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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Ratgeber episodes

  • Wer soll wann zum Augenarzt?
    Wir hüten etwas «wie unseren Augapfel», denn unsere Augen und unser Sehsinn sind unfassbar wichtig und delikat. Viele negative Veränderungen sind sicht- oder spürbar, andere Augenbeschwerden, zum Beispiel ein hoher Augeninnendruck, bemerken wir allerdings kaum. «Die meisten Schweizerinnen und Schweizer sind bereits wegen Sehkorrekturen bei einem Augenarzt in Behandlung», sagt der Basler Augenarzt Frank Vonmoos. «Falls jemand mit 40 Jahren noch nie beim Augenarzt war, rate ich ihr oder ihm, eine Voruntersuchung zu machen.» Dies gilt besonders für Personen mit Risikofaktoren für den Grünen Star (Glaukom): familiäre Vorbelastung, Diabetes, hoher Blutdruck, starke Kurz- oder Weitsichtigkeit.
    Plötzliche und schleichende Veränderungen
    Ab 50 Jahren sollten alle im Zwei- bis Dreijahresrhythmus den Augeninnendruck abklären lassen. «Schieben Sie dies nicht vor sich her», rät Frank Vonmoos, «denn Sie haben nur zwei Augen!»
    Plötzliche, schnelle Veränderungen sollten innerhalb weniger Tage oder sogar über den Notfall abgeklärt werden. Hier geht es darum, schnell einzugreifen, oder mindestens den Patienten zu beruhigen. Entdecken Sie schleichende Veränderungen, die sich nicht mehr verbessern, Schmerzen, Rötungen oder geschwollene Stellen, ist es angebracht, einen Termin bei einem Augenarzt zu organisieren.
    Sprechen Sie auch Personen in Ihrem Umfeld an, wenn Sie bemerken, dass sich deren Sehvermögen verändert.
    5 min
  • Der Laufschuh muss zum Fuss passen
    Weich oder hart, gestützt oder neutral, für Wald oder Strasse: Der Laufschuhdschungel ist riesig, denn Laufschuhe können auf diverse Anforderungen zugeschnitten sein. Dabei den Passenden zu finden, ist nicht einfach. Folgende Tipps können helfen. Stellen Sie sich vor dem Kauf folgende Fragen:
    * Wie will ich den Schuh einsetzen? Will ich für einen Marathon trainieren, Bergläufe machen oder gar einen Wettkampf gewinnen?
    * Wie häufig brauche ich den Schuh? Welche Distanzen lege ich zurück?
    * Auf welchem Untergrund laufe ich?
    * Brauche ich mehrere Schuhe oder nur einen?
    Bringen Sie alte Schuhe, Socken und genügend Zeit mit
    * Alte Laufschuhe: Gute Verkäufer können anhand der Gebrauchspuren sehen, welcher Lauftyp Sie sind und welche Unterstützung Sie allenfalls benötigen.
    * Laufsocken und eventuell orthopädische Einlagen: Der Laufschuhkauf soll so realistisch wie möglich sein.
    * Zeit: Man muss den Laufschuh spüren und ausprobieren, Unterschiede erkennen und Erfahrungen sammeln.
    Wählen Sie das richtige Laufschuhgeschäft
    * Auswahl: Idealerweise ist die Auswahl an Schuhen und Marken gross. Es sollten nicht nur die drei bekanntesten Schuhmarken im Regal stehen.
    * Verkäufer: Schön ist, wenn der Verkäufer weiss, wovon er spricht. Er sollte viele Fragen stellen und sich ein Bild machen können. Gute Verkäufer schauen sich mitgebrauchte, alte Schuhe genau an.
    * Ausprobieren: Probieren Sie mehrere Modelle aus. Der Verkäufer sollte Ihnen beim Laufen zuschauen. Allenfalls können Sie Laufschuhe auf einem Laufband ausprobieren und dank einem Video die eigene Fussstellung anschauen. Ungeübte Läufer sind vom Laufband jedoch häufig abgeschreckt.
    Passt der Schuh wirklich? Hören Sie auf sich!
    * Komfort: Wenn man sich darin wohl fühlt!
    * Anforderungen: Wenn er hat, was man braucht!
    * Optik: Wie er aussieht, ist sekundär!
