Tagesgespräch

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Tagesgespräch episodes

  • Information, Fake-News und Einflussnahme
    Wahr oder unwahr? Diese Frage stellt sich oft bei Informationen zu Corona oder politischen und wirtschaftlichen Themen. Bei Fake-news ist oft auch Russland im Spiel – das versucht, andere Länder zu beeinflussen. Mit welcher Wirkung? Roman Fillinger und David Nauer kennen die Situation. Vladimir Putin habe Präsident Trump zur Wahl verholfen: Dieser Vorwurf hat den amerikanischen Präsidenten von Anbeginn seiner Amtszeit an begleitet. Information und vor allem Desinformation via Fake-news spielen auch in der Politik Russlands und den Ländern Osteuropas eine zunehmend wichtige Rolle. Russland schränkt die Meinungsfreiheit massiv ein, gleichzeitig versucht die Regierung, mit Desinformation Chaos zu stiften und damit Länder zu destabilisieren, beispielsweise mit Troll-Fabriken. In der Slowakei fallen diese Falschinformationen, z.B. zu Corona, auf fruchtbaren Boden. Wo und wie versucht Russland im Osten mit Fakenews Einfluss nehmen? Wie wirkt sich dies in der Slowakei aus? Welche Rolle spielen die Fake-News in Osteuropa? Roman Fillinger und David Nauer arbeiten täglich in diesem Spannungsfeld.
    21 min
  • Die zwei starken Männer: Viktor Orban und Vladimir Putin
    Putin und Orban – dieses Herrscherpaar wird von vielen oft im gleichen Atemzug genannt. Doch vergleichbar sind Vladimir Putin in Russland und Viktor Orban in Ungarn nicht. Weswegen, das erzählen David Nauer und Roman Fillinger Beim letzten Besuch von Vladimir Putin in Budapest haben Demonstranten in der Nähe von Orbans Büro auf der Budaer Burg ein grosses Banner ausgerollt, mit einem Bild von Putin, Erdogan und Orban und dem Wort «Diktatoren». Putin und Orban – dieses Herrscherpaar wird von vielen oft im gleichen Atemzug genannt. Doch vergleichbar sind Vladimir Putin in Russland und Viktor Orban in Ungarn eigentlich nicht. In Russland gibt es weder unabhängige Medien, noch wäre es denkbar, Oppositionelle als Bürgermeister grosser Städte zu wählen. Auch um die Menschenrechte steht es in Russland sehr schlecht. In Ungarn herrschen andere Zustände; auch wenn Orban «Puszta-Putin» genannt wird und die Medien gegängelt, gibt es unabhängige Stimmen im Land und namhafte Oppositionspolitiker. Auch wenn Orban immer wieder laut gegen die EU wettert, fügt er sich doch oft stillschweigend dem westlichen Druck. Auch das Machtgefälle zwischen Orban und Putin ist augenfällig; Putin würde Orban nie als gleichwertiges Gegenüber ansehen. Roman Fillinger und David Nauer kennen die Unterschiede, aber auch die allfälligen Parallelen dieser beiden Herrscher.
    21 min
  • Opfer oder Täter im 2. Weltkrieg?
