Passage

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Passage episodes

  • «Jeden Nachmittag schien die Welt zu sterben» – 100 Jahre Carson McCullers
    Als 1940 «Das Herz ist ein einsamer Jäger erschien», war McCullers 23 Jahre alt. Mit weiteren Büchern wie «Die Ballade vom traurigen Café» schrieb sie sich als eine der wenigen Frauen früh schon in den Olymp US-amerikanischer Weltliteratur. Carson Mc Cullers Geburtstag jährt sich zum 100. Mal.Carson McCullers musste sich ihre Werke einem sich verweigernden Körper abtrotzen, denn sie war ständig krank. Das hinderte sie nicht daran, große Motive zu verhandeln: Lebenslügen und Enttäuschungen, Traurigkeit und Einsamkeit, Rassenhass und dessen Überwindung, die Angst der Jugend und die des Alters, Krankheit und Tod, Liebe und Leidenschaft. 1967 starb sie im Alter von nur 50 Jahren.
    1 hr 1 min
  • Der Krieg im Fokus – Soldaten und das Handwerk des Tötens
    Was geht in Soldaten und Scharfschützen vor, wenn sie auf Menschen schiessen? Die Fotografin Herlinde Kölbl reiste in fast 30 Länder, um an militärischen Ausbildungsorten ihre Schiessziele zu fotografieren und mit ihnen über das Handwerk des Tötens zu sprechen.Über sechs Jahre reiste die Fotografin Herlinde Koelbl in fast 30 Länder, um an militärischen Ausbildungsorten landestypische Schießziele zu dokumentieren. Aus diesen fotografischen Aufnahmen entstand ihr Kunstprojekt TARGETS. Darüber hinaus sprach Koelbl mit Soldaten und Scharfschützen. Unter Zusicherung der Anonymität erzählen sie von den moralischen Herausforderungen, von ihrer Motivation und Ausbildung, von Führung und Gehorsam, von Schuld und Fehlentscheidungen.
    57 min
  • Der Oligarchenlehrling
    «Wenn ich Oligarch wäre, würde ich versuchen, meine politische Konkurrenz zu behindern und die Bevölkerung auszunehmen», erklärt der Ökonomieprofessor Reiner Eichenberger. Das klingt interessant, findet Feature-Autor Michael Stauffer und beschliesst Oligarch zu werden.Oligarchen sind einflussreich, gut vernetzt, bestechungsfreudig und skrupellos. Aber wo bieten sich noch Möglichkeiten für Nachwuchs-Oligarchen? In Russland ist es schwierig. In der Ukraine ist es gefährlich. Aber in Armenien geht vielleicht noch was - wenn man sich an einen charismatischen Politiker hängt, wenn man ins Geschäft mit Strom, Gas, Transport oder Telekommunikation einsteigt und wenn man wen findet, der einem bei der Oligarchen-Karriere hilft. Michael Stauffer versucht es. Und er kommt bei seinem Versuch erstaunlich weit.
    55 min
  • Echo – von der Suche nach Widerhall - Feature von Bettina Mittelstrass
    Im Projekt Echo-Topos-Schweiz vermisst der Schweizer Sänger Christian Zehnder den Alpenraum akustisch. Im Widerhall der Berge ertönen antike Mythen, eine Kulturgeschichte der Vermessung, die Alpenwahrnehmung der Romantik und die ewige Suche des Menschen nach sich selbst im Resonanzraum des anderen.Im Mythos kann die Nymphe Echo ihre Stimme nicht von selbst erheben. Wie Felswände in den Alpen muss sie auf Rufende warten, um den Schall zurück zu wenden. Der antike Dichter Ovid verbindet Echos Widerhall mit der Geschichte von Narziss, der auf der Suche nach sich selbst scheitert. Spinnt man die antike Geschichte weiter, so die Klassische Philologin Antje Wessels, dann suchen wir im Widerhall der Berge heut noch immer uns selbst – mit besseren Chancen.Sieger-Produktion beim Basler Feature-Preis.
    56 min
  • Kinderüberraschung – Aus dem Leben eines Samenspenders - Feature von Renate Maurer
    Am Anfang ist es nur ein Studentenjob bei der Samenbank. Dann aber stösst Maik im Internet auf die Anzeigen lesbischer Frauen und Singles: «Samenspender gesucht, aber nicht Vater» Maik hilft aus, weil er es ungerecht findet, dass Samenbanken nur heterosexuelle Paare bedienen.Indem er als Samenspender insgesamt sieben Kinder zeugt, verhilft er sechs Frauen zum Kinderglück. Dass seine tiefere Motivation im eigenen Unglück liegt, wird Maik erst bewusst, als er sich sein Leben Revue passieren lässt. Eine Produktion, ausgezeichnet mit dem Basler Featurepreis 2016.
    55 min
  • Die Gerechten von Tautenhain - Feature von Sabine Frank