    Wann braucht man überhaupt neue Schuhe?
    * Kilometer: Normale Laufschuhe sollten nach 600 bis 800 Laufkilometern ersetzt werden, leichte Schuhe nach 400 bis 500 Kilometer, diese Zahlen sind jedoch sehr individuell und von Modell, Körpergewicht und Anwendungsbereich abhängig.
    * Gefühl: Man sieht dem Laufschuh kaum an, ob er noch etwas taugt oder nicht. Wenn man merkt, dass sich das Laufgefühl verändert, dass es sich nicht mehr so gut läuft oder man sogar Beschwerden hat, soll man sich nach einem neuen Paar umsehen.
    Noch mehr Tipps:
    * Mehrere Schuhe: Ab drei Lauftraining pro Woche lohnt es sich, zwei Laufschuhe abzuwechseln. Der Schuh ist nicht nur Laufutensil, sondern auch Trainingsgerät. Mit verschiedenen Schuhen bringt man Abwechslung ins Training und belastet den Körper auf unterschiedliche Weise.
    * Optik: Schöne Schuhe sind schön. Allerdings sind die besten Laufschuhe nicht die schönsten, sondern die passenden.
    * Komfort: Die Art Ihres Trainings hat einen grösseren Einfluss auf Ihre Fitness und Gesundheit als der Laufschuh. Also sollte man beim Kauf ein grosses Augenmerk auf den Komfort legen.
    * Innovation: Nach der Meinung, dass alle Läufer Patienten sind und ihre Füsse stark gedämpft und gestützt werden müssen, und nach dem Trend der Barfusslaufschuhe, ist die Tendenz im Moment hin zu einem Mittelmass. Schuhe werden eher wieder flacher und leichter.
    6 min
  • Fisch essen mit gutem Gewissen: Nur der Karpfen ist bedenkenlos
    Weltweit essen wir jährlich 170 Millionen Tonnen Fisch. Tendenz rasant steigend. Unsere Meere können da nicht mehr mithalten. Geht es so weiter, besteht die Gefahr, dass wir in rund 40 Jahren keinen Fisch mehr auf unseren Tellern haben werden. Nachhaltigkeit ist gefragt. Die Fischbestände nehmen rasant ab. Viele Gewässer sind bereits ausgefischt oder werden überfischt.
    In 40 Jahren keine Fische mehr?
    Steigt der Fischkonsum weiter an, soll es laut einer Studie in rund 40 Jahren keine Fische mehr auf unseren Tellern geben. Wir Konsumenten und Konsumentinnen können entgegenwirken, indem wir bewusst Fisch kaufen und essen. Das heisst:
    * Umweltorganisationen raten, weniger Fisch zu essen, nämlich nur noch zwei Mal im Monat.
    * Beim Einkaufen: Trotz Kritik an den verschiedenen Labels gilt beim Fisch-Kauf: Besser mit Label als ohne!
    * Bevorzugen sollte man einheimische Fische aus Wildfang.
    * Bei Zuchtfisch empfiehlt sich das Bio-Label. Ebenfalls vertretbar ist das ASC-Label.
    * Bei Wildfang sollte man auf das MSC-Label achten. Auch dieses Label ist nicht über alle Zweifel erhaben, ist aber laut WWF am ehesten vertretbar.
    Zuchtfisch ist nicht nachhaltiger
    Auf den ersten Blick mögen Fischzuchten für Nachhaltigkeit sorgen. Die Realität sieht aber anders aus: Zuchtfische werden nämlich mit Fischen aus dem Meer gefüttert. Und zwar nicht zu knapp: Für ein Kilo Zuchtfisch braucht es bis zu vier Kilo Futterfisch aus dem Meer. Hinzu kommt, dass die Fische in den Zuchtgewässern mit Medikamenten – unter anderem mit Antibiotika – gefüttert werden. Ebenfalls steht die enge Tierhaltung in der Kritik.
    Fische aus Wildfang sind daher zu bevorzugen. Allerdings muss dort darauf geachtet werden, dass die Tiere artgerecht gefangen wurden. Schleppnetze und Fangleinen sind eine Quälerei für die Fische.
