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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Ratgeber episodes

  • Selbständig zuhause wohnen dank Technik
    Wir werden immer älter, und gleichzeitig wächst das Vertrauen in die Technologie. Digitale Assistenz- und Überwachungssysteme könnten die Selbständigkeit von Senioren erhöhen und die Pflege unterstützen. Was gibt es schon, und was bringt die Zukunft? Jürgen Holm ist Medizininformatiker an der Berner Fachhochschule in Biel und führt das Living-Lab, eine Modellwohnung zu Forschungszwecken, die mit diversen technologischen Hilfsmitteln ausgestattet ist. Jürgen Holm nennt sie die «Brönnimann-Wohnung», da die imaginäre Frau Brönnimann drin wohnt.
    «Kameras in Schlaf- und Wohnzimmer oder Bewegungsmelder gibt es schon. Verständlicherweise kommen diese Systeme nicht so gut an, man fühlt sich schnell überwacht», sagt der Medizininformatiker. Obwohl die Systeme einfach und effizient sind, haben sie eher keine Zukunft.
    Sprechende Böden und intelligente Küchen
    «Notfallarmbänder sind zwar häufig im Einsatz, der Nachteil ist jedoch, dass sie nur helfen, wenn sie getragen werden. Nachts, wenn das Sturzrisiko wegen der Dunkelheit hoch ist, liegen sie häufig auf dem Nachttisch.»
    Technologien wie Sensoren im Boden, die einen Sturz oder sogar schon eine Gangunsicherheit registrieren, einen Notfall auslösen oder Angehörige informieren, sowie intelligente Assistenten, die erkennen, dass der Herd heiss ist, aber keine Pfanne draufsteht, sind bereits machbar. Leider sind viele Produkte und Technologien nicht miteinander verknüpft und daher nicht effizient einsetzbar.
    Daten sollen in der Wohnung bleiben
    Neben diversen Produkten, wie dem intelligenten Kleiderschrank, der für demente Personen gemäss Terminplan und Wetterbericht die Kleider bereitstellt, forscht Jürgen Holm mit seinen Studenten vor allem auch an der Verknüpfung verschiedener Technologien.
    «Unserer Meinung nach sollten die Daten, welche die intelligenten Wohnungen sammeln, vor Ort bleiben. Erst bei vordefinierten Notfällen sollen sie raus zu den vordefinierten Empfängern», sagt Jürgen Holm.
    7 min
  • Verjüngungskur für die Stauden
    Beetstauden werden verjüngt, damit sie vital und wüchsig bleiben. Ohne Verjüngungskur verkümmern sie ganz oder der innere, mittlere Teil des Stockes stirbt ab und sie wachsen ringförmig weiter. Diese Beetstauden benötigen eine Verjüngungskur:
    * Sommer-Margrete
    * Fetthenne
    * Mädchenauge
    * Sonnenbraut
    * Schafgarben
    * Phlox
    * Taglilien
    * Sonnenhut
    * Kugeldistel
    * Funkien
    So geht's
    Beim Verjüngen wird der ganze Staudenstock ausgegraben, in faustgrosse Stücke geteilt und neu eingepflanzt. So hat es wieder Platz, Licht und Luft zwischen den Stauden, dies sorgt für ein gesundes Wachstum. Durch das Teilen und Schneiden der Wurzeln wird zusätzlich das Wurzelwachstum der Stauden angeregt.
    Vorgehen:
    * Kraut auf Handbreite zurückschneiden
    * ausgraben mit Spaten
    * mit Spaten in faustgrosse Stücke teilen
    Unkrautwurzeln werden mithilfe eines Tricks herausgenommen: Staudenwurzeln mit einem Wasserstrahl durchspülen, jetzt liegen auch die Unkrautwurzeln frei (z.B. Winden) und können einfach herausgezogen werden.
