Tagesgespräch

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Tagesgespräch episodes

  • Wolfgang Zehetner: Bauten für die Ewigkeit erhalten
    Die europäischen Dombau- und Münsterbaumeister tagen diese Woche in Basel zur Frage: Wie können die Kathedralen Europas erhalten bleiben? Das «Tagesgespräch» mit Wolfgang Zehetner, Dombaumeister des Wiener Stephansdoms, über den Umgang mit historischen Steinen und den Wiederaufbau der Notre Dame. Wie gehen wir mit unseren historischen Gebäuden um? Für Europa mit seinen unzähligen Kathedralen und Kirchen eine wichtige Frage. Eine zentrale Rolle beim Erhalt der Gebäude spielen die Dombau- und Münsterbaumeister und die Bauhütten der grossen Kathedralen. Auf diesen ewigen Baustellen arbeiten Steinmetze, Bildhauer und Restauratoren am Erhalt der Bauten. Eine Arbeit zwischen alter Handwerkstradition und moderner Technik. In der Schweiz gibt es in Bern und in Basel Münsterbauhütten. Besonderes Augenmerk liegt dieses Jahr auf dem Basler Münster, das 1000 Jahre alt wird. Daher ist Basel ab heute Gastgeber für die Tagung der europäischen Dombau- und Münsterbaumeister, die sich jedes Jahr zum Erfahrungsaustausch treffen. Wolfgang Zehetner leitet die Vereinigung der Dombau- und Münsterbaumeister und sorgt als Dombaumeister in Wien seit gut 25 Jahren dafür, dass der Stephansdom erhalten bleibt. Wie kritisch sieht er den Zustand der historischen Kathedralen Europas? Und was sind seine Gedanken zum Wiederaufbau der Notre Dame in Paris? Wolfgang Zehetner ist Gast von Barbara Peter.
    27 min
  • Kosovo wählt und Kosovaren aus der Schweiz bestimmen mit
    Am Sonntag wählen die Wahlberechtigten Kosovos ein neues Parlament; Mitbestimmen dürfen auch über 35'000 Kosovaren im Ausland, viele davon in der Schweiz. «Je nach Gewinnern erwartet das Land eine gänzlich andere Zukunft», sagt Walter Müller, der frühere SRF-Südosteuropakorrespondent Walter Müller. Kosovo wählt, weil Regierungschef Ramush Haradinaj im Juli überraschend zurückgetreten ist. Er wurde damals am neuen Kosovo-Tribunal in Den Haag vorgeladen im Zusammenhang mit mutmasslichen Verbrechen im Krieg mit Serbien. Von den vorgezogenen Wahlen könnten anderen Kräfte im Land profitieren: Einerseits die links-nationalistische Vetevendosjë-Bewegung von Albin Kurti. Andererseits der LDK mit – ein Novum im Kosovo – einer Frau als Spitzenkandidatin. Diese zwei Parteien haben nichts mit den jetzigen Herrschenden zu tun, den alten Kämpfern der Kosovo-Befreiungsarmee der UCK. Sie stehen für Erneuerung. Aber eine der Parteien ängstigt sowohl die Nachbarländer als auch die internationale Gemeinschaft; Denn Vetevendosjë träumt von einem Gross-Albanien.
    Wohin steuert Kosovo? Was wird aus dem Dialog mit Serbien? Zwischen welchen Varianten können die Bewohnerinnen und Bewohner Kosovos wählen?