    1945 ist für Russland die Geburtsstunde als Weltmacht. Der Sieg über Nazi-Deutschland hat das Land gross gemacht. Polen dagegen hat sehr viele Menschen im Krieg verloren – auch durch die Rote Armee. David Nauer und Roman Fillinger erläutern den virulenten Geschichtsstreit. Russland schaut auch mit Wehmut auf die Zeit der Sowjetunion zurück, Polinnen und Polen dagegen graut es bei der Erinnerung an diese Zeit. Die Gründe dafür haben wir gestern an dieser Stelle gehört. Doch bereits vor dem Regime der Sowjets – zum Beispiel an der Geschichte des Zweiten Weltkriegs - scheiden sich die Geister. Für Russland ist das Jahr 1945 noch heute die Geburtsstunde der russischen Weltmacht – von diesem Mythos lebt das Land noch heute. Eine kritische Aufarbeitung der Gräueltaten der Roten Armee wurde nie gemacht. Polen dagegen sieht sich als Opfer nicht nur der Nazis, sondern auch der Sowjets. Kaum ein Land hat so viele Menschen im Zweiten Weltkrieg verloren wie Polen. Im Massaker von Katyn hat die Rote Armee 1940 gar Tausende polnische Offiziere erschossen. Bei diesem hässlichen Streit goss Vladimir Putin diesen Frühling noch Öl ins Feuer, als er beim 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz sagte, Polen trage eine Mitschuld am Ausbruch des 2. Weltkriegs. Roman Fillinger und David Nauer kennen die unterschiedlichen Positionen der beiden Länder.
    20 min
  • Die Sowjetunion – Rückblick mit Wehmut oder Grauen
    Der «Ostblock». Der Begriff stammt aus der Zeit der Sowjetunion und verband verschiedene Länder in Osteuropa – auf Gedeih und Verderben. Die Zeit der Sowjetunion nehmen diese Länder im Rückblick sehr unterschiedlich wahr. Sarah Nowotny und David Nauer schildern die verschiedenen Sichtweisen. Die Erinnerungen daran könnten beispielsweise in Polen und Russland unterschiedlicher nicht sein. Der Blick zurück ist auch ein Blick in zwei ganz unterschiedliche Lebenswelten: In Polen erkennt niemand etwas Positives in dieser Zeit, Russland war die Besatzungsmacht. Was in Polen kursiert sind Witze über diese Zeit. Nach der Sowjetzeit ging es in Polen auch materiell aufwärts. Anders in Russland.
    Dort ist die Sowjetzeit verbunden auch mit materieller Sicherheit. In Russland ist die Affinitäten der Bevölkerung zur Sowjetzeit viel grösser. Einige trauern dieser Zeit gar nach. Viele Russen verstehen auch die Kritik der Polen nicht, denn damals waren sie doch alle «Russen». Im Tagesgespräch legen Sarah Nowotny und David Nauer dar, wie diese Erinnerungen in Russland und Polen entstanden sind – und wo sich die Lebenswelten verändert haben.
    17 min
  • Die USA nach vier Jahren Donald Trump
    Donald Trump ist vor vier Jahren angetreten mit vielen Versprechen. Alle mit dem Ziel: «make America great again». Lieber allein in eine strahlende Zukunft, statt gemeinsam mit der Staatengemeinschaft. Donald Trumps Versprechen waren: Die Gesundheitsreform von Vorgänger Barack Obama rückgängig machen. Die Steuern im Land senken, Arbeitsplätze schaffen, mehr Produkte «made in America» zu ermöglichen statt «made in China». Umweltgeschützte Flächen, auch Nationalparkgelände, für kommerzielle Nutzung frei zu geben. Die Truppen aus den Kriegen zurückholen – eben alles zum Ziel: «make America great again».
    Was in Europa augenfällig geworden ist: die USA sind nicht mehr der gleiche verlässliche Partner. Auch für die UNO nicht. Die USA wollen die Truppen aus Deutschland abziehen, sie wollen nicht mehr ihren ganzen Beitrag an die WHO bezahlen, sie sind aus dem Pariser Klimaabkommen ausgestiegen und und und.
    Was hat sich in den vier Jahren unter Donald Trumps Regierung verändert? Darum geht es im fünften und letzten Teil des «Dialogs mit den USA» im «Rendez-vous» bei Ivana Pribakovic mit SRF-USA-Korrespondentin Isabelle Jacobi in Washington und SRF-USA-Korrespondent Matthias Kündig in Miami.
