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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Ratgeber episodes

  • So wird das Training zu zweit zum Erfolg
    «Suchen Sie sich einen Trainingspartner und schon trainiert es sich wie von alleine!» Diesen Tipp hört man häufig. Er stimmt ja auch. Meistens. Doch manchmal sind Trainingspartner nur frustrierend. Entweder sind sie zu schnell oder zu langsam. Sie pushen oder sie frustrieren. Unterschiedliche Zielsetzungen und Leistungsniveaus können zu Unterforderung, Überforderung, Stress oder Ungeduld führen.
    So kann das Training im Zweierteam oder in der Gruppe für alle zum Erfolg führen:
    * Es kommt auf die Einstellung drauf an: Dass der Stärkere der Stärkere ist und der Schwächere der Schwächere, ist meistens schon vor dem Training klar. Man muss sich also nicht jedes Mal aufregen, wenn es dann wieder so weit kommt.
    * Zu zweit alleine: Auch in der Gruppe ist man manchmal auf sich alleine gestellt. Und das ist gut so. Damit beide auf ihre Kosten kommen, soll der Langsamere den Schnelleren auch mal ziehen lassen. Doch das braucht Entgegenkommen vom beiden. Der Langsamere darf nicht eingeschnappt sein, der Schnellere darf kein schlechtes Gewissen haben.
    * Voneinander profitieren: Der Langsamere darf sich gerne vom Schnelleren pushen lassen, ohne sich zu überfordern. Der Schnellere darf einen Lauf gerne einmal langsamer angehen, er kann diesen als Kopflüften und als gemeinsames Erlebnis abschauen.
    5 min
  • Bussen aus dem Ausland: Bezahlen oder nicht?
    Die Ferien sind vorbei und schon fast vergessen. Es kann aber gut sein, dass man plötzlich wieder daran erinnert wird. Nämlich, wenn man mit dem Auto im Ausland war und plötzlich eine Busse aus dem Ferienland im Briefkasten liegt. Wie verhält man sich da richtig? Busse nicht bezahlen: Keine gute Idee
    Und das aus zwei Gründen:
    * Die Schweizer Polizei hat mit Frankreich und Deutschland ein Abkommen. Sie unterstützen sich gegenseitig bei der Auffindung von Verkehrssündern.
    * Andere Länder wie Italien oder Holland können Bussen an Schweizer Bürger senden, sie aber nicht vollstrecken. Doch: Wer eine solche Busse ignoriert, kann auf die Fahndungsliste kommen und spätestens bei der nächsten Einreise ins Ferienland Ärger bekommen: Die Einreise kann verweigert werden, allenfalls wird das Auto beschlagnahmt, bis die Busse bezahlt ist, schlimmstenfalls drohen ein paar Tage Haft.
    Vorsicht: Nicht alle Bussen sind echt
    * Leider gibt es auch Betrüger, die Autonummern notieren und aufs Geratewohl gefälschte Bussen versenden. Dies in der Hoffnung, dass der Empfänger die Konsequenzen fürchtet und bezahlt.
    * Skeptisch werden muss man, wenn lediglich eine Rechnung im Couvert steckt, ohne abgestempeltes Dokument oder Radarfoto.
    * In einem solchen Fall sollte man direkt bei der zuständigen Polizei oder Gemeinde nachfragen, ob die Busse wirklich von ihnen stammt.
    * Dabei sollte man nicht die Telefonnummer oder Mailadresse auf dem Dokument verwenden, da man so beim Betrüger landen könnte, der sich als Polizei ausgibt. Besser im Internet nachschauen!
    Post vom Inkassobüro
    * Es gibt Gemeinden, die Inkassobüros beauftragen, die Bussen einzukassieren.
    * Das ist nur erlaubt, wenn das Inkassobüro seinen Sitz in der Schweiz hat. Ausländische Firmen dürfen hier kein Geld eintreiben.
    * Sollte man dennoch Post von einem Inkassobüro aus dem Ausland erhalten: Nur den Betrag der Busse bezahlen (sofern sie gerechtfertigt ist), allfällige Inkassogebühren abziehen. Am besten informiert man schriftlich, warum man dies tut.
