Passage

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Passage episodes

  • Arm und Reich vor der Erfindung des Wohlfahrtsstaates
    Welche Möglichkeiten standen den Armen noch im 19. Jahrhundert offen, um wenigstens an die Krumen vom Tisch der Wohlhabenden zu kommen? Und wie konnten sich die Reichen den Himmel verdienen? Mit welchen Werken der Barmherzigkeit?Wie haben die von den Kirchen geprägten ländlichen Gesellschaften die Armut gehandhabt? Bräuche und Traditionen, wie etwa die Urnäscher Silvesterkläuse oder die Grosse Spend von Ferden im Lötschental legen Zeugnis von einer Zeit ab, zu der nicht einfach auf die Leistungen des Wohlfahrtstaates zurückgegriffen werden konnte. Martin Heule begibt sich in Appenzell und im Wallis auf Spurensuche.
    48 min
  • «Dirigentinnen – Neuer Wind im Orchester»
    Der gesellschaftliche Wandel kommt langsam auch im Sinfonieorchester an. Dirigentinnen, wenn auch noch in der Minderzahl, machen dort Karrieren, leiten grosse Orchester und sind keine Ausnahmen mehr. Was machen Sie anders als ihre männlichen Kollegen? Was gleich? Eine Spurensuche in vier Porträts.Die litauische Dirigentin Mirga Gražinyte-Tyla übernimmt von Andris Nelsons das City of Birmingham Symphony Orchestra. Die Barockspezialistin Emanuelle Haïm dirigiert die Wiener Philharmoniker.Dirigentinnen in einer Bastion, die lange ausschliesslich von Männern besetzt war, sind keine Seltenheit mehr. Darin zeichnet sich in Anfängen ab, was in der Gesellschaft schon länger als Prozess geschieht: Gerechtigkeit unter den Geschlechtern. Aber noch immer sind Dirigentinnen in der Minderzahl.Was muss noch geschehen? Welche Hindernisse, aber auch welche Förderung erlebten und erleben Dirigentinnen speziell? Diesen Fragen ist auch die Musikwissenschaftlerin Sara Seidl nachgegangen. Ihre Forderung lautet – immer noch: «Mehr Frauen ans Pult!».
    56 min
  • Ingredients of democracy - Der Traum von einem neuen Griechenland
    Sie sind Abenteurer im eigenen Land. Ohne Krankenversicherung und Aussicht auf Rente. Sie umarmen das Chaos und erfinden die Demokratie neu. Sie wissen, die Menüs der korrupten Eliten schmecken nicht länger. Sie fragen die Leute direkt: «Was macht euch satt?»Eine junge Generation von Griechinnen und Griechen lassen sich nicht unterkriegen und behaupten keck: «Unser Land ist fruchtbar!» Jeder kann an der neuen Speisekarte mitwirken. Die Zutaten: Mut, Fantasie und vor allem Beharrlichkeit. Sie sind Abenteurer auf vielen Ebenen und knüpfen damit an bester griechischer Tradition an. Rainer Schildberger porträtiert junge Menschen, die sich aufgemacht haben, die Zukunft Griechenlands zu gestalten.
    56 min
  • Hans Peter Matter, genannt Mani
    Wie Mani Matter «zwäg» wäre, wenn er am 4. August seinen 80. Geburtstag feiern könnte, das wissen wir nicht. Wir haben nur seine Lieder und Texte. Und die nehmen wir unter die Lupe.Warum eigentlich sind seine Lieder «gut»? Warum so populär und langlebig? Zu Wort kommen der Matter-Biograph Wilfried Meichtry, die Schriftstellerin Melinda Nadj Abonji, der Schriftsteller Klaus Merz, die Literaturkritikerin Sibylle Birrer, der Liedermacher und Bandleader Ueli Schmezer.Historische Aufnahmen aus unserem Tonarchiv, u.a. mit Elsbeth Pulver und Franz Hohler, kommen dazu. Betrachtet man das Gesamtwerk von Matter, so entsteht nicht so sehr das Bild eines «Värslischmieds», sondern eines bedeutenden Lyrikers und kritischen Intellektuellen.
    56 min
  • Cabaret Cornichon: Viel Unterhaltung, wenig Widerstand – Geschichte einer nationalen Bühne
    Ein Wahnsinniger, der sich für Hitler hält oder ein Skilehrer, der Diktatoren in die Knie zwingt - solche Figuren waren Mitte der 1930er-Jahre auf den Bühnen im nationalsozialistischen Deutschland nicht zu sehen. In der Schweiz aber schon, wenn auch nur sehr vereinzelt.Politische Nummern haben das Cabaret Cornichon, das erste Schweizerische Ensemble-Kabarett, berühmt gemacht und ihm den Ruf eines antifaschistischen Widerstands-Kabaretts eingebracht. Doch solche Nummern machten nur einen sehr kleinen Teil des Programms aus, wie der Historiker Peter Michael Keller in einer Studie belegt. Er zeigt auf, dass das Cornichon auf der Bühne und hinter den Kulissen politisch weniger angriffig war, als sein Ruf bis heute Glauben macht.(Wiederholung)
    56 min
  • Erinnerung an Dimitri. Ein Tag in Verscio.
