Perspektiven

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Religion & Spirituality
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Perspektiven episodes

  • Kann «Verzeihen» heilen? - Joachim Küchenhoff erklärt, wie.
    Verzeihen sei eine «unverzichtbare psychosoziale Fähigkeit», sagt der Facharzt für Psychiatrie Joachim Küchenhoff. In seinen Büchern zeigt der führende Psychiater und Psychoanalytiker Küchenhoff, was Menschen stärkt und die Gesellschaft weiterbringt. Zum Beispiel: das Verzeihen.
    Verzeihen ist Arbeit, «Verzeihensarbeit», schreibt Joachim Küchenhoff in seinem neuen Buch.
    Denn Verzeihen ist nicht leicht. Erst recht, wenn es um schwere Kränkungen, grosse Fehler oder Gewalt geht. Darum kann es beim Verzeihen nie darum gehen, Druck auszuüben. Wenn es aber jemand schafft zu verzeihen, dann kann das eine unglaubliche Entlastung, ja Befreiung bedeuten.
    Und gesellschaftlich gesehen ist Verzeihen fast schon so etwas wie sozialer Schmierstoff für ein funktionierendes Zusammenleben.
    Joachim Küchenhoff (geb. 1953) war Chefarzt und Direktor der Erwachsenenpsychiatrie in Baselland, Professor an der Uni Basel und ist ein international führender Psychoanalytiker. Er weiss, wie Menschen ticken.
    In seiner Arbeit mit dem Individuum Mensch geht es Küchenhoff immer auch um das Sozialgefüge: das Zusammenleben von uns Menschen. Und dabei spiele Verzeihen eine vielleicht zentralere Rolle als gemeinhin gedacht. Das ist den Religionen noch bewusst. Verzeihen ist schon in der Bibel zentral.Darum interessiert sich der Psychoanalytiker und Arzt auch für biblische Ethik und religiöse Traditionen von Verzeihen und Versöhnen.
    Autorin: Judith Wipfler
    Buchhinweis:
    Joachim Küchenhoff, Verzeihen. Plädoyer für eine unverzichtbare psychosoziale Fähigkeit.
    Psychosozial-Verlag 2026.
    29 min
  • Und jeder Begegnung wohnt ein Zauber inne
    Wie treten wir in echte Beziehung zueinander? Was bedeutet es, einem Menschen wahrhaftig zu begegnen? Und was hat eine solche Begegnung mit dem Zugang zum Göttlichen zu tun?
    Mit solchen Fragen setzte sich der österreichisch-jüdische Religionsphilosoph Martin Buber vor über 100 Jahren in seiner berühmten Schrift «Ich und Du» auseinander. Darin geht es um die Grundthese, dass der Mensch nur durch die Beziehung zu einem Gegenüber, also zu einem «Du», wirklich zu einem «Ich» werden kann.
    Martin Buber war dem Judentum sehr zugewandt, was ihn 1925 dazu veranlasste, zusammen mit dem deutsch-jüdischen Philosophen Franz Rosenzweig die Hebräische Bibel neu ins Deutsche zu übersetzen.
    Heute, rund 100 Jahre später, nimmt der österreichisch-katholische Theologe Thomas Sojer in seinem Buch «Lichtdurchlässig» Texte aus der Buber/Rosenzweig-Bibel als Grundlage, um im Zusammenspiel mit eigenen literarischen Texten und Martin Bubers Ideen neu über Begegnungen und das göttliche, «ewige Du» nachzudenken.
    Was kann uns Bubers Dialog-Philosophie des «Ich und Du» heute mit auf den Weg geben? Und wie kann uns dieser besondere Blick auf unser Gegenüber und auf die Welt um uns herum gelingen? Diesen und anderen Fragen geht diese Perspektiven Sendung nach.
    Autor: Igor Basic
    30 min
  • Sanctuary-Bewegung: Ziviler Ungehorsam und Glaube
    Das brutale Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde ICE hat weltweit Schlagzeilen gemacht. Der zivile Widerstand dagegen hat Tradition - im «Sanctuary Movement».
