Tagesgespräch

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Tagesgespräch episodes

  • Strom und Strassen: Für wirtschaftlichen Aufschwung Afrikas
    Die EU will die Partnerschaft mit Afrika stärken. Unter anderem auch in der Wirtschaft. Durch Investitionen und die Schaffung von Arbeitsplätzen will Europa die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen vertiefen. Bereits heute ist die EU der wichtigste Handelspartner Afrikas, wenn man alle EU-Länder zusammenzählt. Als einzelnes Land ist inzwischen China. Afrika soll nicht primär als Krisenkontinent wahrgenommen werden, sondern als Wirtschaftsraum mit grossem Potential. Wie aber sieht eine wirtschaftliche Zusammenarbeit aus, von der beide Seiten profitieren können? Welche Interessen verfolgt Europa? Was für Ziele und Bedürfnisse hat man in Afrika? Darüber diskutiert Brigitte Kramer mit Afrika-Korrespondentin Anna Lemmenmeier und mit EU-Korrespondent Charles Liebherr.
    18 min
  • EU – Afrika: Migration als Schlüsselthema
    Viele Menschen in Afrika versprechen sich von der Flucht nach Europa ein besseres Leben. Die EU aber schottet sich ab. Dabei könnte sie von der Migration auch profitieren. EU-Korrespondent Charles Liebherr und Afrika-Korrespondent Samuel Burri über ein schwieriges Thema in der Beziehung Afrika – EU. Hunderttausende von Menschen sind in den vergangenen Jahren von Afrika nach Europa aufgebrochen, auf der Suche nach einer besseren Zukunft. Wir alle kennen die Bilder von überfüllten Flüchtlingsbooten auf dem Mittelmeer, von Ertrunkenen und vom Elend in lybischen Lagern. In der Hoffnung auf mehr Sicherheit und Wohlstand, riskieren die Menschen ihr Leben. Europa tat sich schwer, schwankte zwischen «Wir schaffen das» und «Macht die Grenzen dicht». Und bis heute gelingt es der EU nicht, einen Weg zu finden, um die Migrantinnen und Migranten auf ihre Mitglieder zu verteilen, sie aufzunehmen. Fazit: Der EU wäre es lieber, die Menschen aus Afrika würden gar nicht erst kommen. Dabei könnte Europa von der Migration auch profitieren. Auf der anderen Seite tun afrikanische Regierungen wenig bis nichts, um ihre jungen, gut ausgebildeten Leute im eigenen Land zu halten, ihnen eine Perspektive in der Heimat zu bieten. Nicht zuletzt auch, weil die Gelder, welche die Migranten nach Hause schicken, sehr willkommen sind. Afrika-Korrespondent Samuel Burri und EU-Korrespondent Charles Liebherr diskutieren bei Brigitte Kramer über die unterschiedlichen Interessen und über mögliche Lösungswege.
    18 min
  • Das schwere Erbe des Kolonialismus
    Händler, Missionare oder Wissenschaftler brachten während der Kolonialzeit Kulturgüter nach Europa. Ausgehend von dieser Raubkunst zeigen Afrika-Korrespondentin Anna Lemmenmeier und EU-Korrespondent Charles Liebherr auf, wie schwer das koloniale Erbe bis heute auf beiden Kontinenten wiegt. Der Kolonialismus ist Teil der Geschichte, sowohl für Afrika als auch für Europa. Wir sprechen darüber, wie schwierig der Umgang mit dieser Vergangenheit ist, und wie sehr er das Verhältnis zwischen den beiden Kontinenten bis heute prägt. Exemplarisch zeigt sich das an den vielen afrikanischen Kulturgütern, die heute noch in europäischen Museen lagern, in Berlin, London, Paris oder Brüssel zum Beispiel. Seit einige Jahren sind in Europa Bestrebungen im Gang, diese während der Kolonialzeit gestohlenen Kunst- und Kulturgegenständen, zurückzugeben. Trotzdem tut man sich in Europa schwer damit. Warum? Inwiefern illustriert die Debatte um afrikanische Raubkunst ein Umdenken auch in anderen Bereichen? Wie wird das auf dem afrikanischen Kontinent aufgenommen? Und was macht das mit einem Kontinent, wenn er fast seines ganzen Kulturgutes beraubt wurde? All diese Fragen besprechen Afrika-Korrespondentin Anna Lemmenmeier und EU-Korrespondent Charles Liebherr bei Brigitte Kramer.
