Perspektiven

Perspektiven

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Religion & Spirituality
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Perspektiven episodes

  • «War Jesus ein Zombie?» Wie Jugendliche Theologie treiben
    Wer war Jesus, als er auferstanden war? Ein Mensch? Ein Gott? Oder gar ein Zombie? Solche Überlegungen sind in der sogenannten Jugendtheologie erlaubt. Diese Methode will nicht in erster Linie Wissen vermitteln, sondern Jugendliche befähigen, sich selbst auf die Suche zu machen.
    In «Perspektiven» besuchen wir eine Konfirmationsklasse in Regensdorf ZH. An diesem Abend ist ein Bestatter zu Besuch. Es geht um das Thema Sterben und Tod. Im Zentrum stehen die Fragen der Jugendlichen. Begleitet werden diese von ihrer Pfarrerin, Nadja Boeck. Sie hat über die Methode der Jugendtheologie habilitiert. Es gehe dabei darum, dass die Jugendlichen in einer multireligiösen Welt ihren eigenen Standpunkt finden und vertreten können, sagt sie.
    Wir gehen in der Sendung folgenden Fragen nach:
    * Was ist der Unterschied zwischen «Jugendtheologie» und klassischem Religions- und Konf-Unterricht?
    * Herkunft und Bedeutung
    * Kann jede/r Jugendliche/r «Jugendtheolog:in» sein?
    * Was sagt die Universitätstheologie dazu?
    * Was «bringt» diese Methode?
    * Interessieren sich die Jugendlichen überhaupt für Fragen des Glaubens und Inhalte der Bibel?
    * (Warum) funktioniert das Arbeiten nach der Methode der Jugendtheologie?
    28 min
  • Obdachlos in der Corona-Krise
    Weniger Platz in der Gassenküche, weniger Rückzugsmöglichkeiten, dafür neue Regeln wie Masken- und Zertifikatspflicht, die schwer einzuhalten waren: Die Coronapandemie traf Obdachlose hart. Wie gingen sie damit um? Und wie wurde Obdachlosenhilfe unter erschwerten Bedingungen gewährleistet?
    Anja, Rita und Pesche waren während der Coronapandemie obdachlos. In der Sendung «Perspektiven» erzählen sie von sozialer Distanz, die ihnen Mühe machte. Von den Hilfsangeboten, die sie trotz allem erreichten und von einem Aufenthalt im Isolationscontainer, der sich fast wie Ferien anfühlte. Hilfsorganisationen wie die Sozialwerke Pfarrer Sieber in Zürich und die Gassenküche Luzern erzählen von ihren Herausforderungen, die Hilfe in Coronazeiten aufrecht zu erhalten.
    In der Sendung fragen wir:
    • Was hat sich für Obdachlose während der Corona-Pandemie verändert?
    • Wo fanden Obdachlose Hilfe? Wo erhielten sie Essen, ein Bett, Masken, Isolationsmöglichkeiten oder eine Impfung?
    • Welche Auswirkungen hatte die Pandemie auf die Obdachlosenhilfe?
    Und Betroffene erzählen:
    • Wie wird man in der Schweiz obdachlos?
    • Und was wünschen sie sich für die Zeit nach der Corona-Pandemie?
    29 min
  • Wo bleibt der Mensch im Transhumanismus?
    Was wie Science-Fiction klingt, ist längst Realität: Mittels Hirnimplantaten können gelähmte Menschen Roboter steuern. Das ist gut. Aber, ab wann steuern Chips den Menschen? Solche Fragen beschäftigen den Techniktheologen Oliver Dürr.
