Perspektiven

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Religion & Spirituality
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Perspektiven episodes

  • Pfarrer Stefan Moll und seine Schlagerfamilie (W)
    Die Kirche muss neue Wege gehen. Davon ist der methodistische Pfarrer Stefan Moll überzeugt. Und setzt auf deutsche Schlager.
    Die einen rümpfen über deutsche Schlager die Nase, die anderen fühlen sich von den einfachen Melodien und Texten angesprochen. Auch in der Schweiz haben Schlager eine grosse Fangemeinde. Die Lieder drehen sich meist um die Liebe. «Die Lieder erfüllen Sehnsüchte, die in den zuweilen bitteren Schicksalen ihrer Fans unerfüllt bleiben», erklärt Stefan Moll den Erfolg der Schlagermusik. Er ist Pfarrer in der methodistischen Kirche – und der erste offizielle «Schlagerpfarrer» der Schweiz. Beim Fernsehkanal Music 24 gestaltet Moll Gottesdienste. Inzwischen hat sich eine eingeschworene, ökumenisch funktionierende Schlagerfamilie um ihn herum gebildet. Was sonst meist zwei verschiedene Welten sind, kommt hier zusammen: Schlager und Kirche. Das passe ganz gut, ist Pfarrer Moll überzeugt.
    Autorin: Maya Brändli
    Wir freuen uns über Ihre Post und Anregungen auf [email protected]
    Diesen Beitrag vom November 2022 strahlen wir im Rahmen des SRF-Schwerpunkts zu Brauchtum und Volksmusik erneut aus.
    Mehr zum Programm hier:
    https://www.srf.ch/radio-srf-musikwelle/volksmusik/volksmusikjahr-2023-buehne-frei-fuer-die-volksmusik
    30 min
  • Entwicklungszusammenarbeit auf Augenhöhe: Geht das?
    Die kirchlichen Hilfswerke HEKS und Fastenaktion wollen die kolonialen Wurzeln der Entwicklungszusammenarbeit überwinden. «Decolonizing Aid», also Entkolonisierung der Entwicklungshilfe, heisst dieser Ansatz. Doch ist partnerschaftliche Hilfe möglich, wenn einer Geld gibt und der andere empfängt?
    Entwicklungshilfe hiess früher: Mit einem Spendenbrief Geld sammeln, in der Schweiz entscheiden, was damit gemacht wird und dann in Afrika oder Indien Brunnen bauen oder Saatgut verteilen. Heute sollen die Menschen im globalen Süden selbst entscheiden, wofür sie Geld benötigen. Programme statt Projekte heisst der Ansatz. Und Entwicklungszusammenarbeit statt Entwicklungshilfe. Das bedeutet auch: Beim Sammeln der Spenden nicht mehr Armutsstereotypen verbreiten – und vor Ort Kontrolle abgeben. Über die Herausforderungen dieser neuen Art von Entwicklungszusammenarbeit, wo sie an Grenzen stösst und wo Spenderinnen und Spender umdenken müssen, darüber sprechen wir mit:
    * Sandrine Cottier, Leiterin Programmentwicklung bei Fastenaktion
    * Hanspeter Bigler, Leiter Kommunikation und Mobilisierung bei HEKS
    * Elisio Macamo, Professor für Soziologie mit Schwerpunkt Afrika an der Universität Basel
    Weiterführende Links:
    Ein neuer Blick auf die koloniale Vergangenheit der Schweiz: https://www.srf.ch/audio/kontext/kultur-talk-ein-neuer-blick-auf-die-koloniale-vergangenheit-der-schweiz?id=12395995
    Werden wir den Kolonialisums je überwinden? Ein Gespräch mit Adom Getachew in der Sternstunde Philsophie. 
    * Zum Hören: https://www.srf.ch/audio/sternstunde-philosophie/adom-getachew-werden-wir-den-kolonialismus-je-ueberwinden?id=12399157
    * Zum Sehen: https://www.srf.ch/play/tv/sternstunde-philosophie/video/adom-getachew---werden-wir-den-kolonialismus-je-ueberwinden?urn=urn:srf:video:f055fb35-69c8-49a6-9f29-cf7bf0ecd089
    Autorin: Nicole Freudiger
    Wir freuen uns über Ihre Post und Anregungen auf [email protected]
    30 min
  • Gott 9.0 oder: Wie integral ist das Christentum der Zukunft?
    Die «integrale Theologie» will das Christentum neu übersetzen. Für alle, die mit alten Dogmen und Formen wenig anfangen können, die aber eine Sehnsucht haben nach «mehr». Gelingt das?