    7 min
  • Smartphones, die besseren Senioren-Handys
    Telefone mit grossen Tasten und einfacher Bedienung gibt es schon fast so lange, wie es Handys gibt. Aber machen solche speziellen Geräte im Smartphone-Zeitalter noch Sinn? Wer unbedingt physische Tasten benötigt und nur telefonieren und SMS verschicken will, ist mit einem Senioren-Handy noch immer gut bedient. Es gibt sie ab etwa 50 Franken. Dass auch alte Menschen eher Smartphones bevorzugen, haben die Hersteller der Seniorenhandys gemerkt. Sie bieten auch Modelle an, die mit Android laufen und einen Touchscreen haben. Kosten: Ab 200 Franken.
    Für diesen Preis kann man sich auch ein «normales» Android-Smartphone besorgen und es individuell als Senioren-Handy ausstatten – mit einer «Launch App», die nur die wichtigsten Funktionen auf den Startbildschirm zaubert. Man findet die Apps im Google Playstore mit den Suchbegriffen «Big Launcher» oder «Senioren Oberfläche» oder «Senior Homescreen».
    Einige Hersteller wie Samsung und Huawei haben die Möglichkeit, das Gerät auf «einfache Bedienung» umzuschalten, bereits eingebaut.
    Bei Apples iPhone ist es nicht möglich, den Startbildschirm zu «übersteuern», dafür hat iOS standardmässig viele Hilfsmittel integriert, die auch für Senioren nützlich sein können, die sogenannten «Bedienungshilfen ».
    Beide Smartphone-Systeme haben zudem eine Notfallfunktion eingebaut. Wie dieser «Knopf» funktioniert, steht hier .
    6 min
  • Sind Hülsenfrüchte ein gesunder Ersatz für Fleisch?
    Klimawandel, CO2-Ausstoss - auch unser Essen trägt dazu bei. Weniger Fleisch essen, lautet die Forderung. Sind Hülsenfrüchte eine Alternative? Ist man mit genug Nährstoffen versorgt? Kichererbsen, Linsen und Bohnen führen auf unseren Tellern aber immer noch ein Schattendasein. Das muss nicht sein. * Hülsenfrüchte haben ein schlechtes Image, weil sie Blähungen verursachen können. Das muss nicht sein. Wasser, in das man die Hülsenfrüchte eingelegt hat, wegschütten. Auch das Kochwasser wegschütten. Dann die gekochten Hülsenfrüchte gut abwaschen.
    * Je öfter und je mehr Hülsenfrüchte man isst, umso weniger belasten sie den Magen und den Darm. Blähungen bleiben mit der Zeit aus.
    * Rote Linsen (Kochzeit 3 Minuten) sind ein guter Einstieg in die Hülsenfrüchte. Sie sehen zudem noch sehr hübsch aus.
    * Hülsenfrüchte sind ein Fleischersatz. Sie enthalten darüber hinaus viel Nahrungsfasern, was satt macht und die Verdauung begünstigt.
    * Allerdings können sie kein Vitamin B12 liefern. Vitamin B12 ist in tierischem Protein enthalten. Mit mässigem Konsum von Eiern und Milchprodukten ist die Versorgung mit Vitamin B12 kein Problem.
    6 min
  • Jetzt ist es Zeit für die Stecklingsvermehrung!
    Bei einem Gartenbesuch hätte man auch gerne diese spezielle Kübelpflanze oder jenen seltenen Strauch – mit dem Fragen nach einem Steckling und dem «Gewusst – wie» lassen sich diese Kostbarkeiten einfach vermehren. Man schneidet einen 10-15cm langen, unverzweigten Trieb ab, wobei der Trieb unten etwas verholzt sein sollte. Verholzt heisst, dass er brechen würde, wenn man ihn biegt. Dort, wo die Blätter mit ihren Blattstielen am Stängel angewachsen sind, ist der Stängel verdickt, man nennt diese Stellen Knoten. Im Knoten hat es am meisten Wachstumshormone, dort werden beim Steckling neue Wurzeln oder neue Blätter wachsen. Deshalb sind sie für die Stecklingsvermehrung wichtig. Vorhandene Blüten verhindern das Wachsen von neuen Blättern, deshalb werden sie weggeschnitten.
    * Die untersten zwei bis drei Knoten werden entblättert.
    * Dann lässt man 1-2 Blätter mit Knoten stehen und schneidet den oberen Teil des Triebes weg.
    * Sind die Blätter gross oder besonders lang, werden sie mit der Schere halbiert.