    1979 begann der Bürgerkrieg in El Salvador. Gewalt und Bedrohung wurden mit der Zeit zum Alltag für Jose Artiga. Um den Todesschwadronen in seiner Heimat zu entkommen, floh er in die USA. Da war Artiga 23 Jahre alt. In San Francisco fand er Zuflucht in einer Kirche und trat 1982 in einen Hungerstreik. Damit schaffte er Aufmerksamkeit für Geflüchtete und erlebte den Anfang der Sanctuary-Bewegung mit. Bald schlossen sich Universitäten, Städte und ganze Bundesstaaten an und stellten «Sanctuaries», also Schutzräume, für Aslysuchende bereit: etwa in dem die lokalen Behörden nicht mit den US-Einwanderungsbehörden zusammenarbeiten, um Menschen auszuschaffen.
    Zeitgleich wie in den USA engagierten sich auch in der Schweiz religiöse Menschen für Geflüchtete: In den 1980ern gab es etwa das grosse und erfolgreiche Kirchenasyl in Bern-Betlehem, um tamilische Familien vor der Ausschaffung zu beschützen. Wie Gleichgesinnte in den USA sahen auch die hiesigen Engagierten ihr Widerstand nicht nur als zivilen Ungehorsam, sondern als Christenpflicht und Appell an den Staat, das existierende Recht tatsächlich umzusetzen.
    In der Sendung kommen zu Wort:
    · Jose Artiga, setzt sich für die Rechte von Migrantinnen und Migraten ein, seit 1995 auch als Direktor der Share Foundation.
    · Susan Bibler Coutin, Sozialanthropologin und Professorin für “Criminology, Law & Society” an der Universität von Kalifornien, Irvine.
    · Jacob Schädelin, pensionierter Pfarrer und damals aktiv beim Berner Kirchenasyl für tamilische Geflüchtete.
    Autorin: Léa Burger
    30 min
  • Umgang mit Traumatisierten: Sensibel sein für Trauma
    70% aller Menschen erleiden im Leben ein Trauma. Heilt das Trauma nicht, quält es weiter. Das stresst die Traumatisierten selbst am meisten, aber auch ihre Mitmenschen. Angehörige und Laien wollen Traumatisierten helfen. Wie geht das? Wie überfordern sie sich nicht? Zwei Fachfrauen geben Tipps.
    Traumatisierte reagieren für ihre Mitwelt oft seltsam bis unverständlich: Wie aus dem Nichts reagieren sie über oder ziehen sich zurück, manchmal auch in eine Sucht. – Dafür sensibel zu werden, sei der Schlüssel für einen guten Umgang mit traumatisierten Menschen. Dafür braucht es Wissen.
    Gabriela Zindel vom christlichen Hilfswerk Agape bildet Laien weiter, die sich um traumatisierte geflüchtete Menschen aus Kriegsgebieten kümmern. Laien könnten das Trauma zwar nicht «heilen», aber sie können Traumatisierte begleiten und für sie «da sein». Die Botschaft zu spüren: «Ich bleibe bei Dir. Ich lasse Dich nicht allein» sei für traumatisierte Menschen zentral hilfreich.
    Aber auch vor Selbstüberforderung warnt Gabriela Zindel engagierte Angehörige und Laien. Beim Umgang mit hochgestressten traumatisierten Menschen gelte es, auch sich selbst gegenüber sensibel zu bleiben. Die eigenen Motive zu hinterfragen, das eigene Stress-Management im Griff zu haben.
    Solche Arbeit hat eine gesellschaftspolitische Dimension, betont Dagmar Nolden. Sie arbeitet freiberuflich als Traumapädagogin, Systemische Beraterin und Prozessbegleiterin, studierte Internationale Beziehungen und Friedensforschung.
    Warum Menschen «austicken», könne immer auch etwas mit einer Traumatisierung zu tun haben. Dafür müsste die Umwelt, also etwa Lehrpersonen, Arbeitsteam oder auch Angehörige, Sensibilität entwickeln, damit das Zusammenleben besser klappe, - in der Familie ebenso wie in der Gesellschaft, meint Dagmar Nolden.
