Tagesgespräch

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Tagesgespräch episodes

  • Wie gut funktioniert die Eindämmungsstrategie, Rudolf Hauri?
    Ab heute ist die SwissCovid App erhältlich. Die App ist ein wichtiger Bestandteil der Eindämmungsstrategie des Bundes. Bei der Rückverfolgung von Ansteckungsketten sind vor allem die Kantone gefordert. Wie gut sie ihre Aufgabe wahrnehmen, fragt das «Tagesgespräch» den Zuger Kantonsarzt Rudolf Hauri. Testen, Kontakte zurückverfolgen, isolieren und in Quarantäne setzen: Das sind die Eckpfeiler der Eindämmungsstrategie des Bundes in der aktuellen Phase der Corona-Epidemie. Ab heute wird diese Strategie ergänzt mit der SwissCovid App. Das Contact Tracing müssen laut Epidemien-Gesetz die Kantone übernehmen. Eine Aufgabe also für die Kantonsärztinnen und -ärzte der Schweiz. Wie gut funktioniert das Contact Tracing? Wann stösst das System an seine Grenzen? Und was ändert sich mit der SwissCovid App? Darüber wollen wir nun mit Rudolf Hauri sprechen. Er ist seit 18 Jahren Zuger Kantonsarzt und zudem Präsident der Vereinigung der Kantonsärzte in der Schweiz. Zug hat beim Contact Tracing eine Schlüsselrolle. Der Kanton hat von Anfang an konsequent auf die Rückverfolgung von Ansteckungsketten gesetzt. Rudolf Hauri ist nun zu Gast bei Barbara Peter.
    24 min
  • Ueli Stückelberger zur ÖV-Branche in der Corona-Krise
    Trotz des massiven Umsatzrückgangs bei den Verkehrsbetrieben durch die Corona-Krise, werden die Preise nächstes Jahr nicht erhöht. Wie sollen die finanziellen Lücken gefüllt werden? Und wie steht es um eine Maskenpflicht im ÖV? VöV-Direktor Ueli Stückelberger nimmt im «Tagesgespräch» Stellung. Es sind schlechte Aussichten für den öffentlichen Verkehr: Die Branche rechnet für dieses Jahr mit 25 bis 30 Prozent weniger Umsatz, also wohl mindestens 1,5 Milliarden Franken weniger Einnahmen. Die Corona-Krise hinterlässt tiefe Spuren. Trotzdem sollen die Billettepreise nächstes Jahr nicht steigen, wie die Branchen-Organisation Alliance Swisspass heute bekannt gab. Stattdessen hofft die ÖV-Branche auf finanzielle Unterstützung durch die öffentliche Hand. Für den öffentlichen Verkehr steht einiges auf dem Spiel. Noch immer liegen die ÖV-Passagierzahlen unter dem Niveau von vor Corona. Könnte mit einer Maskenpflicht das Vertrauen der Kunden zurückkehren? Wir vertiefen das nun mit Ueli Stückelberger, Direktor des Verbandes öffentlicher Verkehr VöV. Der Verband vertritt 130 Unternehmen der ÖV-Branche, von der SBB bis zu kleinen, regionalen Verkehrsbetrieben. Ueli Stückelberger ist Gast von Barbara Peter.
    22 min
  • Daniela Jopp: Wie geht’s den 100jährigen?
    Immer mehr 100jährige in der Schweiz: Keine Altersgruppe wächst so stark wie die der Hochbetagten. Was bedeutet das für das Individuum – und was für die Gesellschaft? Erklärungen der Lausanner Altersforscherin Daniela Jopp im «Tagesgespräch» bei Marc Lehmann. Personen sehr hohen Alters stellen die am schnellsten wachsende Bevölkerungsgruppe in den meisten Industrieländern dar, und im Zuge des demographischen Wandels erreichen immer mehr Menschen ein sehr hohes Alter. In der Schweiz leben zirka 1600 100jährige, wie das Bundesamt für Statistik unlängst erhoben hat – doppelt so viele wie noch zur Jahrtausendwende. Und schon jedes zweite Neugeborene kann davon ausgehen, dereinst 100 Jahre alt zu werden.