    Nur der Karpfen ist ökologisch bedenkenlos
    Nachhaltig Fisch kaufen ist also gar nicht so einfach. Aber: Es gibt einen Fisch, bei dem man nichts falsch machen kann. Der Karpfen. Er ist bei uns nicht sehr beliebt, weil er viele Gräte hat, und er soll etwas modrig schmecken. Der modrige Geschmack verschwindet aber, wenn man den Karpfen ausreichend wässert. Warum also nicht einmal versuchen? Ein Rezept zum Ausprobieren finden Sie unten.
    6 min
  • Tipps zur besseren Google Suche
    Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung nutzt das Internet. Um das Wissen all dieser Menschen gezielt zu nutzen, ist eine Suchmaschine wie Google unerlässlich. Hier ein paar Tipps zum effizienten Suchen: • Anfrage direkt im Adressfeld (der weisse Balken ganz oben im Internet-Browser) eintippen, nicht erst die Google Webseite öffnen.
    • Die Suche als Frage formulieren: Wie schält man Kastanien? Wer war der zweite Mensch auf dem Mond?
    • Google kann auch rechnen: 6/4*4.5 rechnet die 4.5 Liter Milch in einem Rezept für vier auf sechs Personen um.
    • In amerikanischen Rezepten werden Angaben, etwa für Mehl, meistens im genormten Volumen-Mass Cup gemacht. Zum Umrechnen in Gramm einfach bei Google eintippen «1 cup flour in grams». Zurzeit funktioniert das am besten auf Englisch.
    • Manchmal lohnt es sich, für eine Suche die Webseite zu öffnen: Unter dem Eingabefeld kann man die Anfrage über den Button «Tools» geografisch (Schweiz, ganze Welt) oder zeitlich einschränken. Noch genauer geht es mit «Erweiterte Suche». Dazu klickt man rechts vom Eingabefeld auf «Einstellungen», dann auf «Erweiterte Suche».
    • Man kann eine Suche auch auf eine einzelne Webseite beschränken. «Site:srf.ch Pilze sammlen» listet alle Artikel von SRF auf, die sich mit Pilze sammeln beschäftigen.
    • Mit dem Bindestrich kann man angeben, welche Begriffe im Resultat nicht vorkommen sollen. Sucht man in der Schweiz nach «Most», so findet man sowohl Seiten, die sich mit Benzin als auch mit Apfelsaft beschäftigen. Mit «Most -Benzin» meidet Google Seiten, in denen es um den Treibstoff geht.
    5 min
  • Prostatakrebs: Operation, Teil-OP oder beobachten?
    Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart: 30 Prozent aller krebskranken Männer sind davon betroffen. Experten gehen allerdings davon aus, dass bei jedem zweiten Mann über 75 Jahren Prostatakrebszellen vorhanden sind – meist ohne Beschwerden zu verursachen. Die Prostata ist eine kastaniengrosse Drüse, die beim Mann unterhalb der Harnblase liegt. Der obere Teil der Harnröhre verläuft mitten durch die Prostata. Die Drüse produziert eine Flüssigkeit, die beim Samenerguss zusammen mit den Spermien ausgestossen wird und dafür sorgt, dass die Spermien beweglich bleiben. Dies schreibt die Krebsliga Schweiz.
    Oft wird der Krebs «nur» aktiv überwacht
    Etwa die Hälfe der Männer mit diagnostiziertem Prostatakrebs wird «nur» aktiv überwacht. «Vor allem kleiner, nicht aggressiver Krebs kann über viele Jahre oder Jahrzehnte gar keinen Wachstum zeigen und auch keine Ableger machen», sagt Richard Cathomas, stellvertretender Leiter Onkologie des Kantonspitals Graubünden. In diesen Fällen wird eine Behandlung nicht als nötig erachtet. Einen Krebs einfach unbehandelt zu lassen, ist für viele Patienten jedoch nicht einfach. Deshalb gibt es weitere Optionen: die operative Entfernung der ganzen Prostata oder das Bestrahlen. Hier ist die Angst vor Inkontinenz oder Impotenz jedoch gross. «Diese Ängste muss man explizit ansprechen», sagt Cathomas. «Potenz kann heute mit vielen Möglichkeiten erhalten oder – wenn sie eingeschränkt ist – verbessert werden, so Cathomas.
