Tagesgespräch

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Tagesgespräch episodes

  • Die Zersiedelungsinitiative – Mittel gegen den Siedlungsbrei?
    Am 10. Februar stimmt die Schweizer Bevölkerung über die Zersiedelungsinitiative ab. Diese verlangt, dass die Fläche der Bauzonen eingefroren wird. In der Abstimmungskontroverse diskutieren ein Befürworter und ein Gegner Vor- und Nachteile der Initiative. In der Schweiz werden jedes Jahr rund 24 Quadratkilometer Grünfläche überbaut – das entspricht etwa der Fläche des Walensees. Diese Entwicklung wollen die Jungen Grünen mit ihrer Zersiedelungsinitiative stoppen. Der Bundesrat und die bürgerlichen Parteien lehnen die Initiative ab, die Linke unterstützt sie. In der Abstimmungskontroverse vertritt der grüne Nationalrat Bastien Girod die Initianten. Er sagt, die Initiative sei das richtige Mittel, um die Zersiedelung zu stoppen. BDP-Ständerat Werner Luginbühl vertritt das Nein-Lager. Er befürchtet, die Initiative könnte der Wirtschaft schaden.
    28 min
  • Rabbiner Goldschmidt: «Mehr Dialog zwischen Juden und Muslimen»
    Der Vorsitzende der Europäischen Rabbinerkonferenz, Pinchas Goldschmidt, hat diese Woche die jüdischen Gemeinden in Zürich besucht. Im «Tagesgespräch» spricht der Rabbiner über seine Schweizer Wurzeln und über die Zukunft von jüdischem Leben in Europa. Hoher Besuch diese Woche für die jüdischen Gemeinden der Schweiz: Pinchas Goldschmidt, der Vorsitzende der Europäischen Rabbiner-Konferenz und Ober-Rabbiner von Moskau, besuchte Zürich. Für den 55-jährigen ist die Reise auch eine Rückkehr in die alte Heimat, denn Rabbiner Goldschmidt ist gebürtiger Schweizer und in Zürich geboren.
    Als Vorsitzender der Europäischen Rabbinerkonferenz ist Pinchas Goldschmidt viel unterwegs und besucht jüdische Gemeinden in ganz Europa. Vor allem die Frage nach der Zukunft des jüdischen Lebens in Europa treibt ihn um. Denn der wachsende Antisemitismus hinterlässt Spuren in den jüdischen Gemeinden. Viele europäische Juden denken an Auswanderung, das zeigte jüngst auch eine Umfrage der EU-Agentur für Grundrechte. Wie also steht es um die Zukunft der Juden in Europa? Barbara Peter hat Rabbiner Goldschmidt zum «Tagesgespräch» getroffen und mit ihm unter anderem darüber gesprochen, warum er den Dialog zwischen Juden und Muslimen in Europa für lebensnotwendig hält.
    23 min
  • Hans-Werner Sinn über die Rolle der EU beim Brexit
    Die «Bild»-Zeitung nannte ihn einmal den «klügsten Professor Deutschlands» – und auch mit über 70 ist Hans-Werner Sinn noch immer gut in Schuss. Der Münchner Ökonom will einem breiten Publikum die Welt erklären. Warum er nichts von einem Brexit hält, verrät er im Tagesgespräch bei Marc Lehmann. Das britische Parlament hat Premierministerin Theresa May die Gefolgschaft verweigert und den von ihr ausgehandelten Austrittsvertrag wuchtig abgelehnt. Wie es nun in Sachen Brexit weitergehen soll, ist 70 Tage vor dem geplanten Austrittstermin völlig unklar. Der emeritierte Münchner Wirtschaftsprofessor Hans-Werner Sinn gilt als einer der pointiertesten Kommentatoren des Weltgeschehens, und er scheut sich nicht, auch laut Kritik zu üben, wenn es ihm angezeigt erscheint. So hält er etwa die Gemeinschaftswährung Euro für eine völlige Fehlkonstruktion. Auch der Idee eines Brexit kann er nichts abgewinnen – Sinn hält diesen für schädlich, sowohl für Grossbritannien selbst wie aber explizit auch für die EU. Er kann deshalb nicht verstehen, warum man in Brüssel die Sache auf die leichte Schulter genommen und den Briten kein besseres Angebot gemacht hat. An der gestern eröffneten Winterkonferenz des Schweizerischen Gewerbeverbands in Klosters hat Hans-Werner Sinn das Eröffnungsreferat gehalten – Marc Lehmann hat ihn dort zum Gespräch getroffen.
