Tagesgespräch

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Tagesgespräch episodes

  • Johann Schneider-Ammann – Rückblick auf Bundespräsidenten-Jahr
    New York, Shanghai, der Vatikan – Johann Schneider-Ammann reist in Schweizer Mission um die Welt. Er ist auf Achse wie kaum ein Bundespräsident vor ihm. Im Tagesgespräch bei Marc Lehmann lässt er sein Präsidialjahr Revue passieren und erinnert sich an den Händedruck des Jahres.Den Werkplatz Schweiz stärken, das Verhältnis zur EU klären, das Land auf der internationalen Bühne vertreten: Hier setzte Johann Schneider-Ammann als Bundespräsident seine Schwerpunkte. Er traf den Papst, US-Präsident Barack Obama und mehrfach die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel. Er machte aber auch diktatorischen Regierungen wie jenen Chinas oder Irans seine Aufwartung. Ist das unvermeidlich, um die wirtschaftlichen Möglichkeiten, die sich in diesen Ländern bieten, zu nutzen? Wie kritisch kann man bei solchen Besuchen gegenüber seinen Gastgebern sein?Johann Schneider-Ammann hat sein Präsidialjahr sichtlich genossen. Er fühlt sich – trotz zeitweiliger Gesundheitsprobleme – auch kurz vor dem ordentlichen Pensionsalter noch voll im Saft. So fit jedenfalls, dass er noch nicht ans Aufhören denkt. Auf ein mögliches Telefonat mit dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump ist Schneider-Ammann vorbereitet. Die Hauptbotschaft, die Trump bekomme: Die Welt müsse offen bleiben. «Kleine und mittlere Staaten sind auf offene Weltmärkte angewiesen. Mauern bauen und die grossen Märkte von den Lieferanten aus kleinen Märkten abschotten, darf nicht Oberhand bekommen.»
    27 min
  • André Blattmann: Der oberste Soldat der Schweiz tritt ab
    1976 machte er die RS, wurde dann Berufssoldat und 2009 Chef der Armee. Als Bundesrat Guy Parmelin das Militärdepartement übernahm, waren seine Tage als Armeechef gezählt. Jetzt tritt André Blattmann ab und ist Gast von Susanne Brunner.Hundert Monate lang war Korpskommandant André Blattmann Chef der Schweizer Armee. Seinen Posten trat er inmitten von Turbulenzen beim VBS an: Sein Vorgänger Roland Nef musste wegen einer Stalking-Affäre zurücktreten, die schliesslich auch zum Rücktritt von Bundesrat Samuel Schmid führte. Blattmann übernahm keine einfache Aufgabe, und im Einsatz für „seine Armee nahm er oft auch kein Blatt vor den Mund. Zum Beispiel bezeichnete er das Zivildienst-Gesetz als „Betriebsunfall, warnte vor einem Migrationsstrom von Griechen, verunglimpfte einen Fernsehmoderator, zog Spott auf sich, als er von seinem grossen Notvorrat sprach. Und dann lehnte das Stimmvolk auch noch den Kauf neuer Kampfflugzeuge ab. Allerdings stimmten auch über 73 Prozent für die Beibehaltung der Wehrpflicht, ein klares Bekenntnis zur Armee. Für diese hat sich Blattmann ein Leben lang eingesetzt.
    25 min
  • Martin Alioth – «Brexit» spaltet Grossbritannien
    Die Mehrheit der Britinnen und Briten will den Austritt aus der EU. Akademiker schwanken zwischen Ratlosigkeit und Empörung, Unternehmer und Banken zeigen sich besorgt. Noch ist ungewiss, ob es wirklich zum «Brexit» kommt. Grossbritannien-Korrespondent Martin Alioth ist Gast von Ivana Pribakovic.Unsicherheit und Unklarheit regieren zurzeit in Grossbritannien. Tritt das Land wirklich aus der Europäischen Union aus? Die Regierung sendet widersprüchliche Signale. Die Mehrheit von Premierministerin Theresa May ist knapp. Falls die Briten aus dem EU-Binnenmarkt austreten, wäre das Land weniger an die EU gebunden als die Türkei. Diese Unsicherheit ist Gift für Grossbritanniens Wirtschaft. Doch noch ist diese erstaunlich stabil. Warum? Und: Wie ist die Stimmung in der britischen Bevölkerung?
