Tagesgespräch

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Tagesgespräch episodes

  • Die Schweiz und ihr Geld: Geiz ist geil oder Savoir-vivre?
    Die Deutschschweizer als verbissene Karrieristen, die Welschen als die «Griechen der Schweiz», die Tessinerinnen irgendwo dazwischen: Wenn es um die Einstellung gegenüber Geld und Arbeit geht, ticken die Menschen in den verschiedenen Landesteilen anders – so zumindest in unseren Vorstellungen.  Und tatsächlich sind Westschweizer häufiger und länger arbeitslos, sparen weniger und verschulden sich öfter als die Menschen in der Deutschschweiz. Im Tessin wiederum sind die Löhne am niedrigsten, obwohl das Wirtschaftswachstum höher ist als diesseits des Gotthards. Lässt sich eruieren, ob die wirtschaftliche Entwicklung von der Kultur abhängt? In unseren Sommer-Gesprächen zur Schweiz fragen wir heute: Welche Einstellung zu Geld, Wirtschaft und Arbeit legen die Menschen in den verschiedenen Sprachräumen an den Tag? Es diskutieren: Karoline Thürkauf, die seit 2 Jahren für Radio SRF aus Lugano berichtet; Westschweiz-Korrespondentin Barbara Colpi; und Christoph Brunner, unser Mann in Zürich. Die Fragen stellt Marc Lehmann.
    20 min
  • Die Schweiz und ihre Mehrsprachigkeit: Schön wär’s!
    Achteinhalb Millionen Einwohner, vier Sprachen: Die Schweiz ist multilingual und stolz darauf. Wie der Föderalismus und die direkte Demokratie, ist die Mehrsprachigkeit Teil unseres Selbstverständnisses. Doch: Wie gut sprechen wir die Sprachen der andern? Die Antwort ist ernüchternd. Die Schweizer Sprachgrenzen sind im Frühmittelalter entstanden, als Produkt komplexer Migrations- und Assimilationsbewegungen. Heute ist die mehrsprachige Schweiz eine Selbstverständlichkeit. Die Eidgenossen, ein Volk von Sprachtalenten? Im Alltag ist es mit der Mehrsprachigkeit leider nicht so weit her. Wir leben mehr neben- als miteinander in unserem jeweiligen Sprachraum. Spielen also die Sprachen für den nationalen Zusammenhalt möglicherweise gar keine entscheidende Rolle?
    Jedenfalls ticken die Sprachregionen nicht gleichförmig. Die Interessen und Schwerpunkte sind unterschiedlich gelagert und das Wissen von- und übereinander beschränkt sich oft auf Klischeevorstellungen.
    Wir reden diese Woche über den Zusammenhalt der Schweiz und fragen heute: Was ist der Einfluss von Sprache und Kultur auf das Selbstverständnis unseres Landes. Bei Marc Lehmann diskutieren: Zürich-Korrespondent Christoph Brunner, Tessin-Korrespondentin Karoline Thürkauf und Westschweiz-Korrespondentin Barbara Colpi.
    17 min
  • Die Schweiz und ihre Obrigkeit: Staatsskeptiker und Etatisten
    Die Corona-Pandemie offenbart eine kulturelle Kluft: Die Romandie und das Tessin gehen mit der Krise wesentlich anders um als die Deutschschweiz. Liegt das nur an der stärkeren Betroffenheit – oder spielt auch das Staatsverständnis eine Rolle? Die Nähe zu den Corona-Hotspots Frankreich und Italien sowie die Tatsache, dass die lateinische Schweiz früher und heftiger vom Virus heimgesucht wurde, führten zu einer unterschiedlichen Beurteilung der zu treffenden Massnahmen. Doch ist diese Erklärung ausreichend? Oder müssen wir nach anderen Gründen suchen, etwa nach der Haltung dem Staat gegenüber? Das Vertrauen und die Erwartungen an die Autoritäten sind nach landläufiger Meinung in der lateinischen Schweiz ausgeprägter als in der deutschen. Aber stimmt das auch: Romands und Tessiner als lebensfrohe Etatisten, Selbstverantwortung bei den Deutschschweizern? Und wie äussert sich das in der politischen Debatte und im gesellschaftlichen Zusammenleben?