    Vor über zehn Jahren erschien mit «Gott 9.0» ein Bestseller. Untertitel: «Wohin unsere Gesellschaft spirituell wachsen wird». Marion Küstenmacher, Tilmann Haberer und Werner Tiki Küstenmacher wandten darin das System der «Spiral Dynamics» aufs Christentum an. Die «Spiral Dynamics» kommen aus der Unternehmens-Entwicklung und gründen auf Forschungen der Philosophie und Psychologie. Mit «Gott 9.0», so berichten Küstenmacher und Haberer, gaben sie vielen Menschen Worte für das, was sie bereits fühlten: Sie waren aus ihrem Glauben herausgewachsen.
    Was erstmal kompliziert klingen mag, ist im Grunde einfach zu verstehen: Dieses System geht davon aus, dass die Menschen und die Menschheit sich entwickeln und dadurch neue «Bewusstseinsräume» erschliessen. Je nach Stufe oder Raum wird auch Gott oder das Göttliche anders wahrgenommen. Und je nach Raum wird das Leben und die Spiritualität unterschiedlich gelebt.
    Inzwischen sind mit «Integrales Christentum» und «Von der Anmut der Welt» weitere Bücher im «Gott 9.0»-Universum erschienen. In «Perspektiven» erzählen Tilmann Haberer und Marion Küstenmacher von ihrer Entdeckungsreise. Dabei gehe es nicht um ein «Schneller, Höher, Weiter», sondern um Entwicklungsschritte und neue Erlebnisräume. Wir fragen nach, was dieses Konzept mit der Zukunft des Christentums zu tun haben könnte.
    Schreiben Sie uns Ihre Gedanken auf: [email protected]
    Autorin: Dorothee Adrian
    34 min
  • (W) Der heiligen Geistkraft auf der Spur
    Eine «Biografie» des Heiligen Geistes schrieb der Münchner Theologe Jörg Lauster. Darin spürt er einem Phänomen nach, das wandlungsfähig, nie ganz fassbar und dennoch eine weltbewegende Kraft sei. Doch bevor der Heilige Geist männlich wurde, schwebte die Ruach über den Wassern.
    Ruach heisst die heilige Geistkraft oder auch der Lebenshauch auf Hebräisch, und zwar in der Schöpfungserzählung der Bibel. Wie entstanden all diese verschiedenen Vorstellungen über die spirituelle Windenergie? Darüber sprechen wir auch mit einer Schweizer feministischen Theologin der ersten Stunde, Helen Schüngel-Straumann. Sie widmete ihr theologisches Wirken unter anderem der Ruach.
    Autorin: Dorothee Adrian
    Diese Sendung ist eine Wiederholung aus dem Jahr 2022.
    Mehr über die sogenannte Pfingstbewegung, für welche die heilige Geistkraft eine besondere Bedeutung hat:
    https://www.srf.ch/audio/perspektiven/viel-mehr-als-scharlatanerie-pfingstkirchen-weltweit?id=11769355
    29 min
  • (W) Gott polyglott – von der Mehrsprachigkeit religiöser Menschen
    Schon Kinder lernen Hebräisch, Thailändisch, Arabisch oder Sanskrit. Denn das sind die Sprachen ihrer heiligen Schriften, Liturgien, Gebete und Rituale. Daneben sprechen sie Mundarten, Muttersprachen und Standartsprachen. Was bringt religiösen Menschen diese Vielsprachigkeit?
    Gott wird in der Schweiz in über hundert Sprachen angerufen, auf Hochdeutsch genauso wie auf Türkisch. – Überaus vielfältig sind hierzulande die Sprachen in Gottesdienst, Religionsunterricht und Gebeten. Die liturgischen Sprachen in Moscheen, Kirchen, Tempeln und Synagogen der Schweiz sind aber meist nicht die Umgangssprachen hiesiger Menschen. Die Religionsgemeinschaften investieren viel, damit Kinder schon früh auch die religiösen Sprachen erlernen.
    Studien haben gezeigt, dass diese Mehrsprachigkeit ihre Identität ebenso stärkt wie Bildung und Integration. Moscheevereine und Tempel leisten mit Sprachkursen einen nennenswerten Beitrag dazu, dass Menschen hier heimisch werden. 
    Vom Wert religiöser Mehrsprachigkeit erzählt die reformierte Theologin Tabitha Walter vom Zürcher Institut für interreligiösen Dialog ZIID.
    Der Beitrag ist eine Produktion aus dem Jahr 2022.
    Autorin: Judith Wipfler
    28 min
  • Heilen wie einst Mohammed
    Sie geht auf die Überlieferungen aus dem Leben des Propheten Mohammeds zurück: Die prophetische Medizin. Mit Honig, guter Luft oder Beschwörungsformeln sollten die Menschen gesund werden. Heute gewinnt die prophetische Medizin wieder an Bedeutung, auch aus politischen Gründen.
