Ratgeber

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Ratgeber episodes

  • Die zweite Säule der Resilienz: Engagement
    Beim Engagement geht es darum, dass man etwas gerne macht, so richtig in den Flow kommt und nicht nur sich, sondern auch seinem Umfeld eine Freude macht.
    Man kennt das, man ist so sehr im Flow, dass man Raum und Zeit vergisst. Das kann beim Spielen eines Instrumentes sein, beim Kochen oder beim Schreiben. Auch wer im Garten arbeitet kommt oft in den Flow.
    Beim Engagement, als ein Puzzlestück für die Resilienz zählt aber auch, dass das Engagement auch Dritte erfreut. Die Psychologin und Psychotherapeutin Sandra Figlioli-Hofstetter weiss von einem engagierten Projekt aus ihrer Nachbarschaft: «Wir haben einen Nachbarn in der Strasse der gerne gärtnert. Am Anfang pflegte er ein Hochbeet im Quartier, mittlerweile ist daraus ein nachbarschaftliches Urban Gardening Projekt geworden.» Ein Projekt, das den Initianten und die Nachbarschaft freut.
    6 min
  • Die erste Säule der Resilienz: Positive Emotionen
    Mehr positiv denken - genau das ist mit dem PERMA-Modell nicht gemeint. PERMA hat der amerikanische Psychologieprofessor Martin Seligmann eingeführt. Vielmehr heisst das, mehr darauf zu achten, etwas mal mit einer anderen Brille zu betrachten.
    Ein neues «Framing», also etwas in einen neuen Rahmen zu setzen, kann ein negatives Ereignis auch in ein Positives umdeuten.
    Die Psychologin und Psychotherapeutin Sandra Figlioli-Hofstetter hat es am eigenen Leib erfahren: Als ihr und Ihrer Familie die Wohnung gekündigt wurde, war sie erst mal wütend. Nun hat sie ein neues zu Hause gefunden. Eines das ihr, und ihrer Familie entspricht. Nein, es ist sogar ein Traum in Erfüllung gegangen. Eine Familienwohnung in einem tollen sozialen Umfeld mit Garten und viel Natur.
    6 min
  • Zarte Blätterernte sorgt für Überraschungen
    Der Zuckermais mag nach der Sommerhitze trist aussehen - mit vom Hagel zerschlissenen Blättern und kleinem Wuchs. Doch der winzige Kolben bietet Blätter und Haar für die kreative Küche!
    Nach der Ernte kann man Nüssler, Blattsenf oder Winterkopfsalat einsäen.
    Blumenkohl und Brokkoli, die von der jetzt häufig auftretenden Kohldrehherzgallmücke befallen wurden, bilden nur noch Blätter aus. Was tun?
    Befallene Blumenkohl und Brokkolipflanzen abräumen, den Strunk mit den Larven der Kohldrehherzgallmücke der Grünabfuhr mitgeben.
    Die Blätter hingegen sind eine Inspiration für ein würziges Kartoffelcurry.
    Danach Spinat, Schnittmangold oder Randen für eine Blätterernte einsäen.
    6 min
  • Radieslischoten und Spargelsalat
    In der Hitze sind Radieschen, Rettiche und Kopfsalate aufgestängelt. Doch sie können immer noch beerntet werden:
    Radieschenblüten sind würzig im Salat und die jungen Schoten sind ein überraschender Apéro-Snack.
    Beim aufgestängeltem Salanova- und Bataviasalat sind die Blätter entlang des Stieles immer noch zart. Bei einigen Kopfsalatsorten werden sie leicht bitter: hervorragend mit Roquefort überbacken! Und der Stängel selbst wird gut geschält und wie Spargel zubereitet.
    5 min
  • Sommerlicher Kräuterschnitt
    Schnikttlauch, Dill und Peterli machen nach erster Ernte und Blüte gelegentlich einen armseligen Eindruck. Aber sie lassen sich leicht revitalisieren!
    Schnittlauch liegt abgeknickt am Boden, die Schlotenspitzen dürr – hier hilft nur ein radikaler Rückschnitt auf 5 cm! Dann Erde lockern und mit Flüssigdünger giessen, mit Rasenschnitt oder Hanfeinstreu mulchen. Schon bald können zarte, neue Schloten geerntet werden.
    Dill hat geblüht und Samen angesetzt? Super! Dillsamen sind würzige Beigaben zu eingelegten Gurken. Und sie werden am besten gleich wieder ausgesät, denn sie keimen rasch und liefern im September frisches Dillgrün.
    Der Peterli hat weisse Punkte oder braune Flecken? Alles wegschneiden bis zu den jüngsten Blättern, düngen und mulchen und schon bald gibt's eine schöne neue Ernte.