    In unserer Sommerserie zum Zusammenhalt der Schweiz reden wir heute über das Verhältnis der Bürgerinnen und Bürger zum Staat. Zu Gast bei Marc Lehmann sind Tessin-Korrespondentin Karoline Thürkauf, Westschweiz-Korrespondentin Barbara Colpi und Zürich-Korrespondent Christoph Brunner.
    18 min
  • Die Schweiz und ihre Krisenbewältigung nach föderaler Art
    Hier der Ruf nach einem raschen Lockdown, dort das grosse Zögern: Die deutsche und die lateinische Schweiz waren sich in der Krise selten einig. An den Sprachgrenzen hat sich in der Pandemie ein «Corona-Graben» aufgetan. Wahrnehmung und Bewältigungsstrategien unterschieden sich erheblich. Grenzschliessungen, Maskenpflicht, Ausgangssperren: Die Romandie und das Tessin verlangten zu Beginn der Corona-Pandemie rasch strikte Massnahmen. In der Deutschschweiz stiess der Wunsch nach einem harten Lockdown zunächst auf taube Ohren. Warum wurde die Krise so unterschiedlich eingeschätzt? Und wie hat man schliesslich doch einen Modus gefunden, der für alle Landesteile akzeptabel war?
    Die Fragen stellen wir zum Auftakt unserer Sommerserie über den «Zusammenhalt der Schweiz». Wir fragen diese Woche, was unser Land ausmacht, wie gut (oder auch nicht) man sich über die Sprachgrenzen hinweg versteht und warum unsere kleine Multikulti-Nation mitten in Europa bei allen Alltagsproblemen politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich doch so solid dasteht. Gäste von Marc Lehmann sind: Barbara Colpi, SRF-Westschweiz-Korrespondentin mit Sitz in Lausanne; Karoline Thürkauf, Radio-Korrespondentin für das Tessin mit Sitz in Lugano; und Christoph Brunner, der seit vier Jahren für Radio SRF aus und über Zürich berichtet.
    19 min
  • Die Klima- und Frauen-Wahl von 2019
    Bei den Wahlen am 20. Oktober gelang es den Grünen erstmals, die Zehnprozent-Hürde zu nehmen. Der Frauenanteil erreichte einen historischen Höchststand. Wie es dazu kam, erklären Anke Tresch von der Universität Lausanne und Fabrizio Gilardi von der Universität Zürich im Gespräch mit Iwan Lieberherr. Tresch und Gilardi haben für das wissenschaftliche Forschungsprojekt Selects, das vom Schweizerischen Nationalfonds gefördert wird, die letzten eidgenössischen Wahlen analysiert. Sie haben Wählerströme untersucht nach den Gründen für die Verschiebungen gesucht, unter anderem bei Nachwahlbefragungen von Wählerinnen und Wählern, aber auch bei der Befragung von Kandidierenden für den National- und Ständerat. Darüber hinaus wurde die Berichterstattung in den Medien analysiert und die Wahlkampfkommunikation von Parteien und Kandidierenden in den sozialen Medien.
    Das lässt Rückschlüsse zu auf die Gründe der Wählerverschiebungen. So zeigt sich, dass vor allem von frühere SP-Wähler diesmal ihre Stimme den Grünen gegeben haben. Und das, obschon die SP ihre Anhänger sehr gut mobilisieren konnte. Ganz im Gegensatz zur SVP, deren Stammwählerschaft den Urnen eher fernblieb, obschon die SVP die treuste Stammwählerschaft überhaupt hat.
    Die Analyse zu den eidgenössischen Wahlen vom vergangenen Herbst – im «Tagesgespräch» mit Anke Tresch, der Leiterin des Wahl-Forschungsprojekts Selects, und mit Fabrizio Gilardi, dem Verantwortlichen für die Selects-Medienstudie.