    27 min
  • Gerald Knaus: «Zum EU-Türkei-Abkommen gibt es keinen Plan B»
    Es braucht nur wenig und das Flüchtlingsabkommen zwischen der EU und der Türkei ist Makulatur. Wenn das eintritt, ist das die Katastrophe für die EU und die westlichen Demokratien, sagt Migrationsexperte Gerald Knaus bei Ivana Pribakovic. Gerald Knaus ist der Architekt des Flüchtlingsabkommens der EU mit der Türkei. Dank diesem Abkommen sind 2016 massiv weniger Flüchtlinge nach Europa kommen. Auch in der Schweiz liegt die Zahl neuer Asylgesuche so tief, wie seit 10 Jahren nicht mehr. Doch in Griechenland eskaliert die Lage in den Lagern, die Regierung holt einzelne Migranten aufs Festland, 10'000 Geflüchtete will sie in die Türkei zurückführen. Die Türkei hat aber schon 3,6 Millionen Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen und fürchtet zudem eine weitere Zunahme von Flüchtlingen wegen der Kriegshandlungen im syrischen Idlib. Jetzt muss Europa einen Weg finden. Sonst stehen demokratische Werte und der Schutz der Schwächsten auf dem Spiel. Gefordert seien alle Länder, auch die Schweiz. Die Asylbehörden der Schweiz, Deutschlands und der Niederlande sollten sich mit den griechischen Behörden zusammensetzen, um schnell entscheiden zu können, wer den Schutz der EU verdient und wer nicht, sagt Gerald Knaus im Tagesgespräch. Der Migrationsexperte ist Vorsitzender des Think-Tanks «Europäische Stabilitätsinitiative in Berlin.
    27 min
  • Marius Guderjan: Wie weiter in Grossbritannien?
    Alle Augen auf Boris Johnson: Bei seiner Rede zum Abschluss des Parteitags der Konservativen will der britische Premierminister seinen Brexitplan vorstellen. Welche politischen Möglichkeiten den Briten noch bleiben, erörtert Grossbritannien-Experte Marius Guderjan im «Tagesgespräch». Grosser Auftritt heute von Boris Johnson am Parteitag der Konservativen. Dabei stellt Johnson auch seinen lange angekündigten Brexitplan vor. Es sei ein endgültiges Verhandlungsangebot an die EU, heisst es dazu aus London. Sollte Brüssel nicht darüber sprechen wollen, werde man die Verhandlungen einstellen und es komme Ende Oktober zum Brexit ohne Abkommen.
    Der Verhandlungspoker um den Brexit geht in eine neue Runde – vielleicht die entscheidende? Oder kommt es doch noch zu einer Verlängerung der Frist? Oder zu Neuwahlen in Grossbritannien? Wer behält die Oberhand im Brexit-Streit, der Premierminister oder das Parlament? Der Versuch einer Einordnung im Tagesgespräch – mit dem Politologen Dr. Marius Guderjan. Er hat in Grossbritannien studiert, forscht und lehrt seit einigen Jahren zu britischer Politik am Grossbritannien-Zentrum der Humboldt-Universität zu Berlin. Marius Guderjan ist Gast von Barbara Peter.
    24 min
  • China feiert 70 Jahre Volksrepublik
    Die kommunistische Regierung feiert mit der grössten Militärparade in seiner Geschichte. Das Land will seine Übermacht zeigen. Tatsächlich hat sich enorm viel verändert seit 1949, erklären bei Ivana Pribakovic der jetzige Korrespondent von Radio SRF, Martin Aldrovandi, und sein Vorgänger, Urs Morf. Die Volksrepublik China hat sich innert nur 70 Jahren von einem der ärmsten Länder der Welt zu einer der stärksten Volkswirtschaften entwickelt und fordert so selbst die Weltmacht USA heraus. Auch das Pro-Kopf-Einkommen ist in China von 6 Euro im Jahr 1949 auf 3600 Euro im vergangenen Jahr gestiegen. Mit der wirtschaftlichen Entwicklung nicht Schritt gehalten hat die politische Entwicklung. 2008 legten hunderte Intellektueller, Unternehmer, Angestellte und Studenten ein politisches Reformprogramm vor; die Idee wurde auf dem Platz des Himmlischen Friedens blutig beerdigt.
    Warum kontrolliert die heutige chinesische Regierung ihre Bürger bis heute derart streng? Warum solch eine Nervosität angesichts dieser Erfolgsgeschichte des Landes? Und warum bedrohen Hongkongs Forderungen Peking auf sehr subtile Weise? Und wie hat der chinesische Kommunismus bis heute überleben können?