    Jetzt ist der Steckling bereit eingetopft zu werden. Es braucht dazu:
    * ½ Aussaaterde und ½ Topferde, gut vermischt
    * ein 8-10cm breites Töpfchen
    * 1.5L Petflasche
    Das Töpfchen mit Erde füllen und andrücken. Die Erde gut befeuchten: Vorsicht, nicht zu nass! Mithilfe eines Bleistifts ein Loch in die Erde stupsen und den Steckling bis zu den Blättern hinein stecken. Sorgfältig rundherum die Erde andrücken. Den oberen Drittel der Petflasche mit einem scharfen Messer abschneiden und diesen über den Steckling stülpen und fertig ist das Minitriebhaus! Das Minitreibhaus wird an einen hellen Ort aufgestellt, z.B. auf dem Balkon oder auf der Terrasse – ohne dass die Sonne darauf scheint! Bereits nach zwei bis drei Wochen haben sich feine Würzelchen gebildet und die Petflasche wird weggenommen.
    6 min
  • Brust raus: Dehnungsübungen für den Stolz
    Wir sitzen zu viel und fallen in uns zusammen. Zudem verkürzt die Brustmuskulatur tendenziell gerne. Es kommt zum «Buckeli». Dehnungsübungen für die Brust sind ein erster Schritt für eine offene, stolze Haltung. Die Brust zu dehnen, ist auf verschiedene Arten möglich – von einfach bis schwieriger.
    * Einfach: Fassen Sie Ihre Hände hinter dem Rücken. Strecken Sie nun die Arme, blicken Sie gerade aus mit einem hohen Kopf. Führen Sie die Schultern nach hinten und dehnen Sie die Brust.
    * Mittel: Stellen Sie sich seitlich an eine Wand. Winkeln Sie den Ellbogen in einem rechten Winkel an und legen Sie den Unterarm hinter sich an die Wand, so dass der Ellbogen etwa auf Schulterhöhe ist und die Hand senkrecht über dem Ellbogen an der Wand liegt. Führen Sie nun die Schulter zur Wand, indem Sie allenfalls einen kleinen Schritt nach vorne/seitlich zur Wand hin machen.
    * Schwierig: Der Handstand gegen die Wand ist nur für Fortgeschrittene. Eine ähnliche Wirkung hat es, wenn Sie eine waagrechte Stange über Kopf suchen, sich daran festhalten und hängen lassen. So dehnen Sie die Brust, indem Sie die Schultern öffnen.
    5 min
  • 24-Stunden-Betreuung zu Hause: Das müssen Sie wissen
    Viele ältere Menschen möchten ihren Lebensabend gerne zuhause, in vertrauter Umgebung, verbringen. Spezielle Agenturen sollen dies möglich machen. Doch wie findet man unter den vielen Angeboten das richtige? Was kostet es? Und was muss man rechtlich beachten? Wie sieht eine Rundum-Betreuung aus?
    Die Agentur stellt Betreuerinnen – meist aus Osteuropa – zur Verfügung. Diese ziehen bei der Seniorin oder beim Senior ein, machen den Haushalt und übernehmen die Pflege (medizinische Pflege ist allerdings nicht erlaubt). Dafür muss man ihnen ein eigenes Zimmer zur Verfügung stellen und Kost und Logis. Im Idealfall wechseln sich immer wieder die gleichen zwei Betreuerinnen alle zwei bis vier Wochen ab.
    Was kostet das?
    Die vielen Agenturen haben extrem unterschiedliche Preise. Für eine seriöse Agentur muss man zwischen 6000 und circa 20'000 Franken pro Monat ausgeben. Zum Vergleich: Für einen Heimplatz bezahlt man in etwa 6000 bis 8000 Franken.
    Bekommt man finanzielle Unterstützung?
    Weder Krankenkassen noch Kantone bezahlen für die Pflege zuhause. Was man tun kann: bei der AHV/IV Hilflosenentschädigung beantragen. Diese steht «hilflosen Personen» unabhängig von ihrem Vermögen zu.
    Die Höhe der Entschädigung richtet sich nach dem Grad der Hilflosigkeit und bewegt sich zwischen rund 500 und 2000 Franken pro Monat.
    Zudem kann man die Zusatzversicherung prüfen: Allenfalls beinhaltet sie eine Entschädigung für eine Haushalthilfe.
    Kann man Betreuerinnen auch direkt anstellen?
    Das ist möglich und allenfalls auch günstiger. Dabei muss man aber bedenken, dass man als Arbeitgeber alles korrekt regeln muss: Anmeldung, Versicherungen, Aufenthaltsbewilligung usw. Leiht man sich eine Betreuerin von einer Agentur aus, erledigt diese alle administrativen Aufgaben. Ein Problem kann auch entstehen, wenn die Betreuerin in die Ferien geht oder krank wird. Hier muss eine Stellvertretung gewährleistet sein.