    23 min
  • Bestsellerautor Marc Elsberg – Wenn die Technik uns ersetzt
    Ein toter US-Aussenminister. Pflanzen und Tiere, die es nicht geben kann. Ein Forscher, der einem Paar ein Wunderkind verspricht. Marc Elsberg hat seinen dritten Technik-Thriller geschrieben. Er ist Gast von Susanne Brunner.Der österreichische Schriftsteller Marc Elsberg schreibt in erster Linie spannende Bücher. Die Themen, die er auswählt, werden immer wieder von der Realität eingeholt. In «Blackout» stellt er sich eine Welt vor, die plötzlich keinen Strom mehr hat, und das nicht nur für einige Stunden oder Tage. Zwar gab es bisher noch keinen globalen Stromausfall, aber Städte wie New York oder auch Zürich haben bereits grosse Blackouts erlebt. «Zero», Elsbergs zweiter Roman, ist eine Geschichte über Big Data und die totale Überwachung, die es, wie man auch dank Edward Snowden inzwischen weiss, tatsächlich gibt. Beide Thriller wurden zu Bestsellern. Nun kommt ein Gentech-Thriller: «Helix. Sie werden uns ersetzen».Marc Elsberg spielt mit dem Gegensatz zwischen Natur und Kultur, wie er sagt. Ihn verwundert, warum eine Gesellschaft, die mittels Forschung und Technik wohlhabender und gesünder geworden, sich dennoch vor gewissen Technologien fürchtet. Dabei habe es die Politik durchaus in der Hand, Techniken zu bannen, so geschehen beispielsweise in Österreich – mit einem fertig gestellten Atomkraftwerk, das dann nie in Betrieb genommen wurde.
    25 min
  • Iren Meier – Iran bleibt nach Trump-Wahl gelassen
    Donald Trump versprach im Wahlkampf, er werde das Atomabkommen mit Iran «demontieren», es sei destaströs für Israel und den ganzen Nahen Osten. Ist das Abkommen nun gefährdet? Iren Meier ist soeben von einer Iran-Reise zurückgekehrt – und Gast von Ivana Pribakovic.Die USA behalten sich nach wie vor hohe Strafen gegen die geldgebenden Banken vor. Dennoch kommt es bereits zu Vertragsabschlüssen mit US-Firmen. So haben sich Boeing und der Iran auf den Kauf von 80 Passagierflugzeugen geeinigt. Auch die Ölproduktion konnte wieder angekurbelt werden. Die iranische Bevölkerung spürt jedoch noch kaum etwas von einem Aufschwung und hofft weiterhin auf eine wirtschaftliche Öffnung, sagt Iren Meier. Nach wie vor sei die Arbeitslosigkeit immer noch sehr hoch. Iran hofft deshalb auf Europa, namentlich auf französische und italienische Unternehmen, die investieren und so Arbeitsplätze schaffen. Gesellschaftspolitisch haben die letzten Parlamentswahlen wenig verändert, noch immer haben die Revolutionsgarden das Land im Griff, das Parlament bleibt schwach.