    Für seine Arbeit über Robotik und den Menschen im digitalen Zeitalter erhielt er den Fürst von Liechtenstein-Preis. Nüchtern, aber mit Sorge beobachtet der Theologe, wie weit manche Menschen ihre «Selbstoptimierung» treiben: sei das mittels chirurgischer oder genetischer Eingriffe. Manche glauben sogar, ein ewiges irdisches Leben erreichen zu können und lassen ihre Leichname dafür tiefgefrieren. Das mögen Auswüchse eines technikverliebten Transhumanismus sein. Sie zeigen aber, dass manche tatsächlich meinen, dem Tod ein Schnippchen schlagen zu können. Gleichzeitig kommen uns von Roboter-Seite sogenannt Humanoide entgegen. Sie erledigen bereits viele Arbeiten besser, billiger und sauberer als wir. Und sie kosten keine AHV. Erwächst uns Menschen hier Hilfe oder Konkurrenz? In Perspektiven blicken wir mit Oliver Dürr in die Zukunft des Menschen.
    31 min
  • Warum Niklaus Brantschen «gottlos beten» lehrt
    Durch einen Schicksalsschlag kam er zum Priestertum, durch grosse Neugier zum Zen. Beide zusammen seien kein Widerspruch, sondern wie zwei Hände, die zusammenkommen, erzählt der 84-jährige Jesuit und Zen-Meister.
    Brantschen gründete und leitete das Lassalle-Haus in Bad Schönbrunn (Kanton Zug), ein spirituelles interreligiöses Zentrum der Jesuiten. In seinem aktuellen Buch «Gottlos beten» führt er ein in eine Kunst zu beten, zu glauben, zu leben, zu sterben und zu lieben. Wir besuchen Niklaus Brantschen im Lassalle-Haus und reden mit ihm über sein Leben, sein Buch und seine Liebe zur Stille.
    In einer früheren Sendung hat sich Redaktorin Léa Burger mit der speziellen Architektur des Lassalle-Hauses auseinandergesetzt: https://www.srf.ch/audio/perspektiven/harmonikale-architektur-und-wie-die-stille-klingt?id=11791792
    31 min
  • Irlands tiefe Wunden – Das dunkle Kapitel der «Mother and Baby Homes»
    Im 20. Jahrhundert wurden unverheiratete, schwangere Frauen in von römisch-katholischen Nonnen geführte Heime gesteckt: in sogenannte «Mother and Baby Homes». Diese Institutionen waren Teil eines mächtigen Zusammenspiels von Kirche und Staat.
    Heute ist bekannt, dass die «Mother and Baby Homes» grausame Institutionen waren: Die jungen Frauen mussten hart arbeiten, sie wurden oft misshandelt und ihnen wurden ihre Babys nach der Geburt weggenommen und zwangsadoptiert. In Perspektiven sprechen wir mit den Betroffenen Terri Harrison und Noelle Brown. Wir sprechen auch mit der Journalistin Caelainn Hogan, welche die Geschichte der «Mother and Baby Homes» in ihrem Buch aufrollt.
    In der Sendung fragen wir:
    * Was geschah innerhalb der Mauern dieser Institutionen?
    * Welche Rolle spielte die römisch-katholische Kirche?
    * Welche Rolle spielte der irische Staat?
    * Wie kam es dazu, dass die römisch-katholische Kirche ein so mächtiges System aufbauen konnte?
    * Wie gehen Staat und Kirche heute mit dem Thema um?
    29 min
  • Die Endzeit naht – religiöse Motive in aktuellen Weltuntergangsängsten
    Auch unter religiösen Menschen schiessen aktuell Endzeitspekulationen ins Kraut. Zum «Beleg» dienen einschlägige Bibelstellen. Oft verquicken sie Endzeitvorhersagen soagr mit Verschwörungsmythen. Die wiederum transportieren überkommenen Antisemitismus und Angst statt Hoffnung.
    So krude der Mix aus Esoterik, Science-Fiction und fundamentalistischer Bibelauslese auch anmutet: Endzeitängste sind in unterschiedlichsten Milieus anzutreffen, gerade auch in frommen. In Perspektiven hören wir, was moderne Theologie zur «Apokalypse» weiss. Und wir erfahren, was sich in der evangelikalen Landschaft zum Thema Endzeit und Endgericht gerade tut. Vielleicht sind die landläufigen Vorstellungen von «Armageddon» ja aber auch viel stärker durch Blockbuster aus dem US-Kino geprägt als vom biblischen Zeugnis. Wir versuchen, das auseinander zu klamüsern.