    Wie steht es um die Lebensqualität von Hochbetagten und was kann getan werden, um ein Altern in Würde zu ermöglichen? Wie ist eine alternde Gesellschaft finanzierbar und was, wenn wir bald 150 werden? Die Antworten hat Daniela Jopp: Die Psychologieprofessorin an der Universität Lausanne forscht seit vielen Jahren zu Hochbetagten. Sie hat im süddeutschen Raum eine der bisher umfassendsten Studien über 100jährige geleitet und führt nun eine ähnliche Untersuchung in der Schweiz durch. Sie erklärt im «Tagesgespräch», warum sehr alte Menschen trotz Gesundheitsproblemen meist glücklich sind.
    28 min
  • Rote Alarmzeichen aus der Veranstaltungsbranche
    In der ganzen Schweiz werden am Montagabend zahlreiche Gebäude rot beleuchtet. Mit der Aktion «Night of Light» macht die Veranstaltungsbranche auf ihre schwierige Situation aufmerksam. Warum die Veranstalter sich im Stich gelassen fühlen, sagen zwei Branchenvertreter im «Tagesgespräch». Die Veranstaltungsbranche schlägt Alarm: Mit der Aktion «Night of Light» will die Branche am Montagabend auf ihre schwierige Situation aufmerksam machen. Von 22 Uhr bis Mitternacht sollen in der ganzen Schweiz zahlreiche Gebäude rot beleuchtet werden. Seit dem Lockdown machten Veranstalter keinen Umsatz mehr und die Aussichten blieben düster, trotz der geplanten Lockerungen, so Branchenvertreter. Über die aktuelle Situation und die Zukunftsaussichten der Veranstalter berichten zwei Branchenvertreter im «Tagesgespräch». Jörg Gantenbein leitet ein Unternehmen im Bereich Veranstaltungstechnik und ist Präsident des Verbands technischer Bühnenberufe. Christian Künzli arbeitet seit über 30 Jahren in der Veranstaltungsbranche und ist Vizepräsident des Verbands Expo Events, der insbesondere die Messeveranstalter vertritt. Die beiden sind Gäste von Barbara Peter.
    26 min
  • Nach der Zwangspause kehrt der Schweizer Clubfussball zurück
    Mit dem Spiel YB gegen FCZ wird heute Abend die Super League fortgesetzt. Gespielt wird mit Schutzkonzept und ohne Zuschauer. Wie geht Fussball unter diesen Umständen? Darüber diskutieren Matthias Hüppi, Präsident des FC St. Gallen und Claudius Schäfer, Liga-Geschäftsführer im «Tagesgespräch». Für viele Fussballfans ist es ein grosser Schritt zurück zur Normalität: Ab heute wird in der Super League wieder Fussball gespielt. Zum Neustart empfangen die Berner Young Boys heute Abend den FC Zürich. Nach der Corona-Zwangspause von über drei Monaten werden nun die verbleibenden 13 Runden der aktuellen Saison ausgetragen. Ein dichtes Programm mit mehreren Spielen pro Woche bis Anfang August. Die Clubs müssen ein umfangreiches Schutzkonzept mit Hygienemassnahmen einhalten. Und die Spiele finden vor leeren Zuschauerrängen als sogenannte Geisterspiele statt. Geht Fussball überhaupt unter diesen Umständen? Und was hat die Corona-Krise im Schweizer Clubfussball bisher ausgelöst? Im «Tagesgespräch» diskutieren Claudius Schäfer, Geschäftsführer der Swiss Football League und Matthias Hüppi, Präsident des FC St. Gallen. Die Ostschweizer führen aktuell die Tabelle an.
    Barbara Peter hat mit den beiden gesprochen.
