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Acht Stunden schlafen, möglichst immer zur gleichen Zeit ins Bett gehen und morgens zur gleichen Zeit aufstehen. Diese Empfehlungen begegnen uns überall, wenn es um gesunden Schlaf geht. Aber was ist, wenn wir mit diesen starren Regeln unseren tatsächlichen Schlafbedarf ignorieren und uns damit am Ende sogar mehr schaden als nutzen?
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Unser Schlaf wird nicht nur durch den zirkadianen Rhythmus reguliert. Auch die homöostatische Regulation spielt eine entscheidende Rolle. Denn wir sind nicht jeden Tag gleich, unsere Anforderungen verändern sich und damit auch unser Schlafbedarf. Trotzdem versuchen wir häufig, unseren Schlaf in feste Zeitfenster zu pressen, anstatt wahrzunehmen, wann wir tatsächlich müde und wann wir ausgeschlafen sind.
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In dieser Podcastfolge hinterfrage ich die klassischen Schlafempfehlungen und schaue mir insbesondere an, was wissenschaftlich hinter der Forderung nach regelmäßigen Schlafenszeiten steckt. Am Beispiel der Migräne zeige ich dir, warum ein nachgewiesener Zusammenhang zwischen Schlaf und Gesundheit noch lange nicht bedeutet, dass starre Schlafregeln automatisch sinnvoll sind.
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Außerdem sprechen wir über Orthosomnie und darüber, wie Schlaftracker, Schlafoptimierung und die permanente Beschäftigung mit vermeintlich perfektem Schlaf selbst zum Stressfaktor werden können. Denn vielleicht brauchen wir gar nicht noch mehr Regeln für unseren Schlaf, sondern wieder mehr Aufmerksamkeit für unsere individuellen Bedürfnisse.
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Diese Folge enthält einen Ausschnitt aus meinem Migräneprogramm EMERGENT. Auch wenn du keine Migräne hast, sind die Zusammenhänge zwischen Schlafbedarf, zirkadianer Regulation und starren Gesundheitsempfehlungen für dich relevant.
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Links und Ressourcen zur Episode:
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Substack: https://drnadinewebering.substack.com/
Website: https://www.drnadinewebering.com
Instagram: https://www.instagram.com/dr.nadine.webering/
The Space, meine kostenlose Community: https://www.drnadinewebering.com/free-space/
Meld dich gern bei mir per Email an [email protected], wenn du Fragen oder Anregungen hast.
Wir wissen heute unglaublich viel darüber, welche Nährstoffe in unseren Lebensmitteln stecken und was sie in unserem Körper bewirken. Aber ich frage mich zunehmend, ob wir darüber verlernt haben, Lebensmittel einfach als Lebensmittel zu betrachten. Wenn wir unsere Ernährung immer stärker danach ausrichten, welche gesundheitlichen Effekte einzelne Lebensmittel haben, was passiert dann eigentlich mit der Freude am Essen?
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Ausgelöst wurde dieser Gedanke durch meine Recherche für einen Substack-Essay und eine ganz alltägliche Situation mit einem Matcha Latte, den ich selbst als mein „Guilty Pleasure“ bezeichnet habe. Das hat mich nachdenklich gemacht. Denn obwohl ich mich intensiv mit Ernährung beschäftige und meine Mahlzeiten durchaus nach gesundheitlichen Gesichtspunkten zusammenstelle, möchte ich vor allem eines nicht verlieren: die Freude am Essen.
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In dieser Folge teile ich meine Gedanken darüber, wie die zunehmende Funktionalisierung unserer Ernährung unser Verhältnis zum Essen verändern könnte. Und ich lade dich ein, einmal genauer hinzuschauen, welche Rolle Genuss bei deinen eigenen Mahlzeiten eigentlich noch spielt.
Mein Substack-Essay: https://drnadinewebering.substack.com/p/wann-haben-wir-angefangen-lebensmittel
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Wir machen ein Ernährungsprogramm, um unsere Ernährung zu verbessern, ein Schlafprogramm, um besser zu schlafen, oder ein Nervensystemprogramm, um weniger gestresst zu sein. Wir arbeiten über mehrere Wochen auf ein bestimmtes Ergebnis hin und hoffen, dass sich dadurch etwas verändert. Aber warum behandeln wir unsere Gesundheit überhaupt wie eine Abfolge von Projekten, die wir irgendwann abschließen können?
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In den vergangenen Monaten habe ich immer wieder die Rückmeldung bekommen, dass meine Gesundheitsprogramme Stress erzeugen. Nicht unbedingt wegen der Inhalte, sondern weil es einen festen Zeitrahmen gibt, in dem man das Gefühl hat, etwas erreichen zu müssen. Ich habe deshalb meine Community gefragt, wie sie solche Programme erlebt und was sie sich eigentlich wünscht. Die Antworten haben mich dazu gebracht, meine bisherigen Angebote noch einmal grundsätzlich infrage zu stellen.