    24 min
  • Michael Grossenbacher – Flüchtlingsgeschichten auf Schwimmwesten
    Seit der Schliessung des illegalen Flüchtlingscamps in Idomeni leben in Griechenland rund 60'000 Flüchtlinge in offiziellen Fl,üchtlingslagern. Michael Grossenbacher von «The Voice of Thousands» hat gesehen wie. Er ist Gast von Susanne Brunner.Auf ihrem Weg ins Bundeshaus werden Parlamentarier und Parlamentarierinnen am Dienstag an einer Ausstellung von Schwimmwesten vorbeikommen, mit denen Flüchtlinge übers Mittelmeer gelangt sind. Ein paar junge Leute hatten die Idee, die Lebensgeschichten unterschiedlichster Flüchtlinge auf deren Schwimmwesten zu zeichnen – um zu zeigen, dass die meisten von ihnen vor der Flucht ein ganz normales Leben geführt haben. «Project Lifejacket» nennt sich das Projekt. Mitbeteiligt daran ist auch die Organisation, die Michael Grossenbacher gegründet hat: Der Musiker und Komiker, der mit der A-Capella-Showgruppe «Bagatello» 16 Jahre lang unterwegs war, ist einer von hunderten Menschen in der Schweiz, die sich um Flüchtlinge in Griechenland kümmern. Grossenbacher sagt, dass die meisten Griechen den Flüchtlingen an und für sich positiv gegenüberstehen, nur sei das Land einfach überfordert. Grossenbacher ist in den Camps auf Menschen gestossen, die lieber im Granathagel gestorben wären als jetzt im Lager zu frieren. «Was will man da anders tun als helfen» – sei es mit Spenden oder wie Michael Grossenbacher mit freiwilliger Hilfe vor Ort.
    28 min
  • Viktor Giacobbo und Mike Müller: Abschied von Giacobbo/Müller
    Am Sonntag ist Schluss mit Giacobbo/Müller: Nach neun Jahren machen Viktor Giacobbo und Mike Müller zum letzten Mal ihren satirischen Wochenrückblick am Schweizer Fernsehen. Jetzt sind die beiden zu Gast bei Susanne Brunner.Am Sonntag, 22.15 gibts zum letzten Mal Giacobbo/Müller. Und vom Bildschirm verabschieden sich nicht nur die beiden bekanntesten Satiriker der Schweiz, sondern auch zwei Polit-Kommentatoren. Viele Junge interessierten sie mit ihrer Show für die Politik. «Wenn Leute durch unsere Sendung Interesse an Politik bekommen, dann ist das toll», sagt Victor Giacobbo. «Ein schöner Nebeneffekt», nennt es Mike Müller.In den USA war der Komiker Jon Stewart der glaubwürdigste Newsmacher, obwohl er gar kein Journalist war. Und: Viktor Giacobbos Ueli Maurer oder seine Susanne Leutenegger Oberholzer waren ja schon fast so echt wie die echten Vorbilder, genauso wie Mike Müllers Toni Brunner. «Wir spielen Figuren, die wir uns auch zutrauen. Die anderen spielen wir nicht», so Giacobbo. Ein Rückblick auf neun Jahre Politsatire und Politik, und ein Gespräch über Politsatire in Zeiten, in denen alle über «fake news» reden. «Je absurder Politclowns werden, desto schwieriger wird es, sie zu überhöhen. Gewisse Sachen lassen sich nicht mehr toppen», so Müller.
    26 min
  • Marcel Tanner – Malaria jetzt ausrotten!
    Immer noch sterben jährlich 600'000 Menschen an Malaria. In den letzten Jahren sind aber die Fortschritte im Kampf gegen die Krankheit enorm. «Wir können die Krankheit ausrotten», sagt Marcel Tanner, Präsident der Schweizer Akademie der Naturwissenschaften. Er ist Gast von Ivana Pribakovic.Malaria: Die tückische Krankheit gehört neben Aids und Tuberkulose zu den bedeutendsten und gefürchtetsten Infektionskrankheiten. Ursprünglich fast weltweit verbreitet, auch in der Schweiz, kommt sie heute «nur» noch in den Tropen vor. Oft ist sie mit ein Grund für die bittere Armut der Betroffenen. Marcel Tanner hat als Direktor des Tropeninstituts viel gegen die Ausbreitung der Krankheit getan, die über die gefürchtete Anopheles-Mücke übertragen wird. So hat er Forschungszentren in afrikanischen Ländern initialisiert und an einem Impfstoff gegen Malaria geforscht. «Die Pharmaindustrie in der Schweiz hat viel geforscht, deshalb ist die Schweiz auch massgebend bei der Bekämpfung der Krankheit. Wir lernen aber auch aus der traditioellen Medizin der lokalen Heiler», sagt Tanner. Er weiss, was es braucht, um die Übertragung des Erregers zu stoppen: «Wenn man den Betroffenen zuhört, haben sie oft bessere Lösungsvorschläge als die Experten.»
