Tagesgespräch

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Tagesgespräch episodes

  • Sven Kesselring: «Mobilität ist Segen und Fluch zugleich»
    Wie sieht die Mobilität in der Schweiz in Zukunft aus? Was zeichnet eine moderne Verkehrspolitik aus? Es sind komplexe Fragen, die heute an der ersten Schweizer Mobilitätskonferenz in Bern diskutiert werden. Im «Tagesgespräch» macht der Soziologe Sven Kesselring eine Auslegeordnung. Vom selbstfahrenden Auto bis hin zum Drohnen-Taxi: Der Mobilität der Zukunft sind, so scheint es, keine Grenzen gesetzt. Gleichzeitig hat die Diskussion um Klimawandel und nachhaltige Verkehrskonzepte dieses Jahr an Fahrt aufgenommen. Darf man in Zeiten der Klimaerwärmung noch fliegen? Macht es Sinn, privat ein Auto zu besitzen? Für die erste nationale Mobilitätskonferenz hat das Bundesamt für Raumentwicklung heute Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Raumplanung und Verkehr nach Bern eingeladen und lässt über die Zukunft der Mobilität in der Schweiz diskutieren. Nachhaltig und effizient soll sie sein, gleichzeitig ist unsere globalisierte Welt ohne Mobilität kaum denkbar. Wie können wir mobil bleiben, ohne mehr Verkehr zu schaffen? Welche Veränderungen kommen auf unsere Gesellschaft zu? Mit solchen Fragen setzt sich Sven Kesselring auseinander. Der Soziologe ist Professor für nachhaltige Mobilität an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen in Baden-Württemberg. Sven Kesselring ist einer der Hauptredner an der Konferenz in Bern und ist dort Gast von Barbara Peter.
    24 min
  • Schwingerkönigin Sonja Kälin blickt auf das «Eidgenössische» der Superlative
    Am Wochenende wird in Zug wieder ein Schwingerkönig erkoren. Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2019 sprengt alle bisherigen Dimensionen. Wann ist der Zenit erreicht? Gedanken der vierfachen Schwingerkönigin Sonia Kälin im «Tagesgespräch» bei Marc Lehmann. Die Rekorde purzeln nur so: mehr Geld, mehr Zuschauer, mehr Trubel. Das «Eidgenössische» von diesem Wochenende in Zug stösst in nie gesehene Grössenordnungen vor. Wo führt das hin? Kann der Schwingsport seine Ursprünglichkeit, die ihn ja so populär macht, bewahren, wenn er vom Kommerz fast erdrückt wird? Und wie verändert das viele Geld und die umfassende Medienpräsenz den traditionsreichen Sport?
    Die 34-jährige Schwyzerin Sonja Kälin ist vierfache Schwingerkönigin und wirft einen weiblichen Blick auf diese überaus männliche Sportart.
    23 min
  • Stadtplanerin Ariane Widmer:«Agglomerationen werden unterschätzt»
    Fast die Hälfte der Schweizer Bevölkerung lebt in Agglomerationsgebieten um Kernstädte. Tendenz steigend. Trotzdem wird die «Agglo» unterschätzt. Ariane Widmer hat in den letzten 16 Jahren den Westen Lausannes mit-entwickelt. Sie erklärt im «Tagesgespräch», wo den Agglomerationen der Schuh drückt. Gebiete rund um die Städte hätten grosses Potential, betont der Schweizerische Städteverband. Ihre Entwicklung sei entscheidend für die Entwicklung der ganzen Schweiz. Deshalb fordert der Städteverband von der Politik mehr Aufmerksamkeit für die Agglomerationen. Die Architektin und Urbanistin Ariane Widmer hat die Entwicklung der Agglomeration Lausanne Ouest koordiniert. Seit kurzem ist sie Kantonsplanerin in Genf. Sie erklärt im «Tagesgespräch», welche Unterstützung die «Agglos» brauchen und wie sie ihr schlechtes Image loswerden können.
