Tagesgespräch

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Tagesgespräch episodes

  • Bruno Reichart: Das Tierherz im Menschen
    Die Erwartungen vor 20 Jahren waren gross: Schweineherzen sollten in Menschen transplantieren werden. Doch es gelang nicht. Genveränderte Tiere sollen nun zum Durchbruch verhelfen – ist das machbar und wünschenswert? Der Münchner Forscher und Herzchirurg Bruno Reichart ist Gast im Tagesgespräch. Xenotransplantation heisst es, wenn Organe oder Zellen eines Tieres einem Menschen oder einem anderen Tier eingepflanzt werden. Seit zwanzig Jahren wird daran geforscht, jedoch erfolglos. Jedes Mal, wenn eine Hürde genommen wurde, tauchte eine neue auf: die Organe wurden abgestossen, die Gefahr, Krankheiten zu übertragen konnte nicht ausgeschlossen werden oder die Organe passten sich nicht im neuen Körper an. Mit der neuen Methode der Genveränderung, dem Genome Editing, ist es nun gelungen, Schweinen zu züchten, deren Organe passender sind. Die ersten Tierversuche sind geglückt. Forscher sprechen von einer Wiederauferstehung, einem Comeback der Xenotransplantation. Doch auch wenn es medizinisch machbar wäre, viele ethische und gesellschaftliche Fragen bleiben ungeklärt: Tierrechtliche Fragen stellen sich, aber auch Fragen nach der Identität von Tier und Mensch. Mit all diesen Fragen beschäftigt sich seit Jahrzehnten der Münchner Herzchirurg Bruno Reichart, der den Glauben an die Transplantation von Schweineherzen in den Menschen nie verloren hat. Er ist Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn.
    26 min
  • Otfried Jarren: Ein Leben für den Journalismus
    Seit 1997 war Otfried Jarren an der Uni Zürich Publizistikprofessor. Nun geht er in den Ruhestand. Im «Tagesgespräch» zieht Jarren Bilanz und verrät, warum Journalist für ihn auch heute noch ein Traumberuf ist. Otfried Jarren, der Kommunikationswissenschaftler und Publizistikprofessor doziert künftig nicht mehr an der Universität Zürich. Der 65-jährige geht altershalber in den Ruhestand. Ursprünglich wollte Jarren selbst Journalist werden. Stattdessen schlug er eine akademische Karriere ein, bildete Journalisten aus, analysierte den gegenseitigen Einfluss von Politik und Medien und beobachtete die Veränderungen im Journalismus in den letzten 40 Jahre. Seit 2013 ist Otfried Jarren zudem Präsident der Eidgenössischen Medienkommission, die den Bundesrat und die Verwaltung in Fragen zur Medienpolitik berät. Diese Funktion wird er auch nach seiner Emeritierung weiter ausüben. Wie steht es seiner Meinung nach um die Zukunft des Berufs des Journalisten? Was kann, was soll die Politik in der Schweiz angesichts des Medienwandels unternehmen? Fragen von Barbara Peter an Otfried Jarren im «Tagesgespräch».
    28 min
  • Christoph Brutschin: «Pharmaindustrie ist Klumpenchance »
    Roche und Novartis bleiben auf Wachstumskurs. Das freut auch den Basler Wirtschaftsdirektor Christoph Brutschin. Rund 40 Prozent der Wertschöpfung in der Region Basel stammt von der Pharmaindustrie. Hängt Basel zu sehr am Tropf der Pharma? Im «Tagesgespräch» gibt Christoph Brutschin Antworten. Mehr Umsatz und mehr Gewinn: Die Basler Pharmaunternehmen Novartis und Roche haben diese Woche ihre Zahlen für 2018 präsentiert und bleiben wie erwartet auf ihrem Wachstumskurs. Gute Nachrichten aus der Pharmaindustrie sind gute Nachrichten für die Region Basel. Denn allein diese Branche erzielt rund 40 Prozent der Wertschöpfung in der Region. Basel und Pharma gehören zusammen. Doch ohne Spannungen ist dieses Verhältnis nicht. Zuletzt sorgte im Herbst Novartis für Misstöne, mit der Ankündigung, dass in der Schweiz über 2'000 Stellen abgebaut werden. Was passiert in Basel, wenn der Wachstumsmotor der Pharmaindustrie ins Stottern gerät? Wir fragen den Basler Wirtschaftsdirektor Christoph Brutschin. Seit 2009 ist der SP-Politiker in der Basler Regierung für das Wirtschaftsdepartement zuständig und damit auch erster Ansprechpartner der Pharma. Wie sieht er das Verhältnis zur Pharmaindustrie? Christoph Brutschin ist Gast von Barbara Peter.