    25 min
  • Fredy Gsteiger – die NATO und ihre vielen Fronten
    Trump. Krim. Ukraine. Brexit. Türkei. Die EU, die in Bezug auf Russland gespalten ist. Die NATO hat Probleme an allen Fronten. Fredy Gsteiger, diplomatischer Korrespondent von Radio SRF, ist zurzeit bei der NATO in Brüssel – und Gast von Susanne Brunner.Am Hauptsitz der NATO in Brüssel treffen sich seit Dienstag ihre Aussenminister. Zum letzten Mal ist US-Aussenminister John Kerry mit dabei, nächstes Jahr haben es die Aussenminister mit Präsident Donald Trump und seinem Mann für dieses Amt zu tun. «Man spricht hier im Moment über nichts so viel, wie über Trump», sagt Fredy Gsteiger. «Man fürchtet sich um die transatlantische Partnerschaft zwischen den USA und Europa.» Trump sagte im Wahlkampf, die NATO sei überflüssig, zudem sympathisiert er mit Russland. Ausgerechnet mit Russland; die NATO hat – nicht ganz unverschuldet – im Moment viele Probleme mit dem Land. «Durch die Osterweiterung fühlt sich Russland bedrängt», so Gsteiger. Die Haltung der NATO gegenüber Russland spaltet auch die EU. Und, als ob das alles nicht schon genug wäre, denken einige EU-Staaten auch laut über eine EU-Armee nach, was das Verteidigungsbündnis weiter strapazieren dürfte, auch finanziell. Grabenkämpfe oder bereits ein Kampf um die Zukunft des bald 70-jährigen Atlantischen Bündnisses? «Die NATO ist angeschlagen, weniger physisch als psychisch. Wie die NATO in einem Jahr dastehen wird, ist unklar.»
    24 min
  • Josef Haslinger: «Ein Kampf um die Seele der Gesellschaft»
    Die Niederlage Norbert Hofers bei der Bundespräsidentenwahl in Österreich sei ein Dämpfer für die europäische Rechte, sagten viele nach der Wahl vom Sonntag. Wirklich? Über diese und andere Fragen spricht Susanne Brunner mit dem österreichischen Schriftsteller und Literaturprofessor Josef Haslinger.Vier Anläufe und fast ein ganzes Jahr hat es gebraucht, bis Österreich einen neuen Bundespräsidenten hatte. Mit 53 Prozent der Stimmen hat der Grüne Alexander Van der Bellen am Sonntag die Wahl gewonnen. Mit 47 Prozent Stimmenanteil hat der Freiheitliche Norbert Hofer aber Menschen weit über seine Partei hinaus erreicht. Was heisst das für Österreich und für Europa? Josef Haslinger ist österreichischer Schriftsteller, Literaturprofessor und Leiter des Literaturinstituts Leipzig. Er hat unter anderem «Politik der Gefühle. Ein Essay über Österreich» geschrieben. Bereits bei der letzten Runde der Präsidentenwahlen im Mai war Haslinger Gast im Tagesgespräch. Im damaligen Gespräch war nicht klar, wer gewonnen hatte.
    26 min

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Die aktuelle Talk-Sendung: Im Tagesgespräch wird das Thema des Tages mit Gästen aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft diskutiert und vertieft.

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