    Urs Morf kennt China seit den 80er Jahren. Er berichtete aus Peking zuerst für die NZZ und dann für Schweizer Radio. Martin Aldrovandi ist der aktuelle Korrespondent von Radio SRF.
    Die beiden China-Kenner sind zu Gast bei Ivana Pribakovic im «Tagesgespräch».
    28 min
  • Barbara Tóth: Österreich nach der Wahl
    Österreich hat ein neues Parlament gewählt, doch bis eine neue Regierung steht, dürfte es dauern. Wahlsieger Sebastian Kurz und seine ÖVP stehen vor schwierigen Verhandlungen. Die Falter-Journalistin Barbara Tóth ordnet im «Tagesgespräch» die Ausgangslage ein. Sebastian Kurz ist der klare Sieger der Parlamentswahlen in Österreich. Doch nun stehen er und seine Partei ÖVP vor einer schwierigen Herausforderung: Mit wem sollen sie eine Regierung bilden? Noch einmal mit der angeschlagenen FPÖ? Das Experiment mit den Grünen wagen? Oder halt doch mit der SPÖ? Die Partnerwahl der ÖVP wird entscheiden, in welche Richtung sich Österreich entwickelt. Wie also wird Sebastian Kurz entscheiden? Wie tickt der Mann, der so erfolgreich ist und doch für viele immer noch schwer greifbar scheint? Die Journalistin und Autorin Barbara Tóth hat 2017 eine Biographie über Sebastian Kurz veröffentlicht. Sie schreibt für die linksliberale Wiener Stadtzeitung «Falter» über österreichische Politik. Barbara Tóth ist Gast von Barbara Peter.
    26 min
  • Peter Filzmaier: Österreich vor der Wahl
    In Österreich wird am Sonntag ein neues Parlament gewählt. Der Skandal um das Ibiza-Video hatte eine politische Krise ausgelöst. Im «Tagesgespräch» ordnet Politologe Peter Filzmaier die Ausgangslage vor den Wahlen ein. Es war das Ibiza-Video zum damaligen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, das im Mai den Sturz der rechtskonservativen Regierung in Österreich ausgelöst hatte. Am Sonntag wählen die Österreicherinnen und Österreicher nun vorzeitig ein neues Parlament. Der Wahlkampf in den letzten Wochen hat sich vor allem im Fernsehen in dutzenden Fernsehduellen und Elefantenrunden abgespielt. Die Umfragen zeichnen ein eindeutiges Bild: Die ÖVP mit Altkanzler Sebastian Kurz führt die Umfragen klar an. Offen dagegen das Rennen um Platz Zwei, den sich die Sozialdemokraten SPÖ und die Freiheitliche Partei FPÖ streitig machen. Was heisst das für die Regierungsbildung? Und für Österreichs politische Zukunft? Das wollen wir von Peter Filzmaier wissen. Er ist der Mann, der Österreich die Politik erklärt. Der Politikwissenschaftler von der Universität Krems analysiert beim ORF Umfragen, Fernsehduelle und Entwicklungen im Wahlkampf. Peter Filzmaier ist Gast von Barbara Peter.
    27 min
  • Zwischen Glamour und Kunst – das Zurich Film Festival
    Am Anfang war Skepsis: Das Zurich Film Festival musste sich die Akzeptanz hart erkämpfen. Nun hat es sich etabliert, und die beiden Festivalgründer Nadja Schildknecht und Karl Spörri blicken im «Tagesgespräch» bei Marc Lehmann zufrieden auf ihre 15-jährige Aufbauarbeit zurück. Mehr Kommerz als Kunst: Das Zurich Film Festival sei ein seelenloses Retortenfestival, ein Gemischtwarenlanden, der sein Programm mit Hollywood-Stars aufzupeppen versuche und sonst nicht viel Substanzielles zu bieten habe. Die Kritik ging nicht gerade zimperlich um mit dem ZFF, das sich inzwischen aber zum zweitgrössten Filmfestival der Schweiz gemausert, sich Akzeptanz verschafft hat und auch über die Landesgrenzen hinaus ausstrahlt.