    25 min
  • Laura Garavini: «Die verrückteste Regierungskrise Italiens»
    Nach dem Rücktritt von Regierungschef Giuseppe Conte steht Italien ohne Regierung da. Wie weiter? Denkbar ist vieles. Laura Garavini, Senatorin des Partito Democratico, spricht sich im «Tagesgespräch» gar für eine Koalition mit der Fünf-Sterne-Bewegung aus. Ungewohnte Töne, wie sie selbst zu gibt. 15 Monate war die rechtspopulistische Regierung der Lega und der Fünf Sterne-Bewegung in Italien an der Macht, gestern dann kam das jähe Ende. Premierminister Guiseppe Conte reichte seinen Rücktritt ein. Italien erlebt – mal wieder – eine Regierungskrise. Vor zwei Woche hatte Lega-Chef und Innenminister Matteo Salvini die Koalition mit den Fünf-Sternen aufgekündigt und auf baldige Neuwahlen gesetzt. Ob das auch passiert, ist allerdings offen. Staatspräsident Mattarella wird nun über das weitere Vorgehen entscheiden und bereits bringen sich die Parteien in Stellung. Eine wichtige Rolle dabei spielt der Partito Democratico. Um Neuwahlen zu verhindern, würden die italienischen Sozialdemokraten möglicherweise sogar mit der Fünf-Sterne-Bewegung zusammenarbeiten, sagt Senatorin Laura Garavini im «Tagesgespräch». Die Deutsch-Italienerin sitzt seit 2018 für den Partito Democratico im Senat und hat bisher eine Zusammenarbeit mit der populistischen Bewegung stets ausgeschlossen. Wie glaubwürdig ist dieser Sinneswandel also? Welche Chancen hätte eine solche Regierung? Und was wird derweil eigentlich aus Italien? Fragen, die wir heute vor der Sendung mit Laura Garavini besprechen konnten – wir haben die Senatorin in Rom zwischen zwei Terminen erreicht.
    26 min
  • ETH-Forscher Jan Beutel interviewt den Berg
    Unsere Berge geben keine Ruhe – immer wieder kommt es auch in diesem Sommer zu Steinschlägen und Felsabbrüchen. Die Berge bröckeln, weil der Permafrost auftaut. Was das für die Zukunft bedeutet, erklärt ETH-Forscher Jan Beutel im «Tagesgespräch» bei Marc Lehmann. Die Naturgefahren in den Bergen nehmen zu, der Permafrost taut in immer höheren Lagen auf und lässt den Felsen bröckeln. Felsstürze und Murgänge bedrohen Mensch und Tier. Gefahrenkarten müssen angepasst werden, und schon werden Forderungen laut, den Zugang zu gewissen Bergen zu sperren, weil sie nicht mehr sicher sind.
    Womit müssen wir angesichts der steigenden Temperaturen künftig rechnen, wenn sich die Bergwelt schon jetzt so rasant verändert? Und wie können wir uns schützen? Die Frage beschäftigt Jan Beutel: Der promovierte Elektrotechniker und passionierte Bergführer leitet das Projekt «PermaSense» an der ETH Zürich. Mit Resonanzmessungen im Fels werden Daten erhoben, damit Felsstürze besser vorausgesagt und Katastrophen damit verhindert werden können.
    26 min
  • Stephan Ortmann über Hongkongs Protest
    Erneut sind am Wochenende in Hongkong Tausende auf die Strasse gegangen und haben Freiheit und Demokratie gefordert. Was können die Menschen mit ihrem Protest verändern? Antworten aus Hongkong im «Tagesgespräch» von Politikwissenschaftler Stephan Ortmann, der das Geschehen vor Ort beobachtet. Hongkong hat ein weiteres Wochenende des Massenprotests erlebt. Die Teilnehmer forderten lautstark Freiheit und Demokratie für Hongkong. Zunehmend richtet sich der Unmut auf der Strasse auch gegen Peking direkt. Nach den Gewaltausbrüchen von letzter Woche blieben die Proteste dieses Mal friedlich. Doch in chinesischen Staatsmedien werden die Protestierenden mit Terroristen verglichen, vergangene Woche hatte China Truppen an der Grenze zu Hongkong versammelt. Bleibt es bei der Drohgebärde? Und was kann diese Protestbewegung tatsächlich bewegen? Der Politikwissenschaftler Stephan Ortmann forscht und lehrt seit knapp neun Jahren an der City University of Hongkong und beobachtet die Proteste vor Ort von Anfang an. Wie er die Lage einschätzt, beschreibt er im «Tagesgespräch» mit Barbara Peter.
    23 min
  • «Rendez-vous» mit der Welt: Rinkeby, Stockholmer Aussenquartier
    Millionenprogramm hiess es und sollte ab 1964 innert zehn Jahren eine Million Wohnungen für Menschen aus der Mittelschicht schaffen. Damit das Bevölkerungswachstum des Wirtschaftswunders aufgefangen werden konnte. Olof Palme, der 1986 ermordete sozialdemokratische Ministerpräsident, lebte selber in einem solchen Quartier, wollte ein gutes Vorbild sein. Doch der Traum wurde zum Alptraum. Da es in Stockholm vor allem Eigentumswohnungen gibt oder die Wohnungen hohe Mietzinse haben, wanderten in die bezahlbaren Wohnungen der Betonvororte Migrantinnen und Migranten ein. So stieg der Ausländeranteil und statt integriert wurden sie separiert. Seit 2013 gibt es immer wieder Ausschreitungen und die Kriminalität in diesen Aussenbezirken der schwedischen Hauptstadt ist gross.