    27 min
  • Yvan Lengwiler: Was tun mit dem Nationalbank-Geld?
    Die Schweizerische Nationalbank steht unter Druck. Ihre prall gefüllten Kassen wecken allenthalben Begehrlichkeiten. So will der Nationalrat Notenbank-Geld für die AHV verwenden und zugleich, um die Staatsschulden abzubauen, die wegen der Corona-Hilfspakete entstehen. Auch andere Ideen und Wünsche stehen im Raum. Diese diskutieren wir mit Yvan Lengwiler. Er ist seit 2005 Professor für Nationalökonomie an der Universität Basel. Die Geldpolitik gehört zu seinen Spezialgebieten.
    Lengwiler war zudem von 1994 bis 2001 wissenschaftlicher Berater der Nationalbank. Er kennt die Nationalbank also auch von innen – und kann sagen, ob deren Organisation heute noch zeitgemäss ist. Denn dort bestimmen im Wesentlichen drei Personen – das Nationalbank-Direktorium – über die Geldpolitik der Schweiz. Ist das nicht eine zu grosse Machtkonzentration? Und unternimmt die Nationalbank genug, um der Wirtschaft in der aktuell schwierigen Zeit zu helfen? Das vertiefen wir jetzt.
    Der Ökonom Yvan Lengwiler ist Gast von Iwan Lieberherr im «Tagesgespräch».
    27 min
  • Matthias Egger über Forschungskredite und Pandemiebekämpfung
    Viel Geld für Bildung, Forschung und Innovation: Die drei Pfeiler gelten als wichtigster Rohstoff der Schweiz, drum will der Bund das Budget massiv erhöhen. Ist das gerechtfertigt? Die Analyse im Tagesgespräch mit Matthias Egger, dem Präsidenten des Forschungsrats und Chef der Covid-19-Taskforce. Der Ständerat berät heute die Botschaft zur Förderung von Bildung, Forschung und Innovation. Die Schweiz bildet sich etwas darauf ein, Wissenschaftsnation zu sein, deshalb sollen die Mittel ausgeweitet werden. Auch in Zeiten von Corona – oder gerade deswegen. Wo fliessen die Milliarden hin und wie profitiert die Gesellschaft von den immer höheren Bildungs- und Forschungsinvestitionen? Die Übersicht hat Matthias Egger: Der Professor für Epidemiologie und öffentliche Gesundheit an der Universität Bern ist derzeit einer der einflussreichsten Wissenschaftler der Schweiz. Als Präsident des nationalen Forschungsrats kennt er den hiesigen Forschungsplatz wie kaum ein anderer. Ausserdem leitet der 63-Jährige seit Ende März die Corona-Taskforce des Bundes, die den Bundesrat bei der Pandemie-Bekämpfung berät. Im Gespräch mit Marc Lehmann nimmt Matthias Egger deshalb auch Stellung zu den getroffenen Massnahmen und erklärt, wie es nach den jüngsten Öffnungsschritten nun weitergeht.
    26 min
  • Isabelle Noth über die Krise in der reformierten Kirche
    Eine heimliche Affäre zwischen zwei Kirchenleitungs-Mitgliedern, Vorwürfe der «Grenzverletzungen», die Rücktritte der beiden Mitglieder: Die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz steckt in einer tiefen Krise. Wie soll es weiter gehen? Im «Tagesgespräch» ist die Theologieprofessorin Isabelle Noth. Warum ist Gottfried Locher Ende Mai als Präsident der Evangelisch-reformierten Kirche zurückgetreten? Was steckt hinter den Vorwürfen, Locher habe «Grenzverletzungen» begangen? Diese Fragen haben in den letzten Wochen die Reformierte-evangelische Kirche Schweiz beschäftigt und in eine tiefe Krise gestürzt. Gestern hat die Synode, das Parlament der Kirche, getagt. Der Tag war mit Spannung erwartet worden, viele offene Fragen sollten endlich geklärt werden. Gelungen ist dies nur zum Teil. Denn neue Enthüllungen über eine heimliche Affäre zwischen Gottfried Locher und einem weiteren Mitglied der Kirchenleitung wurden publik. Diese Affäre verkompliziert auch die Aufklärung der Vorwürfe gegen Gottfried Locher. Wie findet die Evangelisch-reformierte Kirche aus dieser Krise wieder heraus? Wie sehr schadet das alles der Kirche als Institution? Wir haben die Berner Theologieprofessorin Isabelle Noth dazu befragt. Sie ist Co-Direktorin des Instituts für Praktische Theologie an der Universität Bern. Barbara Peter hat mit ihr gesprochen.