    Auskunft geben: Roland Hardmeier, Prof. Luzia Sutter-Rehmann, u.a.
    Link zum Vortrag "Gott will die Zerstörung nicht": https://aeneas-silvius.ch/
    29 min
  • «Der Glaube in meinem Herzen» - Konvertitinnen erzählen (W)
    Was bewegt Schweizerinnen dazu, zum Islam zu konvertieren? Die Schülerin Selma Zoronjic wollte es wissen und schrieb ihre Maturaarbeit darüber. Sie wurde preisgekrönt.
    Früher habe sie einfach in den Tag gelebt, sagt die 26-jährige Melanie. Heute habe sie eine Struktur, von der sie sich getragen fühle. So beschreibt sie ihr Leben mit dem Islam. In der Sendung erzählen Melanie und zwei weitere Frauen, warum sie das Christentum hinter sich liessen, um Musliminnen zu werden. Und die Maturandin Selma Zoronjic berichtet, was sie durch die Gespräche mit Konvertitinnen lernte.
    Eine Wiederholung vom 12.06.21
    29 min
  • Warum glauben immer weniger an Gott?
    Die Kinder taufen lassen oder regelmässig zum Gottesdienst gehen – das ist heute für viele nicht mehr selbstverständlich. Die sogenannte Säkularisierung scheint in vollem Gang zu sein. Was sind die Gründe dafür, dass traditionelle Religion an Bedeutung verliert?
    Wie genau sich religiöse Praxis und Glaubensüberzeugungen in der Schweiz verändert haben, zeigt eine neue Trendstudie verschiedener Schweizer Universitäten und religionssoziologischer Institute. Gefragt wird etwa danach, inwiefern die christliche Religion von Generation zu Generation weitergegeben wird oder wo es zum Abbruch der religiösen Sozialisation kommt. Bei der Studie haben u.a. der Religionssoziologe Jörg Stolz und die Religionswissenschaftlerin Eva Bauman-Neuhaus mitgemacht, die wir beide zum Perspektiven-Gespräch eingeladen haben.
    In der Sendung fragen wir:
    * Was ist Säkularisierung?
    * Warum verlieren traditionelle Kirchen an Bedeutung?
    * Wird christliche Religion durch Yoga, Meditation und andere spirituelle oder esoterische Praktiken ersetzt?
    * Wie untersucht man religiöse Zugehörigkeit?
    * Was ist Religion?
    28 min
  • Versöhnung kann man lernen (W)
    Wie geht Vergeben und Versöhnen? Das erklären Fachleute aus Mediation, Psychologie, Kirchen und Friedenstheologie. Wer vergeben kann, lebt gesünder, meinen sie. Das christliche Netzwerk versoehnt.ch trifft sich im Februar 2022 erneut in den Räumen der Universität Bern.
    Vergeben können ist gar nicht so einfach. Das brauche vor allem Zeit, erklärt Psychologe Mathias Allemand. Aber wenn es eine verletzte Person schafft, ihrem Peiniger zu vergeben, dann hilft das der geschädigten Person selbst. Endlich kann sie die Tat loslassen und wieder souverän werden. Wie das funktionieren kann, erklärt auch Theologin Andrea Bieler: Sie hat einen Film über Vergebung und Versöhnung in Südafrika gedreht. Im Netzwerk versoehnt.ch tauschen sich Fachpersonen und Menschen aus, die sich für eine versöhnte und damit auch gesündere und gerechtere Gesellschaft einsetzen. Alles beginne bei einem selbst, erklärt auch die Theologin Christine Schliesser in dieser Sendung.
    30 min

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Perspektiven aufs Leben. Der wöchentliche Podcast von SRF Kultur rund um Religion, Spiritualität und Ethik. Hier haben Glaube, Zweifel und Hoffnung Platz. Wir erzählen, erklären, debattieren und…

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