Perspektiven

Perspektiven

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Religion & Spirituality
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Perspektiven episodes

  • Gott Krishna und die Witwen
    Witwen haben in Indien einen schweren Stand. Noch immer glauben viele Inder, dass Witwen Unglück bringen. Viele Frauen werden deshalb nach dem Tod ihres Ehemanns von der Familie verstossen. Zuflucht finden sie in der nordindischen Stadt Vrindavan – der Stadt Krishnas.Lord Krishna ist einer der wichtigsten und beliebtesten hinduistischen Götter. Mitte August feiern gläubige Hindus weltweit seinen Geburtstag. Der höchste Feiertag zu Ehren Krishnas wird in der nord­indischen Stadt Vrindavan besonders innig zelebriert. Mit dabei sind aussergewöhnlich viele Witwen. Gott Krishna ist den Witwen gnädig gestimmt. Er ist ihr spiritueller Wegbegleiter.
    26 min
  • Mit Urteilskraft gegen Glaubenskriege: Der Historiker Raphael Gross im Gespräch
    Der Schweizer Historiker Raphael Gross leitet seit April 2017 die Stiftung Deutsches Historisches Museum (DHM) in Berlin. Zurzeit läuft dort eine Ausstellung zum Reformationsjubiläum.«Der Luthereffekt: 500 Jahre Protestantismus in der Welt» heisst die Ausstellung, die derzeit im wichtigsten Geschichtsmuseum Deutschlands in Berlin zu sehen ist. Wie auch andere Veranstaltungen des Reformationsjubiläums erfüllen die Besucherzahlen bislang die Erwartungen nicht. Inwiefern sich das Deutsche Historische Museum an einem Rückblick auf «400 Jahre Dreissigjähriger Krieg» beteiligen wird, ist noch unklar. Der neue Leiter Raphael Gross ist von der diplomatischen Kunstfertigkeit fasziniert, die den Religionskrieg beendet haben. Allerdings will er nicht Gedenk-Jubiläen hinterjagen, sondern vor allem Konflikten in der Geschichte auf den Grund gehen. Bislang hatte der Zürcher Raphael Gross in London, Frankfurt und Leipzig Institutionen geleitet, die sich der jüdischen Geschichte und der Geschichte des Nationalsozialismus gewidmet haben.
    29 min
  • Wendet Euch vom Mammon ab!
    In jeder Nachrichtensendung ist von «den» Märkten die Rede. Sie «spielen» und führen scheinbar ein metaphysisches Eigenleben. Da tut Markt-Aufklärung not! – sagen Wirtschaftsethiker.Gegen einen blinden «Glauben an den Markt» haben die Wirtschaftsethiker Peter Seele und Chr. Lukas Zapf ein Aufklärungsbuch geschrieben. Fein säuberlich nehmen sie die Sprache der Ökonomie auseinander: Indem von «den Märkten» als scheinbar handelnden Subjekten die Rede ist, entlasteten sich Wirtschaftsakteure von ihrer Verantwortung, kritisieren die Autoren. Unsere Gesellschaft sei aber gerade keine «GmbH», keine Gesellschaft mit beschränkter Haftung.Eine «Vergottung der Märkte» beklagt auch Jochen Hörisch im Vorwort. Bereits 2013 entlarvte der Germanist Hörisch das Denken vieler Ökonomen als metaphysisch überhöht. So sei etwa das Wort «Vertrauen» ein Schlüsselbegriff in der Wirtschaft ebenso wie in der Theologie. Die Theologie übersetzt «Glauben» ja genau mit «Vertrauen». Wer nun dergestalt auf Märkte «vertraue», «glaube» also an sie und vergöttere die Märkte. –Stattdessen plädiert das Autorenteam für eine aufgeklärte Marktwirtschaft.Literatur zur Sendung:Peter Seele und Chr. Lucas Zapf, "Der Markt" existiert nicht - Aufklärung gegen die Marktvergötterung, Springer 2017. (Mit einem Vorwort von Jochen Hörisch und einem Nachwort von Christoph Weber-Berg)Jochen Hörisch, Man muss dran glauben. Die Theologie der Märkte, Wilhelm Fink Verlag 2013.
    28 min
  • Eine Familie – zwei Religionen
