Perspektiven

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Religion & Spirituality
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Perspektiven episodes

  • Die russisch-orthodoxe Kirche und die Revolution
    Benjamin Schenk, Professor für osteuropäische Geschichte an der Universität Basel, beleuchtet die Rolle der russisch-orthodoxen Kirche in der Russischen Revolution vor hundert Jahren und zeigt, wie sich in Russland das Verhältnis von Kirche und Staat seitdem entwickelt hat.Die Russische Revolution von 1917 bestand aus der Februarrevolution und der Oktoberrevolution. Sie hat das Verhältnis von Kirche und Staat in Russland grundlegend verändert. Der Symbiose von Zarenreich und orthodoxer Kirche folgte die anti-kirchliche Politik der Kommunisten. Diese förderten einen Staatsatheismus und verfolgten Geistliche. Die kommunistischen Machthaber kamen aber nur bedingt gegen die Volksfrömmigkeit an. Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion hat die russisch-orthodoxe Kirche wieder Aufwind.Präsident Putin sucht heute demonstrativ den Schulterschluss mit der orthodoxen Kirche; die alte Allianz von Kirche und Staat scheint wiederhergestellt.
    27 min
  • Gottesbeziehung ohne Zäune
    In seinem neuen Buch über Teresa von Avila ordnet der spanische Theologe Mariano Delgado die grosse Mystikerin in die Reformepoche des 16. Jahrhunderts ein. Er kritisiert, wie Teresa lange Jahrhunderte von der römischen Kirche «domestiziert» wurde.Die umtriebige Ordensfrau hat sich zu Lebzeiten kaum einzäunen lassen. Tatsächlich wurde Teresa erst 1970 als erste Frau zur Kirchenlehrerin erhoben. Das sollte dem Gleichstellungs-prozess der Frauen in der römisch-katholischen Kirche eigentlich Dampf machen, findet Delgado. Er lehrt in Freiburg / Schweiz und gilt als einer der besten Kenner der spanischen Mystik weltweit.Buchtipp: Mariano Delgado, Das zarte Pfeifen des Hirten. Der mystische Weg der Teresa von Avila, topos taschenbücher, Tyrolia Verlag 2017.
    28 min
  • Sind die Täufer die wahren Reformierten?
    Die Täufer sind eine reformierte Gemeinschaft. Sie verweigern den Wehrdienst, sie sind kritisch gegenüber der Obrigkeit und sie praktizieren die Erwachsenentaufe. Deswegen sind Täufer schon früh verfolgt worden.Sie flüchten ins Elsass, in die Pfalz, nach Holland und Nordamerika sowie in den Schweizer Jura.Im Jura fanden die Täufer im Gebiet des damaligen Fürstbistums Basel Schutz und konnten eine neue Existenz aufbauen. In der Schweiz leben heute ungefähr 2400 Täuferinnen und Täufer in 14 Gemeinden. Was bedeutet es, zur Gemeinschaft der Täufer zu gehören? Welches sind ihre spirituellen Anliegen? Sind die Täufer die wahren Reformierten? Ein Besuch bei Täufern im Berner Jura.
    27 min
  • Die Rebellin: Schiitin in einer sunnitischen Familie
    Im Nahen Osten bekämpfen sich Sunniten und Schiiten seit Jahrhunderten. Die Folgen für beide Seiten: Krieg, Unterdrückung und Verfolgung.Dass es auch anders geht, zeigen die Schwestern Nuran Serifi und Spresa Zuli. Beide sind Musliminnen. Zuli gehört zur Mehrheit der Muslime, zu den Sunniten. Serifi ist Schiitin.Spresa Zuli und Nuran Serifi stammen aus einer mazedonischen Familie. Die jüngere Nuran war die Rebellin in der Familie. Als die junge Frau vom Sunnitentum zum Schiitentum wechselte, verstand ihre Familie die Welt nicht mehr. Was genau sind Schiiten, fragten sich Eltern und Geschwister? Und warum wandte sich ausgerechnet Nuran der Religion stärker zu? Sie, die immer alles hinterfragt hatte. Auseinandergefallen ist die Familie nicht. Gegenseitige Toleranz hat sie neu zusammen geschweisst.(Wiederholung vom 12.06.2016)
    30 min
  • Und wo bleibt Gott? – Wenn Spiritualität boomt.
    Die Vielstimmigkeit der Sinn- und Kaufangebote machten es schwer, die Stimme Gottes da noch heraus zu hören, meint der Jesuit Christian Rutishauser.Der katholische Intellektuelle holt zwar nicht zum Rundumschlag aus auf die postmoderne Indifferenz. Der Begriff «Spiritualität» aber werde hier inflationär genutzt, gerne auch von Yoga-Lehrern im Fitness zur Entspannung. Das Vielreden von Spiritualität will der promovierte Theologe Rutishauser exakt auseinander dröseln. Ihm fällt auf, dass eine Spiritualität ohne Gott in Mode ist. Aber wohin richtet sich jene Spiritualität eigentlich?Diese Fragen hat der Schweizer Jesuitenprovinzial Christian Rutishauser bereits in seiner Pfingstpredigt auf Radio SRF aufgeworfen. Im Perspektiven-Gespräch erklärt er nun, warum Frömmigkeit so «out» und Spiritualität so «in» ist.
    26 min
  • Christen in der Politik
