Tagesgespräch

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Tagesgespräch episodes

  • Ferdinand von Schirach über die Würde des Menschen
    «Kaffee und Zigaretten» heisst das neuste Buch des deutschen Erfolgsautors Ferdinand von Schirach. Ein persönlicher Erzählband mit prägenden Erlebnissen und Beobachtungen. Im «Tagesgespräch» erzählt Ferdinand von Schirach, wie es zu dem Buch kam. Ferdinand von Schirach ist einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart. Seine Bücher wie «Verbrechen» oder «Schuld» mit Kurzgeschichten über Fälle aus seiner eigenen Anwaltspraxis, verkauften sich millionenfach. Als Strafverteidiger arbeitet von Schirach heute nicht mehr, doch seine Bücher sind geprägt von Themen wie Würde, Moral und der Frage, was den Menschen eigentlich zum Menschen macht. Nun hat Ferdinand von Schirach sein bisher persönlichstes Buch veröffentlicht: «Kaffee und Zigaretten». In 48 kurzen und längeren Texten erzählt er von Begegnungen, Erlebnissen und Beobachtungen aus seinem Leben. Er beschreibt, wie er als Jugendlicher viele Jahre unter Depressionen litt, erzählt Episoden aus seiner Kindheit und sinniert über seinen Grossvater Baldur von Schirach, den verurteilten NS-Kriegsverbrecher. Wie sehr prägt uns die eigene Herkunft? Und wie denkt der ehemalige Strafverteidiger heute über Gut und Böse, über Moral und Schuld? Barbara Peter hat mit Ferdinand von Schirach gesprochen, er im Studio in Berlin, sie in Bern.
    27 min
  • Wenn die Klima-Jugend auf die Politik trifft
    Heute wird zum weltweiten Klimastreik aufgerufen – auch in 25 Schweizer Städten sind Veranstaltungen geplant. Im Tagesgespräch bei Marc Lehmann diskutieren zwei Klima-Aktivisten mit dem Zürcher Ständerat Ruedi Noser über mögliche und unmögliche Massnahmen in der Klimapolitik. Zehntausende Teilnehmerinnen und Teilnehmer wollen heute für die Rettung des Klimas auf die Strasse gehen. Die von der jungen Schwedin Greta Thunberg initiierten Schülerstreiks haben sich zu einer Kampagne mit weltweiter Ausstrahlung entwickelt. Die jungen Demonstranten fordern die Politik zum Handeln auf. Was sind ihre Forderungen und Ziele?
    Franziska Meinherz ist Mitorganisatorin des Klimastreiks in Lausanne – die 27-jährige doktoriert an der EPFL zu nachhaltiger Städte-Entwicklung. Sie fordert einen radikalen ökologischen Wandel, damit der Klimakollaps noch abgewendet werden kann. Der 26-jährige Zürcher Jus-Student Benjamin Gautschi gibt sich moderater: Er möchte ökologische Veränderungen innerhalb des bestehenden Wirtschafts- und Lebensmodells erreichen. Die beiden konfrontieren den Zürcher FDP-Ständerat Ruedi Noser live im Bundeshausstudio mit der Frage: Warum ist die Politik bisher so passiv geblieben und was gedenkt sie jetzt zu tun?
    28 min
  • Stefanie Walter: Wie Europa auf den Brexit blickt
    Totalchaos in London: Zwei Wochen vor dem geplanten Austrittstermin wissen die Briten noch immer nicht, ob, wann und wie sie die EU verlassen wollen. Mit zunehmendem Unmut blickt auch die EU auf die Brexit-Endlosschleife. Die Zürcher Politologin Stefanie Walter kennt die europäische Befindlichkeit. Vorgestern stimmte das Unterhaus gegen den nachgebesserten Austrittsvertrag. Gestern stimmte es aber auch gegen ein No-Deal-Szenario. Und heute soll es über eine Verschiebung des Brexit abstimmen – die Briten drehen sich im Kreis. Die EU ist zunehmend ratlos und weiss nicht, was sie den Austrittswilligen von der Insel noch anbieten soll.
