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By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Ratgeber episodes

  • Vorsicht Rutschgefahr: Wer haftet bei glitschigem Laub?
    Das bunte Laub an den Bäumen ist eine Augenweide. Nass kann es aber auch gefährlich werden. Ein Unfall kann den Grundbesitzer teuer zu stehen kommen. Allerdings muss sich jeder auch den herbstlichen Verhältnissen anpassen.
    Eigentlich scheint der Fall klar: Bei Grundstücken ist der Besitzer für den Unterhalt verantwortlich, bei öffentlichen Strassen und Plätzen die Gemeinde. Wer jetzt aber denkt, dass die Haftung bei einem Unfall auf Laub ebenso einfach zugewiesen werden kann, der täuscht sich. Jeder trägt auch eine gewisse Eigenverantwortung.
    Den Verhältnissen anpassen
    Kommt man also zum Beispiel auf einer laubübersäten Nebenstrasse mit dem Auto ins Rutschen, kann man die Gemeinde kaum zur Verantwortung ziehen. Denn: Sie hat zwar den Auftrag, die Strassen sauber zu halten, jedoch gilt der Grundsatz der Verhältnismässigkeit. Bei viel Falllaub muss sie sich sinnvollerweise erst um wichtige Strassen kümmern, und so kann es sein, dass auf Nebenstrassen die Blätter liegen bleiben.
    High Heels sind keine gute Idee
    Der verunfallte Autofahrer hätte höchstens eine Chance, wenn er beweisen könnte, dass das Laub schon mehrere Tage dort lag. In erster Linie ist er aber selber in der Pflicht: Denn laut Strassenverkehrsgesetz muss sich der Fahrer jederzeit den Verhältnissen anpassen. Heisst konkret, bei Laub auf der Strasse langsam und vorsichtig fahren. Auch Fussgänger müssen übrigens mitdenken. Wer bei nassem Herbstwetter mit High Heels oder glatten Sohlen unterwegs ist, muss damit rechnen, dass er auf dem Laub ausrutschen kann.
    Auf Privatgrund haftet der Besitzer
    Bei Trottoir-Abschnitten oder Zufahrtsstrassen, die zu einem Privatgrundstück gehören, muss der Besitzer dafür sorgen, dass diese laubfrei sind. Einzige Ausnahme: Wird ein Einfamilienhaus vermietet, ist der Mieter für den Unterhalt verantwortlich. So oder so empfiehlt es sich, eine Haftpflichtversicherung abzuschliessen. Denn passiert ein Unfall auf dem eigenen Grundstück, kann das teuer werden. Der Besitzer muss dann für die Unfallkosten und allenfalls auch für den Erwerbsausfall des Verunfallten aufkommen.
    Das Laub des Nachbarn 
    Das sorgt immer wieder für Diskussionen unter Nachbarn: Die Bäume auf dem benachbarten Grundstück sind zwar schön anzuschauen, sie werfen aber im Herbst all ihr Laub auf meinen Grund und Boden. «Wer die Sauerei macht, muss sie auch wegräumen», mögen viele denken. Doch das stimmt nicht. Laub gehört zum Herbst. Und solange es keinen Schaden anrichtet, zum Beispiel Abflüsse verstopft oder eine Gefahr für viele Passanten ist, handelt es sich nicht um eine übermässige Immission (Belastung). Den laub-geplagten Grundstückbesitzern bleibt nichts anderes übrig, als das fremde Laub selbst wegzuräumen.
    Dieser Beitrag ist eine Wiederholung.
    5 min
  • Atemwegserkrankungen- Lungenparasiten bei Hunden
    Atemwegserkrankungen sind häufig diagnostizierte Erkrankungen in der Tiermedizin. Bei Hunden insbesonders ein potentiell gefährlicher Lungenarterienwurm.
    Haustiere können wie wir auch Probleme mit den Atemwegen haben. Die bekannteste Atemwegserkrankungen bei Hunden sind wohl der Zwingerhusten und ein Lungenarterienwurm- bei Katzen der Katzenschnupfen.
    Gefährlicher Lungenwurm
    In der Schweiz stecken sich immer wieder Hunde mit dem gefährlichen Lungenwurm (Angiostrongylus vasorum) an. Überträger sind Schnecken, welche im Gras oder an Grashalmen kleben. Wenn Hunde Schnecken oder Gras fressen, können sie sich mit dem Lungenwurm anstecken.