    Autorin: Judith Wipfler
    29 min
  • Doula: Geburtsbegleiterin, Unternehmerin, kulturelle Vermittlerin
    Die Geburt ist ein gewaltiges Erlebnis – bei dem sich Frauen immer öfter nicht nur medizinische Betreuung, sondern auch emotionale Begleitung wünschen. Doulas bieten genau dies an. Sie wollen einen sicheren Raum schaffen, manche gar einen «heiligen Raum» - und so auch Geburtstraumata verhindern.
    Doulas gibt es wohl, seit Frauen gebären. Früher waren es die Frauen aus der Grossfamilie, die den Gebärenden beistanden. Mit der Individualisierung der Gesellschaft – und der Verlagerung der Geburt in den Spital ging die Unterstützung der Frauengemeinschaft verloren. Als Dienstleistung kehrt sie nun in den Gebärsaal zurück. Doulas wollen Eltern beistehen, um ihnen eine gute Geburtserfahrung zu ermöglichen. «Ekstatisch» könne diese sein, sagt Doula Nadja Brenneisen. Und ermächtigend. Mit Unterstützung der Doula könne die Handlungsmacht der Frauen gestärkt, Gewalt bei der Geburt verringert und Geburtstraumata verhindert werden.
    Die Unterstützung der Eltern soll auch das «Wunder» der Geburt erlebbar machen. Viele Doulas verstehen ihre Arbeit als spirituell. Sehen sie als Berufung, wie im Falle von Rebecca Spielman. Die jüdisch-orthodoxe Doula sorgt dafür, dass bei der Geburt die religiösen Vorgaben eingehalten werden, vermittelt dem Gesundheitspersonal die jüdischen Bräuche und will den Frauen mit ihrer Unterstützung gute Geburtserlebnisse ermöglichen.
    Doch an der Doula-Arbeit gibt es auch Kritik. Sie sei zu wenig reglementiert, bekämpfe die Probleme im Gebärsaal mit den falschen Mitteln, heisst es etwa von Hebammen.
    In «Perspektiven» ordnen wir ein.
    Zu Wort kommen:
    • Jill Marxer, Religionswissenschaftlerin an der Universität Zürich, die vor Kurzem ihre Doktorarbeit über Doulas abgeschlossen hat.
    • Doula Nadja Brenneisen, die mit ihrer Firma «womb&heart» Begleitung vom Kinderwunsch bis zur Geburt anbietet.
    • Doula Rebecca Spielman, die bereits 300 Geburten begleitet und das Doula-Wesen in der chassidischen Gemeinschaft in Zürich geprägt hat.
    • Nathalie Colling, Stationsleitung Gebärabteilung bei Stadtspital Waid und Triemli.
    • Andrea Weber, Geschäftsführerin des Schweizerischen Hebammenverbandes
    Autorin: Nicole Freudiger
    Buchhinweis: Marxer, Jill. Doulas in der Deutschschweiz – zwischen Beruf und Berufung. Eine Religionswissenschaftliche Ethnographie über Geburtsbegleiterinnen. Springer VS, 2025.
    29 min
  • Eine Mutter, eine Tochter, eine Diagnose: Brustkrebs
    «Wenn mich früher jemand nach meiner grössten Angst gefragt hat, habe ich immer gesagt: Dass ich oder jemand, den ich liebe, Krebs bekommt», erzählt Laura. Dann ist innerhalb von vier Monaten genau das passiert.
    Was geschieht mit der Angst und dem Leben, wenn eine Krankheit hereinbricht?
    Das ist die Geschichte von Priska (66) und Laura (37). Mutter und Tochter bekommen innerhalb weniger Monate die gleiche Diagnose: Brustkrebs. Bei «Perspektiven» erzählen die beiden von der Diagnose, unterschiedlichen Lebensphasen und einer geteilten Realität.