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Denn genau hier liegt für mich das Problem: Gesundheit ist kein Projekt, das wir irgendwann abschließen können. Wir essen weiter, wir schlafen weiter, wir bewegen uns weiter und all diese Bereiche beeinflussen sich gegenseitig. Trotzdem versuchen wir immer wieder, unsere Gesundheit in zeitlich begrenzten Programmen mit einem definierten Outcome zu verbessern.
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In dieser Folge möchte ich mit dir anschauen, warum diese Projektlogik gerade bei Gesundheit so problematisch ist und was sich verändert, wenn wir Gesundheit stattdessen als Kontinuum betrachten. Außerdem erzähle ich dir von meinem neuen Circle of Health, der gerade entsteht und mit dem ich genau diesen Druck aus meinen Angeboten herausnehmen möchte.
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Vielleicht erkennst du dich in dieser Projektlogik wieder, ohne dass dir bisher bewusst war, wie sehr sie deinen Umgang mit Gesundheit prägt. Am Ende der Folge lade ich dich deshalb ein, deine eigenen Erwartungen und Vorstellungen von gesundheitlichem Fortschritt einmal genauer zu betrachten.
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Bei Fragen oder Anmerkungen melde dich gern unter [email protected].
Hunger. Und sofort entsteht der Gedanke: Mein Körper braucht jetzt Energie. Ich muss essen. Gerade bei Migräne kommen häufig noch Regeln dazu, die vor Unterzuckerung, zu langen Essenspausen oder Schwankungen des Blutzuckers warnen.
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Aber Hunger bedeutet nicht, dass unsere Energiespeicher leer sind. Unser Körper hat verschiedene Möglichkeiten, Energie bereitzustellen, auch dann, wenn wir gerade nichts essen. In dieser Folge schauen wir uns deshalb einmal ganz grundlegend an, was „Energie“ physiologisch eigentlich bedeutet: Welche Rolle spielen Glukose, Fett und Proteine? Was sind Glykogenspeicher? Was passiert bei der Gluconeogenese? Und wie wird unser Gehirn mit Energie versorgt?
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Außerdem geht es darum, was wir über den veränderten Energiestoffwechsel bei Migräne tatsächlich wissen und was nicht. Denn aus der Hypothese, dass bei Migräne ein Missverhältnis zwischen neuronalem Energiebedarf und zellulärer Energiebereitstellung eine Rolle spielen könnte, lässt sich nicht automatisch ableiten, dass Menschen mit Migräne ständig Kohlenhydrate zuführen, jede Blutzuckerschwankung vermeiden oder ihre Glukosekurve möglichst flach halten müssen.
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Diese Folge ist ursprünglich als zusätzliches Video für EMERGENT, mein Migräneprogramm, entstanden. Beim Aufnehmen wurde mir aber klar, dass die Grundlagen darin weit über Migräne hinaus relevant sind. Deshalb gibt es das Video jetzt auch hier im Podcast.
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Links und Ressourcen zur Episode:
EMERGENT – Der Weg aus der Migräne:
https://www.drnadinewebering.com/migräne/emergent/
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Manche Dinge sind nicht dringend genug, um sie sofort zu erledigen, aber wichtig genug, um sie nicht einfach zu vergessen. Wir schieben sie immer wieder auf und trotzdem ploppen sie regelmäßig in unserem Bewusstsein auf. Und obwohl wir sie gerade gar nicht erledigen, beschäftigen sie uns.
Genau solche offenen Loops sind mir bei mir selbst in den letzten Monaten immer stärker aufgefallen. Wenn wir darüber nachdenken, was unsere Kapazität beansprucht, schauen wir meistens auf das, was wir tatsächlich tun. Dabei kostet auch die wiederholte Beschäftigung mit Dingen, die wir noch tun müssen, Energie.
In dieser Folge schaue ich darauf, was wir aus der Forschung zu Prospective Memory, unerfüllten Zielen, intrusiven Gedanken und kognitiver Interferenz darüber wissen. Und ich erzähle dir von einem Experiment, das ich seit zwei Monaten selbst mache und das für mich überraschend viel verändert hat.
Dabei geht es nicht darum, noch produktiver zu werden oder möglichst viele Dinge von einer ToDo-Liste zu streichen. Es geht vielmehr um die Frage, welche Kapazität all die Dinge beanspruchen, die wir gerade gar nicht tun, und was passiert, wenn wir anfangen, mit diesen offenen Loops anders umzugehen.
In der Folge zeige ich dir, wie mein Experiment mit diesen offenen Loops aussieht, und lade dich ein, es selbst für einen begrenzten Zeitraum auszuprobieren und zu beobachten, was sich dadurch verändert.
