Tagesgespräch

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Tagesgespräch episodes

  • Christoph Freis Blick auf die globale Energiewende
    Die Welt dürstet nach immer mehr Energie – und gleichzeitig muss das Klima geschont werden. Wie geht das zusammen? Die Frage wird ab heute bei der Weltenergie-Konferenz in Abu Dhabi diskutiert – zuvor ist Organisator Christoph Frei Gast im «Tagesgespräch» bei Marc Lehmann. Bis 2050 soll sich der weltweite Energiebedarf verdoppeln, so die Schätzung des Weltenergierats, der ab heute einen dreitägigen Kongress in der Golfregion abhält. Der «World Energy Congress» gilt als das WEF der Energiebranche, es ist ein Anlass der Superlative: Tausende Gäste und Delegierte aus Wirtschaft, Forschung und Politik werden erwartet, Hunderte Ministerinnen, Vortragsredner, Aussteller. Zu diskutieren gilt es die Frage: Wie kann eine Balance gefunden werden zwischen Versorgungssicherheit, kostengünstigem Zugang zu Energie und Umweltverträglichkeit?
    Seit zehn Jahren leitet Christoph Frei den Weltenergierat in London, welcher die Mega-Konferenz organisiert. Der 50jährige Aargauer überblickt wie kaum ein Zweiter die Entwicklungen, die im Zuge der globalen Energiewende im Gang sind. Kurz vor Beginn der Konferenz hat Marc Lehmann Christoph Frei in Abu Dhabi erreicht.
    27 min
  • Parteiencheck: Andrea Caroni (FDP)
    Andrea Caroni, Ständerat des Kantons Appenzell-Ausserrhoden und Vize-Präsident der FDP Schweiz, stellte sich im Parteiencheck den Fragen von Rahel Walser und Curdin Vincenz. Anschliessend stand er den Hörerinnen und Hörern im Live-Chat Rede und Antwort. Die FDP hat sich viel vorgenommen: Sie will die SP als zweitstärkste Kraft überholen. 2015 lag sie noch mehr als zwei Prozentpunkte hinter den Sozialdemokraten zurück. Der Formstand der Partei ist recht gut. In vielen kantonalen Wahlen seit 2015 zählte die Partei zu den klaren Gewinnern. Erst die Klimadiskussion bremste der Aufwärtstrend.
    Im Wahlkampf setzt die Partei darum nun – neben FDP-Kernthemen wie bessere Rahmenbedingungen für die Wirtschaft und weniger Bürokratie – auf die Klimapolitik. Als Reaktion auf die Klimadiskussion startete Parteichefin Petra Gössi Anfang Jahr eine Mitgliederbefragung und führte eine Delegiertenversammlung zur Umweltpolitik durch. Nun setzt sich die FDP trotz innerparteilicher Kritik für einen tieferen CO2-Ausstoss ein und unterstützt auch Massnahmen wie eine Flugticketabgabe.
    Kommt dieser Kurswechsel bei der Stammwählerschaft an? Und gelingt es den Freisinnigen, damit neue Menschen anzusprechen? Antworten im Parteiencheck auf Radio SRF1 und SRF4 sowie hier im Live-Chat.
    27 min
  • Parteiencheck: Tiana Moser (Grünliberale)
    Die Fraktionspräsidentin der Grünliberalen, Nationalrätin Tiana Moser, stellte sich im Parteiencheck den Fragen von Priscilla Imboden und Gaudenz Wacker. Anschliessend stand sie den Hörerinnen und Hörern im Live-Chat Rede und Antwort. Dank Klimadebatte sind die Grünliberalen im Höhenflug. Gerade in städtischen Gebieten kommt die GLP-Mischung aus liberaler Umweltpolitik, einer profilierten Pro-Europa-Haltung und offener Gesellschaftspolitik («Ehe für alle») an. Dabei geht gerne vergessen, dass die GLP auf tiefem Niveau startet – nach einem Absturz bei den letzten eidgenössischen Wahlen.
    Wie erfolgreich können die Grünliberalen die grüne Welle im Herbst reiten?
    26 min
  • Parteiencheck: Balthasar Glättli (Grüne)
    Der Fraktionspräsident der Grünen, Balthasar Glättli, stellte sich im Parteiencheck den Fragen von Rahel Walser und Curdin Vincenz. Anschliessend stand er im SFR-Live-Chat Rede und Antwort. Die Grüne Partei wird seit Monaten als Siegerin der kommenden eidgenössischen Wahlen gehandelt. Die Klimadiskussion, das zeigen auch die Umfragen, spielt den Grünen in die Hände. Entsprechend setzt die Partei beim Wahlkampf voll auf dieses Thema, etwa mit dem Slogan: «Unser Klima, Deine Wahl».
