Tagesgespräch

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Tagesgespräch episodes

  • Kunstsammler und Unternehmer Uli Sigg an der ART Basel
    Für ihn sind es grossartige Tage: was Rang und Namen hat in der Kunstszene, stellt an der ART Basel aus. Warum ihn die chinesische Kunst am stärksten interessiert, erzählt Uli Sigg bei Ivana Pribakovic.Er sammelt chinesische Kunst seit dem Massaker vom Tienanmen-Platz. «Die Gegenwartskunst will Provokation», sagt Sigg. Das fasziniert ihn. Gleichzeitig hat der Kunstsammler, ehemalige Manager und ehemalige Botschafter in Peking gute Beziehungen zur chinesischen Regierung; so konnte er sich für die Freilassung des regimekritischen Künstlers Ai Weiwei einsetzen. Obwohl er ungefähr 2300 Werke gesammelt hat, sieht er sich «nicht als Sammler, sondern eher als Forscher», verrät Uli Sigg. So schenkt er denn auch Werke im Wert von 150 bis 162 Millionen an ein ein Museum in Hongkong. Er hofft, das Museum werde zum Museum of Modern Art (MoMA) in Asien, und er meint, die Chancen dafür stünden gut.
    23 min
  • Maximilian Reimann + Thomas Hardegger über Checks für Autofahrer
    Bis wann sind Autofahrerinnen und -fahrer fit zum Fahren? Können sie das entscheiden? Sollen sie mit 70 dazu verpflichtet werden? Die Nationalräte Maximilian Reimann, SVP, und Thomas Hardegger, SP, stritten darüber in der Verkehrskommission im Nationalrat und bei Ivana Pribakovic im «Tagesgespräch».«Ältere Autofahrer können selbst entscheiden, ob sie noch fit fürs Autofahren sind, da braucht es den Staat nicht, der das vorschreibt», findet der 75jährige Nationalrat Maximilian Reimann. Es genüge vollkommen, wenn Autolenker ab 75 erstmals ärztlich abgeklärt werden, ob sie fahrtauglich sind. «70 ist der späteste Zeitpunkt für die Kontrolle, ältere Menschen überschätzen oft ihre Fähigkeiten», findet dagegen Thomas Hardegger.Die verkehrsmedizinischen Untersuchungen sollen nach dem Willen des Nationalrats auf 75 Jahre heraufgesetzt werden. Das hat das Nationalrat klar beschlossen mit 143 zu 15 Stimmen.
    26 min
  • Mark Farha zur Isolation Katars
    Abbruch der diplomatischen Beziehungen, Schliessung der Grenze. So geht man gewöhnlich gegen Erzfeinde vor. Die arabischen Nachbarn setzen diese Mittel aber gegen den Freund Katar ein. Was die Strafaktion bringt, erklärt der in Doha tätige Schweizer Politologie-Professor Mark Farha im Tagesgespräch.Wirtschaftlich sei die Isolation stark spürbar, sagt Farha. Viele Güter des täglichen Gebrauchs werden teurer, auch wenn die Türkei bei landwirtschaftlichen Gütern ein Stück weit in die Bresche gesprungen ist. Nun drohe, dass Katar erst recht in die Arme des Irans getrieben werde. Allerdings seien die Bande nicht so eng, wie es scheint: So stehen die beiden in der Türkei auf verschiedenen Seiten. Während die Iraner den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad stützen, unterstützt Katar Rebellengruppen, die in stürzen wollenl. Unklar sei die Rolle der USA. Dort müsse man abwarten, wer sich durchsetze. US-Aussenminister Rex Tillerson gelte als Freund Katars, hatte er doch als Exxon-CEO Katar ein Stück mit aufgebaut. Präsident Trump hingegen stellte sich zurerst auf die Seite von Saudi-Arabien. Mark Fahra ist der Meinung, die USA und Russland müssten bezüglich Katar rasch eine gemeinsame Linie finden, sonst könne es gefährlich werden. Ein Krieg sei zwar unwahrscheinlich, aber nicht gänzlich ausgeschlossen.