    Die einzelnen Teile werden wieder in die Erde gesetzt. Am gleichen Standort wird die vorhandene Erde mit Kompost und frischer Erde verbessert. An einem neuen Standort reicht etwas Kompost als Starthilfe. Gut eingiessen und nicht austrocknen lassen. Im Winter mit Laub, Strohmulch oder Tannreisig als Winterschutz decken.
    5 min
  • Wer kann ihn noch, den Purzelbaum?
    Purzeln und sich wieder aufbäumen, aus diesen beiden Wörtern besteht der Begriff «Purzelbaum». In der Deutschschweiz gibt es diverse Ausdrücke: von Baimbirzel, über Fuurzegöiggu und Guggerstütz, bis Wölpeli. Gemeinsam sind sie der Inbegriff des kindlichen Herumtollens. «Kindergartenkinder können den Purzelbaum nicht mehr!» Sportlehrer sehen die Grundmotorik ihrer Schüler eingeschränkt, durch Bewegungsarmut, übertriebene Vorsicht und übervorsichtige Eltern. Ja, und wir Erwachsenen? Täte ein bisschen drehen und taumeln nicht auch unserem Gleichgewichtssinn gut? Der Beweglichkeit? Der Kraft?
    Für alle, die den Purzelbaum wieder einmal erleben möchten
    * Sorgen Sie für eine weiche Unterlage und genügend Platz.
    * Stellen Sie sich hin, Füsse hüftbreit nebeneinander. Wer ungeübt ist und sich so sicherer fühlt, beginnt in der Hocke.
    * Beugen Sie die Knie und neigen Sie den Oberkörper nach vorne. Setzen Sie die Handflächen etwa schulterbreit auf dem Boden auf und stossen Sie gleichzeitig mit den Beinen ab.
    * Ziehen Sie das Kinn zur Brust und machen Sie einen runden Rücken.
    * Nicht der Hinterkopf, sondern der Nacken und der Rücken sollen den Boden berühren. Achten Sie darauf, dass Sie nicht zu hart auf dem Rücken landen.
    * Ziel ist es, die Bewegung in der Ausgangslage zu beenden.
    * Vereinfachung: abwärts rollen, aus der Hocke starten.
    * Erschwerung: Rückwärtsrolle, Flugrolle, Rolle zu zweit.
    Warum tut der Purzelbaum Erwachsenen gut?
    Es kribbelt im Bauch, man trainiert den Orientierungs- und den Gleichgewichtssinn, der Purzelbaum bringt den Kreislauf in Schwung und weckt auf, und man erfährt, ob die Beweglichkeit und die Kraft noch für eine «kinderleichte» Turnübung ausreichen.
    Wer soll vorsichtig sein?
    Grundsätzlich tut vielseitige Bewegung gut. Wer Probleme mit dem Gleichgewichtssinn und der Wirbelsäule hat, soll vorsichtig sein.
    5 min
  • Jeder sollte einen Vorsorgeauftrag haben
    Ein schlimmer Unfall, ein Schlaganfall: Darüber denkt man nicht gerne nach. Und doch sollte man sich für solche Fälle wappnen: Mit einem Vorsorgeauftrag. Damit legen wir fest, wer für uns im Ernstfall Entscheidungen trifft. Damit der Vorsorgeauftrag greift, müssen einige Regeln eingehalten werden. Im Leben kann es Situationen geben, in denen man selbst nicht mehr urteilen und handeln kann. In solchen Momenten möchte man nicht, dass Fremde das übernehmen. Dem beugt man vor, indem man einen Vorsorgeauftrag verfasst. Einen solchen kann jeder erstellen, der handlungsfähig und über 18 Jahre alt ist. Damit beauftragt die Person für den Fall eigener Urteilsunfähigkeit jemanden mit der Erledigung aller definierten Aufgaben aus den Bereichen:
    * Personensorge: Privatangelegenheiten und Gesundheit (z.B. Öffnen der Post, Organisation der Pflege, medizinische Versorgung)
    * Vermögenssorge: Verwaltung des Einkommens und Vermögens
    * Vertretung im Rechtsverkehr: alle Rechtshandlungen, z.B. Verträge kündigen
    Ist kein Vorsorgeauftrag vorhanden, schaltet sich die Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) ein und bestimmt einen Beistand. Meist handelt es sich um eine Person, die den Betroffenen und seine Wünsche nicht kennt.