    Der weltberühmte Schweizer Clown Dimitri ist diese Woche mit 80 Jahren gestorben. Wer seine Kindheit in der Schweiz verbrachte, wird sich unweigerlich an seine poetische Kunst und sein breites Lachen erinnern.Bis zuletzt stand Dimitri auf der Bühne und verfolgte sein altes Ziel: ein besserer Clown zu werden. Passage erinnert an den grossen Künstler.Verscio ist sein Dorf gewesen. Hier steht das Teatro Dimitri und die Scuola Teatro Dimitri. In Verscio hat Eric Facon letzten Sommer Dimitri, seine Kinder und Mitarbeiter, besucht, befragt und zum 80. Geburtstag des Clowns diese Sendung gestaltet. Es geht zum Beispiel darum, welchen Stellenwert die Kindheit in Dimitris Arbeit besitzt, und wie sich seine Kinder dabei fühlten, mit einem weltberühmten Vater aufzuwachsen. Oder: welche fünf Eigenschaften ein guter Clown besitzen muss, welche schlechten aber auf keinen Fall. Und: es geht um das Lachen als Mittel, der Welt zu begegnen.(Wiederholung)
    56 min
  • Jähzorn – die unterschätzte Volksplage
    Tobsuchtsanfälle und spontane Wutausbrüche sind weit verbreitet, in der Familie, am Arbeitsplatz, auf der Strasse. Wie sehr Betroffene unter dem Jähzorn leiden, ist kaum bekannt. Oft ereignen sich hinter der Fassade der Normalität dramatische Szenen, Leidensgeschichten ziehen sich über Jahre hin.Wie wird toben zur Sucht? Wann wird aus angemessener Wut Jähzorn? Betroffene erzählen ihre Geschichte, schildern ihre Erlebnisse als Kind mit «Vorbildern» in der Familie und beschreiben, wie sie sich selber als Jähzornige erleben, Daneben zeigt der Psychotherapeut Theodor Itten auf, wie dieser zerstörerische Umgang mit Gefühlen von Wut und Zorn gelernt wird und wie der schmerzhafte Kreislauf durchbrochen werden kann und muss.(Wiederholung vom 19. Februar 2012)
    56 min
  • Sei Shonagon – Die Hofdame mit der spitzen Zunge
    Das «Kopfkissenbuch» der Hofdame Sei Shonagon ist ein Klassiker in der japanischen Literatur. Es ist eine Art Tagebuch mit Gedichten und Gedanken einer selbstbewussten Frau. Mit ihren Texten gibt sie Geheimnisse aus den Privatgemächern des japanischen Kaiserhofs Ende des 10. Jahrhunderts preis.Japan Ende des 10. Jahrhunderts. Am Hof des japanischen Kaisers macht eine Dame von sich reden. Sei Shonagon. Sogar der Kaiser ist entzückt. Nicht ihrer Schönheit sondern ihrer Schlagfertigkeit wegen. Sei Shonagon ist hochgebildet, scharfzüngig und rotzfrech. Bei lyrischen Soireen stellt sie mit ihren Gedichten und Essays noch den gebildetsten Höfling in den Schatten. Im «Kopfkissenbuch» schildert sie den Alltag am japanischen Kaiserhof: Erzählt von Liebeständeleien Erotik und Klatsch, macht sich über Männer lustig, schreibt über Stil und Mode und sinniert über die Schönheit der Natur. Noch heute wirken ihre Texte, die in Japan fast jeder kennt, äusserst modern. Würde Sei Shonagon heute leben, wäre sie vielleicht als erfolgreich Bloggerin im Internet unterwegs.Buchhinweis:Sei Shonagon. Kopfkissenbuch. Aus dem Japanischen von Michael Stein. Manesse Verlag, 2015.
    55 min
  • Robert Gernhardt – zehn Jahre danach
    Er gehört zu den grössten komischen Lyrikern des deutschsprachigen Raums und steht in einer Reihe mit Heinrich Heine, Wilhelm Busch und Joachim Ringelnatz: Robert Gernhardt. Zu seinem 10. Todestag Ende Juni erinnert die Passage an den Dichter und Maler und fragt, was von ihm bis heute nachwirkt.Seien es seine einzigartigen Gedichte und Prosatexte, seien es seine Texte für den Komiker Otto, sei es seine Arbeit für die Satiremagazine Pardon und Titanic, die die deutsche Satire ein für alle Mal in die Moderne katapultiert hat, überall hat Robert Gernhardt Spuren hinterlassen: geflügelte Worte, Sätze, Sprüche, Reime, Zeichnungen und Bilder, die von einer Geisteshaltung zeugen, die bis heute unvergessen und stilbildend geblieben ist.Die Passage von Michael Luisier begibt sich auf Spurensuche nach Robert Gernhardt, lässt Weggefährten seiner «Neuen Frankfurter Schule» wie FW Bernstein zu Wort kommen und fragt bei heutigen Satirikern wie Klaus Cäsar Zehrer und Thomas Gsella nach, was von Robert Gernhardt weiterlebt.
    58 min
  • 185 Meter Auszeit. Oder: Die Kunst, eine Fähre zu führen
    Wer in Basel den Rhein überquert, tut das in aller Regel über eine der fünf Brücken. Wer es beschaulicher mag, der nimmt eine der vier Fähren, die von den Baslern liebevoll «Fähri» genannt werden.Fährimaa Jacques von der Leu-Fähri vor der prächtigen Kulisse des Basler Münsters ist stadtbekannt. Und das nicht nur weil er seinen Dienst barfuss tut und fliessend japanisch spricht. Viele seiner Gäste nutzen die Zeit einer Überfahrt, um kurzfristig zu entspannen oder aber lebensphilosophische Fragen zu besprechen.(Reprise)
    56 min

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Die Sendung «Passage» steht für radiophone Exzellenz auf SRF 2 Kultur. Hier verbinden sich Wort und Musik, Ton und Stille.

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