    Gezüchtetes Atemproblem
    Bei kurznasigen Hunde-Rassen wie dem Mops oder einzelnen Bulldoggen verursachen anatomische und damit verknüpft funktionelle Probleme der oberen Atemwege Atemnot und eine gestörte Thermoregulation. Einige dieser Probleme lassen sich nur chirurgisch in Kombination mit einer Medikamentengabe behandeln.
    6 min
  • Ohrenputzen - am besten gar nicht
    Unsere Ohren sind eigentlich von der Natur auf Selbstreinigung getrimmt. Denn Ohrenschmalz hat durchaus seinen Sinn. Er hält den Gehörgang geschmeidig und schützt vor Insekten. Wenn schon Ohren putzen, dann sicher nicht mit Wattestäbchen.
    Das Wattestäbchen ist der natürliche Feind des Hals-, Nasen-, Ohrenarztes. «Stimmt», sagt der HNO-Arzt Tobias Engert vom Kantonsspital Aarau. «Mit dem Ohrenstäbchen schiebt man den Ohrenschmalz regelmässig nur rein ins Ohr.» Mit fatalen Folgen: Das Ohr ist verstopft oder im schlimmsten Fall verletzt man den Gehörgang oder sogar das Trommelfell.
    Auch von Ohrenkerzen oder neuartigen, im Internet tüchtig beworbenen Schraubreinigern rät der Ohrenarzt ab. Die Verletzungsgefahr bei den Reinigern und besonders die Brandgefahr bei den Ohrenkerzen ist für ihn klar zu hoch.
    6 min
  • Schinkenwurzeln ernten
    Anfang des 17. Jahrhunderts wurde die Gewöhnliche Zweijährige Nachtkerze (Oenothera biennis) aus Nordamerika nach Europa gebracht. Schon bald eroberte sie Kloster- und Bauerngärten, denn ihre Wurzeln sind nahrhaft und schmecken aromatisch nach Pastinake, Schwarzwurzeln und Sellerie.
    Nur die Wurzel der jungen Nachtkerze ist schmackhaft. Kennzeichnend ist ihre zart rosarote und weisse Färbung. Ältere Wurzeln sind braun und schmecken holzig und bitter. Junge Nachtkerzen haben eine Blattrosette mit lanzettlichen Blättern. Ältere Pflanzen haben geblüht und besitzen einen aufstrebenden Samenstand. Schinkenwurzeln werden roh fein geraffelt im Salat verwendet, kurz gedämpft für ein Gemüsecurry oder ganz einfach im Olivenöl gebraten.
    6 min
  • Mit Stehpult, Treppe und Co. zu einer besseren Gesundheit?
    Den lieben langen Tag sitzen: Das hat weitreichende Folgen für unsere Gesundheit. Deshalb hier einige Tricks und Tipps, wie man im Arbeitsalltag zu mehr Bewegung kommt.
    Laut dem Bundesamt für Sport bewegt sich jede vierte Person in der Schweiz zu wenig. Zu müde für Sport, fehlende Lust oder Zeitmangel werden oft als Gründe genannt. Der Personal Health Coach Matthias Zedi sagt: «Viele meinen, dass sie jeden Tag gleich eine Stunde joggen gehen müssen – sonst bringts nichts.» Das sei nicht nur schwer umzusetzen, sondern auch ein Irrglaube.
    Jede Minute zählt
    «Es ist wissenschaftlich gut belegt, dass jede Minute, in der wir uns körperlich anstrengen, zählt», sagt Zedi, der Bewegungs-, Sport- und Gesundheitswissenschaften studiert hat und nun beim Start-up der Universität Basel namens «SalutaCoach» arbeitet. Bereits ein paar Treppenstufen mehr oder eine Einkaufstasche nach Hause tragen – diese kurzen, aber intensiven Trainingseinheiten haben es in sich und verlangen der Muskulatur einiges ab.
    Besonders wichtig sei, nicht stundenlang in der gleichen Position sitzend zu verharren, so Zedi. Er empfiehlt, während der Arbeit kurz aufzustehen, die Schultern zu kreisen oder in Pausen einige Schritte bis an die frische Luft zu gehen. Damit können Rückenschmerzen und Verspannungen vorgebeugt werden. Denn anatomisch gesehen sind wir nicht fürs lange Sitzen gemacht.
    Stundenlanges Sitzen vermeiden
    Lohnt es sich also, auf den Gesundheitstrend des Stehpults aufzuspringen? «Beim Sitzen nimmt die Spannung der Muskeln ab und wir verbrauchen weniger Energie – im Vergleich dazu schneidet Stehen klar besser ab», so Zedi.