    20 min
  • Die USA und die Protestbewegungen
    Es gab Tage, da sah es in einzelnen Städten in den USA aus wie im Bürgerkrieg: Schüsse, Tränengas, zerschlagene Fensterscheiben, Gewalt auf den Strassen. Vor allem die Black Lives Matter Bewegung, ausgelöst durch den Tod des Schwarzen George Floyd bei einer Festnahme, treibt bis heute Tausende auf die Strasse. Der ursprünglich friedliche Protest ist zum Teil roher Gewalt gewichen, die Wut gegen die Polizei ist zum Teil gross.
    Der ursprünglich friedliche Protest ist zum Teil roher Gewalt gewichen, die Wut gegen die Polizei ist zum Teil gross. Diese Woche wieder haben sich in vielen Städten, darunter Austin in Texas, Louisville in Kentucky, New York, Omaha, Oakland, Los Angeles und Richmond, tausende Menschen versammelt, um gegen die umstrittenen Einsätze der Bundespolizei in Portland zu demonstrieren. Wie weit darf Meinungsäusserungsfreiheit gehen, wo beginnt Rassismus, was gefährdet die Demokratie mehr, der Einsatz der Polizei oder die Proteste dagegen?
    Die USA sehen sich konfrontiert mit vielen ganz grundsätzlichen Fragen. Neben der Black Lives Matter Bewegung gab es weitere Proteste. Die Überlebenden des Schulmassakers von Parkland in Florida wurden zu Anti-Waffen-Aktivisten und setzen sich bis heute gegen die mächtige Waffen-Lobby ein. Eine andere Protestbewegung war die Me Too-Debatte. Für die SRF-USA-Korrespondenten Isabelle Jacobi und Matthias Kündig war es bis jetzt ein forderndes Jahr. Wie sie es erlebt haben und was aus diesen Protesten werden könnte oder bereits geworden ist, darüber spricht Ivana Pribakovic mit den zwei Journalisten in Washington und Miami.
    19 min
  • Die USA und die Wirtschaft
    Die Zahl der mit Corona-Infizierten steigt und steigt – und gleichzeitig wächst die Zahl der Menschen, die wegen der Pandemie ihre Stelle verloren haben. Rund 30 Millionen Amerikanerinnen und Amerikaner stehen wegen der Massnahmen gegen Covid19 ohne ihre Stelle da. Fünf Millionen Menschen haben wegen Corona keine Krankenversicherung mehr. Und da die Infektionszahlen weiter steigen, schleicht sich die Rezession langsam in die amerikanische Mittelschicht ein.
    Verheerend dabei ist, dass die Infektionszahlen nach der Wieder-eröffnung von Restaurants und Geschäften wieder gestiegen sind, weil sich viele zuerst weigerten, eine Maske zu tragen. Dabei war es anfangs Jahr um die US-Wirtschaft sehr gut bestellt. Immerhin: die Wirtschaft in den USA soll gemäss Prognosen des IWF nur um 6,6 Prozent einbrechen. Vor einem Monat rechneten die Ökonomen noch mit einem Einbruch von 8 Prozent.
    Doch offenbar ist die Kauflust in den USA wieder aufgeflammt. Wen hat es besonders hart getroffen, wer ist glimpflich davongekommen? Und wie viel vom Handelskrieg mit China ist in den USA ein Thema in der Bevölkerung? Ivana Pribakovic spricht in der Serie «Rendez-vous mit der Welt» mit SRF-USA-Korrespondentin Isabelle Jacobi in Washington und SRF-USA-Korrespondent Matthias Kündig in Miami.
    16 min
  • Die USA und das Präsidentschaftsrennen
    Joe Biden oder noch einmal vier Jahre Donald Trump. Wer regiert die Weltmacht USA ab November? Klar ist: Es wird ein weisser älterer Mann sein; würde Joe Biden gewählt, wäre es sogar der älteste gewählte US-Präsident aller Zeiten.  Warum aus 330 Millionen US-Amerikanerinnen und Amerikanern diese Wahl? Denken die zwei älteren Herren auch für die Jungen? Interessieren sich die Jungen überhaupt für die Wahlen? Entscheidend ist für viele demokratische Wähler, wen Joe Biden als Vizepräsidentin nominieren wird. Er hat eine Frau versprochen. In der Partei herrscht die Meinung vor, sie sollte deutlich jünger sein. Und besser nicht weiss. Wo steht der Wahlkampf zur Zeit? Für welche Politik werben Biden und Trump? Und wer könnte als erste Präsidentin der Vereinigten Staaten nachrutschen?