    5 min
  • Nachwachsende Ernte
    Fenchel und Lauch sind aufgestängelt und bilden Blüten – kein Grund alles auszureissen: Mit etwas Geduld und einem Schnitt am richtigen Ort wächst eine zarte Ernte heran.
    Ernten Sie zunächst die Blüten:
    Fenchelblüten über Ziegenfrischkäse streuen.
    Lauchblüten für würzigen Kartoffelsalat verwenden.
    Danach die Pflanzen nur knapp über dem Wurzelhals abschneiden. Nach ein paar Wochen kann das nachgewachsene Fenchel- und Lauchgemüse geerntet werden.
    Fenchelblätter zu Rüeblisalat, als Ersatz für Dill verwenden.
    Lauchblätter zum Aromatisieren eines Gemüsefonds verwenden.
    5 min
  • Diese Sorten tragen zweimal
    Himbeeren, Heidelbeeren, Feigen und Rhabarber bieten eine doppelte Ernte. Ideal für den Topfgarten!
    Bei den Himbeeren wählt man Herbsthimbeeren und kürzt die Hälfte der Ruten im Winter ein, die andere Hälfte schneidet man bodeneben weg. Im kommenden Jahr tragen die letztjährigen Ruten im Sommer Himbeeren und die im Frühling aufkommenden Jungruten tragen im Herbst.
    · Heidelbeersorte z.B. «Hortblue Petite» trägt im Juli und nochmals ab Mitte August.
    · Der Rhabarber «Livingstone» kann vom Frühling bis in den Herbst hinein geerntet werden, seine Stiele bleiben aromatisch und zart.
    · Die Feigensorten mit zweimaliger Ernte heissen Twotimer (z.B. «Brown Turkey»).
    7 min
  • Reiseversicherung: Was wirklich wichtig ist
    Verlorener Koffer oder Ambulanzjet aus Südostasien – nicht alle Reiserisiken sind gleich. Experte Harry Büsser erklärt, worauf man beim Versichern von Reisen und Freizeit wirklich achten muss – und warum die Kreditkarte trügerisch ist.
    Das Wichtigste zur Reise- und Freizeitversicherung:
    Vom Schlimmsten her denken:
    Nicht der verlorene Koffer, sondern der medizinische Notfall ist das eigentliche Risiko. Ein Spitalaufenthalt in den USA, ein Rücktransport in die Schweiz oder ein schwerer Unfall im Ausland können schnell zehntausende Franken kosten.
    Diese Risiken muss man nicht versichern:
    · Verlorenes Gepäck oder Täschchen
    · Flugverspätungen
    · Kaputte Sonnenbrille oder verlorenes Ladegerät
    Das ist ärgerlich, aber finanziell verkraftbar.
    Annullationskosten: nur bei teuren Reisen:
    Eine Annullationskostenversicherung lohnt sich erst, wenn der Reisepreis im Verhältnis zum eigenen Einkommen wirklich ins Gewicht fällt – etwa bei einer Kreuzfahrt. Für einen Flug braucht es das normalerweise nicht.
    Mietwagen: ruhig Blut am Schalter:
    · Haftpflichtdeckung mindestens 1 Million Franken – in den USA lieber mehr
    · CDW und LDW decken oft nicht alles: Häufig bleibt ein Selbstbehalt von 2000 Franken. Wer das selbst zahlen kann, muss es nicht extra versichern.
    · Wer keine Zeit für Diskussionen bei der Rückgabe hat: Zusatzversicherung aus Bequemlichkeit durchaus sinnvoll.
    Faustregel auf Reisen:
    · Vermeiden: Teure Uhr zuhause lassen, keine Wertsachen im Mietwagen
    · Vermindern: Mietwagen filmen vor Abfahrt, Passkopie separat aufbewahren, vorhandene Deckungen prüfen
    · Selbst tragen: Verspäteter Koffer, verlorenes Ladegerät
    · Versichern: Medizinische Notfälle, Rücktransport, Haftpflicht
    Kreditkarte ist kein Rundumsorglospaket!
    Die mit einer Kreditkarte verbundenen Versicherungen sind eher ein Sicherheitsnetz mit dicken Löchern. Schutz gilt oft nur bei vollständiger Bezahlung mit dieser Karte. Dazu kommen Deckungsobergrenzen und viele Ausschlüsse – unbedingt Bedingungen durchlesen.
    Merksatz:
    Versichern, was wirklich wehtut – nicht was bloss nervt.
    7 min
  • Auto und Töff versichern: Was braucht es wirklich?