    Wie haben es die Festivalgründer geschafft, Glamour und Kunst zu vereinen? Im «Tagesgespräch» blicken Nadja Schildknecht, die Geschäftsführerin, und Karl Spörri, der künstlerische Direktor, zurück auf 15 Jahre Aufbauarbeit – und nach vorn: denn die Herausforderungen für ein Filmfestival werden in Zeiten von Netflix nicht kleiner.
    28 min
  • Urs Paul Engeler zum Showdown um den Bundesanwalt
    Das Parlament hat Michael Lauber wiedergewählt. Wird die Bundesanwaltschaft nun zur Ruhe kommen? Kann sie das verspielte Vertrauen zurückgewinnen? Im «Tagesgespräch» analysiert der Journalist und Buchautor Urs Paul Engeler, der die Arbeit Bundesanwaltschaft seit Jahrzehnten verfolgt. Bundesanwalt Michael Lauber darf bleiben – trotz seines umstrittenen Vorgehens in den Ermittlungsverfahren gegen die Fifa. Eine knappe Mehrheit des Parlaments hat Lauber das Vertrauen ausgesprochen. Ist nun alles gut? Klar scheint, dass nun eine breite Debatte einsetzen wird über die Machtbefugnisse der Bundesanwaltschaft und wie sie beaufsichtigt werden soll. Ausserdem muss im Lichte der Querelen der letzten Monate neu beurteilt werden, ob das Parlament das richtige Wahlgremium ist für das im Grunde unpolitische Amt des obersten Strafverfolgers oder ob ihn nicht doch wieder der Bundesrat bestimmen sollte.
    Der für seine investigativen Recherchen bekannte Journalist Urs Paul Engeler ist bestens mit der Arbeit und der Funktionsweise der Bundesanwaltschaft vertraut. Er hat im Nachgang zur Fichenaffäre auch ein Buch über die höchste Ermittlungsbehörde geschrieben. Engeler ist Gast von Marc Lehmann im Bundeshausstudio.
    27 min
  • Beat Rudin: Die Schweiz und der Datenschutz
    Die Schweiz braucht ein neues Datenschutzgesetz. Doch die Vorlage, die im Nationalrat diskutiert wird, ist umstritten. Manchen geht sie zu weit, anderen zu wenig weit. Wie weiter mit dem Datenschutz in der Schweiz? Das «Tagesgespräch» mit Beat Rudin, Präsident der kantonalen Datenschützer. Ein besserer Schutz für die Daten der Schweizerinnen und Schweizer. Das ist das Ziel des Bundesrats mit der Totalrevision des Datenschutzgesetzes. Im Grundsatz ist sich die Politik einig, dass es beim Datenschutz gewisse Anpassungen braucht, denn das aktuelle Gesetz stammt noch aus der Vor-Internet-Zeit von 1993. Doch dann ist Schluss mit der Einigkeit, die Vorlage ist umstritten. Als erster Rat nimmt sich der Nationalrat dem Datenschutzgesetz an und noch ist unklar, ob sich eine Mehrheit dafür findet. Die SVP kritisiert die Vorlage als «Bürokratiemonster», für die Linke geht das Gesetz nicht weit genug. Doch die Zeit drängt, denn die EU überprüft derzeit, ob der Datenschutz in der Schweiz noch gleichwertig ist mit ihrem eigenen Datenschutz. Das wäre derzeit nicht der Fall und hätte unangenehme Konsequenzen für die Schweiz. Datenschutz, Recht auf Vergessen, Schutz der Privatsphäre – es sind wichtige Themen, die heute im Nationalrat verhandelt werden. Auch Beat Rudin verfolgt die Debatte mit grossem Interesse. Rudin ist Präsident der Konferenz der schweizerischen Datenschutzbeauftragten, kurz Privatim. Er ist seit 2009 Datenschutzbeauftragter des Kantons Basel-Stadt. Der Jurist ist ausserdem Titularprofessor an der Universität Basel. Das neue Datenschutzgesetz der Schweiz sei keine souveräne Lösung, findet Beat Rudin. Er ist Gast von Barbara Peter.
    25 min

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Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.

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