    Ivana Pribakovic spricht mit SRF-Korrespondentin Isabelle Jacobi in Washington und SRF-Korrespondent Matthias Kündig in Miami. Denn die USA sind ein vielschichtiges Land, ein Land, das nicht nur geteilt ist in Anhänger von Donald Trump und in seine Gegner, sondern ein Land, in dem sich reiche und arme Weisse, Latinos und Schwarze in unterschiedlichen Lebenswelten bewegen.
    16 min
  • USA und die Corona-Pandemie
    Es ist das Thema, das die Präsidentschaftswahlen im Herbst entscheiden könnte: die Corona-Pandemie. Während Präsident Trump bis März noch wirtschaftliche Erfolge vorweisen konnte und auf dem Weg zu seinem Slogan «make America great again», sind seine Umfragewerte nun massiv gesunken. Sein Herausforderer, der Demokrat Joe Biden führt acht Prozentpunkte in der Wählergunst. Klar ist heute schon: Die USA hat die Pandemie massiv getroffen. Die Zahl der Infizierten liegt bei über vier Millionen, die Zahl der als Covid19-Toten bezeichneten liegt bei 146'000. Die Lage in den verschiedenen Bundesländern unterscheidet sich zum Teil stark.
    In einem Hotspot lebt US-Korrespondent Matthias Kündig, in Florida. Besser unter Kontrolle ist die Lage dagegen bei Isabelle Jacobi in Washington D.C. Wenn die Rede ist von den USA, dann ist ein Gesamtbild gar nicht so einfach zu bekommen. Denn innerhalb der USA gibt es viele unterschiedliche Auffassungen, viele unterschiedliche Entwicklungen, nicht nur innerhalb der einzelnen Bundesstaaten, sondern zum Beispiel auch innerhalb der Bevölkerungsgruppen.
    Die Erlebniswelt der Weissen ist anders als die der Schwarzen oder der Latinos. Welche Haltung herrscht der Krankheit gegenüber vor? Wie nutzen die Politiker die Seuche für ihre Zwecke? Ivana Pribakovic spricht in der Serie «Rendez-vous mit der Welt» mit SRF-USA-Korrespondentin Isabelle Jacobi in Washington und SRF-USA-Korrespondent Matthias Kündig in Miami.
    20 min
  • Afrika, Europa und ihr digitales Potential
    In der Digitalisierung liegt für Afrika eine grosse Chance. Innovationen entstehen oft aus der Not heraus und die Bevölkerung ist jung und hat kaum Probleme mit neuer Technologie. Das bietet auch Möglichkeiten für Europa. Internet gibt es in Afrika längst nicht flächendeckend. Und auch sonst fehlt es oft an modernster Technologie. Dennoch sehen Fachleute in der Digitalisierung grosse Chancen für den Kontinent. Und tatsächlich gehen schon einige Errungenschaften auf den Innovationsgeist junger Afrikanerinnen oder Afrikaner zurück. Bezahl-Apps zum Beispiel sind mancherorts schon längst etabliert. Hinzu kommt, dass Afrikas Bevölkerung jung ist und kaum Schwierigkeiten bekundet mit digitalen Neuerungen. Auch Firmen aus Europa sehen Potential in der Digitalisierung Afrikas. Wo? Und wie kann man sicherstellen, dass das erwirtschaftete Geld nicht nach Europa abfliesst? Brigitte Kramer spricht darüber mit EU-Korrespondent Charles Liebherr und Afrika-Korrespondent Samuel Burri.
    17 min

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Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.

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