    Früher war selbst eine Ehe zwischen einer Katholikin und einem Protestanten noch unvorstellbar. Heute ist das Normalität. Und noch mehr: Buddhistinnen heiraten Christen, Muslime heiraten Christinnen. Meist regt das niemanden mehr auf. Aber wie läuft das Zusammenleben?Manche Religionen verbieten die Hochzeit mit Andersgläubigen oder stimmen nur in bestim­mten Fällen zu. Andere Religionen lassen dies offen oder die Gläubigen halten sich ganz einfach nicht an die Vorschriften. So kommt es, dass auch in der Schweiz immer mehr Paare in interreligiösen Beziehungen leben.Für einige ist das bereichernd. Man kann voneinander lernen und versteht damit vielleicht auch die eigene Religion besser. Hinzu kommt: Gemeinsam feiern ist immer schön, auch wenn einige Bräuche exotisch erscheinen. Aber viele Paare stossen auch an Grenzen, wo sie die Religion des andern nicht verstehen und vielleicht auch nicht teilen wollen. Perspektiven porträtiert solche interreligiösen Paare.
    29 min
  • Ein Pfarrer und ein Imam im Gespräch
    Josip Kneževi? und Muris Begovic haben einiges gemeinsam. Sie leben beide in der Schweiz, haben Wurzeln in Bosnien und sind religiöse Führungpersonen. Es gibt nur einen grossen Unterschied: Josip Kneževi? ist römisch-katholischer Pfarrer, Muris Begovic ist Imam.Josip Kneževi? entschloss sich, während eines Sabbaticals den Islam besser kennenzulernen. Obwohl er aus Bosnien stammt, wo die Mehrheit der Bevölkerung muslimisch ist, kannte der Priester den Islam nur wenig. So ging der christliche Theologe nach Sarajewo und studierte dort während drei Monaten an der Universität der Islamwissenschaften.Auch Muris Begovic hat in Sarajewo studiert, allerdings machte er dort eine Ausbildung zum Imam. Zusätzlich studierte er Islamwissenschaft und interreligiöse Studien an der Universität Bern. In Perspektiven diskutieren die beiden über die Chancen und Schwierigkeiten des interreligiösen Dialogs, über die bosnische Gemeinschaft in der Schweiz, über Verbindendes und Trennendes.
    28 min
  • Versöhnung
    Versöhnung ist ein Schlüsselbegriff in Judentum und Christentum. Gleichwohl ist Versöhnung jeweils schwer zu erreichen, sei dies zwischen Menschen oder Völkern. Die Autorin Deborah Feldman erklärt, wie essentiell das Versöhnen für sie persönlich und in ihrer jüdischen Religion ist.Deborah Feldman wurde als Aussteigerin aus der ultra-orthodoxen Szene bekannt. Sie wuchs in New York auf und lebt heute getrennt von ihrer Familie in Berlin. In ihrem neuen Buch «Über-bitten» erklärt sie, wie zentral das Aussprechen von Versöhnung im Judentum ist. Tatsächlich ist Versöhnung die Hauptbotschaft von Judentum und Christentum: Gott versöhnt sich mit uns Menschen und wir uns untereinander. – Gleichzeitig bleibt das Sich-Versöhnen eine Lebensaufgabe für jeden und jede Einzelne.Buchtipp:Deborah Feldman, Überbitten, Verlag Secession Zürich 2017; ISBN 978-3-906910-00-0.
    28 min
  • Radikalisierung in der Schweiz
    Warum ziehen junge Schweizer in den Dschihad? Wieviel Angst müssen wir vor der Radikalisierung haben? Fragen rund um den islamistischen Terrorismus, mit denen sich der Luzerner Religionswissenschaftler Johannes Saal in seiner Doktorarbeit beschäftigt.Der Fall Winterthur hat deutlich gemacht: Auch hierzulande können religiöse Stätten wie eine Moschee Anlaufstelle für undurchschaubare Vorgänge sein. Noch sei die Schweiz zwar vom Terrorismus verschont geblieben, doch auch hier zeichnet sich ein Anstieg der Zahl radikaler Gläubiger ab. Die Verbindungen der Radikalen in Nachbarländer werden ausgebaut. Für den Jungforscher Johannes Saal ist der Islam an sich kein Problem. Das Problem seien radikale und intolerante Muslime. Und: Wenn Religion und Politik sich vermengen, führe das oft zu Gewalt. Dabei warnt Saal immer wieder: Die Schweiz ist keine Insel und müsse wachsam bleiben.