    Hätte Brüssel mehr Zugeständnisse machen müssen? Oder war die harte Verhandlungshaltung gegenüber London richtig, weil so nicht noch andere EU-Mitglieder zum Austritt animiert werden? Stefanie Walter, Professorin für internationale Beziehungen und politische Ökonomie an der Universität Zürich, hat die öffentliche Meinung in der EU abgefragt und stellt fest: Es wird durchaus goutiert, dass die EU mit den Muskeln spielt und den Briten keine Sonderbehandlung anbietet. Was heisst das wiederum für die EU-Verhandlungen mit der Schweiz – kann auch sie beim Rahmenabkommen kein Entgegenkommen mehr erwarten? Stefanie Walter ist Gast von Marc Lehmann im «Tagesgespräch».
    25 min
  • Die Digitalisierung, das Handy und unser Gehirn
    Die Digitalisierung bringt der Hirnforschung viele neue Möglichkeiten. Doch die digitale Welt birgt auch Risiken, die Gefahr der Abhängigkeit zum Beispiel. Während der «Woche des Gehirns» greifen wir das Thema im «Tagesgespräch» auf und diskutieren die Folgen der Digitalisierung für das Gehirn. Das Internet, der Computer, das Smartphone – digitale Medien haben in den letzten Jahren unseren Alltag massiv verändert und geprägt. Auch unser Gehirn wird heute vor andere Herausforderungen gestellt. Welchen Einfluss haben die digitalen Medien und die Digitalisierung auf unser Gehirn? An der «Woche des Gehirns» wird unter anderem dieser Frage nachgegangen. Diese jährlich stattfindende Aktionswoche will einer breiten Öffentlichkeit die Hirnforschung näherbringen. An dutzenden Veranstaltungen in neun Schweizer Städten steht diese Woche das Gehirn im Zentrum.
    Heute Abend diskutieren an der Universität Bern Neurologen und Psychologen über Chancen und Risiken der Digitalisierung für unser Gehirn. Zuvor vertiefen wir das Thema im «Tagesgespräch» mit Urs Fischer, Neurologe am Berner Inselspital und mit dem Psychiater Gerhard Wiesbeck, der das Zentrum für Abhängigkeitserkrankungen in Basel leitet. Die beiden sind Gäste von Barbara Peter.
    27 min
  • Beat Stauffer: Algerien vor ungewisser Zukunft
    Nach wochenlangen Protesten in Algerien hat Präsident Bouteflika die Konsequenzen gezogen: Er tritt bei den Wahlen nicht wieder an. Allerdings bleibt der langjährige Präsident erst einmal im Amt. Im «Tagesgespräch» analysiert Maghreb-Experte Beat Stauffer die ungewisse Ausgangslage in Algerien. Seit rund drei Wochen protestieren Algerier gegen ihren Präsidenten. Nun ist der Druck der Strasse zu gross geworden: Präsident Bouteflika hat angekündigt, bei den nächsten Wahlen nicht mehr anzutreten. Doch es ist ein Abschied auf Raten, denn vorerst bleibt der Präsident im Amt und niemand weiss, wie lange dieser Zustand anhalten wird. Die Wahlen, eigentlich für Mitte April geplant, wurden auf unbestimmte Zeit verschoben. Bouteflika hat zwar auch politische und wirtschaftliche Reformen versprochen, doch reichen diese Versprechen den Demonstranten? Wie geht es in Algerien weiter? Im «Tagesgespräch» ordnen wir die aktuellen Entwicklungen in Algerien mit dem Maghreb-Experten Beat Stauffer ein. Er berichtet als freischaffender Journalist aus Nordafrika und bereist die Länder regelmässig. Beat Stauffer ist Gast von Barbara Peter.