    28 min
  • Wie weiter beim Brexit?
    Grossbritannien steht vor einem Scherbenhaufen. Der Deal von Theresa May ist im Parlament deutlich durchgefallen. Wie soll es nun weiter gehen? Läuft es auf einen Brexit ohne Deal hinaus? Was wäre die Alternative? Im «Tagesgespräch» ordnen unsere Korrespondenten die Ausgangslage ein. Der Brexit-Deal von Theresa May ist vom britischen Parlament in aller Deutlichkeit abgelehnt worden. Und die politische Unsicherheit hält an: Am Abend muss sich die Premierministerin im Parlament einem Misstrauensvotum stellen. Auch wenn sie das übersteht, die Zeit für ein Abkommen mit der EU über den Austritt Grossbritanniens wird knapp. Läuft es also doch auf den gefürchteten ungeordneten EU-Austritt am 29. März hinaus? Oder bietet die EU Grossbritannien noch einen Ausweg an? Im «Tagesgespräch» wagen wir eine vorläufige Auslege- und Einordnung der Ereignisse. Unser Grossbritannien-Korrespondent Martin Alioth analysiert das Geschehen auf der Insel und unser EU-Korrespondent Oliver Washington liefert aus Brüssel die Einschätzungen zum Brexit aus EU-Sicht. Die beiden sind nun Gäste von Barbara Peter.
    25 min
  • Wakker-Preis an die Hauptstadt des Durchschnitts
    Der Schweizer Heimatschutz zeichnet dieses Jahr das Städtchen Langenthal mit dem renommierten Wakker-Preis aus. Wie kommt die einstige «graue Maus» zu dieser Ehre? Im «Tagesgespräch» bei Marc Lehmann diskutieren Hansjürg Käser und Adrian Schmid über den Aufschwung der Oberaargauer «Metropole». Durchschnittlicher geht nicht: Langenthal diente lange als Testmarkt für neue Produkte in der Schweiz, weil die Kleinstadt ideal war für die Ermittlung des Deutschschweizer Mehrheitsgeschmacks. Langenthal galt als langweilig und unattraktiv. Doch das von der Industrie geprägte Städtchen im bernischen Oberaargau hat sich stark gewandelt, beweist Sorgfalt im Umgang mit der Bautradition und packt mutig und umsichtig die Erneuerung des Ortsbilds an.
    Die Entwicklung Langenthals begeistert auch den Schweizer Heimatschutz, weshalb er den diesjährigen Wakker-Preis an die 15000-Einwohner Gemeinde vergibt. Im «Tagesgespräch» begründet Heimatschutz-Geschäftsführer Adrian Schmid den Entscheid. Und der langjährige frühere Stadtpräsident und spätere Berner Polizeidirektor Hansjürg Käser zeichnet die erfreuliche Entwicklung seiner Stadt nach.