    19 min
  • «Black Lives Matter»: Demos in Europa – Wut in Afrika
    Menschen gehen in Europa gegen Rassismus auf die Strasse. Das wird in Afrika begrüsst. Dennoch wird Kritik laut an der «Scheinheiligkeit der EU». Wie die Anti-Rassismus-Debatte in Europa, wie in Afrika geführt wird, sagen Afrika-Korrespondentin Anna Lemmenmeier und EU-Korrespondent Charles Liebherr. Seit dem Tod des dunkelhäutigen George Floyd bei einer Polizeikontrolle in den USA kommt es auch in europäischen und afrikanischen Städten zu Protesten gegen Rassismus. Die «Black-Lives-Matter»-Bewegung wird aber unterschiedlich wahrgenommen. In Brüssel zum Beispiel, so EU-Korrespondent Charles Liebherr gebe es viele Weisse, die sich für die kolonialen Vergangenheit ihres Landes schämen. Gleichzeitig erleben dunkelhäutige Einwanderer bis heute fast täglich unterschiedliche Formen von Diskriminierung. In Afrika werden die Proteste begrüsst, aber auch kritisiert. Einerseits würde in Europa Rassismus verurteilt, gleichzeitig lasse man Migranten auf dem Mittelmeer ertrinken. Das werde von Afrikanerinnen und Afrikaner als scheinheilig angesehen. Zudem würden sich die Leute wünschen, dass die Welt auch hinsehe, wenn in Afrika Menschen durch Polizeigewalt sterben, was leider immer wieder vorkomme. EU-Korrespondent Charles Liebherr und Afrika-Korrespondentin Anna Lemmenmeier sprechen bei Brigitte Kramer über das, was die «Black-Lives-Matter»-Bewegung auslöst.
    19 min
  • Esskultur in China und Indien
    Was sagt die Esskultur über ein Land aus? Im Falle von China und Indien sehr viel, weil Essen in beiden Ländern eine grosse Bedeutung hat. Ein Gespräch über heiligen Reis, heilige Kühe und herzhaftes Rülpsen. Sowohl in China als auch in Indien haben Essen und Esskultur einen sehr hohen Stellenwert. Die jeweilige Küche ist wichtiger Teil der Identität und Quelle des Stolzes. China-Korrespondent Martin Aldrovandi beschreibt die grosse regionale Vielfalt der chinesischen Küche. Südasien-Korrespondent Thomas Gutersohn berichtet von Indern, die auf Reisen in andere Landesteile ihren eigenen Reis mitbringen. Essen ist auch ein Politikum. Die Spannungen zwischen den Religionsgruppen in Indien zeigen sich auch beim Essen, namentlich beim Umgang mit Fleisch und Tieren. In China geben der Handel und der Verzehr von exotischen Wildtieren zu reden, insbesondere im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Wie erleben unsere Korrespondenten die unterschiedlichen Esskulturen? Martin Aldrovandi und Thomas Gutersohn erzählen von ihrer letzten Mahlzeit und gewöhnungsbedürftigen Tischsitten.
    17 min
  • China und Indien zwischen Vielfalt und Einheit
    Sowohl China als auch Indien sind Vielvölkerstaaten. In China gibt es über 50 offiziell anerkannte Ethnien. Doch China ist in der Kritik wegen der systematischen Unterdrückung der Uiguren, der muslimischen Minderheit in China. In Indien gibt es über 60 ethnische Gruppen, doch die Religion spielt ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Identität. In den letzten Jahren haben die Konflikte zwischen der hinduistischen Mehrheit und der muslimischen Minderheit im Land zugenommen. Ein Gespräch über das Zusammenleben zwischen Vielfalt und Einheit mit Südasien-Korrespondent Thomas Gutersohn und China-Korrespondent Martin Aldrovandi. Barbara Peter stellt die Fragen.
    19 min
  • Wer hat die meisten Einwohner – China oder Indien?
    China und Indien sind die beiden bevölkerungsreichsten Länder der Welt. Ein Machtfaktor, aber auch eine grosse Herausforderung. Der Vergleich zeigt, dass Indien und China vor sehr unterschiedlichen Problemen stehen. Quizfrage: Welches Land hat mehr Einwohner, China oder Indien? Eine abschliessende Antwort können auch China-Korrespondent Martin Aldrovandi und Südasien-Korrespondent Thomas Gutersohn nicht geben. Zwischen 1,3 und 1,4 Milliarden Menschen lautet jeweils ihre Antwort. Doch die Herausforderungen, vor denen die beiden bevölkerungsstärksten Länder heute stehen, sind sehr unterschiedlich. Indiens Bevölkerung wächst weiter. Schon heute ist klar, dass es China in einigen Jahren bevölkerungsmässig überholen wird. Gleichzeitig kämpft Indien schon heute mit den Folgen des starken Bevölkerungswachstums. In China dagegen geht das Bevölkerungswachstum zurück und dem Land droht eine Überalterung. Wie man in Indien und China mit diesen Zukunftsaussichten umgeht, beschreiben Martin Aldrovandi und Thomas Gutersohn im Gespräch mit Barbara Peter.
