennen, wo sie beide jobben. Sie legal, er illegal. Er ist für die Hunde zuständig, sie für die Katzen. Jasmin Avissar wird Tänzerin und Choreographin, Osama Zatar Bildhauer, der Waffen in Werkzeuge verwandelt. Als Anfang der 2000er-Jahre die Mauer zwischen Israel und dem Westjordanland gebaut wird, heiraten sie. Osama darf trotzdem nicht in Israel bleiben.
    Kurzentschlossen zieht sie mit ihm nach Ramallah. Aber der Grenzübertritt am Checkpoint wird immer gefährlicher. Jasmin und Osama emigrieren nach Deutschland, später nach Österreich.
    Die Sendung steht bis 30 Tage nach Ausstrahlungstermin zum Nachhören zur Verfügung.
    55 min
  • Jane Austen. Eine literarische Trendsetterin wird 250
    Jane Austen, die berühmte englische Schriftstellerin, würde am 16. Dezember 250 Jahre alt. Die Faszination für ihr Werk ist bis heute ungebrochen. Nicht nur die romantischen Liebesgeschichten ziehen uns in ihren Bann, sondern auch die humorvollen und entlarvenden Porträts der Figuren.
    Aber Jane Austen kann noch mehr: Sie ist eine Pionierin des Feminismus und Vorreiterin der modernen Erzählkunst. Sie ist eine Autorin des literarischen Kanons und eine populärkulturelle Ikone. Jane Austen, sagt Barbara Straumann, Professorin für Englische Literaturwissenschaft, habe einen ähnlichen Status wie Shakespeare und Dickens. Und für Adriana Altaras, Theaterregisseurin und Autorin, ist Jane Austen fast wie eine Freundin: «Ich träume, wenn ich Jane Austen lese, es amüsiert mich, es entspannt mich. Immer, wenn ich harte Zeiten habe, gefallen mir ihre Bücher ganz besonders.»
    53 min
  • Wie schwarze Frauen die Klassikszene Chicagos prägten (W)
    In den 1920ern und 30ern hatte Chicago eine blühende schwarze Klassikszene. Deren Schlüsselfiguren waren weiblich: Komponistinnen und Musikerinnen, Veranstalterinnen und Musikjournalistinnen. Musik war für sie auch ein Mittel zu feministischem und schwarzem Empowerment.
    Nora Holt, Estella Bonds, Maude Roberts George, Florence Price: Sie drückten der schwarzen Klassikszene Chicagos ihren Stempel auf. In einer Stadt, in der immer wieder Rassenunruhen tobten, musizierten und komponierten sie, gründeten Vereinigungen wie die «National Association of Negro Musicians» und vergaben Stipendien. Manche zogen hinter den Kulissen die Strippen, manche standen im Scheinwerferlicht. So wie die Komponistin Florence Price: 1933 spielt das Chicago Symphony Orchestra ihre erste Sinfonie – das erste Werk einer Afroamerikanerin, das von einem der grossen Orchester der USA aufgeführt wird.
    Erstsendung: 15.11.2024
    57 min
  • Westsahara – heisser Sand und ein verlorenes Land
    Seit 50 Jahren leben die Sahrawi in Flüchtlingslagern in der algerischen Wüste, abgeschnitten von ihrer Heimat, der Westsahara. Es ist ein Verharren in kompletter Abhängigkeit und viele sind wieder bereit, zu den Waffen zu greifen, denn die junge sahrawische Generation ist des Wartens müde.
    Die Westsahara ist ein von Marokko besetztes Gebiet an der Nordwestküste Afrikas. 1975 brach der Krieg zwischen Marokko und dem Volk der Sahrawi aus. Hunderttausende Sahrawi flohen über die Grenze nach Algerien, wo sie sich mitten in der Sahara in improvisierten Zeltstädten niederliessen. Der von der UNO verhandelte Waffenstillstand von 1991 ist an eine Abstimmung gekoppelt: Die Sahrawi sollen entscheiden, ob sie zu Marokko gehören oder einen eigenen Staat gründen wollen. Das Referendum fand nie statt. Die Menschen harren seit 50 Jahren in der Wüste aus. Ein Feature über ein vergessenes Volk.
