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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Ratgeber episodes

  • Männer, Frauen, Freundschaft: Was sie unterscheidet und verbindet
    Freundschaften entstehen meist unter Gleichgesinnten – und Gleichgeschlechtlichen. Doch insbesondere gemischte Freundschaften erweitern den Horizont.
    Freundschaften entstehen vor allem zwischen Menschen, die sich ähnlich sind. Das heisst auch, dass der Grossteil vor allem mit Menschen des gleichen Geschlechts befreundet ist. Wie unterscheiden sich Frauen und Männer-Freundschaften?
    In der Tendenz sind Männer zwar inklusiver, weil kumpelhafter, Frauen dafür aber emotional zugänglicher. «Männer profitieren eher von Freundschaften mit Frauen, weil sie sich da emotional mehr öffnen», sagt Psychologin Jana Nikitin von der Universität Wien.
    Wie sehr man sich öffnet, trägt auch dazu bei, ob eine Freundschaft überhaupt entsteht – denn die Balance von Geben und Nehmen muss gegeben sein.
    Das Schöne an Freundschaft: Sie erweitert den eigenen Horizont. Dank unserer Freundinnen und Freunden ändern wir auch die Meinung zu Themen, die uns wichtig sind. Das hat eine umfassende Studie zu Freundschaften in der Schweiz vom Gottlieb Duttweiler Institut ergeben: «Menschen glauben viel mehr ihren Freunden und lassen sich von ihnen überzeugen als von Autoritäten», sagt Soziologe Jakub Samochowiec. Damit hat Freundschaft auch eine gesellschaftliche Bedeutung.
    Auch hier sind gemischte Freundschaften besonders bereichernd, weil sich der Erfahrungsschatz von Frauen und Männern unterscheidet.
    7 min
  • Vom Smartphone zum Chatbot: Wie Medien Freundschaft beeinflussen
    Online-Freundschaften können echte Begegnungen ergänzen, ersetzen sie aber nicht. Wie sich KI-Chatbots auf Freundschaften auswirken, muss noch erforscht werden, ein Risiko dabei: die Vermenschlichung der Maschine.
    Über digitale Kanäle Freundschaften zu pflegen oder neue zu knüpfen, kann eine gute Ergänzung sein zum realen Kontakt. Zur sozialen Verbindung tragen soziale Medien aber nach wissenschaftlicher Erkenntnis nicht sonderlich bei: «Es gibt immer noch einen Unterschied von der Begegnung mit echten Personen und der Begegnung online,» sagt Psychologin Jana Nikitin von der Universität Wien.
    Wie sich KI-Chatbots auf Freundschaften auswirken, muss erst noch erforscht werden, was aus der Partnerschaftsforschung über die Aktivität im Gehirn allerdings bereits bekannt ist und sich auf andere Beziehungen übertragen lässt: «Wir können nicht wirklich unterscheiden zwischen Gefühlen zu einem Chatbot und einer echten Person», sagt Psychologin Jana Nikitin von der Universität Wien.
    6 min
  • Freundschaften sind eine gute Medizin gegen Einsamkeit
    Chronische Einsamkeit ist eine Gefahr für die Gesundheit, umso wichtiger ist es, den sozialen Kontakt zu pflegen. Auch Haustiere oder die Natur können helfen, wie die Forschung zeigt.
    Verschiedene Studien zeigen: Mehr als jede dritte Person ist häufig einsam – vor allem junge Menschen und Seniorinnen und Senioren. Das liegt auch daran, dass Freundschaften an Bedeutung verlieren und häufig die Zeit fehlt, soziale Kontakte zu pflegen.
    Das Risiko zu vereinsamen ist nicht zu unterschätzen, denn chronische Einsamkeit erhöht das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Schlaganfälle um 30 Prozent.
    «Ein Mangel an Freundschaft ist mit einem grösseren Todesrisiko verbunden als beispielsweise Alkoholkonsum, Übergewicht oder Rauchen», fasst Neurowissenschaftler Dirk Scheele die Studienlage zusammen.
    Das heisst umgekehrt: Es ist gesund, den sozialen Kontakt zu suchen. Wie viele Kontakte einem gut tun, das ist sehr individuell und hängt von der eigenen Persönlichkeit ab – viele Menschen um sich zu scharen, ist also nicht per se gesünder, als wenige Kontakte zu pflegen.
    Eine Studie der Universität Wien hat zudem gezeigt, dass auch andere Formen von Partnerschaft gegen Einsamkeit helfen: Haustiere oder die Natur können neben sozialen Kontakten guttun.
    Für Menschen, die sich einsam fühlen. gibt es verschiedene Hilfsangebote: z.B. den Telefondienst "Dargebotene Hand" (erreichbar unter der 143, bzw. auf Englisch unter 0800 143 000) oder Erzählcafés, die regelmässig schweizweit stattfinden und Menschen zusammenbringen.