    «Fokale Therapie» als neue Möglichkeit
    Um die Lücke zwischen «nichts tun» und «ganz raus» zu schliessen, das Dilemma zu umgehen, drängen immer neue Methoden auf den Markt. «Fokale Therapie» heisst das Zauberwort der Stunde in der Urologie, also die Teilentfernung der Prostata. Was sinnvoll tönt, ist jedoch umstritten: Noch sind die Methoden nicht abschliessend wissenschaftlich untersucht, und ob die Zahl der Folgetherapien gesenkt werden kann, ist auch nicht klar.
    6 min
  • Farbenpracht im Garten dank Perückenstrauch
    In kühlen Herbstnächten verfärben sich die Blätter der Pflanzen. Bald leuchtet es wieder gelb, orange, rot und violett in den Gärten und Landschaften. Einer der Sträucher, der im Herbst unglaublich farbig wird, ist der Perückenstrauch. Die Herbstfarben setzen ein, sobald die Nächte kälter werden. Ein Strauch leuchtet im Herbst besonders feurig in gelb, orange und weinrot: der einheimische Perückenstrauch. Er kommt natürlicherweise an felsigen Südhängen im Kanton Wallis, Neuenburg, Genf und Tessin vor.
    Der Perückenstrauch ist ein Sonnenanbeter
    In den Gärten sieht man oft die rotlaubige Sorte, die heimische Art hat grünes Laub. Der Perückenstrauch liebt trockene und sonnige Standorte, er eignet sich je nach Schnitt für grössere oder kleinere Gärten oder die Dachterrasse:
    * Ohne Schnitt wird er gut 3 Meter hoch und breit und eignet sich für grosse Gärten als solitärer Strauch oder an die südwestliche Seite einer Hecke.
    * Werden die unteren Zweige weg geschnitten, sodass der Stamm frei sichtbar wird, entwickelt er sich mit den Jahren zu einem kleinen Baum und eignet sich hervorragend als Hausbaum für kleine Gärten.
    * Lässt man den Perückenstrauch zwei bis drei Jahre einwachsen und schneidet dann alljährlich im Winter sämtliche Zweige auf 10 cm zurück, bildet er lange Triebe, wird buschig und nur circa 1.50m hoch: eine ideale Grösse für eine Blumenrabatte oder einen grossen Topf auf der Dachterrasse.
    4 min
  • Laufmusik: Power über die Ohren
    Musik kann motivieren und Musik kann ablenken. Wer die richtige Musik mit dem richtigen Tempo findet, kann die Intensität seines Lauftrainings erhöhen oder bremsen. Entscheidend ist die Anzahl Schläge pro Minute oder «beats per minute» bpm. Sie stehen quasi am Berg: Dieser letzte Aufstieg schaffen Sie sicher nicht mehr! Warum muss diese Laufrunde auch immer mit dem steilsten Stück enden? Und genau in diesem Moment kommt ihr Powersong, schon mit den ersten Takten spüren Sie, dass Sie es heute doch schaffen könnten...
    140, 160, 180 bpm?
    Eine gute Laufmusik zeichnet sich dadurch aus, dass die Beine den Takt des Liedes übernehmen. Pro Schlag, pro «beat», ein Schritt. Ist Ihnen «Viva la vida» von Coldplay zu gemütlich? Dann versuchen Sie es mal mit «Happy» von Pharrell Williams. Oder gar mit «This is the life» von Amy Macdonald? Dann sind Sie etwa so aktiv unterwegs wie der ehemalige Marathon-Spitzenläufer Viktor Röthlin.
    «Viva la vida» hat 138 bpm, das sind 138 Schritte pro Minute. Das Lied animiert zu einer lockeren, gemütlichen Laufrunde. Will man das Tempo erhöhen indem man seine Schrittfrequenz erhöht, kann «Happy» (160 bpm) oder «This is the life» (188 bpm) unterstützend wirken.
    Vor lauter Musik die Umgebung nicht vergessen!
    Aber passen Sie auf: Mit der Motivation, der Ablenkung und dem Metronom hört man seine eigenen Körpersignale nicht mehr so gut, man läuft vielleicht auch trotz müden Beinen. Ausserdem überhört man Autos, Menschen, Hunde oder die schönen Geräusche der Natur.