    Heilung ist in vielen Religionen ein zentrales Element und stark mit dem Glauben verbunden. So gibt es auch im Koran unterschiedliche Stellen, die vom Gesundwerden handeln. Hinzu kommen gesundheitsspezifische Überlieferungen des Propheten Mohammed. Sie befassen sich mit Lebens- und Heilmitteln, die gegen Krankheiten helfen sollen.
    Die sogenannt prophetische Medizin ist im ersten Jahrhundert des Islams entstanden, wie Medizinhistoriker Rainer Brömer von der Universität Marburg weiss. An Bedeutung gewann sie dann erst 700 Jahre später. Brömer hat lange Zeit in der Türkei gearbeitet und geforscht. Dort gewinnt die prophetische Medizin an Bedeutung und wird durch die Regierung gefördert.
    Auch in der Schweiz wird prophetische Medizin praktiziert. Das können muslimische Heilpraktiker sein, die sich mit Heilmitteln auskennen. Oder es sind Spitalseelsorgende, die von Patientinnen angefragt werden, Koransuren zu rezitieren. Das erlebt Abduselam Halilovic immer wieder. In Perspektiven erzählt der Seelsorger von seinen Erfahrungen und ordnet Praktiken der prophetische Medizin auch theologisch ein.
    Wie und ob Glaube heilt, das untersucht auch die Gesundheitssendung Puls und begibt sich dazu nach Lourdes:
    https://www.srf.ch/wissen/mensch/heilender-glaube-pilgern-nach-lourdes-eine-reise-ins-herz-der-hoffnung 
    Autorin: Léa Burger
    Schreiben Sie uns Ihre Gedanken dazu auf [email protected]
    32 min
  • Kirche in der Cloud – geht Gemeinschaft auch digital?
    Ein interaktiver Zoom-Gottesdienst, Meditieren vorm Laptop: Für manche Menschen sind digitale Formate längst schon keine Notlösung mehr, sondern ein Segen.
    Weil sie aus dem ganzen deutschsprachigen Raum dabei sein können. Weil es im Alltag schnell und unkompliziert geht. Weil sie einander ins Gesicht schauen, statt auf die Hinterköpfe. Aber – geht das wirklich, Gemeinschaft digital erleben? Fehlt es nicht, die anderen im selben analogen Raum zu erleben, zur Begrüssung in den Arm zu nehmen?
    Wir sprechen für «Perspektiven» mit Menschen, die im «Netzkloster» gemeinsam meditieren. Und mit Mitarbeitenden von «Brot & Liebe», einem digitalen Gottesdienst, bei dem es statt Predigt und Fürbitten Storys und Chat-Gebete gibt.
    In der Sendung zu hören sind:
    * Meinrad Furrer, römisch-katholischer Seelsorger, «Brot & Liebe» Team Schweiz
    * Birgit Mattausch, Pastorin und Predigt-Coach, «Brot & Liebe» Team Berlin
    * Simon Weinreich, «Netz-Abt» des «Netzkloster», einem Projekt der Evangelisch-methodistischen Kirche Schweiz
    * Sabrina Müller, habilitierte Theologin und Geschäftsleiterin des Universitären Forschungsschwerpunkts «Digital Religion(s)» an der Universität Zürich
    * Teilnehmende des «Netzkloster»
    Autorin: Dorothee Adrian
    Digitalisierung und Kirche, das beschäftigt uns schon länger.
    Nicole Freudiger ist dem Thema in folgenden beiden Sendungen nachgegangen:
    https://www.srf.ch/kultur/gesellschaft-religion/digitalisierung-die-kirche-und-der-digitale-draht-ins-diesseits
    und
    https://www.srf.ch/audio/perspektiven/religion-in-der-digitalen-welt-wohin-geht-die-reise?id=11549874
    35 min
  • Geborgen im göttlichen Mutterschoss
    Von der Erde sind wir genommen, zur Erde kehren wir zurück. Zu Klängen aus Peter Roths «Missa Gaia» spricht die Berner Bibelwissenschaftlerin Silvia Schroer über die Erde als Mutterschoss. Laut Bibel sind wir Menschen «Erdlinge». Und aus der Erde komme alles Lebendige.
    Als im Vatikan indigene Menschen aus Amazonien eine sogenannte Pachamama-Zeremonie abhielten, hagelte es Proteste. Vornehmlich rechtskonservative Kreise kritisierten das Ritual für «Mutter Erde» als heidnisch. Doch biblische Texte halten dagegen.