    Ist Politik nur das, was viele als Drecksgeschäft bezeichnen? Oder ist es in der Schweiz möglich, als Christin oder Christ eine tragende Rolle in der Politik zu spielen und dabei auch christlich-ethische Werte einzubringen?Der Basler Bischof Felix Gmür betont, dass es eigentlich so etwas wie christliche Politik gar nicht gibt. Und tatsächlich geben die Schweizer Kirchen in vielen Abstimmungskämpfen ganz andere Empfehlungen ab als die Parteien, die sich christlich nennen. Wie aber setzen sich christliche Politikerinnen und Politiker konkret ein für Menschenwürde, Nächstenliebe, Solidarität oder mehr Gerechtigkeit?Hansjörg Schultz hat zwei Vertreter der EVP, der Evangelischen Volkspartei, Maja Ingold aus Winterthur und Heiner Studer aus Baden eingeladen, um mit ihnen darüber zu diskutieren, was christliche Politik heute heisst.
    30 min
  • Die Zeichen der Zeit. Der Sozialethiker Friedhelm Hengsbach
    Was katholische Soziallehre ist, hat der Jesuit Friedhelm Hengsbach gleichsam mit erfunden. Leider sieht der nun 80jährige Ökonom das Konzept von einer biblisch inspirierten Gerechtigkeitswirtschaft heute mehr gefährdet denn je. Die absolute Macht liege immer noch in Händen weniger Besitzender.Als katholischer Sozialethiker versucht Hengsbach konsequent die Perspektive der Nichtbesitzenden einzunehmen, also derer, die auf Erwerbsarbeit angewiesen bleiben, davon aber immer weniger leben können, auch bei uns in Europa. Selbst an der Politik der deutschen CDU-Kanzlerin lässt Hengsbach kaum ein gutes Haar. Die Politik liesse sich ihre Entscheide immer noch von der Geldwirtschaft diktieren. Die Zeichen der Zeit menschenwürdig zu deuten, ist sein Anliegen im Perspektivengespräch. Darin blickt der Wirtschaftsethiker auch auf sein jahrzehntelanges Wirken zurück.
    26 min
  • Ein Leben für die Kalligraphie
    Seit bald 50 Jahren lebt die Kalligraphin Sanae Sakamoto in der Schweiz. Aufgewachsen ist die Künstlerin in Japan. Die Kunst des Schönschreibens hat sie von ihrer Grossmutter gelernt. Später beeinflussten die alten chinesischen Philosophen Laotse und Konfuzius die Kalligraphin.Der Weg wurde zu ihrem Ziel: Sanae Sakamoto ist buddhistisch aufgewachsen. In der Schweiz hat sich die Kalligraphin aber auch dem Christentum zugewendet. Sie konvertierte zum Katholizismus, blieb den fernöstlichen Traditionen aber immer verbunden. Taoismus und Zen-Buddhismus inspirieren die Künstlerin.
    27 min
  • S’Vreneli vom Nil
    Am 1. September ist Verena-Tag. Da zieht es hunderte Kopten nach Bad Zurzach. Sie gedenken ihrer Heiligen vom Nil, der Heiligen Verena, die in Zurzach zur letzten Ruhe gebettet ist. Die Verbindung zwischen Nil und Rhein ist heute lebendiger denn je.Im 4. Jahrhundert soll eine «thebäische Legion» das Gebiet der heutigen Schweiz heimgesucht haben. Unter den römischen Soldaten waren auch Christinnen und Christen wie Mauritius, Felix, Regula und Verena. Verena half den Kranken und wurde als liebevolle Nachbarin zum christlichen Vorbild bis heute.Die Verbindung der Schweiz mit den Kopten reicht also bis in die Spätantike zurück, ist aber aktueller denn je. Jedes Jahr kommen koptisch-orthodoxe Christinnen und Christen aus Austra­lien, den USA und freilich auch aus ihrem Stammland Ägypten nach Bad Zurzach, um sich von hier eine kleine Reliquie vom Grab der Heiligen Verena abzuholen. So ist ein weltum­spannendes Freund­schaftsnetz entstanden, das nationale wie konfessionelle Grenzen überwindet.
    24 min
  • Maya Graf und die Bewahrung der Schöpfung
    Die 55-jährige Baselbieter Nationalrätin Maya Graf ist Bio-Bäuerin und gehört zu den prominentesten Grünen der Schweiz. Ihre politische Haltung wurde durch ihr frühes christliches Engagement geprägt.Seit 16 Jahren sitzt Maya Graf im Bundes-Parlament. 2012 war sie als Nationalratspräsidentin höchste Frau der Schweiz. Mit 21, so sagt sie, habe sie bei der Mitarbeit in der Kirchenpflege Sissach gelernt, sich als junge Frau auch gegenüber älteren Kollegen durchzusetzen. Sie fühlte sich oft alleine und rannte bisweilen vergeblich an gegen die männliche Vorherrschaft in der Kirchenpflege. Doch sie blieb hartnäckig und lernte, wie man trotz Enttäuschungen an einer Sache dranbleiben muss.Aber auch inhaltlich prägte die Arbeit in der Kirchenpflege Maya Grafs politische Haltung. «Liebe deinen Nächsten wie Dich selbst» - das steht für sie über allem anderen. Und es verpflichte sie auf soziale Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung.
    26 min

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Perspektiven aufs Leben. Der wöchentliche Podcast von SRF Kultur rund um Religion, Spiritualität und Ethik. Hier haben Glaube, Zweifel und Hoffnung Platz. Wir erzählen, erklären, debattieren und…

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