    Jeder über 18 Jahre sollte deshalb einen Vorsorgeauftrag haben. Auch Ehepaare. Von Gesetzes wegen gilt dort zwar eine gegenseitige Vertretungsvollmacht, jedoch nur für Alltagsangelegenheiten. Steht Grösseres an, zum Beispiel ein Hausverkauf, braucht der vertretende Ehepartner die Einwilligung der KESB. Mit einem Vorsorgeauftrag kann er eigenständig handeln.
    Gut überlegen und sich Zeit nehmen
    Der Vorsorgeauftrag muss von A-Z von Hand geschrieben werden. Wer das nicht kann oder will, kann das Dokument auch am Computer verfassen oder jemanden beauftragen. Allerdings muss er dieses Dokument dann bei einem Notar beurkunden lassen. Die Kosten dafür sind je nach Kanton unterschiedlich. Rechnen Sie mit mindestens 200 Franken.
    Ein Muster eines solchen Vorsorgeauftrages finden sie unten.
    Die wichtigsten Bestandteile sind:
    * Eine möglichst detaillierte Beschreibung der zu erledigenden Aufgaben.
    * Wer diese Aufgaben erledigen soll. Dafür kommen natürliche und juristische Personen in Frage.
    Wer soll mich vertreten?
    Lassen Sie sich bei dieser Überlegung Zeit. Denn die Wahl der Vertretung im Ernstfall will wohl überlegt sein. Die gewählte Person sollte ihr uneingeschränktes Vertrauen geniessen, bereit sein, als Ihr Vertreter zu agieren, und natürlich auch fähig sein, die von Ihnen gestellten Aufgaben zu erfüllen. Sprechen Sie mit den Auserwählten darüber und informieren Sie sie genau.
    Eingesetzt werden kann eine einzelne Person oder mehrere. Es können auch juristische Personen sein (z.B. die Hausbank oder ein Anwalt). Da die Aufgaben sehr vielfältig sind, könnte es sein, dass eine einzelne Person damit überfordert ist. Daher drängt sich auf, die Angelegenheiten auf mehrere Personen zu verteilen. So kann zum Beispiel der Neffe, der als Buchhalter arbeitet, die finanziellen Angelegenheiten regeln und die Freundin, die mich in- und auswendig kennt, meine Alltagsprobleme klären.
    Bei älteren Menschen empfiehlt es sich, jemanden jüngeren auszuwählen. Denn bei Gleichaltrigen besteht die Gefahr, dass diese im Fall der Fälle ebenfalls nicht im Stande sind, die Vertretung wahrzunehmen.
    Bewahren Sie den Vorsorgeauftrag leicht zugänglich auf
    Für die Aufbewahrung des Vorsorgeauftrags gibt es keine Vorschriften. Sie können ihn also auch zu Hause behalten. Wichtig ist, dass die Vorsorge-Beauftragten wissen, wo sie ihn im Notfall finden und dass sie leicht Zugriff haben. Sinnvoll ist sicher, wenn man das Dokument einem Vorsorge-Beauftragten zur Aufbewahrung übergibt. In einigen Kantonen ist es zudem möglich, den Auftrag direkt bei der KESB kostenpflichtig zu hinterlegen.
    Wichtig in diesem Zusammenhang: Lassen Sie das Hinterlegungsort auf dem Zivilstandesamt eintragen. Das kostet um die 80 bis 100 Franken, dafür wissen die Behörden dann sofort, wohin sie sich im Ernstfall wenden müssen.
