Ratgeber

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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Ratgeber episodes

  • Heimische Blumenzwiebeln – Highlight im Frühling jetzt pflanzen
    Wenn im Frühling ein ganzer Blütenteppich auf einmal blüht, ist das ein überwältigender optischen Eindruck. Ein dicht bepflanztes Beet, beispielsweise mit Tulpen, wirkt deutlich leuchtender und intensiver als einzeln verstreute Blüten.
    Pflanzen Sie die Blumenzwiebeln ruhig in grossen Mengen! Das gemeinsame Blühen entspricht dem natürlichen Lebensrhythmus der Pflanzen, da so die Befruchtung optimal gewährleistet ist.
    Zudem bringt es einen grossen ökologischen Vorteil mit sich: Bienen und Hummeln sparen bei der Nahrungssuche in einem dichten Blütenteppich wertvolle Energie. Sie können so die oft noch kurzen sonnigen Frühlingstage viel effizienter nutzen.
    20 min
  • Blumenzwiebeln – langlebig und unkompliziert
    Blumenzwiebeln sind anspruchslos und einfach im Umgang: Einmal gepflanzt, überleben sie oft mehrere Jahrzehnte und überraschen jeden Frühling von neuem.
    Vor 20 Jahren wurde eine grosse Studie mit Blumenzwiebeln durchgeführt. Dabei wurden die Zwiebeln an verschiedenen Standorten in Europa ausgepflanzt und über Jahre hinweg beobachtet.
    Das Resultat zeigte, dass verschiedenste Narzissensorten am längsten - effektiv jahrzehntelang - überleben.
    Bei den Tulpen sind es verschiedene Wildtulpen und ein paar alte Tulpensorten.
    Unter den kleinen Blumenzwiebeln wiederum gibt es den Sibirischen Blaustern und den Elfen-Krokus, die sich sogar zu stark ausbreiten.
    Tipps für unkomplizierte und langlebige Blumenzwiebeln:
    Nährstoffreiche Böden in sonniger Lage:
    → Darwin-Hybrid-Tulpen in den Farben Gelb zu Rot, in Rosenbeete
    Nährstoffreiche Böden an sonniger bis halbschattiger Lage:
    → Trompeten-Narzissen (z.B. «Golden Harvest») auch zu Gräser-Rabatten
    → Zierlauch «Purple Sensation»
    Kleinere Blumenbeete an sonniger bis halbschattiger Lage:
    → Jonquillen-Narzisse «Sailboat» und «Pipit»
    → Cyclamineus-Narzisse «Jetfire» und «Jack Snipe»
    Magere Erde an sonniger Lage:
    → Wildtulpe (Tulipa tarda)
    → Wildtulpe (Tulipa turkestanica)
    8 min
  • Vitaminpräparate: Fast immer sinnlos - mit zwei Ausnahmen
    Sobald wir eine Erkältung haben oder wenn die Tage kürzer werden, wollen wir uns etwas Gutes tun. Am besten mit einem Vitaminpräparat - womöglich einem Multivitaminpräparat. Vergessen Sie es! Mit einer ausgewogenen Ernährung, am besten mediterran, bekommen wir genug Vitamine.
    Peter Ballmer ist Spezialarzt für Innere Medizin und emeritierter Professor an der Uni Zürich. Sein Spezialgebiet ist die Ernährung. Entsprechend kennt er sich auch mit den Supplementen aus.
    Die einzigen Vitaminpräparate, die Sinn machen sind Vitamin B12 für Menschen, die sich vegan ernähren und Vitamin B9, besser bekannt als Folsäure, für Frauen in der Schwangerschaft.
    6 min
  • «Vitamin-C-Mangel» - eine Erfindung der Schweizer Pharmaindustrie
    Der Hals kratzt und schon wollen wir uns etwas Gutes tun, am besten mit einer Vitamin-C-Tablette. Dieses Bedürfnis hat die Pharmaindustrie in uns geweckt. Dabei war das synthetische Vitamin C in den 1930er-Jahren ohne Verwendungszweck erfunden worden. Diesen schuf erst die Marketingabteilung.
    Damals hiess sie noch Propagandaabteilung, als in den 1930er-Jahren Vitamin C gratis an Ärzte abgegeben wurde. Diese verteilten es munter an ihre Patientinnen und Patienten. Der Hype um Vitamin C gegen Erkältungen und zur Stärkung des Immunsystems war geboren. Und er hält bis heute an.