    23 min
  • Die Schweiz steht im Stau
    25'000 Staustunden im letzten Jahr – dem Autoverkehr droht der Kollaps. Was ist zu tun? «Die Strassen ausbauen»!, verlangt der Bund. «Auf keinen Fall»!, rufen die Gegner. Die Nationalräte und Verkehrspolitiker Thierry Burkart und Michael Töngi kreuzen im «Tagesgespräch» bei Marc Lehmann die Klingen. Der Bundesrat schlägt einen milliardenteuren Ausbau des Schweizer Nationalstrassennetzes vor. Engpässe sollen rasch behoben und mittelfristig sollen die Autobahnen zwischen den grossen Städten durchgehend auf sechs Spuren erweitert werden. Bringt der Ausbau die ersehnte Entlastung oder generiert das zusätzliche Angebot im Gegenteil noch mehr Verkehr? Bedeutet ein Autobahnausbau in Zeiten des Klimaschutzes nicht einen Anachronismus? Und werden künftige Mobilitätsentwicklungen genügend in die Überlegungen einbezogen?
    Der Nationalrat entscheidet heute Nachmittag über die umstrittene Verkehrsinfrastruktur-Vorlage. Zuvor diskutieren im «Tagesgespräch»: der Aargauer FDP-Nationalrat und TCS-Vizepräsident Thierry Burkart, der den Autobahn-Ausbau befürwortet, und Michael Töngi, Nationalrat der Grünen aus Luzern – er will von einer Kapazitätserweiterung nichts wissen.
    27 min
  • Verena Brunschweiger ist mit Überzeugung «kinderfrei»
    Die Frage, ob man Nachwuchs will, wiegt schwer und beschäftigt die meisten Paare früher oder später. Frauen, die sich bewusst gegen Kinder entscheiden, sind noch immer eine Provokation. Die bayerische Autorin Verena Brunschweiger hat ein fulminantes Plädoyer gegen das Kinderkriegen geschrieben. Eine Frau, die keine Kinder will, stösst häufig auf Kritik. Zwischen Kinderlosen und Kinderhabenden hat sich ein Graben aufgetan, der in unserer Gesellschaft immer grösser zu werden scheint. Der Wettbewerb um das bessere, um das richtige Lebensmodell verschärft sich. Vorurteile und Stigmatisierungen gegenüber kinderlosen Frauen sind weit verbreitet, ebenso die Meinung, nur als Mutter werde die Frau zur richtigen Frau.
    In ihrem gestern erschienenen Buch «Kinderfrei statt kinderlos» erklärt die promovierte Gymnasiallehrerin und Feministin Verena Brunschweiger, warum sich Frauen als Akt der Selbstbestimmung gegen Kinder entscheiden dürfen und dabei erst noch die Umwelt schonen. Zum Tag der Frau ist die 38jährige Gast von Marc Lehmann im «Tagesgespräch».
    26 min
  • Urs Schwaller zur Zukunft der Post
    2018 erlebte die Post eines der turbulentesten Jahre ihrer Firmengeschichte. Der Postauto-Skandal um Buchhaltungstricks bei Subventionen überschattete alles. Wo steht die Aufarbeitung? Und wie geht es für den Postkonzern weiter? Post-Präsident Urs Schwaller nimmt im «Tagesgespräch» Stellung. Die Post hat ein ausgemachtes Krisenjahr hinter sich. 2018 stand ganz im Zeichen der Postauto-Affäre und den zahlreichen Abgängen an der Konzernspitze, insbesondere von Postchefin Susanne Ruoff. Das Krisenjahr zeigt sich nun in den Geschäftszahlen, welche die Post heute vorgestellt hat. Der Konzerngewinn ist 2018 auf 405 Millionen Franken gesunken, 122 Millionen weniger als im Vorjahr. Sorgen bereitet auch das schlechte Ergebnis der Banktochter Postfinance.