    27 min
  • Nordische Mythologie und das Christentum
    Christliche Praxis und Lehre wurzeln nicht nur in Jerusalem, Athen und Rom, sondern haben auch Elemente aus dem Norden integriert. Sie gilt es anlässlich der Mittsommer­nacht kritisch aufzuspüren. Denn das Christentum hat dem Norden weit mehr als nur den Weihnachtsbaum zu verdanken.Viele Trends kommen aus Nordeuropa. Die isländischen Fussball-Fans wurden mit ihrem Wikinger-Ritual zu Sympathieträgern der EM. Dänische Serien mischen den Fernsehmarkt auf. Skandinavische Wörter wie «hygge» finden in anderen Sprachen Eingang. Mittlerweile wird Mittsommernacht auch hierzulande gefeiert.Die Faszination am Europas Norden ist historisch gewachsen, bleibt aber bisweilen auch sehr problematisch. Hitler etwa versuchte, den christlichen Glauben durch eine germanisch-nordische Mythologie zu ersetzen. Perspektiven geht der Frage nach, welche nordischen Elemente das Christentum tatsächlich übernommen hat: ausser dem Weihnachtsbaum. Dabei geht es nicht nur um das traditionell enge Verhältnis von Kirche und Staat in Skandinavien – wie in England war die Kirche dort lange Zeit Staatskirche –, sondern auch, wie das Christentum im Norden adaptiert wurde. Denn auch Konkurrenzkämpfe wurden ausgetragen: Der Nordismus etwa, die Faszination durch die Himmelsrichtung Norden, wendet sich vom traditionellen Blick nach Osten ab, nach Jerusalem.
    27 min
  • Familie Kunz hilft – aus Liebe zu Jesus
    Der Winterthurer Unternehmer Andreas Kunz engagiert sich für Flüchtlinge – in der Schweiz sowie im Nahen Osten. Vor ein paar Jahren gründete er die Stiftung Noiva. Mit im Stiftungsrat sitzen seine Frau, sein Sohn und seine Tochter.Mit der Stiftung Noiva hat sich Andreas Kunz einen Herzenswunsch erfüllt. Er möchte helfen. Unbürokratisch, schnell und auch direkt vor Ort. Dafür wendet der Unternehmer einen beträchtlichen Teil seines Vermögens auf. Seine Familie unterstützt ihn dabei tatkräftig. Geleitet werden sie alle von ihrem christlichen Glauben.
    30 min
  • Wie Aramäisches Christentum in der Schweiz überlebt
    Die Umgangssprache Jesu war Aramäisch, und so wurde das erste Vater Unser also auch auf Aramäisch gesprochen. Das ist zwar lange her, die Sprache ist aber alles andere als tot.Vor allem Christen aus Syrien und dem Irak sprechen noch Aramäisch. Sie pflegen ihre Sprache und Traditionen heute meist in der Diaspora – auch in der Schweiz. In Arth im Kanton Schwyz gibt es ein syrisch-orthodoxes Kloster, wo Christen und Christinnen regelmässig zusammenkommen, um Gottesdienst zu feiern, aber auch um Aramäisch zu sprechen und die Gemeinschaft zu spüren. Sie sind stolz auf ihre Tradition und Sprache, und sie bemühen sich, beides zu erhalten.Die aramäische Sprache und die aramäischen Traditionen sind aber nicht nur für syrisch-orthodoxe Christen prägend. Auch für andere Christen und Juden sei das Aramäisch eine der wichtigen Wurzeln, sagt die Geschichtsprofessorin Dorothea Weltecke, die an der Universität Konstanz die Forschungsstelle für Aramäische Studien leitet.Wiederholung vom 25.01.2015
    26 min

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Perspektiven aufs Leben. Der wöchentliche Podcast von SRF Kultur rund um Religion, Spiritualität und Ethik. Hier haben Glaube, Zweifel und Hoffnung Platz. Wir erzählen, erklären, debattieren und…

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