Passage

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Passage episodes

  • Wie der Klang ins Bild kommt – Musikerfotografie heute
    Bilder bestimmen heute die Welt – auch die Welt der Musik. Doch wie kommt eine klingende Form in eine visuelle? Wie kann ein Musiker, eine Musikerin, inszeniert werden, damit im Bild etwas von ihrer musikalischen Individualität ablesbar ist? Jede Musikerin, jeder Musiker, jedes Ensemble, jedes Orchester muss heute gute und aussagekräftige Fotos von sich und seiner Kunst bereit haben – aktuell, individuell, und dennoch dem üblichen Format entsprechend. Fürs Publikum, für Konzertprogramme, für Künstleragenten. Doch wie gelingt das? Was ist ein gutes Bild?
    Wir begleiten das Oliver Schnyder Trio bei einem Fotoshooting mit dem berühmten Musiker-Fotografen Marco Borggreve und sprechen mit der Kunsthistorikerin Martina Papiro darüber, wo die Lust am Bild über die Klangkunst überhaupt herkommt.
    1 hr 1 min
  • So oder so – Beziehungen leben.
    Blumen und Pralinen zum Valentinstag – das stärkt die Partnerschaft. Das zumindest formuliert die Blumen- und Süsswarenindustrie und kommerzialisiert den 14. Februar kräftig. Aber auch ohne duftende oder süsse Zutaten lässt sich rund um den Valentinstag über Beziehungen nachdenken. Die Passage präsentiert vier Beziehungsgeschichten zum Valentinstag: eine 95-jährige Frau aus Bern pflegt ihre «Männerbekanntschaften» bis ins hohe Alter. Domina Viktoria betreibt ein Studio in Basel und spricht über ihre «Beziehungsarbeit». Aina lebt wie viele junge Menschen «F+», mischt Freundschaft mit Beziehung. Die (Halb-)Schwestern Irina und Stefanie, die erst spät von der Existenz der anderen erfahren haben, leben ihre ganz eigene Art von Beziehung.
    56 min
  • «Villa Senar – Rachmaninows Refugium am See»
    «Ich stehe hier, freue mich an dem Anblick und stelle mir vor, welche Schönheit in meinem Zimmer mit dem grossen Fenster herrschen wird. Ich fand in Gedanken sogar einen Ort, wo man mich, wenn es soweit sein sollte, auch beerdigen kann. Hier gibt es eben gerade die Stille und Ruhe, derer ich so bedarf.»
    (S. Rachmaninow, August 1934)
    Die Rigi im Rücken, Pilatus und Vierwaldstättersee vor der Nase – schöner kann man hierzulande kaum wohnen und Rachmaninow ein Glückspilz, als er die nach heutigen Massstäben unbezahlbaren anderthalb Hektar Land für sich und seine Familie erwerben konnte. Endlich ein Heim nach Jahren der Unbehaustheit fern der schmerzlich vermissten russischen Heimat. Zwar konnte Rachmaninow sein Paradies nur gerade mal fünf Jahre lang bewohnen. Und doch ist seine Gegenwart auf wundersame Weise spürbar, ist überhaupt ein Wunder, wie das Anwesen die Zeiten und Begehrlichkeiten schadlos überdauert hat. Besuch in einem Refugium der Stille, das so viel zu erzählen hat und auf dessen Zukunft man gespannt sein darf.
    1 hr 1 min
  • Der Lautenist Hopkinson Smith und der Zauber der Laute
    Als er in den 1960er Jahren in den USA während des Harvard Studiums irgendwann auf alte Zupfinstrumente stiess, war er verloren: Das, genau das war es, wonach er musikalisch immer schon gesucht hatte. Seit über 50 Jahren zupft Hopkinson Smith mit seinen langen, feinen Händen das barocke Instrument. Smith gehört zu den Pionieren der Lautenmusik, die seither längstens eine Renaissance hinter sich hat. Hopkinson Smith lebt seit vielen Jahren in Basel. Annelis Berger hat den Musiker zum Gespräch getroffen.
    1 hr 1 min
  • Schleim, Haut, Fett: Das ausgeklügelte System der Schlachtabfälle
    Von einem geschlachteten Tier landet nur gerade rund ein Drittel als Entrecôte oder Filet auf Schweizer Tellern. Was passiert mit dem Rest der toten Tiere, diesen 240000 Tonnen, die jährlich in der Schweiz anfallen? Mariel Kreis beleuchtet in ihrem Feature einen Aspekt, der in der lauten Debatte rund um Nachhaltigkeit und Fleisch oft vergessen geht: Das ausgeklügelte System der Schlachtnebenprodukte. Denn: Nichts eines toten Tieres bleibt ungenutzt. Und: Die Verwendung von Schlachtabfällen ist überraschend vielseitig.
    45 min
  • Improvisation und Komposition
    Er war nicht nur ein genialer Komponist, sondern ein ebenso virtuoser Pianist und Improvisator. Reflexionen über Ludwig van Beethovens Arbeitsweise mit der Musikwissenschaftlerin Corinne Holtz und dem Jazzpianisten Hans Feigenwinter. Beethovens Fantasie für Klavier op. 77 lässt erahnen, wie der Komponist improvisiert hat. Sein Schüler Carl Czerny sagte über dieses Stück: «Diese sehr geistreiche Fantasie gibt ein getreues Bild von der Art, wie er zu improvisieren pflegte. Wenn er kein bestimmtes Thema durchführen wollte und sich daher seinem Genie in Erfindung immer neuer Motive überliess.»