    Weitere wichtige Informationen
    Gültigkeit: Die Vollmacht tritt in Kraft, sobald jemand urteilsunfähig wird. In einem solchen Fall muss sich eine Vertrauensperson an die KESB wenden. Diese prüft dann die Angelegenheit und stellt eine Urkunde aus. Der Vorsorgeauftrag erlischt, sobald die Person ihre Urteilsfähigkeit wieder erlangt hat.
    Dauer: Der Vorsorgeauftrag ist zeitlich unbeschränkt wirksam. Sobald ein neuer Auftrag erstellt wird, ersetzt dieser das bisherige Dokument. Ausserdem kann die Person ihren Vorsorgeauftrag jederzeit widerrufen, solange sie urteilsfähig ist.
    Entschädigung: Halten Sie im Vorsorgeauftrag fest, ob die Beauftragten eine Entschädigung für ihre Arbeit erhalten sollen. Und wenn ja, wie hoch. Spesen dürfen auf jeden Fall belastet werden. Für Privatpersonen empfiehlt sich ein Stundenansatz von 25 bis 40 Franken.
    7 min
  • Wandern mit digitalen Hilfsmitteln
    Wer heute in die Berge geht, der hat nicht nur einen Rucksack mit Proviant und Trinkflasche dabei, sondern meistens auch ein Smartphone. Wir zeigen, welche Apps bei der Planung einer Tour Unterstützung leisten und unterwegs helfen, den Weg zu finden. Karten auf Papier
    Die digitalen Hilfsmittel mögen noch so bequem sein, die guten alten Karten des Bundesamtes für Landestopografie (Swisstopo) haben trotzdem noch nicht ausgedient. Denn verlassen sollte man sich auf Apps & Co. keinen Fall: Wer in die Berge geht, der sollte sich mit einer Karte orientieren können.
    Die gute Nachricht: Sämtliche Karten von Swisstopo kann man gratis ausdrucken. Dazu einfach die Webseite map.geo.admin.ch öffnen. Unter «Dargestellte Karten» - «Wanderwege» mit den + und - Button in den gewünschten Ausschnitt zoomen und dann auf den Drucker schicken.
    Inspiration und Hilfe unterwegs
    Schweiz Mobil
    Auf der Webseite und in der App findet man Vorschläge für Touren und Wanderungen in der ganzen Schweiz. Die Karten stammen vom Bundesamt für Landestopografie, Webseite und App werden von einem Verein betrieben und entwickelt.
    Mit dem Schweiz Mobil Plus Abo (ab 20 Franken pro Jahr) kann man die Karten auch ohne Internetverbindung nutzen und selbst gezeichnte Touren laden.
    Schweiz Mobil (iOS)
    Schweiz Mobil (Android)
    Outdoor Active
    Hier findet man Vorschläge für Touren und Wanderungen auf der ganzen Welt. Will man eine Wanderung anpassen oder von Grund auf selber konzipieren, so leisten Webseite und App wertvolle Hilfe: Die Software findet den Weg zwischen zwei Punkten, berechnet Distanz, Zeit und erstellt auch noch ein Höhenprofil.
    In der Gratis-Version der App wird Werbung angezeigt und der Funktionsumfang ist eingeschränkt , Karten für den Offlinegebrauch etwa lassen sich nicht speichern. Das Jahresabo ist ab 30 Euro pro Jahr erhältlich.
    Outdoor Active (iOS)
    Outdoor Active (Android)
    Diverse Hilfsmittel
    Kompass
    Jedes moderne Smartphone ist mit einem Kompass ausgerüstet. Die App «Google Maps» etwa stellt dieses Hilfsmittel zur Verfügung. Zum Wandern sind die Karten des Suchmaschinen-Betreibers nicht geeignet, der Kompass kann jedoch wertvolle Dienste leisten.
    Höhenmeter
    Die meisten Smartphones verfügen auch über GPS und Barometer. Verschiedene Hersteller von Apps nutzen diese Information, um daraus die Höhe über Meer zu berechnen. 
    Es gibt Apps, die während einer Wanderung in regelmässigen Abständen Messungen durchführen und daraus ein Höhenprofil der ganzen Tour erstellen.