    Haftpflicht ist Pflicht – aber was ist mit Kasko, Bonusschutz oder Insassenversicherung? Versicherungsexperte Harry Büsser von Comparis erklärt, welche Zusatzversicherungen fürs Auto sinnvoll sind und welche man getrost weglassen kann.
    Das Wichtigste zur Fahrzeugversicherung:
    Voll- oder Teilkasko?
    Die alte Faustregel «ab fünf Jahren kein Vollkasko mehr» gilt noch – aber nicht zu eng. Reparaturkosten sind massiv gestiegen: Ein moderner Aussenspiegel mit Sensoren und Kamera kostet heute ein Vielfaches von früher. Entscheidend bleibt: Kann ich diesen Schaden selbst zahlen, ohne finanziell in Not zu kommen?
    Bonusschutz: nur auf tiefen Stufen sinnvoll:
    Wer lange unfallfrei fährt, erreicht einen tiefen Prämiensatz. Diesen zu schützen lohnt sich – aber erst, wenn man bereits einen sehr guten Rabatt erreicht hat und ihn nicht riskieren möchte.
    Marderschutz und Parkschaden: Kommt auf die persönliche Situation an.
    Wo wohne ich – gibt es dort Marder? Wo parkiere ich? Wie teuer ist mein Auto im Verhältnis zu meinem Einkommen? Die Grundfrage bleibt dieselbe: selbst tragen oder versichern?
    Insassenversicherung: meist überflüssig:
    Wer in der Schweiz wohnt und arbeitet, ist bereits über Arbeitgeber und/oder Krankenkasse abgesichert. Die Insassenversicherung bringt kaum Mehrwert – ausser man transportiert regelmässig Personen aus dem Ausland ohne Versicherungsschutz.
    Grobfahrlässigkeit: eigentlich vermeidbar:
    Nüchtern fahren, ausgeschlafen sein, defensiv und angepasst unterwegs sein – wer das konsequent macht, braucht keinen Grobfahrlässigkeitsschutz. Ehrliche Selbsteinschätzung ist hier gefragt.
    Merksatz:
    Nicht jeder Zusatzbaustein passt zu jedem Fahrer – die eigene Situation entscheidet.
    5 min
  • Hausratversicherung: Was wirklich wichtig ist
    Drehen Sie Ihre Wohnung auf den Kopf: Alles, was herausfällt, ist Hausrat. Comparis-Versicherungsexperte Harry Büsser erklärt, warum viele ihren Hausrat massiv unterschätzen und wo die grösste Gefahr lauert: die Unterversicherung.
    Das Wichtigste zur Hausratversicherung:
    Der Selbsttest:
    Könnten Sie Ihren gesamten Hausrat morgen neu kaufen, wenn er durch Brand oder Wasserschaden zerstört würde? Kleider, Schuhe, Möbel, Computer, Geschirr, Sportgeräte – die Beträge überraschen viele. Wer Nein sagt, braucht eine Hausratversicherung.
    Faustregel anwenden:
    · Vermeiden: Kerze nicht neben Vorhänge stellen, Velo am Bahnhof abschliessen
    · Vermindern: Rauchmelder montieren, Waschmaschine nicht unbeaufsichtigt laufen lassen
    · Selbst tragen: Kleinere Schäden je nach Einkommen selbst zahlen
    · Versichern: Was einen finanziell wirklich treffen würde
    Spezialversicherungen für Velo und Ski:
    Vieles ist bereits über die Hausratversicherung gedeckt – auch Diebstahl ausserhalb der Wohnung, meist bis 2000 – 5000 Franken. Nur bei sehr teuren Geräten lohnt sich ein Zusatz.
    Garantieverlängerungen: fast nie sinnvoll:
    Ob Mixer, Fernseher oder Laptop – in den meisten Fällen ist ein Defekt kein finanzieller Notfall.
    Ausnahme: wer im Schadensfall rasch auf Hilfe angewiesen ist und niemanden im Bekanntenkreis hat, der helfen kann.
    Achtung Unterversicherung: Das ist das häufigste Problem.
    Wer seinen z.B. Hausrat auf 30'000 Franken schätzt, besitzt in Wirklichkeit oft das Dreifache. Folge: Bei einem Schaden von 10'000 Franken zahlt die Versicherung nur 3000 Franken. Es lohnt sich, die Wohnung einmal realistisch durchzugehen und dies alle paar Jahre erneut zu tun.
    Merksatz:
    Die richtige Deckungssumme ist wichtiger als jede Handy- oder Garantieversicherung zusammen.
    6 min

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Der «Ratgeber» ist Lebenshilfe für Menschen von heute. Er gibt Tipps und informiert über Themen, die einen im Alltag beschäftigen.

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