    Ebenfalls zu hören in der Sendung: Philosophin Caroline Krüger
    Autorin: Anna Jungen
    27 min
  • Neu im Petersdom: Künstler Manuel Dürr gestaltet Kreuzweg
    Für den Petersdom in Rom malte der Bieler Reformierte Manuel Dürr 14 Kreuzweg-Bilder. Von jetzt an hängen sie neben Michelangelo, Raffael und Bernini, immer zur Fastenzeit: Denn sie erzählen vom Leiden und Sterben Jesu Christi. Darauf fällt bei Dürr immer etwas Licht: das Licht von Ostern.
    Manuel Dürr ist Jahrgang 1989, Künstler aus Biel und gläubiger evangelischer Christ. Für seine Arbeit fühlte er sich nun tief ein in die «typisch katholische» Kreuzweg-Frömmigkeit. Auch stilistisch passte sich der Künstler ins Umfeld des Petersdoms ein. Dürr hat in Italien Malerei studiert und liebt die alten Meister.
    Im klassisch katholischen Kreuzweg kommen Szenen vor, die in der evangelischen Frömmigkeit und Kunst keine Rolle spielen, etwa weil sie nicht in der Bibel stehen. Gerade die fand Manuel Dürr besonders spannend. Beispielsweise das Motiv der Heiligen Veronika: Auf dem Schweisstuch, das sie dem leidenden Jesus reicht, bildet sich dessen Gesicht ab. Die tiefe Bild-Mystik dieses Motivs könne er erst jetzt durch seine Arbeit für den Petersdom richtig nachvollziehen, erzählt Dürr in seinem Atelier in Biel.
    In «Perspektiven» spricht der junge Künstler Manuel Dürr über seine Idee von christlicher Kunst im 21. Jahrhundert. Dabei scheinen ihm Niederschwelligkeit für die Gläubigen und «die gute Botschaft» wichtiger zu sein als Anerkennung durch die Kunst-Avantgarde. Das Kreuz an sich sei schon «Intervention» genug.
    Autorin: Judith Wipfler
    27 min
  • Daoismus heute: Was wir von Zhuangzi über Gelassenheit lernen
    «Der Weg entsteht, indem er gegangen wird» – das ist einer der vielen Sinnsprüche des chinesischen Gelehrten Zhuangzi, der vor rund 2400 Jahren daoistische Texte weiterentwickelt hat. Das Buch «Zhuangzi besser verstehen» zeigt, wie hilfreich die Lehren des Dao heute sein können.
    Der Daoismus ist neben dem Konfuzianismus und dem Buddhismus eine der drei grossen Lehren, die China massgeblich geprägt haben. Im Zentrum des Daoismus steht die Idee eines allumfassenden Wirkprinzips, das die Geschicke des Universums lenkt. Gleichzeitig dient das «Dao» – zu Deutsch «der grosse Weg» – auch als Anleitung für ein gelingendes und langes Leben.
    Der Ursprung des Dao liegt über 2500 Jahre zurück und wird dem chinesischen Gelehrten Laotse zugeschrieben, der der Legende nach Weisheiten im sogenannten «Daodejing», der Gründungsschrift des Daoismus, gesammelt haben soll. Rund hundert Jahre nach Laotse taucht der chinesische Dichter und Philosoph Zhuangzi auf, der die teilweise schwer verständlichen Texte aus dem Daodejing in kurzen, lebhaften Geschichten greifbarer macht.
    Der Deutsche Didaktiker und Autor Michael Wittschier wagt nun in seinem neuen Buch «Zhuangzi besser verstehen» eine weitere Verständnisstütze, mit der das Prinzip des Dao noch besser ins heute transportiert werden kann.
    Was können uns die klugen und teilweise auch humorvollen Gleichnisse von Zhuangzi heute vermitteln? Und wie kann uns in Zeiten von Leistungsdruck und Selbstoptimierung die daoistische Kunst des «Nicht-Tuns» Inspiration für mehr Gelassenheit geben? Diesen und anderen Fragen geht diese «Perspektiven»-Sendung nach.