    Achtung: Je nach Methode und Umständen kann die Genauigkeit stark abweichen!
    Altimeter Plus (iOS)
    Altimeter Plus (Android)
    Genauer Höhenmesser (Android)
    5 min
  • Selbstoptimierung: Lassen Sie auch mal die Seele baumeln
    Sie ist in aller Munde, die Selbstoptimierung. Noch produktiver werden, immer noch mehr in den Berufsalltag und in die Freizeit packen. Toll, wenn man sein eigener Coach ist und sich selber motivieren kann. Aber nicht übertreiben. Denn die Folgen des eigenen Verhaltens muss man selber ausbaden. Dieter Kissling ist Arzt am Institut für Arbeitsmedizin in Baden. Er spricht über die Chancen und Risiken der Selbstoptimierung und rät:
    * Seien sie vernünftig und nehmen Sie es im Alltag gelassen.
    * Loben Sie sich auch mal selber.
    * Nutzen Sie Apps und To-do-Listen, aber nicht exzessiv (motivieren, aber nicht überfordern).
    * Es reicht vollkommen, einen Punkt auf der Liste abzuarbeiten. Schliesslich hat man damit ja schon etwas getan.
    * Lassen Sie auch mal die Seele baumeln. Die besten Ideen entstehen dann, wenn man sich dem Müssiggang hingibt. Und das ist am Ende auch wieder Selbstoptimierung.
    5 min
  • Gründüngung für lockeren Boden
    Eine Gründüngung ist eine lebende Pflanzendecke, die den Boden schützt. Sie bildet viele Wurzeln aus, und diese machen den Boden locker und krümelig. Ausserdem reichern sie ihn mit Nährstoffen an. Eine Gründüngung wird dichter als eine normale Saat eingesät, denn der dichte Wuchs unterdrückt das Aufkommen von Unkräutern. Möchte man einen grösseren Teil des Gemüsegartens begrünen, so werden die Gartenwege zwischen den Beeten auch gelockert und der ganze Teil mit einer Gründüngung versorgt. Jetzt im Oktober können folgende Gründüngungen eingesät werden:
    * Phacelia, auch Büschelschön genannt. Es wird nur noch 10 – 15 Zentimeter hoch und schützt den Boden durch seine Blätter und Stängel. Bei grosser Kälte friert der Bestand ab und kann im Frühling einfach weggerecht werden.
    * Inkarnatklee ist einjährig überwinternd und geht als Jungpflanze durch den Winter. Im Mai und Juni blüht er wunderbar rot und ist eine reiche Honig- und Wildbienenweide.
    * Weissklee ist mehrjährig, seine Wurzeln können Stickstoff binden. Sie binden umso mehr Nährstoffe, wenn er zweimal pro Jahr mit dem Rasenmäher gemäht wird.
    6 min
  • Jonglieren ist gut für das Gehirn
    Die Kombination von Motorik und Denkarbeit hilft, im Kopf fit zu bleiben. Das Gehirn wird auf komplexe Art und Weise herausgefordert und erhält neue Reize. Beim Jonglieren müssen die linke und die rechte Hirnhälfte zusammenarbeiten, es werden verschiedene Sinne angesprochen, zudem fördert es die Konzentrationsfähigkeit und entspannt.
    Können auch Sie jonglieren lernen?
    * Sie brauchen drei Bälle in der Grösse und dem Gewicht von Mandarinen.
    * Übung mit einem Ball: Heben Sie die Hände auf Ellbogenhöhe, werfen Sie nun den Ball von links nach rechts und wieder zurück. Der Ball soll dabei bis etwa auf Stirnhöhe fliegen. Die Flugbahn sollte möglichst regelmässig und in einer Ebene sein.