    Die Erfolge in den kantonalen Wahlen seit 2015 sprechen ebenfalls für Sitzgewinne auf eidgenössischer Ebene. Die Grünen wollen im Nationalrat mindestens vier Sitze dazugewinnen. Damit kämen sie auf 15 Sitze und wieder auf den Stand von 2011. Schaffen Sie es den Schwung der Klimadiskussion in den Herbst mitzunehmen?
    27 min
  • Parteiencheck: Pirmin Bischof (CVP)
    Der Solothurner CVP-Ständerat, Mitglied des Parteipräsidiums, stellte sich im Parteiencheck den Fragen von Priscilla Imboden und Gaudenz Wacker und stand anschliessend den Hörerinnen und Hörern im Live-Chat Rede und Antwort. Wähleranteil halten: So lautet das bescheidene Ziel der CVP für den Herbst – nach jahrelangem Abwärtstrend national wie auch in Kantonen. Hoffnung setzt die CVP auf ihre Erfolge: eine schwungvoll gestartete Verteidigungsministerin Viola Amherd. Und auf ihren Sieg vor Bundesgericht, das aufgrund einer CVP-Klage erstmals überhaupt eine Abstimmung annullierte: jene über die CVP-Initiative gegen die Heiratsstrafe.
    «Wir halten die Schweiz zusammen», lautet der Slogan der Partei im Wahljahr – als quasi letzte konstruktive Kraft verkaufen Parteiexponenten wie Präsidiums-Mitglied Pirmin Bischof ihre Partei. Doch reicht das aus, um Wählerinnen und Wähler zurückzugewinnen?
    28 min
  • Hans Vorländer zum Zustand im Osten Deutschlands
    Der Umsturz ist ausgeblieben, die deutsche Rechtspartei AfD ist in Sachsen und Brandenburg nicht stärkste Kraft geworden – aber sie hat massiv an Wählerstimmen zugelegt. Wie dieser Vormarsch zu interpretieren ist, erklärt der Dresdner Politologe Hans Vorländer im Tagesgespräch bei Marc Lehmann. Die etablierten Parteien CDU in Sachsen und SPD in Brandenburg haben ihre Positionen an der Spitze gerade noch behaupten können – sie dürfen weiterregieren. Der Angriff der AfD konnte knapp abgewehrt werden. Aber es ist offensichtlich, dass die rechtspopulistische Alternative für Deutschland mit ihrem fulminanten Wahlresultat einen Nerv trifft in der ostdeutschen Bevölkerung, die sich unverstanden und frustriert fühlt. Seine Partei sei gekommen, um zu bleiben, sagte der AfD-Spitzenkandidat in Brandenburg – man wird sich wohl oder übel mit der AfD auseinandersetzen müssen, auch wenn aus der etablierten Politik vorerst niemand mit ihr zu tun haben will. Hans Vorländer zählt zu den renommiertesten Politikwissenschaftlern Deutschlands. An der Technischen Universität Dresden leitet er das Zentrum für Verfassungs- und Demokratieforschung. Der 64-Jährige ist einer der besten Kenner und Erklärer der Verhältnisse im deutschen Osten – den Aufstieg der Rechtsextremen hat er mit Untersuchungen von Anfang an wissenschaftlich begleitet.
    28 min
  • Daniel Puntas Bernet: «Das Festival ist ein Transparenz-Angebot»
    Heute startet in Bern die erste Ausgabe des Reportagen-Festivals mit Reporterinnen und Reportern aus aller Welt. Initiiert hat es «Reportagen»-Herausgeber Daniel Puntas Bernet – auch um das Vertrauen in den Journalismus wieder zu stärken, wie Puntas im «Tagesgespräch» ausführt. Dieses Wochenende gibt es in Bern Journalismus zum Anfassen: Für die erste Ausgabe des Reportagen-Festivals reisen Reporterinnen und Reporter aus aller Welt an, treten vor Publikum auf und erzählen aus ihrem Arbeitsalltag. Hinter dem Festival steht Daniel Puntas Bernet, seit acht Jahren Herausgeber und Chefredaktor des Magazins «Reportagen». Ihm geht es dabei nicht zuletzt um die Glaubwürdigkeit der Branche, wie er sagt. Der Fall des preisgekrönten Spiegel-Reporters Relotius, dessen Reportagen zu grossen Teilen erfunden waren, habe das Vertrauen in den Journalismus und insbesondere in die Reportage erschüttert.
    Welche Konsequenzen wurden nach dem Fall Relotius gezogen? Wie geht die Branche mit dem Glaubwürdigkeitsproblem um? Und wieviel Journalismus steckt tatsächlich in einer Reportage? Fragen, die Barbara Peter im «Tagesgespräch» mit Daniel Daniel Puntas Bernet bespricht.