    In Rinkeby zeigen sich exemplarisch auch die Gräben der Gesellschaft der globalisierten Welt; wer zum System gehört, kann profitieren, wer den Anschluss verliert, wird abgehängt. Probleme zwischen Zentrum und Peripherie in der Stadt, aber auch zwischen Stadt und dem umliegenden Land.
    Nordeuropa-Korrespondent Bruno Kaufmann führt durch eine Schattenseite Stockholms.
    18 min
  • «Rendez-vous» mit der Welt: Stockholm innovativ
    Er hat das Pulver erfunden! Alfred Nobel fabrizierte in Stockholm Dynamit. Heute wird weiter getüftelt, weniger explosiv, dafür möglichst innovativ, in Kista, dem grössten IT-Gebiet in Stockholm, vielleicht gar in Europa. Viele Mobilfunkunternehmen wie Ericsson haben dort ihren Sitz, auch Skype oder Spotify wurden hier gegründet. Die Königliche Technische Universität fehlt auch nicht im Viertel. Viele Firmen sind modern organisiert und trotzdem auch traditionell. Die Kaffeepause ist obligatorisch und ist genauso wichtig wie die Sitzungen. Und Meetings dauern uferlos, bis ein Kompromiss gefunden wird. Vertrödelte Zeit, könnte man meinen, effektiv ist es aber hoch effizient. Mit flachen Hierarchien und der Konsens-Politik schwingen Firmen wirtschaftlich und technologisch oben aus. Die Kehrseite von Stockholms Modernität sind die Verbote. Was einer egalitären Gesellschaft zuwider läuft, soll nicht sein. So sind Prostitution und Drogen verboten und Alkohol streng reglementiert. Widerspruch oder Erfolgsrezept? Nordeuropa-Korrespondent Bruno Kaufmann ergründet das Geheimnis der Nasenlänge, die Stockholm den andern immer voraus ist.
    17 min
  • «Rendez-vous» mit der Welt: Beim Königlichen Schloss in Stockholm
    Um die Mittagszeit gibt es die Wachablösung beim Königlichen Schloss, einem riesigen Kasten mit rund 650 Zimmern. Nicht mit Pauken und Trompeten, aber trotzdem mit Musik zieht die berittene Wachparade durch die Strassen, manchmal steht auch Abba auf dem Programm. Schweden ist eine der ältesten Monarchien in Europa und heute wohl die beliebteste, denn sie ist sehr bürgernah. Die Königin und der König, die Prinzessinnen und der Prinz und ihr Nachwuchs lachen lockerer als viele Filmstars in die Kamera – einfach wie sympathische Bürgerinnen und Bürger Schwedens. Welche Bedeutung hat die Königsfamilie für die Gesellschaft, die Politik, Wirtschaft und Wissenschaft in Schweden? Gerade auch, wenn man beachtet, welche Ausbildungen und Studien die Mitglieder der Königsfamilie absolvieren müssen – und mit Blick auf die Nobelpreisverleihungen, die König Carl XVI Gustav vornimmt und bei welchen die Preisträgerinnen und Preisträger mit der ganzen Königsfamilie dinieren? Ist es mehr als Folklore? Gibt es auch kritische Stimmen zum Königshaus? Nordeuropa-Korrespondent Bruno Kaufmann beantwortet die Fragen, bevor die Wachablösung übernimmt.
    17 min
  • «Rendez-vous» mit der Welt: Stockholms Verkehrsvision
    Wer in Stockholm unterwegs ist, hat die Wahl. Velos, Fähren, U-Bahn, Busse, Segways und natürlich Autos. Doch davon hat es immer weniger. Denn heute registrieren Kameras, wer beispielsweise ins Zentrum fährt. An Werktagen muss jedes Auto tagsüber eine Maut bezahlen. In Stockholm wurde 2006 das sogenannte Road Pricing getestet und ein Jahr später – nach einer erfolgreichen Volksabstimmung - definitiv eingeführt.
    Waren anfänglich 70 Prozent gegen diese Strassensteuer, sind heute ebenso 70 Prozent der Bevölkerung dafür. Denn die Maut wurde so ausgestaltet, dass es immer Alternativen dazu gibt. Der Autoverkehr in Stockholm hat deutlich abgenommen, die Mehrheit der Stockholmerinnen und Stockholmer besitzt kein eigenes Auto mehr. Das Geld aus der Maut kommt den anderen Verkehrsmitteln zugute. Aber auch die bessere Luftqualität und der flüssigere Verkehr sind positive Folgen. Nordeuropa-Korrespondent Bruno Kaufmann hat erlebt, wie die Idee der Strassensteuer aufkam, welche Diskussionen geführt wurden und wie die Maut nun funktioniert. Wie ist es, sich in dieser weitläufigen Stadt zu bewegen? Wie kommt man am schnellsten, wie am schönsten von A nach B? Der passionierte Radfahrer weiss es.
    15 min

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Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.

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