    Gleichzeitig steht die Post vor wichtigen Veränderungen und muss strategische Entscheide für die Zukunft fällen. Denn das Kerngeschäft mit Briefen schrumpft Jahr für Jahr. Doch der neue Konzernchef Roberto Cirillo tritt seinen Job erst nächsten Monat an. Und Verwaltungsratspräsident Urs Schwaller war in den letzten Monaten vor allem mit Krisenmanagement beschäftigt. Wie also steht es um die Zukunft der Post? Post-Präsident Urs Schwaller gibt Antworten im «Tagesgespräch» - er ist jetzt Gast von Barbara Peter.
    29 min
  • Stefan Keller: Resozialisierung in Zeiten des Null-Risikos
    Öffentliche Sicherheit zu gewährleisten, ist zur Hauptaufgabe des Strafvollzugs geworden. Die zunehmende Nullrisiko-Politik führt dazu, dass die Wiedereingliederung von Straftätern auf der Prioritätenliste zurückgestellt wird. Die Analyse des Obwaldner Oberrichters Stefan Keller im Tagesgespräch. Der Strafvollzug hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Seit dem «Mord am Zollikerberg», als in den 90er Jahren ein verurteilter Mörder auf Hafturlaub eine junge Pfadiführerin umbrachte, wird das öffentliche Interesse an Sicherheit höher gewichtet als das Prinzip der Wiedereingliederung von Straftätern in die Gesellschaft. Doch auch die Resozialisierung ist ein klar definierter gesetzlicher Auftrag. Was zählt nun mehr: Der Schutz der Gesellschaft vor Straftätern oder deren Recht auf Wiedereingliederung? Und wie bringt man die beiden, sich auf den ersten Blick widersprechenden Grundsätze der Strafjustiz zusammen? Die Schweizerische Arbeitsgruppe für Kriminologie, eine Vereinigung von Strafrechtlern, Vollzugsbeamtinnen und Richtern, diskutiert die Frage ab heute drei Tage lang an einem Kongress in Interlaken. Zuvor machen wir im Tagesgespräch die Auslegeordnung: mit dem Tagungsleiter und promovierten Juristen Stefan Keller – der Oberrichter des Kantons Obwalden ist Gast von Marc Lehmann.
    28 min
  • Erich Ettlin und Hans Stöckli zur Franchisen-Erhöhung
    Die Gesundheitskosten steigen und steigen, mit verschiedenen Massnahmen will der Bundesrat Gegensteuer geben. Heute hat der Ständerat über eine Erhöhung der Minimal-Franchise entschieden – im «Tagesgespräch» diskutieren die Ständeräte Erich Ettlin, CVP und Hans Stöckli, SP. Patientinnen und Patienten in der Schweiz sollen in Zukunft einen grösseren Teil der Behandlungskosten aus der eigenen Tasche bezahlen. Das hat heute der Ständerat entschieden und Ja gesagt zu einer regelmässigen Erhöhung der Franchisen in der Grundversicherung. Heute beträgt die Mindestfranchise 300 Franken, die höchste liegt bei 2'500 Franken. Diesen Anteil müssen die Versicherten jedes Jahr selbst bezahlen, erst danach übernimmt die Krankenkasse die Kosten. Nun sollen die Franchisen jedes Mal um 50 Franken angehoben werden, sobald die Gesundheitskosten einen bestimmten Grenzwert übersteigen.
    Mit dieser Massnahme will der Bundesrat die steigenden Gesundheitskosten senken. Doch wie gross ist der Spareffekt tatsächlich? Fördert die Erhöhung der Franchise die Selbstverantwortung der Versicherten oder ist sie unsozial gegenüber Alten und Kranken, wie die SP kritisiert? Die Partei hat bereits das Referendum gegen die Vorlage angekündigt. Bei Barbara Peter diskutieren nun Hans Stöckli, Berner SP-Ständerat und Erich Ettlin, CVP-Ständerat aus dem Kanton Obwalden.
    25 min

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Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.

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