    27 min
  • Alexander Held: «Die Brände zu löschen ist eine Illusion»
    Noch immer lodern im Amazonas-Regenwald verheerende Waldbrände. Was können Feuerwehr und Militär gegen die Brände überhaupt ausrichten? Löschen sei eine Illusion, sagt Waldbrand-Experte Alexander Held. Es gehe um Schadensbegrenzung. Wie die aussehen kann, beschreibt er im «Tagesgespräch». Seit Wochen brennt der Regenwald in der Amazonasregion. Zwar beteiligt sich mittlerweile auch die brasilianische Armee mit zehntausenden Soldaten an den Löscharbeiten. Doch diese gestalten sich schwierig. Es sei eine Illusion, diese Brände zu löschen, meint der deutsche Waldbrand-Experte Alexander Held. Er arbeitet am European Forest Institute in Bonn und hat sich auf das sogenannte «Feuermanagement» spezialisiert. Dabei geht es um Brandbekämpfung, aber auch um präventive Massnahmen, die schwere Waldbrände verhindern können.
    Themen, die zunehmend auch im mitteleuropäischen Raum diskutiert werden. Denn längst kämpfen nicht nur typische Waldbrand-Regionen wie Kalifornien, Australien oder Brasilien mit verheerenden Feuern. Begünstigt durch den Klimawandel steigt auch in unseren Breitengraden das Waldbrand-Risiko. Wie Prävention aussehen kann und was dafür getan werden muss, beschreibt Alexander Held im Gespräch mit Barbara Peter.
    27 min
  • Wie gesund sind unsere Jungen?
    Wer fit und munter ins Leben starten kann, hats später besser. Gute gesundheitsfördernde Rahmenbedingungen für Kinder und Jugendliche sind deshalb zentral. Welche Massnahmen sind nötig, damit es unseren Jungen gut geht? Die Frage wird an einer Tagung in Winterthur diskutiert – und im Tagesgespräch. Was nützt der guten Gesundheit von Kindern und Jugendlichen? Was schadet ihr? Fachleute aus verschiedenen Bereichen der öffentlichen Gesundheit diskutieren heute und morgen an der Swiss Public Health Conference in Winterthur über Frühförderung und Prävention. Denn wer im jungen Alter gesund ist, geniesst nicht nur eine bessere Lebensqualität, sondern spart auch der Gesellschaft Kosten. Gesundheitsfördernde Rahmenbedingungen im Kindesalter zahlen sich aus. Doch der Zugang zur Gesundheitsvorsorge ist nicht einheitlich – viele Kinder starten mit Nachteilen ins Leben. Im Tagesgespräch bei Marc Lehmann diskutieren Ursula Zybach – die SP-Grossrätin und studierte Lebensmittel-Ingenieurin aus dem Kanton Bern ist Präsidentin der unabhängigen Organisation Public Health Schweiz, welche das Symposium in Winterthur organisiert. Und Daniel Frey – der gelernte Kinderarzt hat 25 Jahre lang die Schulgesundheitsdienste der Stadt Zürich geleitet und zuhanden von Politik und Behörden nun ein Manifest zur Kinder- und Jugendgesundheit verfasst.
    29 min
  • Was ist Genom-Editing, Moritz Leuenberger?
    In der breiten Bevölkerung geniesst die Gentechnik keinen guten Ruf, obwohl sie im Bereich der Medizin und der Ernährung ungeahnte Möglichkeiten eröffnet. Wie umgehen mit den immer präziseren gentechnischen Verfahren? Ein Gremium, dem Altbundesrat Moritz Leuenberger vorsteht, gibt Empfehlungen ab. Neue gentechnische Verfahren, sogenanntes Genom Editing, erlauben äusserst gezielte Eingriffe in das Erbgut von komplexen Organismen. Sie verändern diese auf eine Weise, wie es auch natürlich geschehen könnte, denn im Gegensatz zur bisherigen Gentechnik werden nicht unbedingt artfremde Gene eingefügt. So lässt sich am Endprodukt kaum feststellen, ob eine erwünschte Mutation durch herkömmliche Züchtung oder einen gezielten Eingriff ins Genom zustande gekommen ist.
    Solche Verfahren, so innovativ und effizient sie aus biotechnischer Sicht sein mögen, verunsichern die Menschen. Es braucht deshalb eine umfassende gesellschaftliche und politische Diskussion über die neue Gentechnik – und letztlich eine breit akzeptierte Regulierung.
    Die unabhängige Stiftung TA-Swiss stellt wissenschaftlich fundierte und neutrale Entscheidgundlagen bereit. Heute präsentiert sie die Studie zu Genom Editing. Altbundesrat Moritz Leuenberger präsidiert den Leitungsausschuss von TA-Swiss und erläutert im «Tagesgespräch» bei Marc Lehmann die Empfehlungen zum Umgang mit der Gentechnik.
    27 min

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Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.

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