    Wie erkennt man eine seriöse Agentur?
    * Vergleichen Sie jeweils verschiedene Angebote.
    * Fragen Sie genau nach und lassen Sie sich wichtige Dokumente vorlegen: Agenturen, die Betreuungspersonal vermitteln, brauchen eine Bewilligung des jeweiligen Kantons und vom Staatssekretariat für Wirtschaft (nur für ausländisches Personal).
    * Ausserdem muss die Agentur ihren Sitz in der Schweiz haben.
    * Bietet eine Agentur ihre Dienste zu Dumpingpreisen an, sollte man die Finger davon lassen. Bei 2000 Franken pro Monat kann die Betreuerin nicht fair entlöhnt werden.
    * Eine seriöse Agentur kommt vorab zu Hause vorbei und prüft die Situation vor Ort.
    * Es werden mindestens zwei Pflegerinnen vermittelt, die sich abwechseln. Ihre Deutschkenntnisse sind gut.
    * Seriöse Agenturen arbeiten mit Pauschalpreisen und verrechnen keine versteckten Zusatzkosten.
    6 min
  • Online-Shopping: Was muss ich beachten?
    Bequem zuhause am Computer einkaufen wird immer beliebter: Letztes Jahr gaben Schweizer Konsumenten und Konsumentinnen 9,5 Milliarden Franken aus – Tenzdenz steigend. Wir zeigen, wie man die Risiken beim Online-Shopping minimieren kann. Bevor man den Turnschuh, das Smartphone oder das T-Shirt per Maus-Klick in den Warenkorb schiebt und die Kreditkarte zückt, sollte man folgende Überlegungen anstellen:
    Was ist das für ein Shop?
    Bei den grossen, bekannten Anbietern ist das Risiko klein. Diese Konzerne verfügen über die nötigen Mittel, um einen professionellen Kundendienst zu betreiben und in eine sichere Infrastruktur zu investieren. Bei kleineren Shops sollte man sich vor dem Kauf ein paar Fragen stellen:
    * Ist das Angebot zu schön, um wahr zu sein? Billige Markenartikel sind ein Hinweis auf Betrüger.
    * Was sagen Kundinnen und Kunden zum Shop? Eine einfache Google-Suche kann die Antwort liefern.
    * Welche Bedingungen bietet der Shop, zum Beispiel wenn ich meine Produkte zurückschicken möchte?
    * Bei Anbietern im Ausland: Muss ich noch mit Zollgebühren rechnen? Liefert der Shop die notwendigen Dokumente für den Zoll?
    Wie kann ich bezahlen?
    Auch hier gilt – bei kleineren Shops besondere Vorsicht walten lassen und sich zuerst ein paar Fragen stellen:
    * Bietet der Shop Vorauszahlung als einzige Möglichkeit? Das kann ein Hinweis auf Betrüger sein.
    * Kann ich mit PayPal bezahlen? Der Bezahldienst aus den USA hat mehrere Vorteile: Der Shop bekommt meine Kreditkartennummer nicht zu sehen, potenzielle Hacker deshalb auch nicht. Und: Liefert der Shop nicht oder mit grosser Verspätung, so kann ich mich bei PayPal beschweren und bekomme dann mein Geld zurück.
    * Vor der Überweisung immer kontrollieren, ob die Adresse im Browser-Eingabefeld stimmt. Dazu auf das Schlösschen neben der Adresse klicken und überprüfen, ob die Adresse mit dem Zertifikat übereinstimmt.
    Wer beim Online-Shopping Vorsicht walten lässt und den gesunden Menschenverstand einschaltet, der kann von den vielen Vorteilen profitieren.
    6 min
  • Bei einem Hirnschlag ist rasches Handeln angezeigt
    Zeit ist Hirn. Je schneller nach einem Hirnschlag die optimale ärztliche Versorgung eingeleitet wird, desto besser sind die Aussichten auf Heilung. Ein Hirnschlag ist immer ein Notfall. Und zwar ein Notfall für den Krankenwagen mit Blaulicht. Nicht immer merkt der Patient selber, dass er einen Hirnschlag erlitten hat. Ist das Sprechzentrum betroffen, so kann der Patient selber keine Hilfe mehr anfordern. Häufig würden auch Leute aus dem Umfeld beobachten, dass mit jemandem etwas nicht mehr stimmt, sagt Urs Fischer, Professor für Akutneurologie am Berner Inselspital.