    28 min
  • Wie bekommen wir das Virus in den Griff, Marcel Salathé?
    Die Corona-Fallzahlen in der Schweiz steigen wieder deutlich an und der Bundesrat zieht die Schraube an: Maskenpflicht im ÖV und Quarantäne für Rückkehrer aus Risikogebieten. Reichen diese Massnahmen aus, um das Virus in Schach zu halten? Im «Tagesgespräch» ist Epidemiologe Marcel Salathé. Jetzt also doch: Ab Montag gilt im Öffentlichen Verkehr eine Maskenpflicht. Nach langem Zögern hat sich der Bundesrat gestern zu diesem Schritt entschieden. Für die Wissenschaftler, die den Bundesrat in Sachen Corona beraten, war die Maskenfrage schon länger geklärt. Es brauche eine Maskenpflicht überall dort, wo eine Nachverfolgung der Kontakte nicht mehr möglich ist, so die Empfehlung der wissenschaftlichen Expertengruppe des Bundes. Auch die Quarantäne für Reisende aus Risikogebieten, die ab Montag gilt, ist eine Empfehlung der Experten. Doch reichen diese Massnahmen aus, um die steigenden Fallzahlen wieder in den Griff zu bekommen?
    Darüber wollen wir nun mit dem Epidemiologen Marcel Salathé sprechen. Er ist Teil der wissenschaftlichen Taskforce des Bundes und hat die Swiss Covid App mitentwickelt. Marcel Salathé ist Professor für Epidemiologie an der ETH Lausanne. Und er ist nun Gast von Barbara Peter.
    25 min
  • Kaspar Villiger und die Demokratie nach der Corona-Krise
    Der Bundesrat reagiert per Notrecht, das Parlament zieht sich auf die Tribüne zurück, die Bevölkerung erwartet eine starke Hand: Die Pandemie ist ein Stresstest für die Demokratie. Ob sie darum langfristig Schaden nimmt, fragt Kaspar Villiger im neuen Buch und Marc Lehmann ihn im Tagesgespräch. Corona und die Demokratie vertragen sich schlecht. Die Massnahmen zur Eindämmung des Virus haben weltweit zu einer beispiellosen Einschränkung individueller Freiheitsrechte geführt. Das öffentliche Leben in der Pandemie wurde eingeschränkt, die Exekutive hatte das Sagen. Doch eine Demokratie – erst recht in der direktdemokratischen Schweiz – braucht den öffentlichen Raum. Was, wenn nur noch entschieden und nicht mehr diskutiert wird? Kaspar Villiger meldet sich auch fast 20 Jahre nach seinem Rücktritt aus dem Bundesrat noch regelmässig mit grundsätzlichen Überlegungen zum gesellschaftlichen Zusammenleben zu Wort. Seine Gedanken zur Funktionalität einer Demokratie in Krisenzeiten, legt er in einem Essay dar, das am Mittwoch als Buch erscheint. Der ehemalige Verteidigungs- und Finanzminister ist ein erfahrener Krisenmanager: Nicht nur sah er sich als Mitglied der Landesregierung mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert, sondern er stand als Verwaltungsratspräsident auch der Grossbank UBS vor, als diese der Finanzkrise beinahe vor dem Kollaps stand. Marc Lehmann hat den früheren FPD-Magistraten am Mittwochmorgen zum Gespräch getroffen.
    28 min
  • Adrian Lobsiger: «Schutz der Privatsphäre muss gestärkt werden»
    Das Corona-Virus prägt derzeit die Arbeit des Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten Adrian Lobsiger. Die Swiss Covid App hat viele Fragen zum Datenschutz aufgeworfen. Müssen wir uns entscheiden zwischen Datenschutz und Gesundheit? Im «Tagesgespräch» gibt Adrian Lobsiger Antworten. Wie sicher ist die Swiss Covid App bezüglich des Datenschutzes? Fragen rund um die Corona-Warn-App haben den Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten Adrian Lobsiger in den letzten Wochen intensiv beschäftigt. Aber nicht nur das: Die Corona-Krise hat die Digitalisierung in manchen Bereichen beschleunigt und damit auch drängende Fragen zum Datenschutz aufgeworfen. Vom Home Office über die Arbeitszeiterfassung bis zum Umgang mit heiklen Gesundheitsdaten – aktuelle Fragestellungen tauchen im heute veröffentlichten Tätigkeitsbericht des Datenschutzbeauftragten für die letzten zwölf Monate auf.