    * Übung mit zwei Bällen: Halten Sie je einen Ball in jeder Hand. Werfen Sie nun zuerst den einen, gefolgt vom anderen. Die Flugbahn ist dieselbe wie bei der Übung mit einem Ball. Gewöhnen Sie sich einen regelmässigen Rhythmus an, zum Beispiel: links – rechts, Pause, rechts – links, Pause.
    * Übung mit drei Bällen: Halten Sie in der stärkeren Hand zwei Bälle, in der anderen eine. Nun werfen Sie zuerst den vorderen Ball in der stärkeren Hand, gefolgt vom Ball in der schwächeren und dem zweiten Ball in der stärkeren. Machen Sie eine Pause nach drei Würfen, dann nach vier. Langsame Steigerung.
    * Fliegen die Bälle nach vorne weg, sollten Sie die Bälle etwas länger in der Hand behalten.
    * Klappt eine Übung noch nicht so gut, dann gehen Sie zurück zur vorhergehenden.
    In Internet finden Sie diverse Videos und Anleitungen, wie Sie jonglieren lernen können.
    6 min
  • Vorsicht vor Messeschnäppchen
    An Messen kann das Portemonnaie schon einmal locker sitzen: Man lässt sich zu Spontankäufen verleiten, die man kurze Zeit später bereut. Bei Messeverträgen gibt es kein Rücktrittsrecht, deshalb lohnt es sich, trotz vermeintlichem Schnäppchen cool zu bleiben. Viele wissen: Bei sogenannten Haustürgeschäften – also wenn ein Verkäufer jemanden unverhofft besucht oder anspricht – kann man innert 14 Tagen vom Vertrag zurücktreten. Vielen ist aber nicht bewusst, dass diese Regelung nicht für Messegeschäfte gilt. Das Gesetz besagt, dass Messebesucher wissen, was sie erwartet. Nämlich, dass sie von Verkäufern angesprochen werden. Wer sich da überrumpeln lässt, ist selber schuld.
    Gekauft ist gekauft
    Somit gibt es für Messekäufe kein Rücktrittsrecht vom Vertrag. Ausser der Verkäufer gesteht das dem Kunden im Vertrag zu. Allerdings macht er das meist nicht gratis. Oft sind solche Vertragsrücktritte mit hohen Stornogebühren verbunden. Rechtlich gesehen spricht man auch von Reuegeld.
    Einen kühlen Kopf bewahren
    Deshalb ist es wichtig, dass der Konsument sich selber schützt und sich genügend Zeit nimmt.
    * Unterschreiben Sie nie sofort. Nehmen Sie sich eine Auszeit und lassen Sie sich alles noch einmal durch den Kopf gehen. Fragen Sie den Verkäufer, ob Sie eine Nacht darüber schlafen können und die definitive Bestellung später tätigen können. Oder gehen Sie zumindest etwas trinken und prüfen Sie das Angebot in Ruhe
    * Prüfen Sie, ob es sich wirklich um ein Schnäppchen handelt. Mit dem Smartphone lässt sich schnell ein Internet-Preisvergleich machen. Eine geeignete Seite dafür ist www.toppreise.ch .
    * Lassen Sie sich unbedingt alle detaillierten Unterlagen geben – inklusive Allgemeine Geschäftsbedingungen – und prüfen Sie diese ganz genau.
    Suchen Sie nach versteckten Kosten in den AGB
    * Ist der angegebene Preis inklusive Mehrwertsteuer?
    * Ist der offerierte Betrag inklusive Montagekosten, Transportkosten, Entsorgungskosten etc.
    * Gewährt der Verkäufer Garantie? Gibt es Einschränkungen?
    Wenn es zum Vertrag kommt
    * Wenn Ihnen etwas nicht klar ist oder in den Dokumenten etwas fehlt, fragen Sie nach. Bestehen Sie darauf, dass der Verkäufer vereinbarte Änderungen gleich von Hand im Vertrag notiert.
    * Stellen Sie sicher, dass alle wichtigen Informationen aufgeführt sind.
    * Bestehen Sie darauf, dass der definitive Endpreis im Vertrag klar ersichtlich ist.