    7 min
  • Was kann ein KI-Chatbot – und was nicht?
    Egal ob man sich für Technologie-Trends interessiert oder nicht, an einem Namen kam man in diesem Jahr kaum vorbei: ChatGPT. Doch wer den KI-Chatbot nur vom Hörensagen kennt fragt sich vielleicht, für was man ihn eigentlich brauchen kann. Und noch wichtiger: Für was man ihn nicht brauchen sollte.
    Hinter KI-Chatbots wie ChatGPT stehen sogenannte grosse Sprachmodelle – KI-Systeme, die mit riesigen Mengen von Text trainiert wurden und so gelernt haben, wie menschliche Sprache aufgebaut ist, welches Wort am ehesten auf das vorangegangene folgt.
    Überzeugend, aber nicht unbedingt richtig
    Die Systeme bestimmen also nach statistischer Wahrscheinlichkeit, wie eine Frage beantwortet wird, wie ein Antwortsatz weitergeht. Denn das System hat aber keine Ahnung, was es da eigentlich schreibt. Es wurde nur darauf trainiert, möglichst überzeugend zu antworten und nicht möglichst richtig.
    Man sollte sich deshalb nie darauf verlassen, was ChatGPT oder ein anderer KI-Chatbot auf Wissensfragen für Antworten gibt. Die KI – die nicht «intelligent» ist, wie wir Menschen das sind – kann Jahreszahlen durcheinanderbringen, Namen verwechseln oder bestimmte «Fakten» auch einfach erfinden.
    Gut für Brainstorming
    Nützlich sind KI-Chatbots wie ChatGPT, wenn es um Fragen geht, bei denen es auf eine richtige Antwort nicht unbedingt ankommt oder bei denen es gar kein richtig und falsch gibt.
    So kann man die Systeme etwa zum Brainstormen nutzen, wenn man auf neue Ideen kommen will. Oder um sich Vorschläge machen zu lassen – etwa was man auf seiner Urlaubsreise in Rom alles sehen sollte oder was das beste Geburtstagsgeschenk für die 80-jährige Grossmutter sein könnte.
    Fragen also, bei denen es nicht zu sehr stört, falls einmal ein falscher Vorschlag dabei ist. Und Fragen, bei denen man davon ausgehen kann, dass die populärsten Antworten geliefert werden – schliesslich wurden die Systeme darauf trainiert, immer das statistisch wahrscheinlichste Auszugeben.
    Hilfe bei Schreibblockade
    Apropos Geburtstagsgeschenk: Wer eine Party plant oder eine Einladung verschicken muss, kann sich die von einem KI-Chatbot schreiben lassen. Dem System müssen nur die wichtigsten Eckdaten einer Veranstaltung eingegeben werden, damit es innert Sekunden einen ausformulierten Vorschlag macht.
    Chatbots wie ChatGPT können auch Anregungen für eigene Texte geben. Wem beim Schreiben einmal die Inspiration fehlt, kann der KI den letzten Abschnitt eines Textes zeigen und vorschlagen lassen, wie der Text weitergehen soll.
    Aber aufgepasst: Wenn es darauf ankommt, dass das Geschriebene auch richtig ist, müssen alle Behauptungen der KI auf jeden Fall noch einmal gründlich überprüft werden.
    5 min
  • Können Tiere das Wetter vorhersagen?
    Tiere haben empfindliche Rezeptoren. Tiere reagieren anders auf Wetterumschwünge als Menschen. Aber ist es möglich, dass wir an ihrem Verhalten ablesen, wie sich das Wetter entwickeln wird? 
    Wildtierbiologin Karin Schneeberger ist Redakteurin beim Magazin Tierwelt. Sie hat sich mit dem Thema beschäftigt. Wissenschaftliche Studien zu tierischen Wetterpropheten gäbe es kaum. Vieles seien Beobachtungen von Expertinnen, die über die Jahrhunderte ins Allgemeinwissen übergegangen seien. Einiges sei bewiesen.
    Ameisen als Wetterpropheten
    Bei Ameisen sei es bewiesen. «Ameisen bringen bei einem drohenden Wolkenbruch ihre Puppen nach oben. Bei Regen im Bau würden die sonst ertrinken.» Die roten Waldameisen würden sogar die Entlüftungslöcher ihres Hügels mit Harz verschliessen, damit kein Wasser eindringen kann. Das sieht man von Auge aber kaum.