    Die Sendung steht bis 30 Tage nach Ausstrahlungstermin zum Nachhören zur Verfügung.
    55 min
  • Antiasiatischer Rassismus: Misstöne in der Klassikszene
    In der europäischen Klassikszene gibt es viele asiatische Musikerinnen und Musiker. Willkommen sind sie nicht immer: Sie haben mit rassistischen Klischees zu kämpfen, werden ausgegrenzt und diskriminiert. Wenn es um Jobs geht, haben sie Nachteile. Ein Tabuthema, über das viele Betroffene schweigen.
    Sie spielen perfekt, aber ohne Gefühl: Das ist nur eins der Klischees, mit dem asiatische Musikerinnen und Musiker konfrontiert sind. Viele von ihnen erleben Rassismus in westeuropäischen Profiorchestern und Musikhochschulen. Er äussert sich in offener Diskriminierung und Nachteilen bei Auswahlverfahren. Auch auf der Bühne werden rassistische Klischees reproduziert, in Opernhits wie «Madama Butterfly» und «Turandot». Antiasiatischer Rassismus ist tief verwurzelt in der Klassikszene. Trotzdem wird nur selten darüber gesprochen. Zu gross ist die Angst der Betroffenen.
    57 min
  • Vers trifft auf Musik – Pius Strassmann und Marena Whitcher
    Der Luzerner Pius Strassmann geht in seiner Lyrik den Dingen nach, die unter der Oberfläche liegen. Die schweizerisch-amerikanische Multiinstrumentalistin Marena Whitcher reagiert auf seine Poesie mit musikalischen Klangwelten – im gemeinsamen Live-Auftritt in der «Passage» von der «BuchBasel».
    Sei es die Natur, seien es Alltagssituationen, sei es ein flüchtiger Gedanke – für den Lyriker Pius Strassmann kann vieles den Anlass bieten zur literarischen Auseinandersetzung. Seine Texte sind stark reduziert, strahlen eine federnde Leichtigkeit aus und vermitteln eine betörende gedankliche Tiefe.
    Marena Whitchers Kunst ist geprägt durch eine grosse Lust am Experimentieren. Sie verflicht Elemente aus Pop, Jazz und der Filmmusik. In der gemeinsamen Performance von Marena Whitcher und Pius Strassmann verschmelzen die musikalische und die dichterische Stimme zu einem neuen Ganzen.
    57 min
  • Zur Firmung hole ich mein Kind heim – eine Spurensuche
    Um die Familie zu entlasten, kommt die 2-jährige Cécile 1945 aus dem Bergdorf Törbel zu einer Pflegemutter nach Zürich – für ein paar Monate. Daraus werden Jahre, dann Jahrzehnte. Die Geschichte eines Walliser Pflegekindes und den verzweifelten Kampf eines Bergbauern gegen städtische Behörden.
    Cécile wuchs als einziges Kind einer Walliser Bergbauernfamilie als Pflegekind in Zürich auf. Zu Lebzeiten ihrer Eltern wird wenig über die Hintergründe gesprochen. Sie erinnert sich aber daran, dass ihr Vater sie einmal abholen wollte. Nach dem Tod der Eltern kommen Akten zum Vorschein, die ein neues Licht auf ihre Geschichte werfen. Gemeinsam mit ihrer Mutter versucht die Feature-Autorin das Geschehene zu rekonstruieren. Sie suchen nach Akten, besuchen Orte der Kindheit und sprechen mit Familienangehörigen und begegnen damit auch einem Stück Schweizer Zeitgeschichte.
    55 min

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Die Sendung «Passage» steht für radiophone Exzellenz auf SRF 2 Kultur. Hier verbinden sich Wort und Musik, Ton und Stille.

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