    Am 12. Februar 1943 trifft bei Familie Mühlenhaupt in Leipzig der Deportationsbefehl nach Theresienstadt ein. In ihrer Verzweiflung setzen sie sich mit ihrer zwölfjährigen Tochter Rivka in den Zug und fahren nach Tautenhain, einem kleinen Dorf im Thüringer Holzland.In Tautenhain hatte die jüdische Familie jahrelang ihren Urlaub verbracht, vielleicht könnten sie in dieser abgelegenen Gegend untertauchen. Und das Wunder geschieht: Ihr Pensionswirt Hermann Sörgel und sein Schwager verstecken die Flüchtlinge – 790 Tage lang. Dennoch nimmt die Geschichte kein glückliches Ende: Die Mühlenhaupts sterben drei Jahre nach Kriegsende, nur ihre Tochter überlebt. Eine Produktion, ausgezeichnet mit dem Basler Featurepreis 2016
    1 hr 1 min
  • Sylvia Caduff – eine Schweizer Pionierin wird 80
    Die Bündner Dirigentin und Wahl-Luzernerin Sylvia Caduff dirigierte bedeutende Orchester wie das New York Philharmonic und die Berliner Philharmoniker. Ausserdem war sie die erste Frau, die in Deutschland den Posten einer Generalmusikdirektorin erhielt.Sylvia Caduff hat es weit gebracht, ja sie schrieb sogar Geschichte. In Passage blickt sie zurück auf die wichtigsten Stationen ihres Lebens. Etwa auf ihre Jugend in Chur, ihre Studienzeit in Luzern oder auf das New York der 1960er Jahre, wo sie für ein Jahr Assistentin des grossen Leonard Bernstein war. Sowie auf die Höhepunkte ihres Wirkens als Generalmusikdirektorin in der nordrhein-westfählischen Stadt Solingen.
    58 min
  • Ankommen!
    Sie sind jung und kommen mutterseelenallein nach langen Monaten der Flucht im Neuland an. Was heisst es hier Fuss zu fassen? Die Passage gibt Einblick in die Schwerarbeit von unbegleiteten jugendlichen Flüchtlingen, vom Fremdsein weg hin zur Zugehörigkeit.Im heruntergekommenen Motel Pilatusblick in Kriens wohnen 70 junge Menschen aus Syrien und Afghanistan, aus Eritrea und Somalia. Dass sie Deutsch lernen und irgendeine Arbeit finden müssen, ist klar. Aber es gibt stillere Themen der Inklusion: Essen, Geld, Jahreszeiten, Werte, Regeln, Verkehr und die Sache mit dem Pjama. Das Nachtkleid wird zum Symbol für: Du darfst dich ausruhen. Du kannst nun schlafen. Du bist jetzt in Sicherheit. Das Feature von Cornelia Kazis macht szenisch erfahrbar, wie Idil und Saimon langsam Fuss fassen im Schweizer Winter, in der Welt des Überflusses, in der Ruhe nach monatelanger Fluchthektik.
    58 min
  • 25 Jahre Mundartsendung «Schnabelweid» - Abbild der Schweizer Dialektkultur
    So vielfältig die Mundartkultur in der Schweiz ist, so breit gefächert zeigt sich das Programm der Mundartsendung «Schnabelweid» auf SRF1. Die Sendung Passage präsentiert ein Konzentrat der zweistündigen Jubiläumssendung.Die Mundartkultur in ihrer Gesamtheit zum Klingen bringen. Das ist der Anspruch, dem sich die Mundartsendung «Schnabelweid» seit 25 Jahren stellt. Unter dem Motto «Kontraste entdecken» wurde dieser Anspruch in der Jubiläumssendung am 1. Dezember im Papiersaal in der Zürcher Sihlcity auf der Bühne umgesetzt. Die Passage fasst die besten Momente des Abends zusammen und konfrontiert die Fluchforscherin mit dem fluchenden Rapper, die junge Spoken-Worderin mit der pensionierten Verfasserin von lokaler Erinnerungsliteratur, das markante, vom Aussterben bedrohte Elsässische mit dem «normalisierten» Regiolekt des Grossraums Zürich.
    56 min
  • Die wahre Geschichte des Cancan
    Im Moulin Rouge, den Folies Bergères und im Paradis Latin wird er Abend für Abend einmal getanzt: der Cancan. Mit lauten Schreien stürzen die Tänzerinnen auf die Bühne und werfen ihre Beine in die Höhe. Die Geschichte des Cancan beginnt allerdings fast 200 Jahre früher. Eine Spurensuche.Die Geschichte des Cancan beginnt im frühen 19. Jahrhundert, als die einfachen Leute im tanzverrückten Paris begannen, die festgelegte Abfolge der Quadrille mit kurzen, improvisierten Soli zu durchbrechen. Auch Frauen waren darunter, die die Röcke hoben, Knöchel zeigten, herumhüpften. Die Zuschauer johlten und lachten. Frauen, die allein tanzen? Frauen, die Bein zeigen? Die Obrigkeit schickt die Polizei aus.Gabriela Kaegi geht der Geschichte dieses Befreiungstanzes nach, der durch das ganze 19. Jahrhundert hindurch getanzt wird, bis ihn schliesslich Jacques Offenbach auf die Bühne holt.
    56 min

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Die Sendung «Passage» steht für radiophone Exzellenz auf SRF 2 Kultur. Hier verbinden sich Wort und Musik, Ton und Stille.

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