    Wie findet man nun die passende Laufmusik? Wer googelt, findet zum Beispiel jog.fm . Eine Seite, die Musik nach bpm auflistet oder ganze Playlists vorschlägt. Hier kann man auch Lieder nach der eigenen Kilometer-Zeit suchen. Und dann kommt es natürlich auf den eigenen Musikgeschmack an.
    5 min
  • Pilze sammeln für Einsteiger
    Eine warme Waldpilzsuppe oder ein edles Steinpilz-Carpaccio schmeckt umso besser, wenn man die Pilze selber gesammelt hat. Bevor man aber losmarschiert, hier ein paar wichtige Tipps, damit die Suche ein Erfolg wird und der Genussabend nicht mit Bauchweh endet. Bevor es in den Wald geht
    * Pilze haben Schonzeiten. Diese sind je nach Kanton unterschiedlich. Informieren Sie sich hier vorher, ob Sie überhaupt Pilze pflücken dürfen.
    * Gerade Sammler-Neulinge sollten ihren Fund unbedingt bei der örtlichen Pilzkontrollstelle zeigen. Diese Stellen haben in der Regel nur wenige Abende pro Woche offen. Planen Sie Ihre Sammeltour deshalb so, dass Sie die gefundenen Pilze nicht drei Tage herumliegen lassen müssen, bevor Sie sie zeigen können.
    * Zur Ausrüstung gehört ein offenes Gefäss, am besten ein Weidenkorb. Papiersäcke sind ebenfalls gut geeignet. Nicht zu gebrauchen sind Plastiksäcke. In Ihnen vermodern die Pilze zu schnell. Ebenfalls mit muss ein Taschenmesser oder ein kleines Rüstmesser. Profis haben ausserdem eine kleine Bürste dabei, damit sie den Pilz reinigen können. Messer und Bürste gibt es im Fachhandel auch kombiniert.
    Verlassen Sie sich nicht auf Pilzbuch und Apps
    * Pilzbücher und Apps können helfen, einen gefundenen Pilz einzuordnen. Sie geben aber keine 100-prozentige Sicherheit!
    * Gerade für Einsteiger ist es sehr schwierig, gewisse Pilze voneinander zu unterscheiden, und das kann gefährlich werden. So ist zum Beispiel das Stockschwämmchen wunderbar köstlich. Sein Zwilling, der Gifthäubling, sieht praktisch gleich aus, ist aber sehr giftig.
    * Das Credo eines jeden Pilzsammlers ist: Einen Pilz nur verspeisen, wenn man ihn 100-prozentig sicher kennt! Bei der kleinsten Unsicherheit muss man den Fund einem Profi zeigen!
    * Hierzu noch ein Tipp: Pflücken Sie den Pilz mit der Wurzelknolle. Denn diese ist manchmal wichtig für die Bestimmung.
    Erfahrungen sammeln und zum Profi werden
    * Pilz-Anfänger lernen beim Besuch auf der Kontrollstelle bereits sehr viel über die gefundenen Exemplare und ihre Eigenschaften.
    * Wer mehr erfahren möchte – zum Beispiel wo gewisse Pilzsorten bevorzugt wachsen und wie man sie richtig verarbeitet und kocht – der kann einem Pilzverein beitreten. Da ist man immer mit erfahrenen Sammlern unterwegs und erfährt viele wertvolle Tipps. Eine Liste mit Adressen ist unten aufgeführt.
    * Lassen Sie sich auf jeden Fall Zeit. Sammeln Sie am Anfang vielleicht etwas weniger und konzentrieren Sie sich auf zwei oder drei Pilzsorten, die Sie mit Sicherheit bestimmen können.
    7 min
  • Augen auf beim Pilze sammeln
    Nie wurden in der Schweiz so viele Pilzvergiftungen registriert wie 2017. Auch das Jahr 2018 verspricht eine gute Saison für Pilze zu werden – und damit leider auch für Vergiftungen. Wir fassen zusammen, worauf Sie achten müssen. Wer darf, wo Pilze sammeln?
    In der Schweiz darf jeder Pilze sammeln, solange er oder sie das nicht in einem Natur- und Pflanzenschutzgebiet macht und solange die kantonalen Bestimmungen beachtet werden.