    6 min
  • Welche Freundschaften uns prägen
    Die Wellenlänge muss stimmen: Wir freunden uns mit den Menschen an, die uns ähnlich sind. Besonders ist die Zeit der Pubertät für Freundschaften, weil sich dann das Gehirn umbaut.
    Ganz wichtig für eine Freundschaft: zusammen lachen können. In der Freundschafts-Studie des Gottlieb Duttweiler Institut aus dem Jahr 2023 geben 79 Prozent der Befragten an, dass sie den gleichen oder einen ähnlichen Humor haben wie ihre beste Freundin, der beste Freund.
    Und tatsächlich muss, damit eine Freundschaft entsteht Vieles ähnlich sein - Gemeinsamkeiten verbinden.
    Insbesondere die Zeit als Teenager prägt uns, weil dann das Gehirn umgebaut wird und positive soziale Interaktionen als belohnender denn je wahrgenommen werden.
    In der Schweiz bleiben dann auch viele Freundschaften lang bestehen. Die Schweizer Verbindlichkeit macht es für Zugewanderte aber eher schwierig, Anschluss zu finden. «Schweizer Freundschaften basieren sehr auf einer Vertrautheit, da ist man zurückhaltend, noch mehr Menschen in den Kreis zuzulassen», sagt Soziologe Jakub Samochowiec vom Gottlieb Duttweiler Institut.
    6 min
  • Warum Freundschaften gut für die Gesundheit sind
    Freundschaften sind nicht nur die positivsten Beziehungen im Leben, sondern tragen viel zur psychischen und körperlichen Gesundheit bei.
    Zusammen lachen oder weinen – zum Sport gehen oder faul auf dem Sofa liegen: All das kann Freundschaften ausmachen.
    Was Freundschaften besonders macht: «Sie sind unsere positivsten Beziehungen, das sagt schon sehr viel aus», sagt Psychologin Jana Nikitin von der Universität Wien.
    Die Verbundenheit zu Freundinnen und Freunden ist nicht nur für die Psyche, gut, sondern fördert auch die Gesundheit. Denn positive Beziehungserfahrungen helfen dabei, langfristig das Stresshormon Cortisol in Balance zu halten.
    Je länger uns Freundinnen und Freunde durchs Leben begleiten, desto mehr werden sie auch Teil der Identität – mit dem Alter werden Freundschaften sogar noch positiver.
    5 min
  • Der Baustoff für Gehirnzellen: Omega-3-Fettsäuren
    Omega‑3-Fettsäuren stärken die Gehirnzellen und hemmen Entzündungen. Darum ist eine ausgewogene Ernährung wichtig: mit fettreichem Fisch oder Algenöl als vegane Omega-3-Quelle.
    Unser Gehirn ist ein echtes Meisterwerk – vergleichbar mit einem Hochleistungsmotor. Damit dieser Motor optimal läuft, braucht es vor allem eins: Fett. Rund 60 % unseres Gehirns bestehen daraus. Besonders wichtig sind Omega3-Fettsäuren, die als Baustoff für Gehirnzellen dienen, Entzündungen hemmen und die kognitive Leistungsfähigkeit unterstützen.
    Omega-3-Fettsäuren kommen vor allem in fettreichem Fisch vor. Wer keinen Fisch isst oder sich vegetarisch/vegan ernährt, kann den gleichen Effekt mit Algenöl erzielen, gewonnen aus den Mikroalgen Schizochytrium.
    Generell sind Omega3-Supplements jedoch nur bei nachgewiesenem Mangel notwendig: „Für Frauen in der Menopause kann ein Bluttest auf jeden Fall sinnvoll sein, da hormonelle Veränderungen in dieser Lebensphase den Stoffwechsel beeinflussen“, erklärt Valerie Treyer, Demenzforscherin am Institut für regenerative Medizin der Universität Zürich.
    Zusätzlich gilt: Eine ausgewogene Ernährung mit viel frischem Gemüse, Obst und Vollkornprodukten ist für die Gesundheit wichtig, um die Hirnleistung langfristig zu erhalten.
    6 min
  • Von Austernpilz bis Champignon: Pilze sind gut fürs Gehirn
    Studien zeigen: Pilze können das Gehirn schützen und das Demenzrisiko senken. Der beste Tipp für eine gute Gesundheit bis ins hohe Alter bleibt aber ein aktiver Lebensstil.
    Wer regelmässig Pilze isst, kann laut Studien sein Demenzrisiko senken. Pilze enthalten wertvolle Wirkstoffe wie Ergothionein und Spermidin, die antioxidativ wirken, Entzündungen hemmen und die Gehirnzellen schützen. Besonders Austernpilze, Shiitake, Champignons und Steinpilze liefern diese Nährstoffe.