    27 min
  • Markus Schefer zu den Rechten von Menschen mit Behinderung
    Der neuen SBB-Doppelstockzug sorgt weiterhin für Diskussionen. Das Bundesgericht muss nun entscheiden, ob der Zug behindertengerecht ist. Im «Tagesgespräch» erörtert Staatsrechtsprofessor Markus Schefer, wie es eigentlich um die Rechte von Menschen mit Behinderung in der Schweiz steht. FV-Dosto – das steht für Fernverkehrs-Doppelstockzug und ist die technische Bezeichnung des neuen SBB-Doppelstockzugs. 1,9 Milliarden Franken hat die SBB die Beschaffung der 62 Züge gekostet, seit rund einem Jahr verkehren sie auf dem Schweizer Schienennetz. Doch die Diskussionen um den Zug reissen nicht ab und beschäftigen Politik und Gerichte. Die Verkehrskommission des Nationalrats wird sich möglicherweise diese Woche mit den Pannen und technischen Störungen des Doppelstockzugs beschäftigen. Und beim Bundesgericht ist seit letzter Woche eine Beschwerde der Behindertenorganisationen gegen den Doppelstockzug hängig. Der Dachverband Inclusion Handicap fordert auf diesem Weg Verbesserungen, damit der Zug auch für Menschen mit Behinderung zugänglich sei. Worum geht es im Kern? Und wie steht es um die Chancen dieser Beschwerde? Das wollen wir mit Markus Schefer genauer anschauen. Schefer ist Staatsrechtsprofessor an der Universität Basel und wurde im Sommer in die Uno-Kommission für die Rechte von Menschen mit Behinderungen gewählt. Er hat im Überblick, wie es allgemein um die Rechte von Menschen mit Behinderung in der Schweiz steht. Markus Schefer ist Gast von Barbara Peter.
    27 min
  • Alex Kühni, Augenzeuge des Kriegs
    Er war mit der Kamera dabei, als die irakische Armee die Stadt Mosul von der Terrormiliz IS zurückeroberte. Für seine Bilderserie wurde der Berner Fotograf Alex Kühni mit dem Swiss Press Photo Award ausgezeichnet – anlässlich der Werkschau PhotoSchweiz ist er Gast im «Tagesgespräch». Sie fangen mit ihrer Kamera Leid und Elend ein, drastische Szenen von Exekutionen, brennenden Dörfern und verhungernden Kindern. Kriegsfotografen lösen in der öffentlichen Wahrnehmung gleichermassen Faszination wie Befremden aus, ihr Gewerbe ist umstritten, und in der Schweiz gibt es nicht viele mit diesem Beruf.
    Was bewirkt Kriegsfotografie beim Betrachter? Soll sie schockieren oder eine Reflexion in Gang setzen? Dient sie der Aufklärung oder eher der Befriedigung von Sensationslust? Führt sie gar zu Abstumpfung?
    Der 37jährige Fotograf Alex Kühni war schon in vielen Krisengebieten unterwegs, vom Gazastreifen bis Bangladesch, von Nordkorea bis zum Irak. Die Schlacht um die Stadt Mosul hat er vom Überfall durch die Terrormiliz IS bis zur Rückeroberung durch die irakische Armee bei mehreren Einsätzen dokumentiert. Dafür wurde er ausgezeichnet, und darüber spricht er morgen in einem Workshop an der Fachmesse PhotoSchweiz in Zürich-Oerlikon.
    Zuvor gehts im «Tagesgespräch» bei Marc Lehmann um Kriegsfotografie zwischen Dokumentation und Voyeurismus.
    28 min
  • Wolf Grabendorff: Zeitenwende in Lateinamerika?
    Venezuelas Präsident Nicolas Maduro klammert sich an die Macht. Heute soll er für eine zweite Amtszeit vereidigt werden. In den umliegenden Ländern sind die Regierungen mittlerweile nach rechts gerückt. Lateinamerika-Experte Wolf Grabendorff ordnet im «Tagesgespräch» diese Entwicklung ein. Trotz Kritik aus dem Ausland, trotz der schweren humanitären und wirtschaftlichen Krise im eigenen Land, trotz Millionen Geflüchteten: Venezuelas Präsident Nicolas Maduro klammert sich an die Macht und soll heute für eine zweite Amtszeit vereidigt werden. Allerdings hat sich das Umfeld für Präsident Maduro in den letzten Jahren entscheidend geändert. Brasilien, Argentinien, Kolumbien – wo vor zehn Jahren noch linke Regierungen an der Macht waren, sind mittlerweile rechtskonservative Politiker am Ruder. Die politische Landkarte Lateinamerikas hat sich grundlegend verändert.