    In den Kantonen bestehen verschiedene Gewichtslimiten, was das Pflücken von Pilzen angeht. Im Kanton Zürich liegt sie beispielsweise bei einem Kilo. Aber aufgepasst: vom 1.-10. eines Monats herrscht in Zürich Pilzsammelverbot. Alle weiteren kantonalen Bestimmungen finden sie hier.
    Wie bestimmt man einen Pilz?
    Um einen Pilz überhaupt bestimmen zu können, ist es wichtig, immer den ganzen Pilz inklusive seinem Stielende anzuschauen. Für die Bestimmung ist Artenkenntnis unabdingbar. Smartphone-Apps und Bücher können zwar helfen, unbekannte Arten zu bestimmen, doch die Resultate sind nicht über alle Zweifel erhaben.
    Viele Apps suggerieren ein eindeutiges Ergebnis, sind in ihrem Vorgehen aber zu ungenau, um ein solches garantieren zu können. Das Problem: Viele Pilze lassen sich nicht allein über Form und Farbe bestimmen. Viel mehr lässt sich mit einem Smartphone aber nicht erfassen.
    Vor dem Essen, Pilzkontrolle nicht vergessen!
    Pilzsammlern wird darum bereits bei kleinsten Unsicherheiten empfohlen, die nächstliegende Pilzkontrollstelle aufzusuchen. Nur wenn die Pilze einwandfrei bestimmt und kontrolliert wurden, sind die Sammler vor Vergiftungen geschützt!
    Hauseigene Tests, wie beispielsweise der sogenannte «Zwiebeltest» oder auch die Idee, dass angefressene Pilze ungiftig sein müssen, sind keine Hilfe – im Gegenteil. Pflücken Sie nie angefressene oder madige Pilze, sondern nur solche in einwandfreiem Zustand, und achten Sie darauf, dass der Pilz weder zu jung noch zu alt ist.
    Von Pilzen, die Sie nicht kennen, sollten Sie nie mehr als 2-3 Exemplare pflücken und diese anschliessend sofort zur Pilzkontrollstelle bringen.
    Mehr Tipps rund ums Pilzesammeln finden Sie bei der Schweizerischen Vereinigung amtlicher Pilzkontrollorgane.
    7 min
  • Krebs früh erkennen: Hoden abtasten
    Jährlich erkranken in der Schweiz rund 440 Männer an Hodenkrebs. Ohne Behandlung ist der Krebs meist tödlich, in den allermeisten Fällen ist Hodenkrebs heute jedoch heilbar. Die Heilungschancen sind in einem frühen Stadium am grössten. Darum soll der Mann routinemässig seine Hoden abtasten. «Die Selbstuntersuchung der Hoden ist heute noch zu wenig Thema», sagt der leitende Urologe am Kantonsspital St. Gallen, Christoph Schwab, «dabei könnte sie zur normalen Körperpflege des Mannes gehören.»
    Obwohl eher jüngere Männer von Hodenkrebs betroffen sind – laut der Krebsliga Schweiz sind 82 Prozent der Patienten zum Zeitpunkt der Diagnose noch keine 50 Jahre alt – rät der Urologe allen Männern, das Abtasten der Hoden zur Routine zu machen.
    So geht es:
    * Mindestens einmal im Monat.
    * Stehend, am besten unter der Dusche. Denn dank der Wärme ist der Hodensack nicht angespannt.
    * Die Hoden (zirka Baumnuss-grosse Kugeln) einzeln zwischen Daumen und zwei Fingern leicht drehend abtasten und die Oberfläche erfühlen.
    * Abklären lassen, wenn die Oberfläche unregelmässig und höckerig ist, bei Schmerzen, bei Grössenunterschieden links und rechts, bei Verhärtungen, bei Veränderungen über die Zeit.
    Auch die Nebenhoden, die auf dem Hoden sitzen, oder allfällige Vernarbungen sind fühlbar. Suchen Sie bei Unsicherheiten Ihren Hausarzt oder den Urologen auf.
    7 min

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Der «Ratgeber» ist Lebenshilfe für Menschen von heute. Er gibt Tipps und informiert über Themen, die einen im Alltag beschäftigen.

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