    * Nehmen Sie auf jeden Fall eine Kopie des Kaufvertrages mit, damit Sie etwas in der Hand haben.
    6 min
  • Verwalten Sie Ihre Logins mit einem Passwort-Manager
    Ein Login für alle Webseiten ist bequem, birgt aber grosse Risiken. Die Alternative: ein Passwort-Manager. Es ist sehr bequem: Auf vielen Webseiten können wir uns mit einem Facebook- oder Google-Konto anmelden. Wir müssen also kein separates Konto für Webseiten wie Tripdavisor, AirBnb oder Ebooking erstellen, sondern müssen nur Facebook oder Google das OK geben, dass wir uns mit denselben Login-Daten auch bei diesen Dritt-Webseiten anmelden dürfen. Das ist praktisch und bequem.
    Problem: Single-Sign-On
    Doch damit erschaffen wir eine einzelne, grosse Schwachstelle: Wenn Informationen zu unserem Facebook-Login in falsche Hänge geraten, kommen Angreifer damit auch bei all diesen autorisierten Dritt-Webseiten an unsere Daten. Genau das ist letzte Woche geschehen: Unbekannte haben Daten von 50 Millionen Facebook-Nutzerinnen und -Nutzer gestohlen (Statement von Facebook ). Teil des Diebstahls waren nicht die Login-Daten selber, also Benutzername und Passwort, sondern sogenannte «Access Tokens». Diese geben eben das Okay, dass ein Nutzer oder eine Nutzerin sich bei einer Dritt-Webseite via Facebook anmelden kann. Die Angreifer können so mit diesen «Access Tokens» auf diese autorisierten Webseiten zugreifen, ohne dass sie die Facebook-Logindaten kennen.
    Abhilfe: Passwort-Manager
    Der Vorfall veranschaulicht, dass Single-Sign-On zwar bequem ist, aber grosse Risiken birgt. Abhilfe schafft nur Unbequemlichkeit: Pro Web-Seite immer ein eigenes Login erstellen und auf Single-Sign-On verzichten. Das führt zu einer Fülle von Login-Daten, die sich am besten mit einem Passwort-Manager verwalten lassen.
    Diese Passwort-Manager sind empfehlenswert:
    * Mac/iOS: bringt bereits den Apple-Schlüsselbundverwaltung mit
    * KeePass (kostenlos, aktuelle Version ist 2.40)
    * Password Safe (kostenlos)
    * LastPass (Basisversion kostenlos)
    * Bitwarden (Basisversion kostenlos)
    * Dashlane (Basisversion kostenlos)
    Von Single-Sign-On zu Multiple-Sign-On
    * Unter «Facebook Einstellungen => Apps und Webseiten => Reiter «Aktiv»» prüfen Sie, bei welchen Dritt-Webseiten Sie «Single-Sign-On» für Ihr Facebook-Login aktiviert haben und können es deaktivieren.
    * Verwenden Sie keine (passwortgeschützte) Word- oder Excel-Datei zur Passwortverwaltung.
    * Passwort-Manager helfen auch, gute Passwörter zu erstellen.
    * Passwort-Manager laufen primär lokal auf Ihrem Computer, gibt es aber auch in der «Cloud». So können Sie Ihre Passwörter zwar von überall her abrufen, doch es stellt ein zusätzliches Risiko dar.
    * Das Passwort zum Passwort-Manager sollte wie andere sensitive Inhalte behandelt werden: Passwort gut leserlich auf ein Blatt schreiben und wie die Juwelen der Urgrossmutter oder die Steuererklärung aufbewahren. Denn gerät dieses eine Passwort in falsche Hände, sind alle ihre restlichen Login-Daten ebenfalls kompromittiert.
    * Machen Sie regelmässig ein Backup Ihres Passwort-Managers auf ein separates Medium (CD, USB-Stick, externe Festplatte). Oft bieten Passwort-Manager diese Backup-Option innerhalb des Programms an.
    5 min

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