    27 min
  • «Die Probleme der Gelbwesten haben überall in Europa Geltung»
    Hélène Miard-Delacroix ist Professorin für Zeitgeschichte an der Pariser Sorbonne – sie betrachtet die «Gilets Jaunes» nun auch in Deutschland mit Sorge. Seit langem seien die Probleme bekannt, doch niemand kümmere sich darum. Die Regierungen in Europa fürchteten sich zu Recht vor diesen Bewegungen. Wohl niemand hätte geglaubt, dass die Proteste der «Gilets Jaunes» in Frankreich so lange andauern würden, sagt Hélène Miard-Delacoroix. Spätestens mit der Kälte im Winter und der Weihnachtszeit seien sie vorüber, so die landläufige Meinung. Doch sie halten weiter an und dehnen sich gar aus – beispielsweise nach Deutschland, wo Menschen gegen Dieselfahrverbote auf die Strasse gehen. Was in Frankreich geschah, könne auch in Deutschland und anderen europäischen Ländern geschehen – die Spaltung der Gesellschaft, ein grosser Unmut gegen die Eliten, gegen Reiche, gegen die Gesetze – ohne klare politische Ausrichtung oder politische Visionen, so Miard-Delacroix. Frankreichs Präsident Macron versucht den Befreiungsschlag mit einem Dialog mit dem Volk, hört sich stundenlang die Sorgen und Nöte der Bürger an. Doch die Forderungen zu erfüllen werde ihm wohl nicht gelingen, denn sie seien so individuell wie die Gelbwesten selber. Die Professorin für deutsche Zeitgeschichte an der Pariser Univeristät Sorbonne ist Gast im Tagesgespräch bei Karoline Arn.
    26 min
  • Claudia Zilla zum Machtkampf in Venezuela
    Die letzte Geldquelle soll versiegen: Die USA will das Geld für venezolanisches Öl auf ein Sperrkonto geben – und nicht mehr Präsident Maduro. Ist es ein Kampf für die Demokratie oder um das Ölgeschäft oder gar ein globaler Machtkampf? Antworten gibt die Lateinamerikaspezialistin Claudia Zilla. «Bolivarische Revolution» hiess das Projekt, das Hugo Chavez 1999 startete. Er wollte die Einnahmen des Erdöls in Venezuela gerechter verteilen – und demokratischer regieren. Nach seinem Tod übernahm 2013 Nicolas Maduro dieses Erbe. Heute steht Venezuela ärmer da denn je; fünf Jahre Rezession hintereinander, rekordhohe Inflation, hungernde Menschen, Tausende Flüchtlinge und eine verfolgte Opposition – so die Bilanz. Kein Wunder, bekommt der Präsident des Parlamentes, Juan Guaido, breite Unterstützung, allen voran der USA, wenn er sich als Übergangspräsident ernennt und sich Präsident Maduro entgegenstellt. Venezuela lebt von Geldern aus Russland und China, das Geld aus seinen weltweit grössten Erdölvorkommen reicht nirgends mehr hin.
    Wie konnte es soweit kommen? Woher kommt die einhellige Unterstützung für den selbsternannten Übergangspräsidenten Guaido der USA, aber auch vieler Länder Lateinamerikas und Europas? Welche Rolle spielt dabei das Ölgeschäft - und wird Venezuela zum Spielball der globalen Machtpolitik zwischen dem Westen und China und Russland? Diese Fragen beantwortet Claudia Zilla, sie ist Forschungsgruppenleiterin Amerika der Stiftung Wissenschaft und Politik mit Schwerpunkt Lateinamerika.
    26 min
  • Christian Mumenthaler: «Ich bin eigentlich Optimist»
    Der Klimawandel ist real, sagt Swiss Re-Chef Christian Mumenthaler. Als Rückversicherer hat Swiss Re den Überblick über die Zunahme der Naturkatastrophen weltweit. Im «Tagesgespräch» spricht Christian Mumenthaler über die Folgen des Klimawandels für das Rückversicherungsgeschäft. Weltweit haben Naturkatastrophen letztes Jahr Versicherungsschäden von gut 80 Milliarden Dollar verursacht. Das schätzt der Schweizer Rückversicherer Swiss Re. Kein neuer Rekord, aber über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre. Und durch den Klimawandel werde das Risiko von Naturkatastrophen in Zukunft wohl weiter zunehmen, sagt Swiss Re-Chef Christian Mumenthaler.
    Was bedeutet das für das künftige Geschäft der Rückversicherer? Wird der Klimawandel irgendwann zum Risiko, das niemand mehr tragen kann? Im «Tagesgespräch» liefert Christian Mumenthaler Antworten. Der 49-jährige ist schon seit 20 Jahren bei Swiss Re. Seit 2016 steht der gelernte Molekularbiologe an der Spitze des Konzerns. Barbara Peter hat Christian Mumenthaler am Rande des WEF in Davos zum Gespräch getroffen.