    Mit dem Lateinamerika-Experten Wolf Grabendorff wollen wir diese Entwicklung, die Gründe dafür und die Auswirkungen genauer unter die Lupe nehmen. Der deutsche Politikwissenschaftler hat in den letzten 40 Jahre in mehreren Ländern Lateinamerikas gelebt und ist Gastprofessor für internationale Beziehungen an der Universität in Quito in Ecuador. Derzeit ist Wolf Grabendorff in Deutschland zu Besuch. Barbara Peter hat mit ihm gesprochen.
    28 min
  • Der «Bestatter» und sein Erbe
    Am Dienstag begann die letzte Staffel des «Bestatters». Für die neue Ära von Eigenproduktionen bei SRF ist Bettina Alber verantwortlich. Sie diskutiert mit Filmkritiker Christian Jungen über Swissness und das internationale Potential von Schweizer Serien im «Tagesgespräch» mit Karoline Arn. «Gestorben wird immer» – mit diesem Motto eroberte die Bestatterfamilie Fisher in der US-amerikanischen Serie «Six Feet Under» Traumquoten und zahlreiche Preise. Vor sechs Jahren buhlte die erste Folge von «Bestatter» um das Schweizer Publikum. Gedreht nicht im grossen Amerika, sondern dem kleinen Aargau. Die Schweiz wollte mitziehen mit dem Serien-Fieber, das sich weltweit auszubreiten begann. Das Experiment gelang. Nun ist der Bestatter am Ende und damit ist Zeit, eine kritische Bilanz zu ziehen – wie viele und welche Serien braucht die Schweiz? Mit welcher Swissness? Mit welchen Ansprüchen? Und welche Chancen haben sie auf dem internationalen Markt? Sollen und werden Serien den herkömmlichen Spielfilm verdrängen? Diese und andere Fragen diskutieren die Projektleiterin Serien beim Schweizer Fernsehen, Bettina Alber, und der Filmkritiker der «NZZ am Sonntag», Christian Jungen, im Tagesgespräch bei Karoline Arn.
    27 min
  • Casimir Platzer: Kritik an der Stellenmeldepflicht
    Seit sechs Monaten gilt in der Schweiz der «Inländervorrang light». Das Seco hat nun eine positive Bilanz gezogen. Das Gastgewerbe steht der Stellenmeldepflicht weiterhin kritisch gegenüber. Mehr Bürokratie und wenig Vermittlungen, findet Gastrosuisse-Präsident Casimir Platzer im «Tagesgespräch». Der «Inländervorrang light»: Lange wurde politisch um diesen Kompromiss für die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative der SVP gerungen. Seit einem halben Jahr gilt nun, dass Branchen mit einer hohen Arbeitslosigkeit zuerst arbeitslose Inländer anstellen sollen, statt Personal aus dem Ausland zu suchen. Heute hat das Staatssekretariat für Wirtschaft Seco eine positive Bilanz nach den ersten sechs Monaten der sogenannten Stellenmeldepflicht gezogen.
    Die Branchenverbände sehen die Sache kritischer. Vor allem aus der betroffenen Gastronomie- und Hotelleriebranche kommt vernichtende Kritik. Aufwendiger Ablauf, unbrauchbare Kandidaten, zu wenig erfolgreiche Vermittlungen, lautet das Fazit. Woran liegt das? Und wie könnte man das System verbessern? Das wollen wir von Gastrosuisse-Präsident Casimir Platzer wissen. Der Berner führt in Kandersteg selbst ein Hotel und kennt die Alltagssorgen des Gastgewerbes. Wie sieht er die Zukunft der rund 200000 Mitarbeiter in der Gastronomie und Hotellerie in der Schweiz? Casimir Platzer ist nun Gast von Barbara Peter.
    26 min

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Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.

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