    19 min
  • China und Indien - Eine Frage der Identität
    Trotz der unterschiedlichen Entwicklung der beiden Länder gibt es eine offenkundige Parallele zwischen China und Indien: Beide Länder wurden von prägenden Führungsfiguren gegründet. Inwiefern sind Mao im modernen China und Gandhi im modernen Indien noch Teil der Identität? Mao und Gandhi: Zwei historische Figuren und prägend für ihre jeweiligen Länder China und Indien. Inwiefern prägen die Gründerfiguren bis heute das Selbstverständnis und die moderne Identität der beiden Giganten in Asien? Im Gespräch mit China-Korrespondent Martin Aldrovandi und Südasien-Korrespondent Thomas Gutersohn beleuchten wir auch den heutigen Umgang mit den historischen Gründervätern und ihrem Erbe. In jüngerer Zeit war vor allem die wirtschaftliche Entwicklung der beiden Länder identitätsstiftend für China und für Indien. China mit seinem beispiellosen Aufstieg, das erst in den letzten Jahren mit sinkendem Wirtschaftswachstum zu kämpfen hatte. Und Indien mit starken Boomjahren, die nun aber vorbei zu sein scheinen. Unsere Korrespondenten ordnen die wirtschaftlichen Entwicklungen ein und stellen fest, dass vertrauenswürdige Wirtschaftszahlen sowohl in China als auch in Indien Mangelware sind. Was heisst das für die Zukunft der beiden Länder?
    17 min
  • China und Indien – zwei Giganten in Asien im Vergleich
    Darüber sprechen wir diese Woche mit China-Korrespondent Martin Aldrovandi und Südasien-Korrespondent Thomas Gutersohn. Zum Auftakt gehen wir der Frage nach, wie sich die beiden asiatischen Giganten eigentlich gegenseitig wahrnehmen. China ist zwar klar die stärkere Wirtschafts- und Militärmacht. Indien versucht das Gegengewicht zu sein und möchte dem Rivalen China auch gewisse Grenzen aufzeigen, berichtet Thomas Gutersohn. Indien gilt als die grösste Demokratie der Welt. Doch das wird in China eher als Negativ-Beispiel für das demokratische System wahrgenommen, berichtet Martin Aldrovandi. Die beiden Korrespondenten vergleichen im Gespräch mit Barbara Peter ihre Eindrücke und Einschätzungen.
    17 min
  • Die Schweiz und ihr Zusammenhalt: Wie eine Patchwork-Familie
    Das Corona-Virus stellt die Willensnation Schweiz auf die Probe: Die Pandemie hat neue Gräben aufgerissen und gezeigt, dass Deutschschweizer, Romands und Tessinerinnen unterschiedlich ticken. Doch deswegen fällt das Land noch lange nicht auseinander. Was aber hält es zusammen? Dass die Menschen in den verschiedenen Landesteilen unterschiedlich denken und handeln, ist eine Binsenwahrheit. Oft genug ignorieren sich die Sprachregionen mit auffälligem Desinteresse. Und trotzdem gleichen sie sich mehr als sie gemeinhin wahrhaben wollen. Die direkte Demokratie, der Föderalismus, die Institutionen halten unsere Willensnation zusammen. Dass wir oft aneinander vorbeileben, kann der Stabilität des Landes nichts anhaben. Unterschiede in vielen Alltagsbereichen wie Wohnen, Freizeit und Verkehr existieren zwar, doch scheinen diese für das Zusammenleben im selben Staat nicht von grosser Bedeutung zu sein.
    Zum Abschluss unserer Gespräche über die Schweiz fragen wir nach dem Zusammenhalt: Was macht es aus, dass wir trotz aller Differenzen und Divergenzen eine weitgehend integrierte Nation sind?
    Zu Gast bei Marc Lehmann sind: Barbara Colpi, seit vier Jahren SRF-Westschweiz-Korrespondentin; Karoline Thürkauf, unsere Frau in Lugano; und Christoph Brunner, der dem Radiopublikum Zürich erklärt.
    17 min

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Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.

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