    Spinnen als Wetterboten für schönes Wetter
    Bei den Spinnen sei die Wissenschaft überzeugt, wüssten wie das Wetter wird in den nächsten fünf Tagen. «Netzspinnen spinnen ihr filigranes Netz nur, wenn schönes Wetter zu erwarten ist», so Schneeberger.
    Schwalben können das Wetter nicht anzeigen
    Die Bauernregel «Siehst du die Schwalben niedrig fliegen, wirst du Regenwetter kriegen» stimmt nicht. Biologe Peter Biedermann hat sie an der Universität Bern widerlegt, als er Wetterdaten und Vogelbeobachtungen verglich. Schwalben können das Wetter nicht vorhersagen. «Sie fliegen entsprechend dem Luftdruck, nach dem sich auch die Insekten richten. Bei Hochdruck fliegen sie hoch und bei Tiefdruck tief. Aber der Luftdruck selber macht noch kein Wetter.»
    Hat der Wetterfrosch den Titel verdient?
    Der Laubfrosch im Glas tauge nicht als Wetterfrosch, weiss Karin Schneeberger. Aber der Grasfrosch, der habe Potenzial. Bei schönem Wetter sitze dieser oft regungslos in der Nähe des Teichs. Er hat eine empfindliche Haut. Nur bei steigender Luftfeuchtigkeit sehe man ihn herumhüpfen. Ein Zeichen für nahenden Regen.
    5 min
  • Eifersucht ist nicht Liebe
    Eifersucht ist ein Dämon und kann Beziehungen vernichten. Während sie früher in der Evolution Sinn gemacht hat, ist sie heute nur noch zerstörerisch.
    «Eifersucht hat nichts mit Liebe zu tun», sagt die Psychologin und Psychotherapeutin Sandra Figlioli-Hofstetter. «Und Eifersucht hat häufig viel mehr mit der Person zu tun, die eifersüchtig ist.»
    Geht es um die «normale» Eifersucht, sollte man sich mal mit dem Partner oder der Partnerin unterhalten. Wer immer wieder eifersüchtig reagiert, sollte dem auf den Grund gehen.
    Und wer unter paranoider Eifersucht leidet, kommt dagegen nicht mehr allein an. «Da macht professionelle Hilfe Sinn. Häufig sind da auch Erlebnisse und Prägungen aus der Kindheit dafür verantwortlich.»
    6 min
  • Wärmeliebende Kräuter einwintern
    Zitronenverbene, Echter Lorbeer und Rosmarin überstehen den Winter im Garten nicht, wenn sie ungeschützt langem Frost oder der trockenen Bise ausgesetzt sind. Mit drei Schichten bringt man sie gut über den Winter.
    Die grösste Gefahr stellt die Frosttrocknis dar, ein Zustand des Wassermangels. Wintergrüne Gehölze wie Rosmarin und Echter Lorbeer müssen im Winter ihre Blätter mit Wasser versorgen. Ist der Boden gefroren, können ihre Wurzeln kein Wasser aufnehmen - die Pflanze vertrocknet.
    * Bodenwärme zurückhalten: Laub oder Hobelspäne auf die Pflanze schütten.
    * Schüttung fixieren und einige Tannenzweige oder Hagebuchenzweige darüber legen.
    * Bei anhaltender Bise: Die Pflanzen mit Gartenvlies einpacken.
    Bei frostfreiem Wetter Pflanzen giessen. Im Frühling Laub / Sägespäne entfernen und die Pflanzen mit Kräuterdünger und Algenkalk düngen.
    6 min
  • Feldenkrais in der Gruppe tut gut
    Auf einer Matte oder einem Teppich am Boden wird der Körper nach mündlicher Anweisung des Therapeuten oder der Therapeutin selbst mobilisiert. Das ist Feldenkrais in der Gruppe. Feldenkrais kann man in einer Einzeltherapie machen und wird von der Therapeutin mobilisiert.
    Das Ganze geht ganz langsam und ganz bewusst. Dabei werden Bewegungen gemacht, die man noch nie gemacht hat, oder längst schon vergessen hat, sagt die diplomierte Physiotherapeutin und Feldenkraisinstruktorin Dorothea Bertschi.
    Feldenkrais ist für Jung und Alt. Sportlich muss man nicht sein. Trotzdem schätzen gerade Sportlerinnen und Sportler Feldenkrais, weil sie noch mehr aus ihren Bewegungen herausholen können.
    5 min

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Der «Ratgeber» ist Lebenshilfe für Menschen von heute. Er gibt Tipps und informiert über Themen, die einen im Alltag beschäftigen.

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