    27 min
  • Martin Alioth: Fiasko für UK-Premierministerin Theresa May
    Theresa May wollte mit vorgezogenen Neuwahlen ein klares Mandat für den harten Brexit erzwingen. Das Gegenteil ist passiert. Was heisst das nun? SRF UK-Korrespondent Martin Alioth ist Gast von Susanne Brunner.In weniger als zwei Wochen sollten die Brexit-Verhandlungen mit der EU beginnen. Für diese Verhandlungen wollte Premierministerin ein starkes Mandat. Doch sie hat zu hoch gepokert. Ihre Konservativen haben die absolute Mehrheit im Unterhaus verloren, die Labour-Partei verzeichnet den grössten Wähler-Zuwachs seit 1945. Und auch sonst ist bei diesen vorgezogenen Neuwahlen einiges durcheinander geraten. War es Ärger über den dritten Urnengang in drei Jahren? Spielten die Terroranschläge in London und Manchester eine Rolle? Erwachten die Jungen aus ihrem Brexit-Schock? Eine Analyse.
    25 min
  • Sigrid Lüber zum Tag der Meere
    Der Ozean, das grösste Ökosystem der Erde – es ist in akuter Gefahr. Klimawandel, Überfischung und Vermüllung bedrohen diesen riesigen Lebensraum. Die Zürcher Umweltschützerin Sigrid Lüber nimmt derzeit an der Uno-Meereskonferenz in New York teil und ist Gast von Marc Lehmann im «Tagesgespräch».Delphine, Wale und Schildkröten ersticken am Zivilisationsmüll, giftige Mikroplastikpartikel gelangen in die Organe von Fischen und damit in die Nahrungskette, zu viel CO2 lässt die Ozeane versauern und Korallen absterben – und darüber hinaus herrscht unter Wasser wegen Ölbohrungen und des Schiffsverkehrs ein ohrenbetäubender Lärm. «Es braucht Ruhezonen und ein Verzeichnis der Lärmemissionen, daran wird nun gearbeitet», sagt Lüber.Dem Ozean geht es nicht gut, das hat auch die Uno gemerkt, die gegenwärtig in New York den ersten Meeresgipfel mit Regierungsvertretern und Umweltschützern aus über 150 Ländern durchführt. «Es gibt bereits 400 tote Zonen im Meer, wo nichts mehr lebt», so Lüber. «Das Problem ist, dass Abkommen keine Sanktionen beinhalten, dies muss jetzt eingeführt werden.» Für die Schweiz mit dabei: Sigrid Lüber, Gründerin der Zürcher Meeresschutz-Organisation OceanCare. Zum heutigen Tag der Meere ist sie Gast im «Tagesgespräch».
    26 min
  • Ulrich Meyer: «Mit einer Parkbusse bis vor Bundesgericht...»
    Heute Vormittag hat der Ständerat den Geschäftsbericht des Bundesgerichts genehmigt. Nicht immer läuft es zwischen Politikern und Richtern so rund. Bundesgerichtspräsident Ulrich Meyer ist Gast von Susanne Brunner.Rund 8000 Fälle sind 2016 beim Bundesgericht eingegangen. Für 38 Richterinnen und Richter eine enorme Arbeitslast, auch wenn sie auf die Hilfe von Gerichtsschreibern und nebenamtlichen Richtern zählen können. «Das Bundesgericht sollte sich wieder auf die wichtigen Fälle konzentrieren können, auf grundsätzliche Fälle», sagt Bundesgerichtspräsident Ulrich Meyer im «Tagesgespräch» bei Susanne Brunner.SP-Mitglied Meyer erklärt, was er unter relevanten Fällen versteht und warum Bundesrichter vermehrt politischer Kritik ausgesetzt sind. Welche Rolle die Gerichtsschreiber am Bundesgericht spielen. Und warum die Prozessfreudigkeit heute so gross ist.
    26 min
  • Velopionier Bendicht Luginbühl
    200 Jahre nach seiner Einführung ist das Velo heute ein Lifestyle-Objekt. Und ein zunehmend unverzichtbares Vehikel, wenn es darum geht, den Verkehrskollaps zu vermeiden – sagt Velopionier Bendicht Luginbühl im «Tagesgespräch» bei Marc Lehmann.Das Fahrrad hat den Verkehr demokratisiert. Es sorgt dafür, dass breite Bevölkerungskreise mobil sind. Velofahrerinnen und –fahrer sparen Platz und Energie, tun etwas für die Umwelt und ihre Gesundheit. Sind es die besseren Menschen? Jedenfalls steht der Zweiradverkehr weit oben in der Förderungsgunst der Politik – vor allem die unter ständigem Mehrverkehr ächzenden Städte unterstützen das Velo mit viel Geld.Bendicht Luginbühl gilt als einer der Pioniere der Schweizer Mountainbike-Bewegung und als Begründer des professionellen Fahrrad-Journalismus. Der Mitbegründer und spätere Programmleiter von Radio DRS 3 führt heute ein Beratungsunternehmen – er verfolgt die Entwicklungen im Velo-Bereich seit 30 Jahren.