    Beat Bächi ist Medizinhistoriker und hat die Karriere des Vitamin C erforscht. «Das Interessante am Vitamin C ist, dass man einen Stoff hatte, aber nicht wusste, wofür er gut war.» Also wurde experimentiert, zum Beispiel mit Strumpfhosen, die mit Vitamin C angereichert waren oder Vitamin C Zigaretten. Erst die Abgabe via Ärzteschaft brachte den Durchbruch.
    Es erstaunt den Wissenschaftler nicht, dass das Vitamin C in den 1930er-Jahren aus Supplement auf fruchtbaren Boden fiel. Nach einem ersten Weltkrieg und der Weltwirtschaftskrise entdeckten die Menschen die Selbstoptimierung. Gesunde tun etwas für Ihre Gesundheit - das gilt bis heute.
    6 min
  • Vitamine A, E und K
    Die Vitamine A, E und K fallen fast ein bisschen ab, neben dem Vitamin C und dem Vitamin B12, das seit vegan gegessen wird, immer wieder Thema ist.
    Grundsätzlich sind alle Vitamine wichtig, sagt Stéphanie Bieler von der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung. Vitamin A ist gut für unsere Augen. Das heisst nicht, dass wir jetzt ohne Ende Rüebli essen müssten.
    Durch ausgewogene Ernährung bekommen wir alle Vitamine, die wir brauchen. Und Vitamin A kommt sowieso nicht in tierischen Produkten vor. Im Rüebli ist Beta-Carotin, eine Vorstufe des Vitamin A. Mit Hilfe von Fett wandelt der Körper Beta-Carotin in Vitamin A um.
    Vitamin E schützt unser Blut und unsere Zellwände. Auch davon bekommen wir mit Öl, Kernen, Samen und Nüssen hinreichend.
    Vitamin K schliesslich ist gut für die Blutgerinnung und unsere Knochen. Auch da: Kein Mangel in Sicht in unseren Breitengraden, wenn man sich ausgewogen ernährt.
    6 min
  • Vitamin B und C
    Vitamin C ist wohl das bekannteste Vitamin. Immer mehr hört man auch von Vitamin B, besonders von Vitamin B12. Für Veganerinnen und Vegetarier ist wichtig, dass sie dieses dem Körper speziell zuführen, da sie kein bzw. ungenügend Vitamin B12 aus ihrer Ernährung erhalten.
    Vitamin B12 nimmt man nur über tierische Produkte zu sich. «Ein Mangel an Vitamin B12 ist tückisch», sagt Stéphanie Bieler, Fachexpertin bei der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung (SGE). Die Speicher an B12 seien lange voll, einen Mangel stelle man oft sehr viel später fest.
    Auch wichtig ist das Vitamin B9, besser bekannt unter dem Namen Folsäure. Besonders Schwangeren wird empfohlen, schon vor der Schwangerschaft Folsäure zu sich zu nehmen. Genügend Folsäure wirkt präventiv gegen Missbildungen bei der Entwicklung des Kindes.
    5 min
  • Lithium als Nahrungsergänzungsmittel: Vorsicht!
    Lithium kennt man von Batterien. Mittlerweile wird es auch als Nahrungsergänzungsmittel gepriesen. Doch da ist Vorsicht geboten.
    Lithium gibt es in zwei Darreichungsformen: als Lithium-Carbonat und als Lithium-Orotoat. Das Orotat erlebt gerade in den sozialen Medien einen Hype als Nahrungsergänzungsmittel. In der Schweiz und in der EU ist es allerdings dafür nicht zugelassen. Und der Nutzen ist auch umstritten. Deshalb besser: Hände weg.
    Lithium-Carbonat dagegen wird als verschreibungspflichtiges Medikament bei nicht therapierbaren Depressionen und bipolaren Störungen medizinisch streng überwacht eingesetzt.
    6 min
  • Wenn das Haustier nicht mehr frisst: Ursachen und Möglichkeiten
    Plötzlich streikt der Hund, die Katze dreht die Nase weg – oder sie lässt sich beim Nachbarn verpflegen. Expertin Annette Liesegang erklärt, was dahintersteckt und wie eine Umgewöhnung gelingt.
    Erste Frage: Ist das Tier gesund?
    Wenn ein Tier plötzlich nicht mehr frisst, ist Krankheit der häufigste Grund. Erst wenn der ausgeschlossen ist, lohnt es sich, nach anderen Ursachen zu suchen.
    Weitere mögliche Gründe
    Tiere können Aversionen entwickeln – ein schlechtes Erlebnis im Zusammenhang mit einem bestimmten Futter reicht manchmal aus. Ältere Tiere riechen und schmecken oft schlechter und fressen deshalb weniger.