    Rasch handeln
    In jedem Fall ist rasches Handeln angezeigt. Fahren Sie den Patienten nicht selber in den Notfall, rufen Sie die Ambulanz. Diese kann den Patienten dann in eine spezialisierte Stroke-Klinik bringen.
    Englischer Merksatz «Be fast»
    Im englischen Sprachraum braucht man bei Verdacht auf einen Hirnschlag diesen Merksatz: «Be fast.»
    * Balance: Ist das Gleichgewicht gestört?
    * Eye: Hat der Patient Sehstörungen (Doppelbilder)?
    * Face: Ist das Gesicht schief (Gesichtslähmungen)
    * Arms: Sind Arme oder Beine schlaff oder gelähmt?
    * Speech: Ist die Sprache verwaschen?
    * Time: Verlieren Sie keine Zeit – sofort Telefonnummer 144 rufen.
    6 min
  • Disteln bieten viel für die Biodiversität
    Für das Jahr 2019 wurde nicht nur eine Pflanzenart, sondern eine ganze Pflanzengruppe zur Staude des Jahres ausgewählt – die grosse Vielfalt der Disteln. Die Schweiz ist reich an verschiedenen Disteln für jeden Standort: Je sonniger und trockener sie stehen, desto mehr Dornen tragen sie. Die Dornen sind an trockenen Standorten sehr nützlich. An ihnen kondensiert die Feuchtigkeit des Taus und tropft auf den Boden. So kommen die Disteln zu mehr Wasser. Je weniger Dornen die Disteln tragen, desto halbschattigere und feuchtere Standorte mögen sie.
    Tiere lieben Disteln
    Disteln bieten rundum viel für die Biodiversität, z.B.:
    * Distelfalter legen ihre Eier an die Blätter der verschiedensten Disteln.
    * Wollbienen sammeln die silbrigen Pflanzenhaare der Eselsdistel als Baustoff für ihre Brutzellen.
    * An den Blüten saugen verschiedene Schmetterlingsarten Nektar.
    * Hummeln und andere Wildbienen holen Nektar und Blütenstaub als Nahrungsvorrat für ihre Nachkommen.
    * Distelfinken, Goldammern, Grünfinken und Spatzen fressen die Samen der Disteln, deshalb die Samenstände bis in den Winter hinein stehen lassen.
    Eine grosse Vielfalt von Disteln eignet sich hervorragend für Garten und Balkon:
    * Bergdistel (Carduus defloratus), mehrjährige Staude, purpurrot blühend, für Töpfe und sonnige, trockene Standorte im Garten geeignet
    * Bach-Kratzdistel (Cirsium rivulare), mehrjährige Staude für feuchte Stellen im Garten, auch in der Sorte «Atropurpureum» erhältlich, karminrot blühend
    * Eselsdistel (Onopordum acanthium), zweijährig, violett blühend, silberne Blätter, werden bis 2 Meter hoch
    * Golddistel (Carlina vulgaris) zweijährig, goldgelb blühend, für Töpfe und sonnige, trockene Standorte im Garten geeignet
    * Mariendistel (Silybum marianum) ein- bis zweijährig, karminrot blühend, wunderbare Blattschmuckpflanze
    * Blaue Kugeldistel (Echinops ritro), mehrjährige Staude, kugelige, tiefblaue Blütenstände für Garten und Töpfe
    * Artischocken (Cynara cardunculus ssp. scolymus) mehrjährige Staude für den Gemüsegarten, essbare Knospen in verschiedenen Sorten erhältlich
    * Kardy (Cynara cardunculus) auch Wilde Artischocke genannt, zweijährig für den Gemüsegarten, Blattstiele sind eine Delikatesse
    * Färberdistel (Carthamus tinctorius) einjährig für den Gemüsegarten und den Topf, Schnittblume, Färberpflanze und Öllieferant
    * Alpen-Mannstreu (Eryngium alpinum) mehrjährige Staude, blau blühend Vasenschmuck
    * Flachblatt-Mannstreu (Eryngium planum) mehrjährige Staude, blau blühend, Schnittblume
    * Karde (Dipsacus fullonum) zweijährig, oft von Distelfinken besucht
    7 min

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Der «Ratgeber» ist Lebenshilfe für Menschen von heute. Er gibt Tipps und informiert über Themen, die einen im Alltag beschäftigen.

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