    Autor: Igor Basic
    29 min
  • Geflüchtete mit Behinderung: Barrieren statt Hilfe
    Über tausend Menschen mit Behinderungen flüchten jedes Jahr in die Schweiz. Ohne fremde Hilfe können sie ihr Leben nicht meistern. In der Schweiz stossen sie auf viele Hürden, oft bekommen sie die nötige Versorgung nicht. Die christliche Stiftung David Dienst Schweiz will unterstützen.
    Dmytro Zharyi floh, kurz nachdem Russland die Ukraine angegriffen hatte, mit seinen alten Eltern in die Schweiz. Der 41-jährige Menschenrechtsanwalt sitzt im Elektrorollstuhl, ist auf viel Unterstützung angewiesen. Weil er behindert in die Schweiz geflüchtet ist, hat er keinen Anspruch auf Hilfe der Invalidenversicherung: Er bekommt den minimalen Support von der Spitex und kann nur hier leben, weil ihn seine alten Eltern tagsüber unterstützen.
    Marco Jörg von der Stiftung David Dienst Schweiz gründete kurz nach Kriegsbeginn in der Ukraine die nationale Koordinationsstelle für Flüchtlinge mit Handicap. Er macht die Erfahrung, dass geflüchtete Menschen mit Behinderung in der Schweiz auf vielerlei Barrieren stossen und grosse Mühe haben, ihren Platz zu finden. Die Schweiz hat zwar die UNO-Behindertenrechtskonvention unterschrieben. Doch mit der Umsetzung hapert es, gerade auch bei geflüchteten Personen mit Behinderung. Für «Perspektiven» haben wir beim Staatssekretariat für Migration nachgefragt.
    Autorin: Yvonn Scherrer
    29 min
  • Sexualisierte Gewalt: Was tun Schweizer Männerorden dagegen?
    Im «Perspektiven»-Schwerpunkt beleuchten wir die besonderen Umstände von Ordensgemeinschaften, wenn es um Missbrauch geht und fragen, welche Massnahmen zur Prävention und Aufarbeitung getroffen werden. In dieser Folge liegt der Fokus auf Männergemeinschaften.
    Die Pilotstudie zu sexualisierter Gewalt und spirituellen Übergriffen im Kontext der römisch-katholischen Kirche hat die Schweizer Ordensgemeinschaften überrumpelt. Sie hatten nicht mit diesem Ausmass von Fällen gerechnet. Denn: Zum Thema gibt es kaum Forschung. Wenige Ausnahmen sind Ordensgemeinschaften, die auch Schule führen wie in Einsiedeln und bereits ab den 2010ern in die Schlagzeilen gerieten. Sie entwickelten erste Schutzkonzepte und Präventionsmassnahmen.
    Dank Betroffenen und durch medialen Druck wurden ab 2023, nach Veröffentlichung der Pilotstudie, neue Fälle sexualisierter Gewalt aufgedeckt. Vor allem das prestigeträchtige Kloster St. Maurice stand monatelang in den Schlagzeilen. Der Druck wurde so hoch, dass das Kloster eine eigene wissenschaftliche Studie in Auftrag gab. Die Ergebnisse: Erschütternd. Und sie zeigen auch, das bis in die jüngste Vergangenheit Täter gedeckt wurden.
    Mit Blick in Gegenwart und Zukunft fragt sich: Wie steht es um die Präventionsmassnahmen in Ordensgemeinschaften? Welche kirchenrechtlichen Möglichkeiten und Pflichten gibt es für Klöster, mit mutmasslichen oder verurteilten Tätern umzugehen? Eine Auslegeordnung in «Perspektiven», u.a. mit der Soziologin Lorraine Odier und der Kirchenrechtlerin Astrid Kaptijn, beide von der Universität Freiburg.
    Es ist die zweite Sendung des Schwerpunkts zur sexualisierten Gewalt in Schweizer Klöstern und Orden.
    Autorinnen: Léa Burger und Nicole Freudiger
    29 min

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Perspektiven aufs Leben. Der wöchentliche Podcast von SRF Kultur rund um Religion, Spiritualität und Ethik. Hier haben Glaube, Zweifel und Hoffnung Platz. Wir erzählen, erklären, debattieren und…

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