    27 min
  • Karin Keller-Sutter: Grenzöffnungen als Symbol für Pandemie-Ende?
    Heute gehen in Europa die meisten Grenzen wieder auf, den Menschen wird die Reisefreiheit zurückgegeben. Wie wichtig ist der Schritt auf dem Weg zur Normalisierung? Das fragt Marc Lehmann im Tagesgespräch Justizministerin Karin Keller-Sutter. Ferien am Meer! Plötzlich ist wieder möglich, was vor Kurzem noch undenkbar gewesen wäre. Aber nun geht es schnell mit den Grenzöffnungen. Zu schnell? Ist dieses forsche Vorgehen zu verantworten? Als Justizministerin ist Karin Keller-Sutter die zuständige Bundesrätin in Sachen Öffnung und Reisefreiheit. Im Tagesgespräch fragen wir sie, was die Grenzschliessungen letztlich gebracht haben auf einem Kontinent, der sich seiner offenen Grenzen rühmt. Heisst das, die europäische Zusammenarbeit ist ins Stocken geraten und die Pandemie setzt eine Renationalisierung in Gang? Die Schweiz ist nach allgemeiner Einschätzung recht glimpflich durch den Lockdown gekommen, der Bundesrat bekommt gute Noten für seine Arbeit. Doch der Weg aus dem Notregime wird kein einfacher sein, wie gerade die unklare Rechtslage im Zusammenhang mit den Demonstrationen vom vergangenen Wochenende zeigt. Was tun, damit Staat und Gesellschaft keinen Schaden nehmen? Bundesrätin Karin Keller-Sutter ist Gast von Marc Lehmann.
    29 min
  • Elisabeth Joris: «Der Frauenstreik hatte eine ungeheure Power»
    Bedeutet die Corona-Krise ein Rückschlag für die Gleichberechtigung von Frauen? Im «Tagesgespräch» stellen wir diese Frage der Historikerin und Geschlechterforscherin Elisabeth Joris, die eben mit dem Ehrendoktortitel der Universität Zürich ausgezeichnet worden ist. Ein Jahr ist es her, dass eine halbe Million Frauen in der Schweiz auf die Strasse gegangen sind und für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung protestiert haben. Am Sonntag jährt sich der Frauenstreik. Was bleibt davon, was hat sich seither für die Frauen in der Schweiz verändert? Und wie steht es heute, in der Corona-Krise, um die Anliegen der Frauen? Manche befürchten, dass diese Krise auch ein Rückschlag für die Gleichberechtigung bedeute, weil die zusätzliche Kinderbetreuung und der Haushalt oft an den Frauen hängen bleibe. Und das obwohl viele Frauen sogenannt systemrelevante Berufe ausüben, zum Beispiel in der Pflege, im Detailhandel oder als Lehrerin arbeiten.
    Wie ordnet die Historikerin Elisabeth Joris diese Entwicklung ein? Sie forscht seit fast 40 Jahren zur Frauen- und Geschlechtergeschichte der Schweiz und war bereits beim ersten Frauenstreik 1991 aktiv dabei. Eben hat die Universität Zürich ihr den Ehrendoktortitel für ihr Lebenswerk verliehen. Barbara Peter hat Elisabeth Joris zum Gespräch getroffen.
    27 min

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Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.

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