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Wir werden ständig mit Gesundheitsempfehlungen konfrontiert: Diese Morgenroutine verbessert deinen zirkadianen Rhythmus, dieses Supplement hilft bei Problem X und dieses Protokoll musst du nur konsequent genug durchziehen. Und wenn es bei dir nicht funktioniert? Dann hast du es vermutlich nicht richtig gemacht, nicht lange genug durchgehalten oder warst nicht konsequent genug.
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Aber vielleicht liegt das Problem gar nicht bei dir. Vielleicht war diese eine Empfehlung für dich einfach nicht hilfreich.
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In dieser Folge erzähle ich dir, wie ich selbst mit Gesundheitsempfehlungen umgehe und warum ich daraus lieber ein N=1-Experiment mache, als sie einfach in meinen Alltag zu übernehmen.
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Du erfährst, warum ein N=1 für mich nicht bedeutet, wissenschaftliche Evidenz zu ignorieren, warum eine Hypothese nicht mit einem festgelegten Outcome verwechselt werden sollte und weshalb ein Experiment auch dann nicht gescheitert ist, wenn sich am Ende überhaupt nichts verändert hat. Außerdem schauen wir uns an, welche Rolle Confounder spielen und warum du möglichst nicht fünf Dinge gleichzeitig verändern solltest, wenn du tatsächlich herausfinden möchtest, welchen Einfluss eine bestimmte Methode auf dich hat.
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Vielleicht bist du nicht chronisch gestresst, weil in deinem Leben ständig etwas massiv Stressiges passiert. Vielleicht liegt ein Teil des Problems darin, dass dein Körper über den Tag immer wieder für ganz normale Anforderungen mobilisiert, du aber von einer Handlung direkt in die nächste gehst und die Stressreaktion dadurch gar nicht vollständig zu Ende führen kann.
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Denn eine Stressreaktion beginnt nicht erst dann, wenn dein Herz rast, du völlig aufgedreht bist oder dich eindeutig im Fight-or-Flight-Modus fühlst. Auch für ein Meeting, Hausarbeit oder ein schönes, aufregendes Erlebnis braucht dein Körper Mobilisierung. Entscheidend ist deshalb nicht nur, wie viel Stress du in deinem Leben hast, sondern auch, was nach diesen vielen kleinen und größeren Aktivierungen passiert.
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In dieser Folge geht es darum, wie eine Stressreaktion physiologisch abläuft, warum Recovery ein Teil davon ist und weshalb wir chronischen Stress möglicherweise mit aufrechterhalten, wenn wir eine Aktivierung nach der anderen stapeln. Ich spreche außerdem darüber, warum das bekannte Bild vom Zebra, das nach der Flucht vor dem Löwen seinen Stress abschüttelt, nur einen sehr kleinen Ausschnitt von Stressreaktionen zeigt und weshalb es nicht nach jeder Aktivierung eine große Regulationsmaßnahme braucht.
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Wenn wir anfangen, die vielen Stufen von Grau zwischen völliger Entspannung und massiver Fight-or-Flight-Aktivierung wahrzunehmen, verändert sich auch die Frage, wie wir mit Stress umgehen: Nicht jede Stressreaktion braucht dasselbe und manchmal braucht es sehr wenig, damit sie tatsächlich zu Ende gehen kann.
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Kann etwas, das wir eigentlich für unsere Gesundheit tun, am Ende selbst zu Health Noise werden? Genau das habe ich gerade beim Thema Bewegung erkannt und das Spannende daran ist: Obwohl ich mich seit Monaten intensiv mit Health Noise beschäftige, habe ich meinen eigenen ein Jahr lang nicht bemerkt.
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Aufgefallen ist er mir erst, nachdem ich nach zwei Monaten Trainingspause einen neuen Termin mit meiner Personal Trainerin vereinbaren wollte und es immer weiter vor mir hergeschoben habe. Irgendwann habe ich mich gefragt, warum ich mich eigentlich so dagegen sträube und gleichzeitig überzeugt davon bin, unbedingt wieder mit dem Training anfangen zu müssen.
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In dieser Folge erzähle ich dir, was eine Aussage des Harvard-Professors Daniel Lieberman damit zu tun hat, warum ich meiner Personal Trainerin schließlich den Laufpass gegeben habe und welches Experiment ich gerade mit mir selbst mache.
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Migräne-Q&A am 13. September
Am Sonntag, den 13. September, findet ein kostenloses Q&A rund um Migräne und mein 10-wöchiges Migräneprogramm EMERGENT statt. Du kannst mir dort sowohl deine Fragen zu Migräne als auch zu EMERGENT stellen. Wenn du nicht live dabei sein kannst, kannst du deine Frage vorab per E-Mail schicken und erhältst anschließend die Aufzeichnung.