    27 min
  • Tages-Gespräch: Joel Basman ist «Der Büezer»
    Er verzaubert derzeit im Kino als Motti Wolkenbruch die Massen und ist momentan der wohl gefragteste Schauspieler der Schweiz: Joel Basman kann fast alle Rollen spielen. Vor allem die fiesen Typen liegen ihm. Warum?, erklärt er im Tagesgespräch bei Marc Lehmann. An den gestern eröffneten Solothurner Filmtagen ist Joel Basman gleich mit drei Filmen präsent. Einer davon, "Der Büezer", hat morgen Premiere. Basman spielt einen Sanitärinstallateur, der in die Fänge einer Freikirche gerät. Im Tagesgespräch spricht Basman über den Kinohit "Wolkenbruch", sein jüdisches Umfeld in seiner Heimatstadt Zürich und warum er trotzdem mal einen KZ-Kommandanten gespielt hat.
    27 min
  • Dirk Hoke: «Wir brauchen eine starke deutsch-französische Achse»
    2017 haben Frankreich und Deutschland angekündigt, gemeinsam einen neuen Kampfjet zu entwickeln. Es war die Rede vom modernsten Luftverteidigungssystem der Welt. Wo steht das Prestigeprojekt? Braucht Europa diesen Kampfjet tatsächlich? Airbus-Rüstungschef Dirk Hoke nimmt im «Tagesgespräch» Stellung. Deutschland und Frankreich haben diese Woche mit der Unterzeichnung des Aachener Vertrags ihre Freundschaft und enge Zusammenarbeit bekräftigt. Besonders wichtig ist die gemeinsame Verteidigungspolitik. In diesem Bereich wurde bereits vor zwei Jahren ein deutsch-französisches Luftverteidigungsprojekt für einen neuen europäischen Kampfjet lanciert. Daran beteiligt ist unter anderen Unternehmen auch Airbus. Der Konzern möchte bei der Entwicklung des neuen Kampfjets eine Führungsrolle einnehmen. Doch noch sind bei dem europäischen Prestigeprojekt viele Fragen ungeklärt. Im «Tagesgespräch» spricht Airbus-Rüstungschef Dirk Hoke über die Zukunft der Luftverteidigung in Europa und über die ehrgeizigen Pläne von Airbus in der Raumfahrt. Barbara Peter hat Dirk Hoke am Rande des WEF in Davos zum «Tagesgespräch» getroffen.
    28 min
  • Erbprinz Alois blickt auf 300 Jahre Liechtenstein
    Vor 300 Jahren, am 23. Januar 1719, ist das Fürstentum Liechtenstein ein Staat geworden. 300 Jahre turbulente Geschichte hat das «Ländle» unversehrt überstanden. Heute gibt in Liechtenstein der Reichtum den Ton an. Marc Lehmann befragt Erbprinz Alois zur erstaunlichen Entwicklung seines Landes. Es war einmal ein Fürst in der fernen Habsburger Monarchie. Der kaufte sich vor 300 Jahren ein Land am Oberrhein, um in der Hierarchie des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation aufzusteigen. Die Liechtensteiner Fürsten kümmerten sich lange nicht um ihr verarmtes Fleckchen Erde, bis kurz vor dem 2. Weltkrieg erstmals ein Fürst Wohnsitz nahm in Vaduz. Seither residiert das Fürstenhaus im Land, das seinen Namen trägt, und hat den Aufstieg vom unbedeutenden Bauernstaat zur international anerkannten Dienstleistungsnation begleitet und gefördert. Dank Industrie und Finanzwesen und dank der engen Anbindung an die Schweiz, ist das Fürstentum Liechtenstein in den vergangenen Jahrzehnten zu enormem Wohlstand gelangt. Der 50-jährige Erbprinz Alois ist Thronfolger und Stellvertreter des Fürsten, seines Vaters Hans-Adam II. Er führt die Amtsgeschäfte im «Ländle», das sowohl Monarchie als auch Demokratie ist. Erbprinz Alois hat Marc Lehmann anlässlich von Liechtensteins 300. Geburtstags auf Schloss Vaduz zum Tagesgespräch empfangen.
    29 min
  • Leben mit Alzheimer
    Gegen das grosse Vergessen gibt es noch kein Heilmittel, aber einen besseren Umgang. Welchen, erzählen drei Frauen bei Ivana Pribakovic: Eine mit Diagnose Alzheimer, eine, die ihren dementen Mann pflegte und eine Beraterin. In der Schweiz kommt jeder Zehnte mit an Alzheimer erkrankten Personen in Kontakt. Oft scheut man sich, mit den vergesslichen Menschen in Kontakt zu treten. Das sei schade, sagt Sandra Etter vom Alzheimer-Beratungstelefon. Für die Erkrankten sei der soziale Kontakt zentral. Das bestätigt Dorothea Keller; für sie war es eine Entlastung, dass ein Bekannter mit ihrem demenzkranken Mann musizieren kam oder mit ihm spazieren ging. Trotzdem, übernahm auch sie sich und brauchte nach dem Tod ihres Mannes drei Jahre, um wieder zu einem eigenen Leben zu kommen. Brigitte Feldmann nahm ihre Alzheimerdiagnose zuerst sehr schwer. Inzwischen plant sie aber, eine Biographie über ihr bewegtes Leben zu schreiben. Trotz Alzheimer.
    27 min

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Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.

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