    Und Beethovens zum Teil sehr chaotische und mehrfach überarbeitete Autographe zeigen, mit wie viel Beharrlichkeit und Sorgfalt er an seinen Ideen arbeitete. Bis jeder Ton auch wirklich an seinem richtigen Platz war.
    1 hr
  • Beethoven und die Politik
    Ludwig van Beethoven hat wie nur wenige bedeutende Komponisten in einer einschneidenden politischen Umbruchszeit gelebt: Aufklärung, Französische Revolution, Napoleons Ideen und die Neuordnung Europas durch den Wiener Kongress – all das ist zu Beethovens Lebzeiten. Wie wurde Ludwig van Beethoven politisch sozialisiert? Wie hat er seine politische Meinung gebildet, geäussert, verworfen? Und wie zeigen sich die politischen Umwälzungen in seiner Musik – nicht zuletzt in seiner 9. Sinfonie?
    Jenny Berg spricht darüber mit der Musikwissenschaftlerin Julia Ronge, Kuratorin der neuen Ausstellung im Beethoven-Haus Bonn.
    1 hr 1 min
  • Mythos Beethoven
    Mit 30 realisiert Beethoven, dass er taub werden wird. Das setzt seinem Leben als fröhlicher Rheinländer ein Ende und lässt ihn zum Misanthropen werden. Er nimmt sein Schicksal an und komponiert dagegen an. Heroisch. Aber auch sein Leben als unglücklich Verliebter passt zum Bild des Helden. Aus diesen beiden Ingredienzien ist er gemacht, der «Mythos Beethoven». Wir fragen nach, wie mächtig dieser Mythos ist und wie er sich im Lauf der Zeit verändert hat: wir fragen nach beim Wissenschaftler Hans-Joachim Hinrichsen, der Beethoven wie kaum ein anderer kennt. Dazu macht sich der Komponist Helmut Lachenmann über das Spätwerk Beethovens Gedanken – das sind jene letzten Werke, an denen sich der Beethovenmythos massgeblich entzündet hat, weil die Musik gar so bizarr und schroff klingt. Ein tönendes Abbild ihres Schöpfers? Was hat es auf sich mit dem Beethovenmythos, wie entwickelte er sich und welche Blüten trieb er? Und was hat Stanley Kubrick mit dem Ganzen zu tun?
    1 hr 1 min
  • Meine Lust mir: vom weiblichen Geschlechtsgenuss zu digitalen Zeiten
    Die MeToo-Debatte hat dem feministischen Selbstbewusstsein Schub verpasst. Zumindest in der Abgrenzung des eigenen Körpers gegenüber unerlaubten und gewaltsamen Übergriffen. Wie aber sieht es jenseits der körperlichen Abgrenzung aus? Wie steht es z.B. um das selbstbestimmte Begehren von Frauen? Die Abwehr des weiblichen Begehrens durch eine männlich geprägte Kultur ist ein uralter Topos. Frauen, die ein starkes sexuelles Selbstbewusstsein ausleben, wurden und werden wahlweise als nymphoman pathologisiert oder als Schlampen denunziert. Warum ist das so? Und welche persönlichen, aber auch gesellschaftlichen Konsequenzen hat eine selbstbewusst-weibliche Positionierung jenseits der Abwehr männlicher Übergriffe.
    Die Feature-Autorin Bettina Mittelstrass begibt sich auf eine waghalsige Erkundungstour in ungesichertem Gelände.
    57 min
  • #indigen: Jung, Sami und stolz darauf
    Mit Rentier und bunt gekleidet, so kennt der Westen die skandinavischen Ureinwohner, die Sami. Und ja, Rentier und Tracht sind nicht nur Show. Sie sind Alltag. Wieder. Es ist nicht lange her, da war alles Samische verboten. Heute holen sich die jungen Sami ihre traditionellen Wurzeln zurück. Marja, die Joikerin, Vaino, die Journalistin. Maja, die Rentierhirtin, Maren, die Jung-Politikerin. Susanne, die Miss, und Ella, die Castingshow-Gewinnerin. Sie sind die erste Generation Sami, die sich für oder gegen die samische Kultur entscheiden kann.
    Tradition und Moderne
    Ihren Grosseltern wurde das Sami-sein verboten, wurde eingeredet, das Samische sei nichts wert. Ihre Eltern waren wütend, sie erkämpften sich Rechte und Anerkennung.
    Den jungen Sami stehen nun alle Türen offen. Sie suchen ihren Weg und finden ihn nicht selten in ihrer traditionellen, samischen Kultur. Neu interpretiert, verwoben mit der modernen Gegenwart, sieht diese echt gut aus: Bunt, stolz und lebendig.
    1 hr 1 min

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Die Sendung «Passage» steht für radiophone Exzellenz auf SRF 2 Kultur. Hier verbinden sich Wort und Musik, Ton und Stille.

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