    Umgewöhnung: Langsam ist das Stichwort
    Niemals von heute auf morgen wechseln. Das neue Futter schrittweise unter das alte mischen, die Menge langsam verschieben. Ein Tröpfchen Rahm oder eine leichte Bouillon können helfen, das neue Futter schmackhafter zu machen – Salzgehalt dabei im Auge behalten.
    Die «harte Tour» funktioniert nur beim Hund – manchmal
    Katzen sollte man nie einfach hungern lassen. Sie brauchen mehrere kleine Mahlzeiten täglich. Beim Hund kann Geduld helfen – aber nur, wenn er wirklich gesund ist.
    Fremdgefütterte Katzen: Ein heikles Thema
    Wird die Katze heimlich beim Nachbarn verköstigt, hilft eigentlich nur eines: das Gespräch suchen. Futtertricks helfen wenig – eine Katze entscheidet letztlich selbst, wo es ihr besser gefällt.
    6 min
  • Insekten, vegan, getreidefrei: Was taugt modernes Tierfutter?
    Haustierfutter aus Insekten, vegane Ernährung, getreidefrei – es mag im Trend sein, doch was ist sinnvoll? Tierernährungs-Expertin Annette Liesegang ordnet die alternativen Futterkonzepte für Hund und Katze ein.
    Getreide: Kein Teufelszeug
    Die Angst vor Getreide im Tierfutter kommt aus der menschlichen Ernährungsdebatte. Für Hunde sind Kohlenhydrate grundsätzlich kein Problem. Bei der Katze ist weniger Getreide sinnvoller – sie will eigentlich Fleisch. Trotzdem: Trockenfutter braucht Getreidemehl, um seine Form zu behalten. Ein fester, gut geformter Kot zeigt, ob das Tier gut damit zurechtkommt.
    Vegan und vegetarisch: Bei der Katze nicht möglich
    Beim Hund lässt sich eine vegetarische Ernährung mit Eiern oder Milchprodukten ausgewogen gestalten. Bei der Katze funktioniert das nicht – sie braucht zwingend tierische Produkte. Die Gesamtration muss immer «einen ganzen Kuchen ergeben»: Alle lebenswichtigen Nährstoffe müssen enthalten sein.
    Insektenfutter: Vielversprechend, aber nicht ganz einfach
    Insektenprotein ist besonders für Allergiker interessant, kann aber selbst allergisch wirken. Ökologisch ist das Bild differenzierter als oft dargestellt: Insekten benötigen selbst hochwertiges Futter. Das eigentliche Potenzial liegt darin, Insekten auf organischen Reststoffen grosszuziehen – das wäre nachhaltig, günstig und ressourcenschonend.
    7 min
  • Essensreste und Rohfleisch für Haustiere: ja, nein, vielleicht?
    Hier ein Häppchen vom Familienesstisch, dort ein Schnäfel von den Küchenresten: Hunde und Katzen essen gerne Resten von unserem Essen? Ist das gesund? Und was ist mit rohem Fleisch und Schlachtabfällen aus der Metzgerei? Expertin Annette Liesegang erklärt, was drin liegt – und wo es gefährlich wird.
    Essensreste: Jein
    Kartoffeln oder Teigwaren ohne starke Würzung sind kein Problem. Sehr salzige oder gepökelte Speisen sollten - wenn überhaupt - vorher abgespült werden. Pfeffer und kräftige Gewürze sind weniger geeignet.
    Wichtigste Regel: Auch Reste sind Energie und müssen von der täglichen Gesamtration abgezogen werden.
    Rohfleisch: Hygiene entscheidend
    Frische Fleischabfälle oder Schlachtnebenprodukte aus der Metzgerei sind grundsätzlich eine Option. Aber: Fleisch einfrieren, wieder auftauen und erneut einfrieren – das ist tabu. Falsch behandeltes Rohfleisch kann zu schweren Erkrankungen führen. Studien belegen das.
    Irrtum: «Tiere fressen instinktiv nur das Richtige»
    Beim Hund stimmt das schlicht nicht. Unsere Haustiere sind keine Wölfe mehr. Die Katze ist zwar wählerischer – aber auch sie ist nicht gegen verdorbenes Futter gefeit.
    Die wichtigste Faustregel
    Was gut riecht, frisch ist und hygienisch behandelt wurde, kann gegeben werden. Der gesunde Menschenverstand gilt auch beim Tierfutter.
    6 min

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Der «Ratgeber» ist Lebenshilfe für Menschen von heute. Er gibt Tipps und informiert über Themen, die einen im Alltag beschäftigen.

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