    Poetisch fassen es etwa die Psalmen oder das Buch Hiob: Wir Menschen kommen aus der Mutter Erde, werden in und von ihr gebildet und nach dem Tod kehren wir wieder in sie zurück. Die Berner Theologin Silvia Schroer geht biblischen Traditionen rund um Mütterlichkeit nach: die Mütterlichkeit der Erde, Gottes und der Menschen.
    Autorin: Judith Wipfler
    Perspektiven von 06.09.2010 zum Nachhören:
    https://www.srf.ch/audio/perspektiven/tiere-in-der-bibel-neu-entdeckt?id=10146993
    Sternstunde Philosophie am Muttertag zum Thema "Muttersein – Natürlich kompliziert!":
    https://www.srf.ch/play/tv/sendung/sternstunde-philosophie?id=b7705a5d-4b68-4cb1-9404-03932cd8d569
    37 min
  • Purpose und Gemeinwohl: Wenn das Business Sinn macht
    Mehr Sinn und weniger Gier in der Wirtschaft. Dafür setzen sich Purpose-Unternehmen und die Gemeinwohl-Ökonomie ein. Für sie zählen der Zweck des Unternehmens und gemeinsame Werte wie Nachhaltigkeit oder Mitbestimmung.
    Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Purpose-Unternehmen reicht der Lohn allein nicht. Sie engagieren sich in der Arbeit auch für die Gesellschaft und das Wohl von Mensch und Umwelt. Tolle Produkte allein reichen nicht. Firmen sollen auch einen Beitrag zur Lösung von sozialen, ökonomischen oder ökologischen Problemen leisten. So sieht es auch die Gemeinwohl-Ökonomie. Firmen dürfen nicht für wenige gewinnbringend betrieben und später verkauft oder rigorosen Sparmassnahmen unterzogen werden. Wie funktionieren sogenannte Purpose-Unternehmen? Welche Rolle spielen ethische oder spirituelle Werte? Sind „sinnerfüllte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter produktiver? Norbert Bischofberger besucht die „Kaffeemacher in Basel und Sylvia Fontana von der Vereinigung Christlicher Unternehmer in ihrer Werkstätte für Malerei.
    Autor: Norbert Bischofberger
    Dokumentarfilm "Schwarzarbeit" von Ulrich Grossenbacher, Sonntag 07.05.2023, 22.45 Uhr SRF 1, CH:Filmszene:
    https://www.srf.ch/play/tv/chfilmszene/video/schwarzarbeit?urn=urn:srf:video:9e5831ac-6d28-479a-8910-88ee09f2dd7f
    27 min
  • Das Schabbat-Prinzip. Vom Wert des Ruhetags.
    Sechs Tage sollst Du arbeiten, am siebten Tage aber ruhen. Damit liefert die Bibel das stärkste Sozialgesetz der Menschheit. Bis heute gibt der wöchentliche kollektive Ruhetag als Sonntag den globalen Takt vor. Thomas Wallimann Sasaki erklärt die Tiefendimensionen des Schabbat-Prinzips.
    Der kollektive wöchentliche Ruhetag geht auf den biblischen Schabbat zurück. Er gilt allen Menschen, egal welchen Geschlechts, welcher Herkunft oder sozialen Standes sie sind. Wirklich alle sollen frei haben, nicht nur die Menschen, sondern auch die Tiere. Und die Äcker haben alle sieben Jahre ebenfalls ein Sabbatical verdient.
    Neben sozialer Gerechtigkeit zeigt die Bibel also auch ökologische Dimensionen auf. Und schliesslich sind Schabbat und global der Sonntag dazu da, sich versammeln zu können, zum Nachdenken und Beten.
    Auskunft geben der jüdische Psychologe Gabriel Strenger (Jerusalem) und der christliche Theologe Thomas Wallimann Sasaki (Nidwalden). Wallimann arbeitet für «ethik22», einem Institut für Sozialethik, das von der römisch-katholischen Kirche der Schweiz mitgetragen wird.
    Autorin: Judith Wipfler
    Diese Ausgabe von Perspektiven macht den Anfang des SRF Schwerpunkts «Zahltag - zwischen Beruf und Berufung».
    Ein ausführliches Gespräch über Spiritualität mit dem jüdisch-orthodoxen Gelehrten Gabriel Strenger ist hier zu hören:
    https://www.srf.ch/audio/perspektiven/spiritualitaet-braucht-wurzeln?id=10937412
    29 min

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Perspektiven aufs Leben. Der wöchentliche Podcast von SRF Kultur rund um Religion, Spiritualität und Ethik. Hier haben Glaube, Zweifel und Hoffnung Platz. Wir erzählen, erklären, debattieren und…

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