    27 min
  • André Lüthi, Chef des Reiseveranstalters Globetrotter
    Der Abenteurer, der es zum CEO gebracht hat: André Lüthi, Chef des Reiseveranstalters Globetrotter, ist ein umtriebiger Typ. Mit seinem unkonventionellen Karriereweg dient er vielen als Vorbild. Im «Tagesgespräch» bei Marc Lehmann erklärt Lüthi, warum Reisen besser sind als Ferien.Mit Mut, Geschick und grosser Lust am besonderen Auftritt hat der 56jährige Freiburger die Reisebranche aufgemischt. Während die grossen Veranstalter um jeden Franken kämpfen, vermeldet Globetrotter Rekordergebnisse. Mit seinen exklusiven Nischenangeboten steht André Lüthis Reiseunternehmen bestens im Markt. Doch wer gönnt sich Reisen in die Arktis, in die Wüste und nach Nordkorea? Bietet das ehemalige Alternativ-Reisebüro nur noch Trips für Zahlungskräftige? Und ist es überhaupt sinnvoll, jede Ecke der Welt auszuleuchten und zu bereisen?Am SEF in Interlaken hängt man Lüthi an den Lippen: Sein aussergewöhnlicher Weg soll andere dazu inspirieren, Routinen und Sicherheiten über Bord zu werfen und das Unkonventionelle zu wagen.
    27 min
  • FCB-Präsident Bernhard Heusler zieht Bilanz
    Acht Mal Meister in Serie, drei Mal Meister und Cupsieger, ein Jahresumsatz von über 100 Millionen Franken: die Ära Bernhard Heusler war die erfolgreichste des FCB. Nun tritt der Präsident ab. Er ist Gast von Susanne Brunner im «Tagesgespräch».Der FC Basel steht vor seinem letzten Match der Saison, doch es ist schon klar: Der FCB ist Schweizer Meister, zum 20. Mal in seiner Geschichte. Fast die Hälfte seiner Meistertitel gewann Basel in den acht Jahren, in denen Bernhard Heusler den Club führte. 2009 übernahm er zusammen mit Sportchef Georg Heitz die operative Führung des FCB, 2012 wurde er Präsident. In dieser Zeit stürmte die Mannschaft von Erfolg zu Erfolg, die Champions League spülte Millionen in die Clubkasse. Nun tritt die Führungsmannschaft des FCB ab: am Freitag das letzte Spiel, am Samstag Meisterschaftsfeier, am 9. Juni wird ein neuer Präsident gewählt. «Es ist ein optimaler Zeitpunkt für eine neue Führungsriege», sagt Bernhard Heusler. «In der Schweiz ist ein Meistertitel des FCB Pflicht, er löst kaum mehr Emotionen aus.» Und genau das dürfe im Fussball nicht sein. Gleichzeitig ist der FC Basel im internationalen Vergleich zu klein für grosse Erfolge. Jetzt brauche der FCB neue Impulse.Susanne Brunner hat im St.Jakob-Park mit Bernhard Heusler gesprochen.
    24 min
  • Abschied von Monsieur Migration, Eduard Gnesa
    Eduard Gnesa hat die Schweizer Migrationspolitik in einer ereignisreichen Zeit mitgeprägt. Heute endet die Karriere des langjährigen Amtsdirektors und Sonderbotschafters. Am Tag seiner Pensionierung ist er Gast von Marc Lehmann im «Tagesgespräch».Flüchtlinge, Asylverfahren, Integrationskonzepte: Seit 30 Jahren dreht sich der Arbeitsalltag von Eduard Gnesa um das heisseste innenpolitische Eisen der letzten Zeit, um die Zuwanderung. Der Walliser war Direktor des Bundesamts für Ausländer, später Chef des Bundesamts für Migration – und seit acht Jahren verhandelt er als Sonderbotschafter sogenannte Migrationspartnerschaften mit Ländern, aus denen besonders viele Menschen zu uns kommen. Das Ziel: Diese Länder zur Rücknahme ihrer Landsleute zu bewegen, wenn die Schweiz im Gegenzug Entwicklungshilfe leistet.Wie soll die Zuwanderungspolitik der Zukunft aussehen? Welche Integrationskonzepte passen dazu? Und wie können die grossen Flüchtlingskrisen der Gegenwart gemeistert werden? Fragen an Monsieur Migration, der heute in den Ruhestand tritt.
    28 min

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Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.

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