Anmeldung zum Migräne-Q&A:
https://nadine-webering.mykajabi.com/offers/8Uy7jcfz/checkout
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Bei Migräne ist die Liste der Dinge, die angeblich helfen sollen, nahezu endlos: Supplements, spezielle Ernährungsformen, Tracker, Devices, Biohacks, Nervensystem-Tools. Jedes einzelne davon klingt erst einmal nach einer kleinen, überschaubaren Veränderung. Doch was passiert, wenn aus einem Quick Fix irgendwann zehn werden?
Genau darin liegt ein Problem, das mir bei der Arbeit mit Menschen mit Migräne immer wieder begegnet. Viele haben eine lange Krankheits- und Behandlungsgeschichte hinter sich und bereits unglaublich viel ausprobiert. Gleichzeitig ist Kapazität bei Migräne ohnehin ein zentrales Thema. Wenn dann immer mehr Dinge dazukommen, die täglich gemacht, kontrolliert, getrackt oder berücksichtigt werden müssen, wird aus der vermeintlich einfachen Lösung irgendwann ein zusätzlicher Job.
In dieser Folge schaue ich deshalb nicht darauf, ob ein bestimmter Migräne-Hack funktioniert oder nicht. Mich interessiert die Logik dahinter: Warum sind Quick Fixes gerade bei Migräne so attraktiv? Warum sammeln wir immer mehr davon an? Und was kostet uns die immer länger werdende To-do-Liste eigentlich an Kapazität?
Ich spreche darüber, warum ein lineares „Problem X + Intervention Y = Problem gelöst“ einem komplexen System nicht gerecht wird und warum auch grundsätzlich sinnvolle Maßnahmen nicht unabhängig davon betrachtet werden können, in welchem Zustand sich ein System gerade befindet.
Mehr zu EMERGENT
EMERGENT ist mein 10-wöchiges Migräne-Programm, in dem es nicht um ein weiteres Protokoll oder den nächsten Quick Fix geht. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie du deine Kapazität besser einschätzen und in Bereichen wie Ernährung, Bewegung, Schlaf und Entspannung damit umgehen kannst.
Start: 21. September 2026
Early Bird bis 6. September 2026: 299 € statt 399 €
https://www.drnadinewebering.com/migräne/emergent/
In der Folge erwähnt
#343 Warum die üblichen Migräne-Empfehlungen nicht immer funktionieren:
https://www.drnadinewebering.com/2026/08/18/343-warum-die-üblichen-migräne-empfehlungen-nicht-immer-funktionieren/
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Midlife Crisis. Allein der Begriff klingt schon danach, als müsste da zwangsläufig etwas schieflaufen. Als wäre die Erkenntnis, dass ein ziemlich großer Teil des Lebens bereits hinter uns liegt, vor allem eins: eine Krise.
Bei einem Frühstück auf dem Ayurveda-Festival bin ich mit der promovierten Biochemikerin Maika ins Gespräch gekommen und irgendwann landeten wir genau bei diesem Thema. Maika sagte ziemlich selbstverständlich: Sie ist pro Midlife Crisis. Damit stand eine ganz andere Frage im Raum: Was, wenn die Lebensmitte nicht nur mit Verlust und Älterwerden zu tun hat, sondern ein ziemlich guter Zeitpunkt ist, Bilanz zu ziehen und neu zu entscheiden, wie die zweite Hälfte eigentlich aussehen soll?
Aus diesem Frühstücksgespräch ist diese Podcastfolge entstanden. Wir sprechen darüber, wie gesellschaftliche Vorstellungen unseren Blick auf das Älterwerden prägen, welchen Preis wir bereit sind zu zahlen, um weiterhin zu einer bestimmten Gruppe zu gehören, und warum die Wahrnehmung der eigenen Endlichkeit auch dabei helfen kann, klarer zu priorisieren.
Dabei landen wir bei wissenschaftlichem Denken und der Bereitschaft, die eigenen Überzeugungen immer wieder zu hinterfragen. Wir sprechen über Bubbles und Algorithmen, über Selbstoptimierung und Longevity und über die Frage, wann wir anfangen, auch an unserer Gesundheit permanent herumzuoptimieren.
Maikas eigentliches Thema ist Duft. Darüber kommen wir zu einem Gedanken, der sich durch unser gesamtes Gespräch zieht: Was passiert, wenn wir aufhören, allgemeine Aussagen einfach zu übernehmen? Lavendel muss nicht automatisch beruhigend sein und Midlife Crisis muss nicht automatisch Krise bedeuten. Was verändert sich, wenn wir stattdessen neugierig darauf werden, was unsere eigene Erfahrung dazu sagt?
Am Ende führt vieles zurück zu einer Frage: Was wäre für mich eigentlich ein gelungenes Leben?
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