    Der Jurist Adrian Lobsiger ist seit vier Jahren im Amt als Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter. Wie erlebt er die Folgen der Corona-Krise? Wie viel Einfluss hat seine Aufsichtsbehörde bei den Auswirkungen der Corona-Krise? Adrian Lobsiger ist nun Gast von Barbara Peter.
    23 min
  • Boris Zürcher: Keine Angst vor der Personenfreizügigkeit
    Schweizer Arbeitskräfte würden durch das Personenfreizügigkeitsabkommen mit der EU nicht aus dem Arbeitsmarkt gedrängt, zeigt eine Studie des Seco. Ist der freie Personenverkehr tatsächlich so unproblematisch? – fragt Marc Lehmann im Tagesgespräch Seco-Arbeitsdirektor Boris Zürcher. Befürchtungen, dass Schweizerinnen und Schweizer in die Arbeitslosigkeit gedrängt würden, weil junge, willige und gut qualifizierte EU-Ausländer ihnen die Jobs wegnähmen, seien unbegründet, stellt das Staatssekretariat für Wirtschaft in seinem neuen Observatoriums-Bericht fest. Der diesjährige Bericht ist mit besonderer Spannung erwartet worden, da im Herbst über die Begrenzungsinitiative abgestimmt wird, welche die Personenfreizügigkeit in Frage stellt. Doch: Ist der freie Personenverkehr mit Europa auch noch das richtige Konzept in Pandemiezeiten, da Corona-bedingt in der nächsten Zeit Zehntausende Arbeitsplätze wegfallen werden? Wie gut ist der Schweizer Arbeitsmarkt gerüstet für die zu erwartende kommende Rezession? Der promovierte Ökonom Boris Zürcher leitet seit sieben Jahren die Direktion Arbeit beim Seco. Der gelernte Maschinenzeichner und spätere wirtschaftspolitische Berater dreier Bundesräte spricht im Tagesgespräch über die wirtschaftlichen Herausforderungen in Zeiten von Corona.
    28 min
  • Magdalena Gwozdz über Polen vor der Präsidentenwahl
    Plötzlich wirds doch noch spannend: Polen wählt einen neuen Präsidenten, und auf einmal ist nicht mehr so klar, ob der Amtsinhaber Duda die Wiederwahl schafft. Er hat einen ernsthaften Konkurrenten bekommen. Wir analysieren die Ausgangslage im «Tagesgespräch» mit der Journalistin Magda Gwozdz. Eigentlich hätte das polnische Staatsoberhaupt am 10. Mai gewählt werden sollen. Und auch wenn die nationalkonservative Regierungspartei diesen Termin unbedingt durchdrücken wollte, um ihrem Präsidenten Andrzej Duda die Wiederwahl zu sichern, ist der Urnengang letztlich der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen.
    Nun wird ein neuer Anlauf genommen, und plötzlich sieht sich der Amtsinhaber mit einem starken Konkurrenten konfrontiert: dem Warschauer Bürgermeister Rafal Trzaskowski. Der liberale Politiker ist erst vor anderthalb Monaten ins Rennen eingestiegen und hat trotzdem gute Wahlchancen.
    Was hiesse das für Polen, wenn es zu einem Wechsel an der Staatsspitze käme?
    Marc Lehmann spricht darüber mit der Warschauer Journalistin Magdalena Gwozdz. Die 37jährige, früher beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen TVP tätig, arbeitet heute als Korrespondentin für deutschsprachige Medien.
    28 min

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Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.

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