    Pilze sind ein gesunder Bestandteil einer abwechslungsreichen Ernährung – doch der wirkungsvollste Schutz fürs Gehirn entsteht durch den gesamten Lebensstil: "Aufstehen und bewegen, soziale Kontakte pflegen und Bücher lesen“, rät Valerie Treyer, Demenzforscherin am Institut für regenerative Medizin der Universität Zürich.
    5 min
  • Hoffnung der Forschung: Ketogene Ernährung gegen Depressionen
    Eine Studie in Basel untersucht, ob die ketogene Ernährung schwere Depressionen lindern kann – indem sie die Energieversorgung des Gehirns grundlegend verändert.
    Weil die Ernährung einen direkten Einfluss auf das Gehirn hat, läuft in Basel eine Studie dazu, wie man eine bestimmte Ernährungsweise als Therapieansatz bei psychischen Erkrankungen nutzen kann: die ketogene Ernährung.
    Ein Ernährungsmodell, das schon seit den 1920er Jahren bei Epilepsie zum Einsatz kam und auch bei Multipler Sklerose positive Effekte zeigt. Der Forscher Timur Liwinski forscht an den Universitären Psychiatrischen Kliniken in Basel daran, wie diese Ernährung auch bei schweren Depressionen helfen kann.
    Die Idee dabei ist, die Kohlenhydrate auf dem Teller massiv zu reduzieren und mit fetthaltigen Speisen zu ersetzen und damit die Energiezufuhr des Gehirns umzupolen. Von Zucker auf die in der Leber gebildeten Ketonkörper:
    «Ich bin überzeugt, dass Ketonkörper viel wirksamer sind als die Psychopharmaka, die wir momentan zur Verfügung haben», sagt Timur Liwinski von den UPK Basel.
    Wer sich für die ketogene Ernährungsweise interessiert, sollte unbedingt ärztlichen Rat einholen und sich von einer Ernährungsberatung begleiten lassen.
    7 min
  • Darm-Hirn-Achse: Zu viel Fertigessen kann auch dem Gehirn schaden
    Eine ungesunde Ernährung mit zu viel Fertiggerichten kann die Darmbarriere schwächen – und sich auch negativ aufs Gehirn auswirken, denn beide Organe sind eng verbunden.
    Darm und Hirn stehen im direkten Austausch miteinander – über den Vagusnerv, der vom Kopf bis in den Bauchraum führt und über Botenstoffe. Denn im Darm sind noch mehr Nervenzellen als im Rückenmark, sie kommunizieren mit dem Gehirn und umgekehrt.
    Deswegen ist es nicht nur für den Darm, sondern auch fürs Gehirn gesund, sich ausgewogen mit viel Gemüse und Früchten zu ernähren. Umgekehrt zeigt die Forschung, dass zu viel Fertiggerichte schaden können:
    Wer sich ungesund ernährt, neigt eher zu chronischen Entzündungen im Darm, das liegt an den Konservierungsstoffen und synthetischen Emulgatoren.
    «Die lösen zum Beispiel die Schleimhaut-Schutzschicht im Darm auf, oder dünnen sie aus, und dann können Stoffe aufgenommen werden, die nicht in den Körper aufgenommen werden sollen und sich auch auf die Gehirnfunktion negativ auswirken», sagt Gerhard Rogler, Leiter der Gastroenterologie am Unispital Zürich.
    7 min
  • Brainfood: Welche Ernährung für das Gehirn gesund ist
    Das Gehirn braucht viel Energie – und liebt ausgewogene Kost mit Vitaminen, Mineralstoffen und gesunden Fetten, ideal ist die mediterrane Ernährung, mit viel Gemüse, Nüssen, Olivenöl und Fisch.
    Unser Gehirn ist ein Vielfrass – es verbraucht etwa 20 Prozent der ganzen Energie, die der Körper braucht. Als gute Kost fürs Gehirn gelten im Volksmund Baumnüsse. Sie sind tatsächlich eine gute Energiequelle, doch ganz allgemein braucht das Gehirn vor allem eins, um gesund zu bleiben: eine ausgewogene Ernährung – mit unter anderem Vitamin B, Folsäure, Zink, Jod, Magnesium, Omega-3-Fettsäuren und Cholin. Cholin ist ein wichtiger Baustoff für Neurotransmitter, die Botenstoffe im Gehirn. All das findet man zum Beispiel in der mediterranen Ernährung.
    Auf die Ernährung zu achten, das ist nicht nur bei Kindern für die Entwicklung wichtig, sondern ebenso für Erwachsene, denn: «Das Gehirn ist keine Maschine, es ist ein äussert dynamisches Organ, dass sich permanent verändert und neu organisiert», sagt Arzt und Forscher Timur Liwinski von den UPK Basel.
    6 min

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Der «Ratgeber» ist Lebenshilfe für Menschen von heute. Er gibt Tipps und informiert über Themen, die einen im Alltag beschäftigen.

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